Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Kleinbetrieb:Inventur- wirklich jedes SMD- Teilchen zählen?


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von Dieter (Gast)


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Hallo Kollegen,

wie macht Ihr das mit der Inventur, jedes Schräubchen und SMD- Teil 
zählen?

Das wäre dann ein Ganzjahresprogramm, die Inventur, jedes Jahr?

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Dieter schrieb:
> jedes Schräubchen und SMD- Teil
> zählen?

Bei uns wird gewogen.
Inventur ein oder 2 mal im Jahr.
Naja wir zählen aber nicht zu Kleinbetrieb..umsatz fast 800 Millionen.

: Bearbeitet durch User
von Bestücker-Franz (Gast)


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Bei unserer Inventur zählen wir nur volle SMD-Rollen / -Stangen und 
schätzen angefangene Rollen mit Vogelfutter ... auf ein paar hundert 
oder tausend Bauteile kommt es - je nach Bauform - nicht an. Nur teure 
ICs und nicht oft verwendete Bauteile werden entweder per Maschine 
gezählt oder klassisch per Fingerzeig und hochzählen ;)

Bei loser Ware (THT-Bauteile, mchanische Teile) benutzen wir Zählwagen. 
Bis jetzt war der Prüfer jedes Jahr sehr zufrieden mit diesem System.

von Bürovorsteher (Gast)


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Bei Popelkram darf üblicherweise auch geschätzt werden. Ob in der 
Inventurliste dann 15,45 T€ oder 13,99 T€ stehen, interessiert keine 
Sau.
Achtung: bei der Inventur ist der jeweils niedrigste Einkaufspreis 
anzusetzen.

von John D. (drake)


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Bürovorsteher schrieb:
> Inventurliste dann 15,45 T€ oder 13,99 T€ stehen, interessiert keine
> Sau.

Naja, das ist immerhin ein Unterschied von 1460 Milliarden Euro!

von Bürovorsteher (Gast)


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Nur zur Information: T ist die übliche kaufmännische Abkürzung für 
Tausend.

von ChefvomBürovorsteher (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Nur zur Information: T ist die übliche kaufmännische Abkürzung für
> Tausend.

Pech, das ist aber ein technisches Forum
:-)

von Dirk (Gast)


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Die Abkürzung könnte auch "Teuro" bedeuten.

von Progger (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Achtung: bei der Inventur ist der jeweils niedrigste Einkaufspreis
> anzusetzen.

Warum ist das so? Ich muss mich zum Glück nicht mit Buchhaltung 
auseinandersetzen. Aber wenn ich es richtig in Erinnerung hatte, dann 
sollte man das doch mit FIFO oder ev. gewichtetem Durchschnitt bewerten.

von Jemand (Gast)


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Methoden wie in Rußland: Warenwirtschaft mit Einnahme-/Ausgabe-Konten 
sind also nicht bekannt?
Dann muß halt die Belegschaft mindestens 1x Mal pro Jahr ca. eine Woche 
Inventur über sich ergehen lassen?
Wer dabei oder auch danach noch motiviert auf und an die Arbeit geht 
kommt sicherlich aus der Verwaltung!
Wenn das selbe Spielchen mit der Abrechnung ggü. dem Finanzamt > G&V 
vrs. EÜR auch so ablaufen würde, wäre jeder Steuerberater oder 
Buchführer auf Jahr u. Tag voll ausgelastet.
Eine elektron. Bestandsüberwachung wäre dann wohl wie ein 5er im Lotto? 
Der Segen für durchgänge volljährige Beschäftigung!

