SilentStepStick Stepper Driver abgeraucht beim Einschalten - noch jemand?

OP (Firma: flipdot hackerspace kassel) #4053512
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Hallo zusammen!

Mir ist so ein Treiber beim Einschalten der Motorspannung (30V) geplatzt 
- der Chip hat jetzt ein nettes Löchlein).

erster Test:

- Treiber lief prima (16uSteps)
- Strom auf 450 mA
- dann Motorspannung abgeschaltet
- Logikspannung abgeschaltet

- PAUSE gemacht

zweiter Test:

- Logikspannung angeschaltet
- 30V Labornetzteil war angeschaltet
- dann Verbindung zum Motorspannungs Pin vom Treiber geschlossen
- Peng

Habe das noch von einem Anderen gehört (Einsatz im 3D Drucker)

Hat das noch jemand beobachtet?

Idee was ich falsch gemacht haben könnte? Ob die Spannung nicht so 
schnell ansteigen darf?
Gast #4053969
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S. Nafu schrieb:
> Idee was ich falsch gemacht haben könnte? Ob die Spannung nicht so
> schnell ansteigen darf?

Umgekehrt.
Vermutlich ist das Steuersignal zu langsam hochgeschlichen oder hat 
sogar undefinierte Pegel angenommen und dadurch hat die Endstufe einen 
Bereich hoher Verlustleistung durchlaufen.
Zukünftig also erst abwarten bis gültige Steuersignale vorhanden sind 
und dann erst die Versorgung des Leistungsteils einschalten.

Wenn du vernünftiger Weise hingeschrieben hättest, was für eine 
Treiberschaltung das war, hätte man dir vielleicht bessere Tipps geben 
können, wie man den Effekt vermeidet.
OP (Firma: flipdot hackerspace kassel) #4053974
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> Vermutlich ist das Steuersignal zu langsam hochgeschlichen oder hat
> sogar undefinierte Pegel angenommen und dadurch hat die Endstufe einen
> Bereich hoher Verlustleistung durchlaufen.

Davor hing ein aktiver AVR mit GRBL Firmware, der Richtungs- und 
Schrittsignale liefert.

Danke für deine Idee, aber das würde ich in diesem Fall ausschliessen.
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #4054044
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Es wäre ja nett, hier einen Link zur Hardware anzugeben wenn du 
ernsthaft Hilfe erwartest. Wir können hier nicht jedes "Motorshield" 
kennen.

Dem Teil fehlt es einfach an allem, was eine richtige Schaltung 
ausmacht. Das ist im Prinzip nicht mehr als ein Break-Out Board für 
Leute die keine SMD-Bauteile verarbeiten können. Ich würde für den 
Anfang mal einen Elko (mind. 100µ/50V, für Versorgung mit 40V oder mehr 
100µ/63V) spendieren. Mittelfristig würde ich aber empfehlen einen 
"echten" Schrittmotortreiber zu verwenden. Auf dem Mini-Platinchen 
bekommst du die anfallende Verlustleistung nämlich nicht weg.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
OP (Firma: flipdot hackerspace kassel) #4054895
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Danke für die Antwort. Ja, der Treiber ist schon eher für den kleinen 3D 
Drucker als für die CNC Fräse gedacht. Die Stützkondensatoren sind 
sicher kein Fehler.

Meine Frage ist durch fehlende Bestätigung nun auch beantwortet, es 
scheint also kein prinzipielles Problem mit diesen Treibern zu geben - 
vielleicht war's ein Montags-PCB.
Gast #4055316
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Thorsten Ostermann schrieb:
> Dem Teil fehlt es einfach an allem, was eine richtige Schaltung
> ausmacht. Ich würde für den
> Anfang mal einen Elko (mind. 100µ/50V spendieren.

Das sehe ich auch so, die Platine ist eine Frechheit. Wohin soll denn 
die Bremsenergie, das Labornetzteil mit unbekannt grossem Ausgangselko 
ist weit weg.
Ohne den Elko steigt nach jedem PWM Impuls die Spannung weil der Strom 
aus der Spule ja irgendwohin muss, und der Chip platzt wegen 
Überspannung
Gast #4155395
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S. Nafu schrieb:
> - 30V Labornetzteil war angeschaltet
> - dann Verbindung zum Motorspannungs Pin vom Treiber geschlossen
> - Peng
Was hast Du denn damit zu betreiben versucht?
Die " Silent Stepsticks" sind ein Pololu Ersatz und für den Einsatz im 
3D-Drucker mit 12V - 24V Versorgungsspannung auf entsprechender 
Basisplatine gedacht, also RAMPS, Ultimaker & Co.

Thorsten Ostermann schrieb:
> Dem Teil fehlt es einfach an allem, was eine richtige Schaltung
> ausmacht. Das ist im Prinzip nicht mehr als ein Break-Out Board für
> Leute die keine SMD-Bauteile verarbeiten können.
Dieses "Teil" ist imho der Versuch der Fa. Trinamic im 3D-Druckermarkt 
mitzumischen, nachdem einige Spezis den TMC360 für sich entdeckt haben., 
dessen Preis aber nicht RepRap-Vitamin-konform ist.
Die meisten Nutzer können nicht einmal oder nur kaum löten.

Thorsten Ostermann schrieb:
> Ich würde für den  Anfang mal einen Elko (mind. 100µ/50V, für Versorgung
> mit 40V oder mehr 100µ/63V) spendieren.
Auf RAMPS & Co. sind diese Kondensatoren vorhanden.

Chris S. schrieb:
> passiert wenn man enable auf off stellt und es gibt noch back-emf.
> Es fehlen naehmlich die Dioden am Ausgang..
Ich kenne den Ursprung der Pololu-Treiber nicht, sie wurden jedenfalls 
irgendwann von der RepRap-Gemeinde entdeckt und sind seitdem massenhaft 
in Verwendung.
Die Original-Pololus sterben bereits beim "stromlosen" Verschieben an 
der Induktionsspannung, Pololu empfiehlt daher "high"-ESR Typen für die 
Kondensatoren.

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