Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Magnetventil schneller abschalten


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Mike (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich habe ein etwas eigenwilliges Problem und hoffe auf einen kleinen 
Wink von euch:

Ich baue gerade einen kleinen Lotpastendispenser aus einer etwas älteren 
und umständlich zu bedienenden Dispensereinheit. Dabei greife ich auf 
den Druckregler, Vakuuminjektor und das Magnetventil zurück.

Die Steuerschaltung funktioniert soweit, aber das Magnetventil verhält 
sich eigen. Ich habe das Ventil so wie hier angesteuert: 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Relais_npn.png

Das Ventil wird mit 24V angesteuert und weist ca. 200Ohm 
Durchgangswiderstand auf. Es ist mit 3,4W spezifiziert. Geschaltet wird 
derzeit mit einem BS 170 durch einen Atmega.

Das Öffnen des Ventils funktioniert einwandfrei. Sperre ich aber den 
Schalttransistor, so benötigt das Ventil 3-4 Sekunden, bis es wieder 
schließt. Schließe ich das Ventil kurz, so schließt es schlagartig. Mit 
dem Oszi gemessen, zeigt sich beim normalen Abschlaten ein 
exponentielles Ansteigen der Spannung am Drain des Mosfets.
Direkt an einer 24V-Spannungsversorgung angeschlossen öffnet und 
schließt das Ventil wie es soll...

Vermutlich stehe ich gerade auf dem Schlauch

Ich würde über einen Tipp sehr freuen...

Mit Gruß

Mike

von Christian M. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Probier mal einen kleineren R am Gate.
Hast Du am Controller evtl. einen open-Emitter Ausgang oder so was?
Weiss ja nicht, welchen Du verwendest.

Gruss Chregu

von dolf (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> Ich würde über einen Tipp sehr freuen...

einen mosfet mit möglichst kleiner gate kapazität verwenden.
gate ableitwiderstand auf den kleinsten möglichen wert verringern.
eventuell nen mosfet treiber einsetzen.

von Teo D. (teoderix)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Das liegt an der Freilaufdiode!
Gugst Du hier:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schutzdiode&redirect=no

von Reinhard #. (gruebler)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Teo Derix schrieb:
> Das liegt an der Freilaufdiode!

Das die Abschaltzeit mit Freilaufdiode
länger wird ist klar. Aber doch keine
4 Sekunden!

von Fritz G. (fritzg)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Schalte eine Zenerdiode in Serie mit der Diode, so dass du etwas unter 
VDSmax bleibst. Dann schaltet das Ventil schneller ab.

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn du das nicht mit nem Fet hin bekommst, dann nimm doch ein Relais. 
Das ist doch ausreichend schnell für diese Anwendung.

Weiterer Vorteil, du "hörst" auch immer, ob deine Schaltung arbeitet, 
wenn mal was nicht funktioniert.

Wenn du das tatsächlich wie hier 
(http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Relais_npn.png) 
beschaltet hast, dann nimm doch mal 15k.

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> Schließe ich das Ventil kurz, so schließt es schlagartig

Und warum machst du das dann nicht, z.B. mit einem FET?

Reinhard ## schrieb:
> Das die Abschaltzeit mit Freilaufdiode länger wird ist klar.
Dagegen hilft ein Widerstand in Serie zur Dioden. Der Strom ist doch 
bekannt.

von WehOhWeh (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Fritz Ganter schrieb:
> Schalte eine Zenerdiode in Serie mit der Diode, so dass du etwas unter
> VDSmax bleibst. Dann schaltet das Ventil schneller ab.

Ja, genau so muss man es machen.

Wichtig ist, die Stromrichtung beachten: der Strom nach dem Ausschalten 
muss in Sperrichtung durch die Z-Diode.

Der Grund ist folgender:
In der Spule ist ein Strom, der abgebaut werden muss. Die ist quasi 
aufgeladen.

Das ist wie die Spannung an einem Kondensator - mit mehr Strom wird er 
schneller leer. Die Spule wird mit mehr Spannung schneller leer.

Mit einer Spannung, die genau der Betriebsspannung entspricht, dauert 
das Ausschalten genauso lange wie beim Einschalten, wenn man 0,7V hat - 
die Diode eben - rund 30mal so lange (wenn an die Spannung an der Diode 
als konstant annimmt - was ungefähr stimmt).