Na dann macht mal weiter so, solange sich das die Kleinbetriebe noch 
leisten können ist ja alles Bestens.
Kein Wunder dass so viele solcher Arbeiten nach Fernost ausgelagert 
wurden, das kann ja kein Kunde mehr mitfinanzieren!

von Bürovorsteher (Gast)


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Nicht dass jemand in Versuchung kommt, sein desaströses Unternehmen auf 
diese Art zu sanieren. Wenn die Leiterplatten im 1000er Stapel 1,50 € 
pro Stück kosten, könnte jemand durch die Nachbestellung von 2 Stück à 
22,40 €
dazu verleitet werden, die restlichen 500 Stück nicht mit 750 €, sondern 
mit 11.200 € zu bewerten und somit vllt. eine Überschuldung des 
Unternehmens zu vertuschen.

von Bürovorsteher (Gast)


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Hallo Jemand - du bist ja ein ganz Schlauer!

von Schreiber (Gast)


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Jemand schrieb:
> Methoden wie in Rußland: Warenwirtschaft mit Einnahme-/Ausgabe-Konten
> sind also nicht bekannt?
Doch schon, aber Hühnerfutter mit einem Einkaufspreis von 0,005€ zu 
verbuchen ist halt nicht immer wirtschaftlich.

von Progger (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Nicht dass jemand in Versuchung kommt, sein desaströses
> Unternehmen auf
> diese Art zu sanieren. Wenn die Leiterplatten im 1000er Stapel 1,50 €
> pro Stück kosten, könnte jemand durch die Nachbestellung von 2 Stück à
> 22,40 €
> dazu verleitet werden, die restlichen 500 Stück nicht mit 750 €, sondern
> mit 11.200 € zu bewerten und somit vllt. eine Überschuldung des
> Unternehmens zu vertuschen.

Deshalb doch FIFO: 500 x 1,50 € + 2 * 22,40 €

Wäre mir echt neu, dass ich die Bestände einfach mit einem niedrigeren 
Preis bewerten darf.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Jemand schrieb:
> Methoden wie in Rußland: Warenwirtschaft mit Einnahme-/Ausgabe-Konten
> sind also nicht bekannt?

Doch, aber die Inventur dient ja gerade dazu, Abweichungen davon 
aufzudecken, also den realen Bestand zu ermitteln.

> Dann muß halt die Belegschaft mindestens 1x Mal pro Jahr ca. eine Woche
> Inventur über sich ergehen lassen?

Nicht immer :-)

> Na dann macht mal weiter so, solange sich das die Kleinbetriebe noch
> leisten können ist ja alles Bestens.
> Kein Wunder dass so viele solcher Arbeiten nach Fernost ausgelagert
> wurden, das kann ja kein Kunde mehr mitfinanzieren!

Soooo dramatisch ist das auch nicht. Wenn Du kein ordentlicher Kaufmann 
oder nicht im HR eingetragen bist, dann benötigst Du bis 500k€ Umsatz 
oder 50k€ Gewinn im Jahr weder doppelte Buchführung noch Bilanz noch 
Inventur.

Das hat seine Vorteile :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Schreiber (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Soooo dramatisch ist das auch nicht. Wenn Du kein ordentlicher Kaufmann
> oder nicht im HR eingetragen bist, dann benötigst Du bis 500k€ Umsatz
> oder 50k€ Gewinn im Jahr weder doppelte Buchführung noch Bilanz noch
> Inventur.

selbst die kleinste UG unterliegt damit diesen tollen Vorschriften...

von Bürovorsteher (Gast)


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selbst die kleinste UG unterliegt damit diesen tollen Vorschriften...

Wer es fürchtet, muss es sein lassen.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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@Bürovorsteher: Eben!

@Schreiber: Beschränkte Haftung ist eh nur etwas für Leute, die 
entsprechende Produkte verkaufen ;-)

von Anti Bürokrat (Gast)


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man kann Kleinteile auch wiegen und außerdem kann man die Steuer auch 
schön bescheissen, die linken pieeeeep wollen es ja nicht anders.

von Jemand (Gast)


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Bürovorsteher meinte
> Hallo Jemand - du bist ja ein ganz Schlauer!
Mehr fällt dir dazu nicht ein?

