Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hameg 408 Marktwert


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von Ray L. (raylee)


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Hallo..
was würdet ihr für ein funktionierendes HM 408 heut noch bezahlen bzw. 
Was es Wert wäre..

gruss

von wartemal (Gast)


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150 - 200

von Ray L. (raylee)


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Doch so viel....dachte die wären deutlich günstiger..

von Carsten S. (dg3ycs)


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Du fragtest ja was UNS es wert währe:

Also mir währe es vielleicht 30 Euro Wert um es dann 
weiterzuverschenken.

Aber wenn du gefragt hättest was man dafür im Verkauf bekommen kannst, 
dann würde ich ähnlich wie "wartmal" sagen das bei Ebay 150 - 200 Euro 
durchaus im Rahmen des Möglichen sind.

Wenn man aber vergleicht was man für 300 Euro heute neu bekommt ist das 
einfach keine Relation mehr.

Ray Lee schrieb:
> Doch so viel....dachte die wären deutlich günstiger..

Das kommt darauf an WO man es von WEM bekommen kann.
Sei morgens der erste auf einem Elektronikflohmarkt und mit ein wenig 
"Risikofreude" und Glück zahlt man keine 20 Euro...

(Wobei ich Hameg408 speziell jetzt noch nicht gesehen habe, die sind im 
verlgeich zu den 20MHz geräten 205 und 208 eher selten, aber schon 208 
für 10 Euro, Tektronix 2211 für 20 Euro (sogar an Strom angeschlossen 
zum testen) oder HM205 für den selben Preis. Anfangs habe ich da noch 
zugefriffen, aber irgendwann hat man dann doch genug.

Wer natürlich erst um 14.00 Uhr beim Flohmarkt aufläuft oder schlimmer 
nur bei Ebay mitsteigert bekommt entweder gar nichts oder zahlt gleich 
mal das 5 -10 von dem PReis für das morgens drei Tische weiter bereits 
ein solches Gerät verkaut wurde.

Gruß
Carsten

von Jochen F. (jamesy)


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Beim 408 gehen die Kunststoffkupplungen der Drehachsen gerne mal kaputt 
durch Alterung. Ansonsten gehen die in der Bucht so ab 100€ weg, 
manchmal auch für das Dreifache, das hängt oft von der Qualität der 
Beschreibung ab.

von MaWin (Gast)


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Auf dem Flohmarkt am Morgen billig ? You must be kidding. Die müssen 
erst mal die horrende Standmiete reinholen und haben noch Hoffnung auf 
gute Erlöse. Erst gegen nachmittag, wenn die Hoffnung schwindet, 
womöglich Regen aufkommt und der Gedanke ans zurücktragen aufkommt, 
werden die Sachen billiger.

von F. F. (foldi)


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brutzel schrieb im Beitrag #4055002:
> Noch extremer als bei Oszis ist die Sache bei Computerschrott.

Habe letztens noch ein paar Sachen weggeworfen. Der SCSI Controller 
hatte mal über 1100 DM gekostet.
Vielleicht denken die Leute sie könnten deshalb so viel nehmen.
Damals, als die Harz Fabrik abgebrannt war und der RAM extrem teuer 
wurde, da habe ich für 16MB RAM 1400 DM bezahlt.

von Karl (Gast)


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Die letzten 4 Verkäufe bei eBay:
110 Euro, 1 Gebot
137 Euro, 31 Gebote
134 Eutro, 28 Gebote
99,99 Euro, 17 Gebote

Allerdings mit optischen Mängeln und teilw. repariert. Ein 408er in sehr 
gutem Zustand, geprüft und aus vertrauenswürdiger Quelle würde ich etwas 
höher veranschlagen. Was es mir persönlich wert wäre? In Anbetracht der 
Tatsache, dass ich kein Sammler bin und die Zeiten sich geändert haben 
... eigentlich nichts. Aber wenn ich unbedingt Zahlen nennen müsste: 
vielleicht 50-60 Euro.

von wartemal (Gast)


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JaJa die Harzfabrik.
Hat die jemand jemals gesehen ?

Da wurde vielleicht absichtlich mit Feuer gespielt um die Preise 
'aufzupumpen'.

