VGA Krafikkarte

Gast #4047392
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Hi,
Ich bin eben auf einen alten Artikel gestoßen wo diese 
Mini-VGA-Grafikkarte empfohlen wurde:
http://www.watterott.com/de/Micro-VGA-Mikrocontroller-VGA-Grafikkarte
Hat jemand erfahrung damit, oder giebt es da noch ein neueres besseres 
Model?
Ich brauche sie eigentlich nur für Textausgabe. Grafikausgabe wäre 
natürlich noch besser. Das Ganze will ich mit einem AVR ansteuern 
können.
Und der Bildschirm ist ein ganz normaler HD-Bildschirm mit VGA, DVI, 
HDMI Eingang.
Ich freue mich über jede Antwort
LR
Gast #4047925
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hack17 schrieb:

> Ich bin eben auf einen alten Artikel gestoßen wo diese
> Mini-VGA-Grafikkarte empfohlen wurde:
> http://www.watterott.com/de/Micro-VGA-Mikrocontroller-VGA-Grafikkarte
> Hat jemand erfahrung damit, oder giebt es da noch ein neueres besseres
> Model?
> Ich brauche sie eigentlich nur für Textausgabe. Grafikausgabe wäre
> natürlich noch besser. Das Ganze will ich mit einem AVR ansteuern
> können.

Du kannst mit praktisch jedem AVR direkt einen VGA-Monitor ansteuern 
(über den VGA-Anschluß).

Wie hübsch das Ganze wird, hängt primär nur von zwei Sachen ab:

1) deinen Programmierfähigkeiten
2) der Menge an RAM, die dem AVR als Bildwiederholspeicher zur Verfügung 
stehen

Der Punkt 2 ist leider ein ganz hartes Problem, denn der 
bestausgestattete AVR besitzt leider nur 16kB eingebautes RAM. Das 
beschränkt die Vollgrafikfähigkeiten von vornherein auf monochromes 
QVGA. Also ungefähr 320x240, Pixel leuchtet oder nicht. Du kannst dir 
aber immerhin noch die Farbe aussuchen, in der die leuchtenden Pixel 
leuchten sollen. Das ist dann aber reine Analogschaltung, der AVR sagt 
nur, ob Pixel an oder aus.

Im Textmodus (auch Quasigrafik/Blockgrafik) wird die Sache deutlich 
fluffiger, da werden programmierbare Farben möglich und auch höhere 
Auflösungen. Grafiken, die effektiv 640x480Pixel in 256 Farben haben, 
sind damit möglich. Nur halt nicht beliebige Grafiken, sondern nur 
solche, die  an vielen Stellen identische Puzzlesteine haben.
Für sehr viele Zwecke reicht das aber tatsächlich auch völlig aus.

Allerdings: Wenn du dem AVR solche Aufgaben aufhalst, bleibt u.U. nicht 
mehr allzuviel Rechenleistung für eine Anwendung über. Je nach Aufwand 
für die (Quasi-)Grafik kann es schonmal passieren, daß du von 20MHz 
echtem Systemtakt für deine Anwendung effektiv vielleicht nur noch 
0,6MHz über behältst. Alles andere an Rechenleistung geht nur dafür 
drauf, den Monitor mit seinem Bild zu versorgen.

Nunja: gute Programmierer erkennt man daran, daß sie die eigentlich 
interressierende Anwendung abwickeln können und trotzdem noch was 
hypsches für den User auf den Bildschirm bringen...
#4048026
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c-hater schrieb:
> Im Textmodus (auch Quasigrafik/Blockgrafik) wird die Sache deutlich
> fluffiger, da werden programmierbare Farben möglich und auch höhere
> Auflösungen. Grafiken, die effektiv 640x480Pixel in 256 Farben haben,
> sind damit möglich.

Da hast du einen Pixeltakt von 25,175 Mhz. Das will ich sehen, wie du 
das nur mit einem einfachen AVR in Software machst - bei 20 Mhz 
Prozessortakt, und dann auch noch in bunt.

> Allerdings: Wenn du dem AVR solche Aufgaben aufhalst, bleibt u.U. nicht
> mehr allzuviel Rechenleistung für eine Anwendung über. Je nach Aufwand
> für die (Quasi-)Grafik kann es schonmal passieren, daß du von 20MHz
> echtem Systemtakt für deine Anwendung effektiv vielleicht nur noch
> 0,6MHz über behältst. Alles andere an Rechenleistung geht nur dafür
> drauf, den Monitor mit seinem Bild zu versorgen.

Und vor allem wird das Programm damit erheblich komplexer, da es immer 
nach einer definierten Anzahl Takte den Prozessor an die Bilderzeugung 
abgeben muss. Denn nicht nur die Last wird dadurch extrem hoch, sondern 
auch die Anforderungen an das Timing.

> Das beschränkt die Vollgrafikfähigkeiten von vornherein auf monochromes
> QVGA. Also ungefähr 320x240, Pixel leuchtet oder nicht.

Monochrom heißt "ein Farbton". Wieiviele Helligkeitsabstufungen da noch 
gemacht werden, wird dabei erstmal nicht ausgesagt.
Gast #4048036
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> Allerdings: Wenn du dem AVR solche Aufgaben aufhalst, bleibt u.U. nicht
> mehr allzuviel Rechenleistung für eine Anwendung über. Je nach Aufwand
> für die (Quasi-)Grafik kann es schonmal passieren, daß du von 20MHz
> echtem Systemtakt für deine Anwendung effektiv vielleicht nur noch
> 0,6MHz über behältst. Alles andere an Rechenleistung geht nur dafür
> drauf, den Monitor mit seinem Bild zu versorgen.

Deshalb benötige ich ja auch eine Grafikkarte, die sich um die Ausgabe 
kümmert!
#4048100
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hack17 schrieb:
> Ich freue mich über jede Antwort

wenn du etwas basteln willst,
kannst du auch ein STM32-Board (z.B. das F4-Disco für 15 EUR)
kaufen und da eine VGA-Buchse dranlöten
(mit R2R-DAC) bekommst du dann z.B. 8bit Farbstufen
auf 320x240 Pixel

zum F4 hätte ich die VGA-Library schon fertig
die Anbindung zum AVR müsste man sich dann noch "ausdenken"
UART oder SPI oder was auch immer

Gruss Uwe
Gast #4051574
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Einen kleinen Mikrocontroller o.ä. einsetzen ist für diesen 
Anwendungsfall wirklich nicht zielführend. Und ein fetter STM32 ist 
unpraktisch und zu teuer. Keine Ahnung, warum sowas überhaupt diskutiert 
wird...

Ein Raspberry Pi Model A+ mit GertVGA666 ist einfach zu benutzen, sehr 
preisgünstig und kann sogar zwei Bildschirme gleichzeitig ansteuern!

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