Den Widerstand vernachlässigt man dabei natürlich, der verlangsamt das 
Ganze - aber bein Ein-und Ausschalten etwa gleich (je nach der 
Schaltschwelle des Ventils). Aber hat die Z-Diode mit z.B. 24V, geht das 
Ausschalten so schnell wie das Einschalten.

Vorschlag: eine BZV55C24. Alternativ: SM6T33CA, da spart man die Diode.

von GeGe (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie schaltest du denn den Ausgang nun genau ab?
Geht denn der Ausgang aktiv nach 0V?
Oder wird der nur hochohmig?

4Sekunden hören sich verdamt nacht hochohmig an, da wird die 
Gatekapazität nur durch den 100K-Widerstand entladen was solang dauern 
kann.

Wenn du denn 100K verkleinerst auf 50K und die Zeit nun auf 2 Sekunden 
abfällt hast du gleich die Bestätigung.

von Thomas W. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
GeGe schrieb:
> 4Sekunden hören sich verdamt nacht hochohmig an, da wird die
> Gatekapazität nur durch den 100K-Widerstand entladen was solang dauern
> kann.

Wie willst du mit der Gatekapazität eines BS170 bei 100kΩ 
Entladewiderstand auf eine Zeitkonstante von 4s kommen? Das rechne mal 
vor. Da liegst du grob einen Faktor 1000000 daneben.

Da ist irgendetwas oberfaul und ist wird Zeit für einen Schaltplan, der 
die tatsächliche Beschaltung richtig darstellt.

von Reinhard #. (gruebler)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
WehOhWeh schrieb:
> Das ist wie die Spannung an einem Kondensator - mit mehr Strom wird er
> schneller leer. Die Spule wird mit mehr Spannung schneller leer.

Was für ein Bullshitt.

von P.Isa (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Reinhard ## schrieb:
> Was für ein Bullshitt.

Diese, deine Sichtweise der Dinge solltest du vielleicht durch ein paar 
Fakten untermauern.
Auch wenn das schwierig, kannst du das gerne mal versuchen. Wo ein 
Magnet die Energie speichert und wie die bei einem Elektromagnet mit dem 
fließenden Strom zusammenhängt ist dir hoffentlich klar.

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas W. schrieb:
> Da ist irgendetwas oberfaul und ist wird Zeit für einen Schaltplan, der
> die tatsächliche Beschaltung richtig darstellt.

Das ist bis jetzt der best Vorschlag.

Und siehe da, der bis jetzt richtigste Vorschlag kommt auch von dir, 
Thomas. :-)
So machen wir das bei älteren Fahrzeugen mit den Schützen, um möglichst 
schnell abzuschalten und so den Kontaktabbrand zu verringern.

Thomas W. schrieb:
> Dagegen hilft ein Widerstand in Serie zur Dioden. Der Strom ist doch
> bekannt.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
P.Isa schrieb:

>> Was für ein Bullshitt.
>
> Diese, deine Sichtweise der Dinge solltest du vielleicht durch ein paar
> Fakten untermauern.

Dito.

> Auch wenn das schwierig, kannst du das gerne mal versuchen. Wo ein
> Magnet die Energie speichert und wie die bei einem Elektromagnet mit dem
> fließenden Strom zusammenhängt ist dir hoffentlich klar.

Dann zeig doch mal ein Beispiel, wo ein Magnet 4 Sekunden lang
Energie speichert.

von P.Isa (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald Wilhelms schrieb:
> Dann zeig doch mal ein Beispiel, wo ein Magnet 4 Sekunden lang
> Energie speichert.
Es ging um den Vergleich zwischen Entladung eines Kondensators und 
Entladung einer Spule. Um auf 4s zu kommen, wirst du wohl eine 
supraleitende Spule verwenden müssen.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
P.Isa schrieb:

> Es ging um den Vergleich zwischen Entladung eines Kondensators und
> Entladung einer Spule. Um auf 4s zu kommen, wirst du wohl eine
> supraleitende Spule verwenden müssen.

Ja, und deswegen kann das Problem des TE nicht an der Freilauf-
diode liegen.

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald Wilhelms schrieb:
> Ja, und deswegen kann das Problem des TE nicht an der Freilauf-
> diode liegen.

Ganz genau!
Vermutlich so ein Steckbrettaufbau, wo der Pulldown keinen richtigen 
Kontakt hat oder sonst was ganz banales.