Nicht Glauben ist Besser.

von Praktiker (Gast)


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Hallo,

"Nur hier im Forum glauben immer wieder irgendwelche Leute, sie
bekämen für ihren fast 20 Jahre alten Sondermüll noch fast den damaligen
Neupreis."

Leider nicht nur hier, scheint ehr ein Problem im gesamten 
Elektronikbereich ausserhalb des reinen Consumerelektronikbereich zu 
sein.
Besucht mal einen Amateurfunkflohmarkt...nahezu alle Gerbrauchtpreise 
auf absolut zu hohen Niveau - die Herren (Damen gibt es dort nur als 
"Anhang") Verkäufer sollten sich lieber mal an der Preisentwicklung auf 
dem Gebrauchtautomarkt orientieren.

Praktiker

von F. F. (foldi)


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wartemal schrieb:
> JaJa die Harzfabrik.
> Hat die jemand jemals gesehen ?

Die Bilder schon. Dabei ist aber damals schlecht überprüfbar gewesen, ob 
es wirklich die einzige Fabrik war.

von Ralph B. (rberres)


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Praktiker schrieb:
> Besucht mal einen Amateurfunkflohmarkt...nahezu alle Gerbrauchtpreise
> auf absolut zu hohen Niveau - die Herren (Damen gibt es dort nur als
> "Anhang") Verkäufer sollten sich lieber mal an der Preisentwicklung auf
> dem Gebrauchtautomarkt orientieren.

Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

Ralph Berres

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Ich würde mir statt einem analogen Hameg ein analoges Tek holen. Kosten 
meistens ähnlich viel und können mehr.

von Old P. (Gast)


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Michael X. schrieb:
> Ich würde mir statt einem analogen Hameg ein analoges Tek holen. Kosten
> meistens ähnlich viel und können mehr.

Hmmm, soll der Verkäufer nun den Hameg wegwerfen, einen Tek holen und 
diesen verkaufen?
Er bietet (vielleicht) einen Hameg an, zumindest interessiert ihn der 
Marktwert, Du nimmtst lieber einen Tek, ok dann nimm halt diesen. Hier 
gehts um Hameg....

Old-Papa

von Ralph B. (rberres)


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Michael X. schrieb:
> Ich würde mir statt einem analogen Hameg ein analoges Tek holen. Kosten
> meistens ähnlich viel und können mehr.

Wobei es hier doch noch einen kleinen  Unterschied gibt.

Der Hameg 408 ist ein Kombiscope, der zusätzlich zu den analogen 
Funktionen einen zuschaltbaren digitalen Speicher hat.
Man hat also einen analogen Scope und einen einfachen digitalen 
Speicherscope in einen Gerät.

Meines Wissens hat Tektronix entweder rein analoge Scopes oder rein 
digitale Scopes welche dann natürlich auch speichern.

( Scopes mit Speicherröhre lassen wir hier mal außen vor ).

In sofern ist der HM408 vielleicht garnicht so schlecht.

Die reinen Digitalelektroniker wissen die Freiheit von Aliasingprodukten 
und Quantisierungsverzerrungen natürlich nicht zu schätzen.

Ralph Berres

von Marian  . (phiarc) Benutzerseite


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Ralph Berres schrieb:
> Meines Wissens hat Tektronix entweder rein analoge Scopes oder rein
> digitale Scopes welche dann natürlich auch speichern.

Bei Tek gab es fast nichts, was es nicht gab.

http://w140.com/tekwiki/wiki/P7001


Aber wie natürlich alle älteren DSOs, gerade im Low-End-Bereich (Hameg), 
ist das alles hoffnungslos veraltete Technik.

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Marian B. schrieb:
> http://w140.com/tekwiki/wiki/P7001

Das willst du aber jetzt nicht wirklich mit den Funktionen des HM408 
vergleichen?

Ralph Berres

von Marian  . (phiarc) Benutzerseite


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Natürlich nicht. Andererseits stehen beide ziemlich blöd da im Vergleich 
zu allen heutigen DSOs...

Welche Echtzeit-Samplerate und welche Bandbreite hat eigentlich der 
DSO-Modus bei dem Hameg? (Und welche Speichertiefe und 
Vertikalauflösung)

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Laut Bedienungsanleitung von Hameg

40MHz 40 Megasamples 4*1024bit 8bit vertikale Auflösung.