Schreiber meinte
> Doch schon, aber Hühnerfutter mit einem Einkaufspreis von 0,005€ zu
> verbuchen ist halt nicht immer wirtschaftlich.
es ist dann aber eher wirtschaftlich mit Std.Aufwand die hinterher 
wieder noch mal per Hand zu zählen oder mit wiederholtem Aufwand zu 
Schätzen?
Schon mit dem Kauf > Lieferung ist der erste Schritt getan das 
automatisch oder teilmanuell zu erfassen, denn die Kosten zum dem HF 
müssen ja sowieso erfasst werden > Kleinvieh macht auch mächtig Mist.

einer der Mods Chris D. meinte
> Doch, aber die Inventur dient ja gerade dazu, Abweichungen davon
> aufzudecken, also den realen Bestand zu ermitteln.
also wie die doppelten Buchführung - keiner glaubt dem Anderen > ergo 
AB-Maßnahme! Noch dazu glaubt dir das keiner, weil doppelter Aufwand 
ohne wirkl. Nutzen.

> Wenn Du kein ordentlicher Kaufmann oder nicht im HR eingetragen bist, dann > 
benötigst Du bis 500k€ Umsatz oder 50k€ Gewinn im Jahr weder doppelte
> Buchführung noch Bilanz noch Inventur.
was ist das dann für ein MA von welcher Firmengröße hier oben der fragt?

> Das hat seine Vorteile :-)
das war ein Wink auf dich selbst?

Anti Bürokrat meinte
> man kann Kleinteile auch wiegen
da spricht ein Erfahrener aus der Realität
> und außerdem kann man die Steuer auch schön bescheissen,
zu irgendwas, außer der sinnlosen Beschäftigung, muß das Ganze ja auch 
gut sein ;-)
Mit dem sinnlosen Zählen kommt dann im Verlauf der Öde der Erfindergeist 
zum Tragen!

von cassini (Gast)


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Bein unserer letzten BP (wir werden aufgrund der Größe durchgeprüft) zog 
der Prüfer willkürlich eine Rechnung raus (es handelte sich um 10 
Stecker von Lemo aus meinem damaligen Projekt), und wollte wissen, was 
mit diesen Steckern sei... - also: wurden sie weiterverkauft, also muss 
es eine VK-Rechnung geben, wurden sie verbaut, dann also in welches 
Gerät usw... Schließlich kam heraus, dass von den 10Steckern noch 5Stk 
in irgendeiner Schublade von mir lagen. Und es kam wie es kommen musste: 
Stehen die 5Stecker auch in der Inventur? Hatten wir natürlich 
"vergessen"...

Die Prüfer haben also auch so Ihre Methoden und spezialisieren sich auch 
auf bestimmte Branchen.

von Quietsch Boy (Gast)


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Jemand schrieb:
> also wie die doppelten Buchführung - keiner glaubt dem Anderen > ergo
> AB-Maßnahme! Noch dazu glaubt dir das keiner, weil doppelter Aufwand
> ohne wirkl. Nutzen.

Wenn das nicht so wäre, hätten wir noch mehr Arbeitslose. So 
verschwinden ein paar Leute von der Straße.

von Schreiber (Gast)


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Jemand schrieb:
> Schreiber meinte
>> Doch schon, aber Hühnerfutter mit einem Einkaufspreis von 0,005€ zu
>> verbuchen ist halt nicht immer wirtschaftlich.
> es ist dann aber eher wirtschaftlich mit Std.Aufwand die hinterher
> wieder noch mal per Hand zu zählen oder mit wiederholtem Aufwand zu
> Schätzen?
> Schon mit dem Kauf > Lieferung ist der erste Schritt getan das
> automatisch oder teilmanuell zu erfassen, denn die Kosten zum dem HF
> müssen ja sowieso erfasst werden > Kleinvieh macht auch mächtig Mist.

Nö, wiso denn?
Standardhühnerfutter wird rollenweise gekauft und wenn die Rolle zuneige 
geht wird bei der nächsten Bestellung wieder eine neue bestellt.
Lagerverwaltung geht da ganz einfach mit einem Blatt Papier auf dem 
jeder aufschreibt was langsam zu Neige geht.
Die Kosten für HF werden einfach nach Erfahrungswert geschätzt (Null- 
und Kleinserien) oder (bei Entwicklung/Prototypenbau) als 
Gemeinkostenumlage im Stundensatz mitberücksichtigt.