Ich bin mal völlig bekloppt geworden, weil ein Controller nicht anlaufen 
wollte. Fehler war eigentlich schnell gefunden. Der Quarz kam nicht ins 
schwingen. Quarz ausgetauscht. Neuer schwingte auch nicht. Irgendwann 
viel mir dann auf (am nächsten Tag), dass ich da 100nF an den Quarz 
gebaut hatte. Manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht.

von WehOhWeh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald Wilhelms schrieb:
> P.Isa schrieb:
>
>> Es ging um den Vergleich zwischen Entladung eines Kondensators und
>> Entladung einer Spule. Um auf 4s zu kommen, wirst du wohl eine
>> supraleitende Spule verwenden müssen.
>
> Ja, und deswegen kann das Problem des TE nicht an der Freilauf-
> diode liegen.

Stimmt ja.
Die 4s habe ich natürlich überlesen :-(

Das klingt schon etwas unplausibel, das der gespeicherten Energie in der 
Spule zuzuschieben. mehrere H wird die Spule des Magnetventils ja nicht 
haben.

Der Grundsätzliche Vergleich zwischen Spule und Kondensator ist aber 
schon richtig, glaube ich.

von MaWin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> Mit dem Oszi gemessen, zeigt sich beim normalen Abschlaten ein
> exponentielles Ansteigen der Spannung am Drain des Mosfets.

Und bei deinem unnormalen 4-Sekunden Abschalten ?

Wenn man schon eine Oszi hat, sollte man Strom und Spannung doch auf die 
Schliche kommen können.

Elektrisch schaltet man schnell ab, in dem die Freilaufspannung hoch 
gewählt wird, sagen wir 24V bei 24V Betriebsspannung:
    +24V
     | ZD24
     +--|>|--+
     |    ´  |
   Spule     |
     |       |
     +--|>|--+
     | 1N4448
     |
  --|I BS170
     |S
   Masse

Aber bei dir habe ich den Eindruck, als ob das Ventil mit 
Druckunterstützung arbeitet und deswegen mechanisch länger öffnet bis 
sich der Gegendruck abgebaut hat.

Es sei denn, du hast noch einen dicken Elko an der falschen Stelle 
eingebaut von dem du uns nichts sagst.

von wendelsberg (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Es sei denn, du hast noch einen dicken Elko an der falschen Stelle
> eingebaut von dem du uns nichts sagst.

Oder schon der BS170 wird nicht korrekt angesteuert...

wendelsberg

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wendelsberg schrieb:

> Oder schon der BS170 wird nicht korrekt angesteuert...

Das ist m.E. der am meisten wahrscheinliche Fehler.

von HildeK (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald Wilhelms schrieb:
> Das ist m.E. der am meisten wahrscheinliche Fehler.

Genau.
Es ist kein Widerstand von Gate nach GND drin und der treibende Ausgang 
wird nicht auf LOW geschaltet, sondern auf Eingang und ist damit 
hochohmig.

von Thomas W. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> Ich habe das Ventil so wie hier angesteuert:
> http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Relais_npn.png

Die verlinkte Abbildung enthält zwei Schaltungen. Welche davon hast du 
verwendet?

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Merkt ihr eigentlich gar nicht, dass Mike sich nach seinem Eingangspost 
nicht wieder gemeldet hat?
Er hat mittlerweile wohl festgestellt, dass er den Widerstand vergessen 
hat.

von Teo D. (teoderix)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das war heut früh um halb Fünf!
Lass ihm noch a bisserl zeit zum auspennen :)

von Martin S. (led_martin)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Spontan hätte ich auch die Zenerdiode vorgeschlagen, um die Energie in 
der Spule schneller abzubauen, aber das passt nicht dazu:

Mike schrieb:
> Schließe ich das Ventil kurz, so schließt es schlagartig.

Es muß an der Ansteuerung liegen, die den Transistor nicht schnell genug 
sperrt. (Oder ist da noch ein dicker Elko im Ventilgehäuse? :-))

Mit freundlichen Grüßen - Martin

von Mike (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike lebt noch :)

vielen Dank für die vielen Antworten. Ich werde mal sehen, dass ich 
etwas spezifischer werde:

1. Kein Steckbrettaufbau, sondern Aufbau auf FR4 Leiterplattenmaterial. 
Kontaktierungen wurden auf Kontakt gemessen.

2. Der Aufbau entspricht dem angegebenen Aufbau mit Mosfet (siehe 
Abbildung und Text)

3. Die Ansteuerung des Gates erfolg durch einen Atmega328, dessen 
Portpin aktiv gesetzt wird. Es ist also keine OC-Ansteuerung sondern 
durch PP-Stufe. Das Potential am Gate schaltet schnell und sauber 
zwischen GND und 3,3V. Die Entladungszeit hat also keinen Einfluss.