Ralph Berres

von Soso (Gast)


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Es ist Schwachsinn, einen Gegenüber zum 408 zu suchen weil es den nicht 
gibt.
Nicht mal den TDS310, weil die Abtastrate bei dem 5 mal höher ist.
Preise 1994:
Hameg 4120,-DM
Tek   4390,-

von Ralph B. (rberres)


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Soso schrieb:
> Es ist Schwachsinn, einen Gegenüber zum 408 zu suchen weil es den nicht
> gibt.
> Nicht mal den TDS310, weil die Abtastrate bei dem 5 mal höher ist.
> Preise 1994:
> Hameg 4120,-DM
> Tek   4390,-

Mag sein das der TDS310 viel schneller ist. Dafür hat er eine 
grottenschlechte Bildschirmauflösung ( QVGA ) und eine grottenschlechte 
Haptik.

Aber darum geht hier es eigentlich garnicht mal.

Die alten Hameg Speicherscopes waren in der Regel Kombiscopes. Also 
sowohl analog Scope als auch umschaltbar auf ( wenn auch sehr einfacher 
) Digitalscope.

Gerade wenn man viel mit analogen Signale arbeitet kann ein analoger 
Scope von Vorteil sein, weil das was man sieht ist auch wirklich 
vorhanden, da es keine Aliasingprobleme und auch keine 
Quantisierungsprobleme gibt.

Für einen wirklich analogtauglichen reinen Digitalscopes moderner 
Machart muss man schon sehr tief in die Tasche greifen. Das bekommt man 
nicht für 300 Euro.

Insofern haben auch die analogen Scopes auch heute noch ihre 
Daseinsberechtigung.

Ralph Berres

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Old Papa schrieb:

> Hmmm, soll der Verkäufer nun den Hameg wegwerfen, einen Tek holen und
> diesen verkaufen?

Er verkauft eins? Wo steht das?

von Old P. (Gast)


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Michael X. schrieb:
> Old Papa schrieb:
>
>> Hmmm, soll der Verkäufer nun den Hameg wegwerfen, einen Tek holen und
>> diesen verkaufen?
>
> Er verkauft eins? Wo steht das?

Du solltest vielleicht meinen ganzen Text lesen (und zitieren) ich habe 
ausdrücklich "vielleicht" geschrieben....

Old-Papa

von Ray L. (raylee)


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Danke für die vielen antworten auch wenn ich jetzt nicht viel schlauer 
bin...

auch wenn hier oft die alten gurken nieder gemacht werden und man den 
verdacht bekommen könnte das man die fürn apfel und ei bekommt..habe ich 
nicht mal hier solche preise gesehen wo so scopes wie 408 für 20 euro 
verkauft werden ..muss dann wohl mal so ein amareurfunkflohmarkt mal 
besuchen...

gruss

von Ralph B. (rberres)


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Mi Asdf schrieb im Beitrag #4056189:
> Was würde denn ein gutes kosten? Kriegt man schon welche für 2000 Euro,
> die was taugen?

z.B. Agilent DSO3000 Serie

Sind aber nicht für 2000 Euro zu bekommen.

Als unterste Grenze würde ich die DSO2000 Serie ansehen.

Aber das ist meine persöhnliche Meinung. Die werden sicher viele nicht 
teilen.

Ralph Berres

von Jemin K. (jkam)


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Nö. Die Rigols sind fürs Hobby definitiv nicht schlechter. Wer braucht 
heute wirklich noch was analoges? Ist doch Käse.

von Jochen F. (jamesy)


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Also, ich habe hier gute analoge und auch ein paar Hameg mit 
Digitalteil. Speicherscope analog bis 400 MHz.
Mein Lieblingsgerät für den Alltag ist ein sehr altes TEK 485, 350 MHz 
Bandbreite. Gibt es in der Bucht so um 250 Euronen. Was kostet der 
"kleinste" Digitale mit 350 MHz?
Als Zweitgerät direkt drüber ein Hameg 205-3, aber meistens auch analog 
betrieben oder wegen dem Komponententester.
Und wenn es mal etwas mehr sein darf: TEK 7104 mit 7A29, 7A29 Opt. 4, 
7B10, 7B15, also den 4 extra dafür entwickelten Einschüben und der 
Mikrokanalplatte in der Röhre. Man sieht bei 1ns/Div Vorgänge mit 1 Hz 
Wiederholfrequenz bei NORM-Triggerung taghell, ganz ohne Speicher. 500€
Wieviel kostet der "kleinste" Digitale, der 1 GHz Bandbreite hat?

von Ralph B. (rberres)


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Jochen Fe. schrieb:
> Man sieht bei 1ns/Div Vorgänge mit 1 Hz
> Wiederholfrequenz bei NORM-Triggerung taghell, ganz ohne Speicher.