Wer will kann natürlich auch auf eine Materialmanagementlösung von SAP 
setzen und jeden Widerstand einzeln auf die passende Kostenstelle 
verbuchen.

von Bernd F. (metallfunk)


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Das Problem gibt es auch in der Schlosserei.

Wir kaufen unser Material objektbezogen. Manchmal großzügig gerechnet
bleibt der eine oder andere Stab übrig.

Da ist auch mal recht teurer Edelstahl dabei.

Aber: Was ist das noch wert?
Eigentlich gar nichts. Nach EN 1090 brauche ich immer eine chem.
Analyse des Materials.

Nun liegt da so ein Winkelprofil 10 Jahre im Lager. Einfaches Anschauen
reicht, um 1.4301 zu bestimmen, aber der Zettel fehlt.
(Der Stab kostet neu aber 500,- )

Wie bewertet man das in der Inventur?

Blödes Spiel
Grüße Bernd

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd Funk schrieb:
> Das Problem gibt es auch in der Schlosserei.
>
> Wir kaufen unser Material objektbezogen. Manchmal großzügig gerechnet
> bleibt der eine oder andere Stab übrig.
>
> Da ist auch mal recht teurer Edelstahl dabei.

Willkommen im Boot :-)
(Hier sind es allerdings noch exotischere Materialien)

Reste davon landen grundsätzlich immer in Prototypen - die man dann 
natürlich ab und zu entsorgt :-)

Ich suche doch nicht 5kg Restmaterial raus, nur weil die vor acht Jahren 
mal angeschafft wurden und der Prüfer sie sehen will. Ahnung hat der 
davon sowieso nicht. Dem kann man auch ein Stück poliertes ST37 anstatt 
Titan oder Niob zeigen.

War bisher nie ein Problem. Wer entwickelt, bei dem landen eben auch 
viele Versuche auf dem Schrott.

Immerhin braucht's hier keine Inventur.

> Wie bewertet man das in der Inventur?

Hmmm - ich würde das leicht über Schrottwert ansetzen.

> Blödes Spiel

Ja :-/

Peter Xuang schrieb im Beitrag #4057760:
> Inventuren brauchen nur Betriebe, die dem öffentlichen Personenverkehr
> ausgesetzt sind (Geschäfte) oder Unternehmen, in denen befürchtet wird,
> dass sich unter den Angehörigen Bauteildiebe befinden.

Aha ... und was soll uns das jetzt sagen? Die Inventur einfach lassen 
und auf Dich verweisen? :-}

In jedem normalen Unternehmen hast Du Differenzen zwischen 
Einkauf/Verkauf und Lagerbestand - hauptsächlich aus 
Bequemlichkeit/Aufwandserwägungen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Dieter (Gast)


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Nö, nicht wegen Diebstahl/ Schwund/ Schlampereien aller Art, muß 
Inventur gemacht werden. Der Wert vom Materialbestand, Halb- und 
Fertigware muß
aus steuerrechtlichen Gründen erfaßt werden und geht in die Bilanz ein-
frag' mich aber bitte nicht wie...!

von BV (Gast)


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> Der Wert vom Materialbestand, Halb- und
> Fertigware muß
> aus steuerrechtlichen Gründen erfaßt werden und geht in die Bilanz ein-
> frag' mich aber bitte nicht wie...!

Das geht gewinnerhöhend in den Jahresabschluss (Bilanz) ein - und genau 
da fängt der Ärger an.

von Bernd F. (metallfunk)


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Auf jeden Fall muss zum Jahresabschluss eine Inventur gemacht
werden.

Wenn ich mein Schraubenlager bewerte, stellt sich mir das gleiche
Problem wie mit elektronischen Bauteilen.

Brauche ich davon nichts, ist es ein Kostenbringer.
Andererseits kann die absolut richtige Schraube im richtigen
Moment 100 € wert sein.

Die Schätzbewertung nach Gewicht ist da gar nicht verkehrt.
100 kg Schrauben = 100 €.