4. Verbunden ist das Gate über einen kleinen Schutzwiderstand von 56 Ohm 
mit einem Pin des Atmegas

5. Der Versuch, einen Parallelwiderstand zwischen Gate und Source zur 
Entladung zu verwenden, brachte keinerlei Verbesserung. S.o.

Ja, ich überlegte auch gerade, ob die 3,3V Versorgungsspannung der Grund 
sein könnte, aber der BS170 ist hierfür spezifiziert. Ausserdem geht es 
um das Abschalten, nicht um das Anschalten, was einwandfrei 
funktioniert. Der Mosfet ist offenbar aus dem ohmschen Bereich 
hinreichend raus, wird nicht warm o.ä.

6. Das mit dem Kurzschließen der Spule war ja eine der 
Ausgangsfragestellungen. Eben, ob nicht besser eine Halbbrücke verwendet 
werden sollte. Da würde die High-Side die Spule kurzschließen. 
Eigentlich sollte das aber nicht notwendig sein.

Lasst euch leben!!

Mit Gruß

Mike

von Mike (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Teo Derix

Teo Derix schrieb:
> Lass ihm noch a bisserl zeit zum auspennen :)

vielen Dank :) Habe eine böse Erkältung...


Zum Kondensator: Ich habe nach diesem etwas älteren Ventiltyp gesucht 
und ihn mit Boardmitteln gemessen. Die Durchgangsprüfung war 
symmetrisch, also kann eine Diode ausgeschlossen werden. Und es zeigt 
sich beim Einschlaten keine Ladekurve beim Einschalten.

Ich denke, es ist einfach eine Spule.


Gruß

Mike

von Mike (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jetzt wird der Hund in der Pfanne verrückt...

ich habe den Aufbau seit gestern nicht mehr angefasst.

3 Transistortypen und zwei Mosfets probiert. Verschiedene Freilaufdioden 
getestet, unterschiedliche Widerstandswerte an das Gate gelötet, um das 
Gate zu entladen. Das Verhalten an Drain und Source mit dem Oszi 
gemessen. Stets das gleiche Verhalten. Gate wird sauber geschaltet, 
Spannung an Drain steigt exponentiell von ca. GND auf 24V... dann machts 
Klick.

Und nun messe ich das Gate mit dem Oszi und das Ventil schließt!

Keine Ahung wie viele Stunden ich gestern davor verbracht habe...


Ich schaue mir das Ganze noch einmal kritisch an... melde mich dann.

Gruß

Mike

von F. F. (foldi)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert

: Bearbeitet durch User
von Mike (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich glaube, ich bin dem Übel auf der Spur... und ihr hattet Recht.

Es muss am Gate des Steuertransistors gelegen haben UND daran, dass ich 
dem Atmega mehr zugetraut habe als er kann. Er besitzt, im Gegensatz zum 
STM32, keine Push-Pulls-Ausgänge. Sondern es handelt sich um 
High-Side-Switches... Der Atmega kann somit die Gateladung nicht 
entgegen nehmen. Aber komisch, dass es gestern trotz verschiedener 
Widerstände zwischen Gate und Source nichts geändert hat. Und auch, dass 
das Messen am Gate gestern keine Verkürzung der Schaltzeit brachte. Denn 
die Gatespannung änderte sich sauber.



Bleibe dran.

Gruß Mike

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ist der vielleicht schon geschossen? Die Diode ist ja auch nicht 
unbedingt die dickste die du einbauen kannst.
Guck mal, ob die hin ist!

von Samuel C. (dragonsam)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, Atmegas haben im Normalfall schon PP-Ausgangsstufen. Vielleicht 
ist er defekt, mit deinen 56 Ohm überlastet du ihn auch etwas, wobei das 
eigentlich nicht zur Zerstörung führen sollte.

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei mir ist das ja auch noch nicht so lange her und als ich dann mit 
Fets anfing, hatte ich die gleichen Probleme. Mal schaltete er, mal 
nicht ab oder nicht sauber ab. Da gehört einfach ein Widerstand dran.

von Tom K. (ez81)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> Er besitzt, im Gegensatz zum
> STM32, keine Push-Pulls-Ausgänge. Sondern es handelt sich um
> High-Side-Switches... Der Atmega kann somit die Gateladung nicht
> entgegen nehmen.

