Forum: Ausbildung, Studium & Beruf IGM Tarifabschluss 2015


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von Carsten (Gast)


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Hallo Gemeinde,
die IGM hat in der aktuellen Tarifrunde 3,4% mehr Gehalt ausgehandelt. 
Wie findet ihr das? Zuviel, angemessen oder zuwenig? Ich würde mir eine 
sachliche Diskussion wünschen, ohne das übliche 
IGM-Disneyland-Geschwafel.

von Igor (Gast)


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LOL

von Carsten (Gast)


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Igor schrieb:
> LOL

Was ist so lustig?

von Wolfgang (Gast)


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DAX Unternehmen haben in den letzten 12 Monaten im Schnitt 23% an Wert 
gewonnen, über die letzten 3 Jahre waren es 18%/a.

Da sind 3,4% eher mager.

von Jochen F. (jamesy)


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Die 3,4% verteilen sich auch noch auf 15 Monate. Also eher 2,7% PA.
Warum schaut niemand auf die Laufzeit?

von Wolfgang (Gast)


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Alf schrieb im Beitrag #4046391:
> Was hat der Börsenkurs damit zu tun?

Deren Kursentwicklung ist ein Maß für die Steigerung von in den 
Unternehmen angelegtem Kapital, sozusagen die "Gehalts"-steigerung von 
Leuten, die ihr Geld arbeiten lassen. Und an dieser Entwicklung sollte 
auch das Gehalt derer, die für diese Unternehmen arbeiten, angemessen 
beteiligt sein.

von james (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Deren Kursentwicklung ist ein Maß für die Steigerung von in den
> Unternehmen angelegtem Kapital, sozusagen die "Gehalts"-steigerung von
> Leuten, die ihr Geld arbeiten lassen. Und an dieser Entwicklung sollte
> auch das Gehalt derer, die für diese Unternehmen arbeiten, angemessen
> beteiligt sein.

nein, das ist keine Gehaltssteigerung, sondern eine Wertsteigerung. Wenn 
du davon profitieren willst, dann kauf dir halt DAX Aktien, sollte doch 
bei einem IGM Gehalt locker drin sein. So kann jeder selbst davon 
profitieren. Oder läuft es manchem roten Gewerkschafter etwa zu wider 
selbst ein Aktienbesitzter zu sein?

eine Gehaltssteigerung von der Entwicklung des Börsenkurses abzuleiten 
ist schon extrem dreist. Würde ja bedeuten, dass man in der Krise, z.B. 
2009, hätte die Gehälter mal halbieren sollen.

Ein Aktienkurs ist eine Bestansgröße, sie bezieht sich auf Kapital bzw. 
Erwartungen an die Entwicklung des Kapitals in der Zukunft, Gewinne und 
Gehälter sind Stromgrößen. D.h. wenn dann, sollte die Grundlage für 
Gehaltserhöhungen die Erhöhung der Gewinne sein. Wobei auch da die 
Gewerkschaften einen Automatismus verlangen, von wegen immer nach oben, 
in Krisenzeiten nicht nach unten. Weil das die Bosse wissen, versuchen 
die darum um so mehr als sowieso, die Steigerungen während der guten 
Zeiten gering zu halten.
Alle paar Jahre hier und da 3% mehr, ergeben in 10 Jahren schnell mal 
exponentiell gerechnet 30% Steigerung, diese müssen aber auch in 
schlechten Zeiten gezahlt werden. Sinnvoller wären daher 
Gewinnbeteiligungen, so dass die Arbeitnehmer auch in guten Zeiten so 
richtig profitieren würden, in schlechten hätten sie dagegen etwas 
weniger, dafür einen sichereren Arbeitsplatz.

von Carsten (Gast)


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james schrieb:
> Wobei auch da die
> Gewerkschaften einen Automatismus verlangen, von wegen immer nach oben,
> in Krisenzeiten nicht nach unten.

Und was verlangt der dummdreiste Shareholder? Wachstum, Wachstum, 
Waaaaaachstuuuuum! Ist das nicht noch viel bescheuerter?

von Wolfgang (Gast)


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Alf schrieb im Beitrag #4046417:
> Wolfgang schrieb:
>> Deren Kursentwicklung ist ein Maß für die Steigerung von in den
>> Unternehmen angelegtem Kapital
>
> Du solltest dich nochmal etwas besser informieren wie Aktienkurse
> entstehen.

Wenn jemand sein Kapital in Aktien anlegt, steigt dieses Kapital 
entsprechend dem Aktienkurs.

Wodurch die Aktienkurse entstehen, ist doch ein völlig anderes Thema.

von james (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Wodurch die Aktienkurse entstehen, ist doch ein völlig anderes Thema.

mit solchen Sprüchen kann man vielleicht vor ungelernten Malochern mit 
Trillerpfeife punkten ...

wobei das wäre doch auch mal eine Idee: Gehalt an Aktienkurse koppeln, 
da bin ich mal gespannt wie bei einem ordentlichen Kursrutsch wie 2009 
die Gewerkschaften reagieren würden, wenn die Leute plötzlich nur noch 
die Hälfte als reguläres Gehalt bekommen, bei Kurzarbeit sogar noch mal 
weniger.

