Forum: HF, Funk und Felder elektrostat. Entladung gegen 230V-Phase - was passiert?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von GuyJin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hatte grad mal den Gedankengang. was wohl passieren könnte, wenn man 
eine statische Entladung auf eine Phase hinbekommt.
Hintergrund:
Ich hatte gestern abend gelüftet, mir dabei gegen Gänsehaut 'ne 
Fleece-Jacke übergezogen.
nach dem Lüften die Jacke wieder aus und dann an die Heizung. ZAPP. aus 
ca 5cm Entfernung nen Blitz gezogen.
Das wäre übrigens eine nette Kombination für nen entspr. Generator.

könnte mich durch einen solchen Blitzkanal auch der Strom aus einer 
Netzphase begrüssen?

von Stefan M. (derwisch)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Testen und berichten...;-))

von Route_66 H. (route_66)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!
Aus Sicht Deines aufgeladenen Fingers ist die Netzphase nur ganz schwach 
verbrummtes Erdpotential. Du kannst solch feinen Unterschied nicht 
spüren.

von Flip B. (frickelfreak)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der gedanke ist nicht falsch. Die ionisierte luft ist recht niederohmig. 
Wenn du noch eine gute erdverbindung hast könnte der strom hoch genug 
werden um den lichtbogen auch bei größerer länge  aufrecht zu erhalten. 
Die maximale länge hängt natürlich auch von der form der am lichtbogen 
liegenden leiterende und dem medium (luft) ab.

Trotzdem wird der lichtbogen beim nächsten nulldurchgan warscheinlich 
verlöschen. der realistische abstand für so ein szenario ist aber eher 
3-8mm.  Interessant auch wenn sowas durch kabelisolation durchschlägt, 
da kann der abstand ca 1mm werden.

Flip

von Route_66 H. (route_66)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Flip B. schrieb:
> Wenn du noch eine gute erdverbindung hast

Seltsame Gedankenspiele!
Dann bist Du gegenüber der Netzphase nicht elektrostatisch aufgeladen, 
und der Zündfunke kann überhaupt nicht entstehen.

von Flip B. (frickelfreak)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der hintergrund: bei einmal ionisierter funkenstrecke braucht es nich 
unbeding eine hohe spannung um den Lichtbogen aufrecht zu erhalten. Auch 
ein hoher strom durch den lichtbogen ionisiert die luftmoleküle dann.


https://youtu.be/-yBTHrXEK4U

von Flip B. (frickelfreak)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die erdverbindung  kann auch über lichtbögen oder kapazitive effekte 
entstehen.

von HF-Werkler (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Flip B. schrieb:
> Der gedanke ist nicht falsch. Die ionisierte luft ist recht niederohmig.
> Wenn du noch eine gute erdverbindung hast könnte der strom hoch genug
> werden um den lichtbogen auch bei größerer länge  aufrecht zu erhalten.

Naja, wenn er schon eine gute Erdverbindung hat, ist er wohl nicht mehr 
elektrostatisch aufgeladen.

Entweder ist der Probant isoliert gegen Erde und erzeugt durch seine 
Aufladung eine Elektrostatische Entladung bis zum Zeitwert der 
Wechselspannung (ungefährliche Restspannung) oder er ist geerdet und 
dann gibt es auch keine Elektrostatische Entladung (wegen fehlender 
Aufladung).

Daher:
Spätestens wenn der "Menschliche Kondensator" sich auf eine geringe 
Restspannung entladen hat, stirbt der Ionisierungskanal einen sehr 
raschen Tod, und der Mensch lebt isoliert von der gefährlichen 
Netzspannung weiter.

Wenn es wirklich 5cm waren, müssten dass aber über 100kV gewesen sein. 
Wow, das ist eine ganz schöne Hausnummer.

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Flip B. schrieb:
> Der hintergrund: bei einmal ionisierter funkenstrecke braucht es nich
> unbeding eine hohe spannung um den Lichtbogen aufrecht zu erhalten.

Ja, aber um eine hohe statische Ladung in seinem Körper aufzubauen muss 
er extrem gut gegen Erde isoliert sein, sonst würde diese Ladung schon 
vorher gegen Erde abfliessen. Also wird in dem Fall, dass ein Lichtbogen 
zu einer 230V Leitung entsteht NICHTS passieren, weil kein Strom gegen 
Erde fliessen kann weil er ja so gut isoliert ist, dass nicht mal die 
mehreren 10kV statische Elektrizität gegen Erde abgeflossen sind.
Eine kapazitive Kopplung könnte natürlich gefährlich sein, aber wo bitte 
ist eine Kapazität die hoch genug ist um bei 230V einen gefährlichen 
Strom fliessen zu lassen und gleichzeitig spannungsfest für mehrere 10kV 
und mit einem so niedrigen Reststrom dass es zu einer statischen 
Aufladung kommen kann?

Nachtrag: Solche Kondensatoren sollte man sowiso nicht anfassen wegen 
dem Nachladeeffekt oder Selbstaufladeeffekt von 
Hochspannungskondensatoren.

: Bearbeitet durch User

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.