Da wir durchweg Einzelstücke machen, liegen über den Jahreswechsel
auch keine Getriebemotoren rum.
( 1000 Stück a' 3000,- € )

Das versteht sogar ein Steuerprüfer. :)

Grüße Bernd

von Moritz (Gast)


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Hallo zusammen,

hat jemand schon mal Erfahrungen mit Stichprobeninventursystemen von 
z.B. Inform etc. gemacht? Diese versprechen einen Reduzierten 
Inventurumfang von bis zu 90%. Kann mir das nicht so richtig vorstellen 
das da der Schwund mit erfasst wird. Unser System kann nämlich keinen 
Baugrößenbedingten Mehrverbrauch automatisch pro Baugruppe mit abbuchen.
Da häufen sich über das Jahr über dann Bestände an die körperlich nicht 
mehr existent sind.

Bisher haben wir es so gemacht da wir Artikel größer 0,15ct. oder einem 
Lagerwert von größer 3000€ gezählt und den Rest geschätzt haben.

Aufwand hierbei geht ins unermessliche. Insgesamt sind hier 10 
Mitarbeiter 2 Wochen beschäftigt.

Viele Grüße
Moritz

von Bürovorsteher (Gast)


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Wir hatten bisher von Kleinbetrieben geredet.

von Karl (Gast)


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Schreiber schrieb:

> selbst die kleinste UG unterliegt damit diesen tollen Vorschriften...

Weil es eine Kapitalgesellschaft ist, und da wollen die Kapitalgeber 
halt wissen, was los ist.

von Carl D. (jcw2)


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> Unser System kann nämlich keinen Baugrößenbedingten Mehrverbrauch automatisch 
pro Baugruppe mit abbuchen.

Das ist dann aber der Grund für den großen Inventuraufwandt. Wenn im 
Mittel jeder 10. 0201er R nicht auf der Platine landet, dann muß dieser 
Mehrverbrauch in die Stückliste. Andernfalls rechnet man sich die 
Produkte schön und muß hinterher (bei entsprechender Größe) den 
Wirtschaftsprüfern erklären, wo das Leck im Lager ist.
Man kann bei Lagern mit vielen kleinen Plätzen auch eine kontinuierliche 
Inventur machen, d.h. Z.B. Bei jedem Nulldurchgang (Fach leer) wird 
gezählt, was einfach ist. Am Jahresende bleiben dann nur noch die Fächer 
ohne Nulldurchgang übrig, die man sich eh genauer anschauen sollte. 
Davon hat man zu viel im Bestand.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Hier is' das ganze Jahr über immer mal wieder Inventur.
diverse Regalwände und da wird immer "je Wand" gezählt.

JA, auch SMD. da hat man mal die Gewichte der Rollen notiert und wenn
wie hier absehbar ist, welche Rollen wie lange halten kann man ziemlich 
schnell nach Gewicht zählen.

von Moritz (Gast)


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> Das ist dann aber der Grund für den großen Inventuraufwandt. Wenn im
> Mittel jeder 10. 0201er R nicht auf der Platine landet, dann muß dieser
> Mehrverbrauch in die Stückliste.

Das kann leider unser System nicht abbilden. Das ist in dieser Hinsicht 
etwas unvorteilhaft. Wir müssten also um den genauen Abwurf zu bestimmen 
vor und nach jeder Bestückung zählen und jede Postion manuell ausbuchen.

Der Aufwand lässt sich jedoch im Tagesgeschäft nicht bewältigen.


> Man kann bei Lagern mit vielen kleinen Plätzen auch eine kontinuierliche
> Inventur machen, d.h. Z.B. Bei jedem Nulldurchgang (Fach leer) wird
> gezählt, was einfach ist. Am Jahresende bleiben dann nur noch die Fächer
> ohne Nulldurchgang übrig, die man sich eh genauer anschauen sollte.
> Davon hat man zu viel im Bestand.