Kapier es doch mal, Aktien und Vermögen sind Bestandsgrößen, Löhne sind 
Stromgrößen. Wenn man Arbeiter an Kursgewinnen beteiligen wollte, dann 
müsste man Arbeitern z.B. Teile des Lohnes in Aktien auszahlen. Dagegen 
übrigens haben sich die Gewerkschaften sehr stark in den 60ern und 70ern 
gewährt. Hätten sie das nicht getan, wären viele DAX Konzerne zu einem 
nicht unerheblichen Anteil in Arbeitnehmerhand!

von Carsten (Gast)


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james schrieb:
> wobei das wäre doch auch mal eine Idee: Gehalt an Aktienkurse koppeln,
> da bin ich mal gespannt wie bei einem ordentlichen Kursrutsch wie 2009
> die Gewerkschaften reagieren würden, wenn die Leute plötzlich nur noch
> die Hälfte als reguläres Gehalt bekommen

Gilt dein Vorschlag auch für die Vorstandsmitglieder oder nur für die 
Malocher mit den Trillerpfeifen???

von Gonzo (Gast)


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Jochen Fe. schrieb:
> Die 3,4% verteilen sich auch noch auf 15 Monate. Also eher 2,7%
> PA.
> Warum schaut niemand auf die Laufzeit?

Du lässt damit aber die Einmalzahlung unter den Tisch fallen. Diese 
eingerechnet ergeben sich noch ungefähr 3%. Bei der aktuellen Inflation 
ist das doch ganz ordentlich. Also ich weiß jetzt schon nicht so recht 
wohin mit dem vielen Geld.

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Wolfgang schrieb:
> Deren Kursentwicklung ist ein Maß für die Steigerung von in den
> Unternehmen angelegtem Kapital, sozusagen die "Gehalts"-steigerung von
> Leuten, die ihr Geld arbeiten lassen.

Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten - für die Zinsgewinne derer, die 
nicht produktiv arbeiten.

von g. k. (jlagreen)


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Oder man profitiert einfach doppelt:
Ich bekomme die 3,4% mehr auf mein IGM Gehalt und seit Anfang des Jahres 
habe ich schon deutlich mehr als die Tariferhöhung verdient, dank u.a. 
Verkauf von DAX-Aktien :P.

von Asterex (Gast)


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g. k. schrieb:
> dank u.a.
> Verkauf von DAX-Aktien :P.

Hmm, welche?

von FAZ Leser (Gast)


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Aktien verkauft. Hmm schlechte Idee so wie die steigen grad.

von Gonzo (Gast)


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FAZ Leser schrieb:
> Aktien verkauft. Hmm schlechte Idee so wie die steigen grad.

Ich würde mit dem Verkauf auch noch warten, da geht noch was.

von Linksammler (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Deren Kursentwicklung ist ein Maß für die Steigerung von in den
> Unternehmen angelegtem Kapital, sozusagen die "Gehalts"-steigerung von
> Leuten, die ihr Geld arbeiten lassen

Wolfgang Erbes schrieb:
> Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten - für die Zinsgewinne derer, die
> nicht produktiv arbeiten.

Dann halt's halt mit Karl Marx.
Die "Vergemeinschaftung der Produktionsmittel" erreicht man in unserem 
System am einfachsten dadurch, dass sich jeder, auch "Malocher mit den 
Trillerpfeifen", Aktien kaufen.

Linkspartei und SPD mögen das natürlich garnicht... jeder Harzer mit 
Aktien ist ein potentieller FDP-Wähler...

von Antimedial (Gast)


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james schrieb:
> Dagegen
> übrigens haben sich die Gewerkschaften sehr stark in den 60ern und 70ern
> gewährt. Hätten sie das nicht getan, wären viele DAX Konzerne zu einem
> nicht unerheblichen Anteil in Arbeitnehmerhand!

Das ist aus Sicht einer Gewerkschaft völlig logisch. Unternehmerisch 
denkende Arbeiter wären der Tod jeder Gewerkschaft.

Wolfgang Erbes schrieb:
> Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten - für die Zinsgewinne derer, die
> nicht produktiv arbeiten.

Wie oft hört man solche Sprüche von Leuten, die fleißig Riestern und 
später davon eine schöne Rente bekommen wollen. Denen hat wohl noch 
keiner erzählt, wie die Riesterverträge finanziert werden.

Davon abgesehen arbeiten in einem durchschnittlichen Konzern maximal 50% 
der Angestellten überhaupt produktiv. Der Rest verwaltet im Endeffekt 
das Kapital (das gilt z.B. für die riesigen Einkaufs- und 
Logistikstrukturen) oder ist mit völlig unnötiger Selbstzweck-Bürokratie 
beschäftigt.

von CNCundso (Gast)


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Carsten schrieb:
> Hallo Gemeinde,
> die IGM hat in der aktuellen Tarifrunde 3,4% mehr Gehalt ausgehandelt.
> Wie findet ihr das? Zuviel, angemessen oder zuwenig? Ich würde mir eine
> sachliche Diskussion wünschen, ohne das übliche
> IGM-Disneyland-Geschwafel.

Der Prozentsatz ist Fair für beide Seiten.

Mehr kann es natürlich immer sein.

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