Hallo, vielleicht kann mir jemand bei folgendem Problem helfen. Bei einer Getreidemühle Maximahl electronic / Messerschmidt Culina schaltet sich neuerdings bei höheren Geschwindigkeiten der Motor einfach ab. Das ganze passiert auch im Leerlauf und auch nicht erst, wenn die Machine eine Weile gelaufen ist. Der Motor läuft sofort wieder, wenn er aus- und wieder eingeschaltet wird. Auf der Platine ist im wesentlichen ein TRIAC BT138/600E und ein Atmel U2010B verbaut sowie ein paar Widerstände, Elkos, Kondensatoren, etc. Immer wenn der Motor abschaltet leuchtet eine LED dauerhaft auf der Platine. Lt. Datenblatt ist das eine Anzeige für Highload (Pin 11 und 12 am U2010B), bzw. Overload (Load-current Limitation). Meine Frage: Ich möchte nicht gleich eine neue Platine kaufen, denn die kostet über 80€. Habt Ihr einen Tipp, welches Bauteil / Fehler dafür verantwortlich sein könnte? Alle Bauteile auf der Platine kosten zusammen vielleicht nicht mal 10 Euro, der Atmel higegen ist etwas schwerer zu besorgen, kostet aber auch nur so um 4€. Danke Marcus
Es werden wohl keine Trimmpotis wie in der Beispielschaltung auf der Platine sein, ansonsten guck mal ob sie verstaubt sind, und die Elkos müssten noch funktionieren da die Maschine im Kurzzeitbetrieb ist. Prüfe URef auf stabile 6V. Prüfe den Motorstrom ob er durch Windungsschluss nicht doch inzwischen zu hoch ist.
Hallo, doch, da gibt es 2 Trimmpotis, einer davon regelt die Motorgeschwindigkeit. Lt. Schaltplan ist das 50k Poti bei P1. Ist gibt noch einen 2. Poti, der sowas wie die Anlaufgeschwindigkeit regelt (?). R10 und R11 sind nicht als Potis auf der Platine, sondern normale Widerstände. Den 50k Poti habe ich schon getauscht. Es gibt 3 Elkos mit 22uf, 4,7uf und 1uf, jeweils 50V 105°. Die Maschine ist rund 20 Jahre alt. Soll ich die Elkos mal tauschen? Bzgl. Windungsschluß: Woran erkenne ich einen erhöhten Motorstrom, bzw. was wäre normal? Ansonsten sieht der Motor ok aus. Keine Funkenbildung, Kohleschleifer ok, Wicklungen nix auffälliges, keine verkohlten Stellen oder so. Uref werde ich nachmessen - Danke! Grüße Marcus
Was könnte denn noch eine mögliche Ursache für diese Abschaltung sein? Ist das auf die Platine zu begrenzen (Elkos?) oder kann es auch was am Motor sein, abgesehen von einem Windungsschluß? Können es auch schlechtleitende Kontakte an den Anschlüssen für den Motor sein? Die Kabel sind entweder gelötet oder mit Flachsteckern versehen, die fest sitzen. Nur die Kabel, die zu den Kohleschleifern gehen, sind relativ locker zwischen Kohleschleifergehäuse und Feder des Kohleschleifers "eingeklemmt". Da lässt sich auch nix fester einstellen. Ich würde halt gerne die Fehlerquelle irgendwie einkreisen wollen. Grüße Marcus
Marcus H. schrieb: > Ich würde halt gerne die Fehlerquelle irgendwie einkreisen wollen Na ohne was zu tun wirds nichts werden. Also Uref und Motorstrom nachmessen, nicht bloss auf Mittelwert, sondern auch auf Wechselanteil. Die Kohlekontakte sind normal so.
Wie messe ich den Wechselanteil des Motorstroms? Als Messgerät habe ich nur ein Multimeter. Grüße Marcus
Miss halt mal Wechselspannung am shunt und Gleichspannung zwischen Pin 6 und 10, und Gleichspannung und Wechselspannung zwischen 8 und 10 (sollte dein Multimeter an einer 9V Batterie 10.1V messen, muss ein 10nF Kondensator in Reihe).
Hallo, ich habe jetzt mal nachgemessen: Pin 6 und 10: 7,26V Pin 8 und 10: 9,22V Gleichspannung und 0,012V Wechselspannung Mein Multimeter misst an einem 9V Block 9V. Erklär mir noch bitte, wie ich das konkret mit der Spannung am Shunt machen soll. Mit sowas kenne ich mich leider nicht, Habe mich zwar in Wiki belesen und prinzipiell verstanden, weiß aber nicht, wo genau ich das an auf der Platine messen soll. Was mir noch aufgefallen ist: die Motodrehzahl ist sehr ungleichmäßig. Ich stell z.B. Stufe 1 ein und plötzlich steigt die Drehzahl vergleichbar mit Stufe 2 und geht dann wieder runter. Das im Leerlauf. Grüße Marcus
Hallo, ich habe jetzt mal die 3 Elkos gewechselt und den TRIAC. Bis jetzt läuft das Teil nun einwandfrei. Keine nennenswerten Schwankungen mehr bei der Drehzahl und die LED bleibt aus, selbst auf der max Stufe 8. Zur Sicherheit messe ich noch die Spannungen nach, aber soweit scheint es zu passen. Grüße Marcus
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