So was macht mich glatt neugierig. Ei normaler analoger Scope schafft 
das nicht. Ein Digitalscope muss dafür aber auch schon eine verdammt 
hohe Samplingrate und einen verdammt großen Speicher haben um das zu 
bieten.

Abgesehen von der hohen Grenzfrequenz.

Das kann nur die Creme ala Creme bieten.

Ralph Berres

von Old P. (Gast)


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Ralph Berres schrieb:
>
> So was macht mich glatt neugierig. Ei normaler analoger Scope schafft
> das nicht. Ein Digitalscope muss dafür aber auch schon eine verdammt
> hohe Samplingrate und einen verdammt großen Speicher haben um das zu
> bieten.
> Abgesehen von der hohen Grenzfrequenz.
> Das kann nur die Creme ala Creme bieten.
> Ralph Berres

So ist das! 1nS als Periode macht 1000MHz. Diese sollen als Kurve 
dargestellt werden, welche Grenzfrequenz muss der Oszi nun haben? ;-)

Den hätte ich gerne zum Preis eines billigen Digitalos.

Old-Papa

von Ralph B. (rberres)


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Naja Jochen spricht von 1ns/cm

das wären über die 10cm 10ns. ein 100MHz Schwingung würde dann gerade 
reinpassen.

Aber trotzdem dann bei 1Hz Wiederholfrequenz noch volle Helligkeit,

das klingt schon interessant. das wäre ein Dunkel Hell Verhältnis von
 1:100 Millionen.

Ralph Berres

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Ray Lee schrieb:

> auch wenn hier oft die alten gurken nieder gemacht werden und man den
> verdacht bekommen könnte das man die fürn apfel und ei bekommt..habe ich
> nicht mal hier solche preise gesehen wo so scopes wie 408 für 20 euro
> verkauft werden ..muss dann wohl mal so ein amareurfunkflohmarkt mal
> besuchen...

Wenn du das 408 für 50 Euro bekommst, dann nimm es. Aber die Preise sind 
meistens zu hoch dafür. Das Hameg 408 ist weder Fisch noch Fleisch. Als 
Analogscope hast du eine Bandbreite von 40MHz, und im Digitalbetrieb 
kann das Teil max. 40Ms/s im Einkanalbetrieb.
http://www.home.hs-karlsruhe.de/~bami0001/phys_mt/hameg408.pdf

Aber dafür deutlich mehr als 100 Euro auszugeben lohnt nicht. Hameg ist 
auch deshalb so beliebt weil das jahrelang die Ausbildungsscopes 
waren. Einfach zu bedienen, recht solide in der Ausführung. So sind die 
Preise heute noch recht hoch. Ich hab noch ein altes Hitachi Kombiscope 
aus der Zeit das von den Daten her freundlicher ist. VC6155 mit 100MHz 
Analogbabdbreite und 100Ms/s. Damit kann man etwas mehr anfangen. 
Lustigerweise werden diese Scopes manchmal billiger als die Hamegs 
angeboten.
http://www.marenius.se/pdf/VC6155spec.pdf

von Jochen F. (jamesy)


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Ralph Berres schrieb:
> So was macht mich glatt neugierig. Ei normaler analoger Scope schafft
> das nicht. Ein Digitalscope muss dafür aber auch schon eine verdammt
> hohe Samplingrate und einen verdammt großen Speicher haben um das zu
> bieten.

