elektrostat. Entladung gegen 230V-Phase - was passiert?

Gast #4048373
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Hatte grad mal den Gedankengang. was wohl passieren könnte, wenn man 
eine statische Entladung auf eine Phase hinbekommt.
Hintergrund:
Ich hatte gestern abend gelüftet, mir dabei gegen Gänsehaut 'ne 
Fleece-Jacke übergezogen.
nach dem Lüften die Jacke wieder aus und dann an die Heizung. ZAPP. aus 
ca 5cm Entfernung nen Blitz gezogen.
Das wäre übrigens eine nette Kombination für nen entspr. Generator.

könnte mich durch einen solchen Blitzkanal auch der Strom aus einer 
Netzphase begrüssen?
#4048402
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Der gedanke ist nicht falsch. Die ionisierte luft ist recht niederohmig. 
Wenn du noch eine gute erdverbindung hast könnte der strom hoch genug 
werden um den lichtbogen auch bei größerer länge  aufrecht zu erhalten. 
Die maximale länge hängt natürlich auch von der form der am lichtbogen 
liegenden leiterende und dem medium (luft) ab.

Trotzdem wird der lichtbogen beim nächsten nulldurchgan warscheinlich 
verlöschen. der realistische abstand für so ein szenario ist aber eher 
3-8mm.  Interessant auch wenn sowas durch kabelisolation durchschlägt, 
da kann der abstand ca 1mm werden.

Flip
Gast #4048735
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Flip B. schrieb:
> Der gedanke ist nicht falsch. Die ionisierte luft ist recht niederohmig.
> Wenn du noch eine gute erdverbindung hast könnte der strom hoch genug
> werden um den lichtbogen auch bei größerer länge  aufrecht zu erhalten.

Naja, wenn er schon eine gute Erdverbindung hat, ist er wohl nicht mehr 
elektrostatisch aufgeladen.

Entweder ist der Probant isoliert gegen Erde und erzeugt durch seine 
Aufladung eine Elektrostatische Entladung bis zum Zeitwert der 
Wechselspannung (ungefährliche Restspannung) oder er ist geerdet und 
dann gibt es auch keine Elektrostatische Entladung (wegen fehlender 
Aufladung).

Daher:
Spätestens wenn der "Menschliche Kondensator" sich auf eine geringe 
Restspannung entladen hat, stirbt der Ionisierungskanal einen sehr 
raschen Tod, und der Mensch lebt isoliert von der gefährlichen 
Netzspannung weiter.

Wenn es wirklich 5cm waren, müssten dass aber über 100kV gewesen sein. 
Wow, das ist eine ganz schöne Hausnummer.
#4048739
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Flip B. schrieb:
> Der hintergrund: bei einmal ionisierter funkenstrecke braucht es nich
> unbeding eine hohe spannung um den Lichtbogen aufrecht zu erhalten.

Ja, aber um eine hohe statische Ladung in seinem Körper aufzubauen muss 
er extrem gut gegen Erde isoliert sein, sonst würde diese Ladung schon 
vorher gegen Erde abfliessen. Also wird in dem Fall, dass ein Lichtbogen 
zu einer 230V Leitung entsteht NICHTS passieren, weil kein Strom gegen 
Erde fliessen kann weil er ja so gut isoliert ist, dass nicht mal die 
mehreren 10kV statische Elektrizität gegen Erde abgeflossen sind.
Eine kapazitive Kopplung könnte natürlich gefährlich sein, aber wo bitte 
ist eine Kapazität die hoch genug ist um bei 230V einen gefährlichen 
Strom fliessen zu lassen und gleichzeitig spannungsfest für mehrere 10kV 
und mit einem so niedrigen Reststrom dass es zu einer statischen 
Aufladung kommen kann?

Nachtrag: Solche Kondensatoren sollte man sowiso nicht anfassen wegen 
dem Nachladeeffekt oder Selbstaufladeeffekt von 
Hochspannungskondensatoren.

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