Leider wissen wir nie genau wann das Fach wirklich leer ist weil ja 
häufig der Artikel auf mehrere Baugruppen und die Fertigung verteilt 
ist.

von cassini (Gast)


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Bei passiven BE und anderen Kleinteilen (unter 1ct / Stk) nehmen wir den 
EK-Umsatz des gesamten Jahres und halbieren diesen. Begründung: Wir 
haben volle Rollen, halbvolle, und (fast) leere. Im Schnitt sind also 
immer 50% des EK-Umsatzes am Lager. Gezählt wird da dann gar nichts. 
Diese Vorgehensweise hat bislang noch kein Prüfer bemängelt. (Falls doch 
mal einer mit 'nem dummen Spruch kommt, kann er gerne nachzählen...)

von F. F. (foldi)


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Mitte nächsten Monat muss ich dann auch wieder. Kabelbänder, zum 
Beispiel, die zähle ich immer auf Null; anderes Kleinmaterial auch. 
Dafür schreibe ich aber auch immer diese ganzen Posten, wir haben da 
verschiedene Bereiche die wir nur anklicken müssen, als "Klein- und 
Verbrauchsmaterial" auf.

Ich kriege eh nur 7 Stunden dafür und mit Aufräumen sind das locker 10 
bis 12 Stunden.

von Thomas S. (thommi)


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Ist die Inventur eigentlich eine typisch deutsche Institutuion, dass dem 
Finanzkraken ja nichts entgeht, oder gibt es das auch in anderen Ländern 
in dieser Form?

Bei uns bedeutet Inventur Schüttgut wiegen, was dann zwei Tage 
Produktionsausfall bedeutet, und zur Folge dann ggfs auch 
Rückenkrankheit, denn da werden Tonnen an Gewicht verwogen. Wir haben 
zwar seit längerem SAP und Top-Flow, aber das heisst bei mir Top-Flop, 
da entweder die Eingabeterminals für die Mitarbeiter oft abstürzen, oder 
sie damit nicht klar kommen. Dazu musste dann extra Personal eingestellt 
werden, welches das ganze korrigiert.

Natürlich muss man dann dauernd updaten, und die Lizenz pro Arbeitsplatz 
kostet im Jahr je nach Berechtigungsschlüssel im Schnitt 2000 €ier.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Irgendwie müssen die Gelder ja verjubelt werden.

ach und wenn dann auch mal wieder ein Auditor da ist - WEIA!
Dann kriegen einige Kollegen richtiggehend Panik und polieren Ihren 
Arbeitsplatz auf Hochglanz. Vorspiegelung falscher Tatsachen...

Und der Unfallverhüter muss auch noch eima durch, da darf's Dir auch 1x 
im Jahr anhören, dass man im Hochregallager den knitterfreien Hut 
aufsetzen soll. Aber die Klotüren gehen immer noch nur nach innen auf, 
da kann die Kabine auch noch so klein sein. Brech da mal zusammen, Du 
musst den ganzen Raum zertrümmern um jmd da raus zu holen. Sowas is ja 
Standard.

-aber den hinteren Riemen von den Birkenstock-Latschen, ja den 
kontrollieren se Dir...

Apropos Hart-Hut:
den setze ich konsequent bei jedem Gang ins Lager auf. Nämlich weil der 
gerne mal an verschiednen Orten liegt und ich den jedesmal neu suchen 
muss.
Wir ha'm ja auch nur einen und wenn 2 Kollegen gleichzeitig da hin 
müssen
-öhh, hmmm...

Is' ja alles Arbeitszeit, ich hab damit kein Problem wenn wieder mal 
etwas besonders lange dauert. Ein Grossteil meiner Arbeit besteht eh aus 
warten.

von Wolfgang Peter (Gast)


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Hallo,

schaut mal unter www.optical-control.de.
Wir haben eine Röntgenmaschine entwickelt mit der innerhalb von 10 
Sekunden die exakte Anzahl der Bauteile in SMD-Rollen ermittelt werden 
kann.

Viele Grüße

Wolfgang

von Paul B. (paul_baumann)


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● J-A V. schrieb:
> Apropos Hart-Hut:
> den setze ich konsequent bei jedem Gang ins Lager auf. Nämlich weil der
> gerne mal an verschiednen Orten liegt und ich den jedesmal neu suchen
> muss.
> Wir ha'm ja auch nur einen und wenn 2 Kollegen gleichzeitig da hin
> müssen

Manches ist eben schwer unter einen Hut zu kriegen...

MfG Paul

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