Hallo Ralph,

Tektronix hat 2 Geräte herausgebracht mit einer Micro Channel Plate 
(MCP) in der Bildröhre, quasi eine Art Restlichtverstärker. Es gibt da 
von Tek ein paar Texte zu im Netz, sonst kann ich gerne aus meinem 
Archiv was mailen.
Es ist schon Wahnsinn, zu sehen, wie normale Analogscopes dunkel und 
dunkler werden, und der 7104 läßt sich nicht davon beeindrucken.
Der kleine Bruder dazu ist der 2467 (B), den erkennt man am etwa 4 cm 
nach vorne verschobenen Rahmen der Bildröhre.
Der einzige Nachteil: Recht empfindlich gegen zu viel Helligkeit, und 
eine endliche Lebenserwartung der MCP, also wirklich den speziellen 
Fällen vorbehalten bei mir.

von Ralph B. (rberres)


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Hallo Jochen

Klingt wirklich hoch interessant. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal 
die Gelegenheit sowas in Live zu sehen. Schade das die Lebensdauer 
begrenzt ist.

Aber vermutlich dürfte so ein Scope ohnehin für mich zu teuer sein.

Ich besitze einen HM1005 einen Kenwood CS2110 einen Tek2430 ( ein 
Scheißteil ) einen HP54602B und einen HP54645D

Den Tek werde ich vermutlich irgendwann abgeben.

Ralph

von Bernd K. (prof7bit)


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Ralph Berres schrieb:

> Aber trotzdem dann bei 1Hz Wiederholfrequenz noch volle Helligkeit,
>
> das klingt schon interessant. das wäre ein Dunkel Hell Verhältnis von
>  1:100 Millionen.

Nein, das wäre einfach ein digitales Speicheroszilloskop, beileibe nicht 
irgendwie besonders interessant sondern eher normal heutzutage.

von Helmut S. (helmuts)


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Vor über 30 Jahren hatten wir auch 2 HP-Oszis mit Speicherröhre. Gefühlt 
waren die Geräte(Speicherröhre) schon nach einem Betriebsjahr mehr oder 
weniger hinüber, vermutlich wegen "Fehlbedienung". Deshalb sollte man so 
einen Speicheroszi prüfen, bevor man den kauft und dann wegen dem 
eventuell "matschigen" Bild enttäuscht ist.

: Bearbeitet durch User
von Marian  . (phiarc) Benutzerseite


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Tek gibt für die Speicherröhren auch nur 500 Stunden Lebensdauer oder so 
an ; in Relation zu 10k (?) Stunden für ne normale Röhre.

von Ralph B. (rberres)


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Bernd K. schrieb:
> Nein, das wäre einfach ein digitales Speicheroszilloskop, beileibe nicht
> irgendwie besonders interessant sondern eher normal heutzutage.

Lieber Bernd

Ich behalte nicht umsonst die beiden analogen Scopes.

Es gibt nun mal  Signale die sich mit einen analogen Scope einfach 
besser darstellen lassen. Für solche Signale mit einen Digitalscope auch 
nur einigermaßen sauber darzustellen, muss man auch heute verdammt tief 
in die Tasche greifen.

Deswegen hat Hameg ( und manch anderer Hersteller auch diese Kombiscopes 
auf den Markt gebracht.

Ralph Berres

von Ralph B. (rberres)


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Helmut S. schrieb:
> Vor über 30 Jahren hatten wir auch 2 HP-Oszis mit Speicherröhre.

Naja dii HP54600 Serie war aber keine analoge Speicherröhre sondern es 
sind rein digitale Scopes mit allerdings einer Monitorröhre ähnlich wie 
eine Fernsehbildschirm.

Ralph Berres

von Helmut S. (helmuts)


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Ralph,
das waren richtige Analogoszis.

http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/1976-09.pdf

Ich bin mir aber nicht mehr sicher ob es genau dieses Modell war.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Ralph Berres schrieb:
> Naja Jochen spricht von 1ns/cm
>
> das wären über die 10cm 10ns. ein 100MHz Schwingung würde dann gerade
> reinpassen.
> ...
> Ralph Berres

Hast Recht! Trotzdem schon ordentlich.

Old-Papa

von Marian  . (phiarc) Benutzerseite


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Ralph Berres schrieb:
> Deswegen hat Hameg ( und manch anderer Hersteller auch diese Kombiscopes
> auf den Markt gebracht.

Wenn ich mir die Specs der Hameg, Philips und Hitachi (oder wie die 
hießen) anschauen, dann kommt mir das viel mehr wie eine 
Verzweiflungstat von Herstellern vor, deren Technik und Know-how Jahre 
hinter denen der Konkurrenz (in dem Fall LeCroy, Tek und HP) 
zurücksteht.