Der Atmega hat schon push-pull-Ausgänge.
Aber wenn man den Pin als Eingang konfiguriert hat (DDRx), passiert 
genau das: Setzt man den Ausgang auf High (PORTx=), schaltet man den 
internen Pullup (~30k) ein, mit "Low" floatet der Pin wieder, wie es 
sich für einen Eingang gehört.

von Martin S. (led_martin)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> dass ich
> dem Atmega mehr zugetraut habe als er kann. Er besitzt, im Gegensatz zum
> STM32, keine Push-Pulls-Ausgänge. Sondern es handelt sich um
> High-Side-Switches... Der Atmega kann somit die Gateladung nicht
> entgegen nehmen.

Das ist nicht richtig, der ATmega hat Push-Pull-Ausgänge. Vielleicht ist 
der Hund ja in der Software begraben, wenn man den Ausgang, 
fälschlicherweise / aus Versehen, über das DDRx (x = A, B, C, oder D) 
Register steuert bekommt man so ein Verhalten, weil man zwischen Ein- 
und Ausgang umschaltet. Gesteurt wird ein Ausgang über das PORTx 
Register.

Mit freundlichem Gruß - Martin

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Warum jetzt so kompliziert? Einfach mal ein Widerstand nach Masse und 
dann wird er ja sehen, ob es das war.

von Thomas W. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> UND daran, dass ich
> dem Atmega mehr zugetraut habe als er kann. Er besitzt, im Gegensatz zum
> STM32, keine Push-Pulls-Ausgänge. Sondern es handelt sich um
> High-Side-Switches...

Ein ATmega, der nur einen High-Side Switch hat, ist mir noch nie unter 
gekommen. Hast du da eine Sonderanfertigung?

von Samuel C. (dragonsam)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vermutlich hat er einfach vergessen, den Pin als Ausgang zu 
konfigurieren.

von F. F. (foldi)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas, ist doch irrelevant. Mike weiß das sicher noch nicht, aber ich 
bin sicher, dass er bald das Datenblatt mal lesen wird.
Sein Problem ist der fehlende Widerstand.
Wir brauchen doch jetzt keine Haare spalten.

@Mike

Schau mal ins Datenblatt, steht ziemlich zu Anfang drin und (!) löte 
endlich den scheiß Widerstand da dran und berichte uns, dass es jetzt 
klappt. ;-)

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da hast du auch noch mal was zu lesen über die Ein- und Ausgänge und 
Pulldown.
Ist zwar jetzt nicht auf den Fet bezogen, aber dürfte dir etwas mehr 
Klarheit über die Ein- und Ausgänge verschaffen.
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial:_IO-Grundlagen#Pullup-Widerstand

von Julian B. (julinho)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
F. Fo schrieb:
> Sein Problem ist der fehlende Widerstand.
> Wir brauchen doch jetzt keine Haare spalten.

Der Widerstand würde nur sein Problem verdecken, der Pulldown wird nur 
gebraucht, falls der uC aus oder kaputt ist.

von Reinhard #. (gruebler)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mike schrieb:
> Sondern es handelt sich um
> High-Side-Switches... Der Atmega kann
> somit die Gateladung nicht
> entgegen nehmen.

Doch kann er. Siehe Anhang aus dem Datenblatt.

WehOhWeh schrieb:
> Der Grundsätzliche Vergleich zwischen
> Spule und Kondensator ist aber
> schon richtig, glaube ich.

Mein Standardspruch:
"Elektrotechnik ist keine Glaubensfrage."

von F. F. (foldi)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich meine den da.

von F. F. (foldi)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Reinhard ## schrieb:
> Mein Standardspruch:
> "Elektrotechnik ist keine Glaubensfrage."

:-)

von F. F. (foldi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Samuel C. schrieb:
> Vermutlich hat er einfach vergessen, den Pin als Ausgang zu
> konfigurieren.

Das kann er ja einfach testen, indem er den Fet mal "von Hand" schaltet.

von Meckerziege (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Reinhard ## schrieb:
> Port_Pin_Config.JPG

Das mit dem passenden Bildformat für SW-Texte üben wir noch mal. Die 
JPG-Kompression ist für Photos optimiert und tut sich mit harten 
Linien/Kanten ausgesprochen schwer. Und entsprechend verhunzt sieht das 
hinterher dann auch aus.

von Reinhard #. (gruebler)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Meckerziege schrieb:
> passenden Bildformat

Sein Name, Sein Programm.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.