Ralph Berres schrieb:
> Es gibt nun mal  Signale die sich mit einen analogen Scope einfach
> besser darstellen lassen. Für solche Signale mit einen Digitalscope auch
> nur einigermaßen sauber darzustellen, muss man auch heute verdammt tief
> in die Tasche greifen.

Kannst du die Aussage auch belegen?

von Jochen F. (jamesy)


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Ralph Berres schrieb:
> Aber vermutlich dürfte so ein Scope ohnehin für mich zu teuer sein.

Wie gesagt, ich habe den für 500€ in der Bucht geschossen, so alle 2 
jahre geht da mal einer weg, der davor ging für 556€ weg, allerdings 
waren da noch 4 Stück P6201 aktive Tastköpfe dabei, auch der mit den 4 
"Königseinschüben". Damals war mein AG mir gerade 2 Gehälter schuldig, 
daher wollte ich nicht zugreifen zu dem Zeitpunkt.

Soooo teuer finde ich das nicht.

Und noch ein Argument wegen den Freunden der Digitalscopes hier im 
Forum.
Welche Rate an wfm/sec hat ein normal gepreistes Digiscope. So um die 
50K/sec dürfte normal sein, die aktuellen Hamegs haben weniger.

Angenommen, ich sehe mir einen seltenen Glitch an mit 1 ns/Div, dann 
benötige ich so um die 12nsec für den Hinlauf. Selbst wenn man den 
Rücklauf konservativ ansetzt mit 50 nsec, so bin ich bei 16 Millionen 
wfm/sec - und ich sehe jeden Ausreißer taghell quasi in Echtzeit. Das 
schlägt sogar Segmented Memory!

von Jochen F. (jamesy)


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Marian B. schrieb:
>> Es gibt nun mal  Signale die sich mit einen analogen Scope einfach
>> besser darstellen lassen. Für solche Signale mit einen Digitalscope auch
>> nur einigermaßen sauber darzustellen, muss man auch heute verdammt tief
>> in die Tasche greifen.
>
> Kannst du die Aussage auch belegen?

Ich benutze immer sehr gerne ein Analogscope, wenn ich mir AM- oder 
FM-Signale ansehen möchte. Auf dem analogen Schirm hat man dann sehr 
schön eine Helligkeitsverteilung, die sehr viel aussagekräftiger ist als 
eine Fläche, die auf dem digitalen Schirm hell ist. Das gilt auch bei 
Schaltnetzteilen.

Aber ich möchte Ralph in dem Punkt nicht vorgreifen, er weiß da sicher 
auch noch eine Menge zum Thema.

von dfgh (Gast)


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Dafür hat man natürlich bei den heutigen Digitalscopes (selbst bei den 
billigen Rigols) jede Menge Möglichkeiten um auf fast jede erdenkliche 
Abweichung vom Wunschsignal zu triggern... Und genug Speicher um sich 
den Bereich daneben auch noch anzusehen.

Letztendlich haben wohl beide ihre Stärken und Schwächen, aber mir fällt 
bei bestem Willen kein Grund ein, warum ich einem Neuling heute noch ein 
analoges Scope empfehlen könnte (es sei denn er kommt besonders günstig 
dran - aber das gilt ja immer).

von Marian  . (phiarc) Benutzerseite


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Jochen Fe. schrieb:
> Auf dem analogen Schirm hat man dann sehr
> schön eine Helligkeitsverteilung, die sehr viel aussagekräftiger ist als
> eine Fläche, die auf dem digitalen Schirm hell ist. Das gilt auch bei
> Schaltnetzteilen.

Intensity Grading ist jetzt nicht sooo neu (90er). Das haben allerdings 
einige günstige DSOs nicht, die Rigols müssten das alle haben. Klappt 
natürlich nur, wenn der Speicher groß genug ist ; in Zeiten, wo selbst 
ein 1054Z für 300 € Neupreis(!) 12 MPTS hat... die kommen dann auch 
direkt mal mit LAN/VXI-Anschluss, USB und Pass/Fail Funktion.

: Bearbeitet durch User
von Jochen F. (jamesy)


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Bei beiden (analog/digital) sollte für den Newcomer allerdings eine 
Taste gesperrt werden: Autoset!
Es gibt heute Scopes für die Ausbildung, da kann die Taste mit einem 
Paßwort verriegelt werden!

von Ralph B. (rberres)


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Marian B. schrieb:
> Kannst du die Aussage auch belegen?

z.B. FBAS Signale oder amplitudenmodulierte Signale, lassen sich mit 
digitalen Scopes nur schwer darstellen.

Ralph Berres

von Bernd K. (prof7bit)


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Ralph Berres schrieb:
> Lieber Bernd
>
> Ich behalte nicht umsonst die beiden analogen Scopes.
>
> Es gibt nun mal  Signale die sich mit einen analogen Scope einfach
> besser darstellen lassen. Für solche Signale mit einen Digitalscope auch
> nur einigermaßen sauber darzustellen, muss man auch heute verdammt tief
> in die Tasche greifen.

Ich sag doch gar nichts gegen analoge Oszilloskope, ich hab selber ein 
schönes altes Hameg auf dem Tisch stehen, voll funktionstüchtig und 
einträchtig steht es da neben dem digitalen Owon (auch schon älter), 
mittlerweile gibt es aber auch schon digitale Scopes die versuchen 
wenigstens halbwegs das look&feel eines Analogscopes nachzuempfinden und 
das hat sicherlich seinen Grund).

Ich widerspreche Dir also prinzipiell in keinster Weise. Vielleicht hab 
ich auch nur versehentlich den Schwerpunkt der letzten 5 Postings 
missverstanden oder überlesen.

: Bearbeitet durch User
von Klaus P. (Gast)


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Man sollte unbedingt wissen, wie der Oskar bisher genutzt wurde,
denn das muss unbedingt in die Preisgestaltung mit einfliessen!

Ganz schlecht sind Geräte, die von Unkundigen benutzt wurden
(Azubis, Studenten, usw.). Vorsicht auch bei Kisten, die etwa
im Produktionsbereich 24/7 liefen. Die haben dann oft nur
wenige Jahre auf dem Buckel, bewegen sich aber signifikant
in Richtung MTBF.

von Hans F. (spartrafo)


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Ralph Berres schrieb:
> Der Hameg 408 ist ein Kombiscope, der zusätzlich zu den analogen
> Funktionen einen zuschaltbaren digitalen Speicher hat.
> Man hat also einen analogen Scope und einen einfachen digitalen
> Speicherscope in einen Gerät.
>
> Meines Wissens hat Tektronix entweder rein analoge Scopes oder rein
> digitale Scopes welche dann natürlich auch speichern.

Soso schrieb:
> Es ist Schwachsinn, einen Gegenüber zum 408 zu suchen weil es den nicht
> gibt.

Tektronix 2216 - ist aber ein ziemliches Unikum ;-)

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Marian B. schrieb:

> Ralph Berres schrieb:
>> Es gibt nun mal  Signale die sich mit einen analogen Scope einfach
>> besser darstellen lassen. Für solche Signale mit einen Digitalscope auch
>> nur einigermaßen sauber darzustellen, muss man auch heute verdammt tief
>> in die Tasche greifen.
>
> Kannst du die Aussage auch belegen?

Schau Dir z.B. eine FBAS-Farbtreppe an. Die lässt sich digital nur mit 
kräftiger Überabtastung darstellen. Mein MSO6054A macht das sehr schön, 
Tek 2430A, TDS-dreistellig und das Fluke PM3392 Combiscope im 
Digitalmodus sind quasi unbrauchbar.

"Tief in die Tasche greifen" trifft für die aktuellen HP-Geräte (wie 
heisst die Bude heute? Ist ja auch egal, ändert sich eh dauernd) immer 
noch zu.

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Marian B. schrieb:
> Wenn ich mir die Specs der Hameg, Philips und Hitachi (oder wie die
> hießen) anschauen, dann kommt mir das viel mehr wie eine
> Verzweiflungstat von Herstellern vor, deren Technik und Know-how Jahre
> hinter denen der Konkurrenz (in dem Fall LeCroy, Tek und HP)
> zurücksteht.

Eigentlich nicht. Es war eine nützliche Erweiterung um auch langsame 
Signale aufzunehmen. Die reinen Digitalschränke waren zu der Zeit 
deutlich teurer, und die wirklich guten Teile aus der Zeit kosten auch 
heute noch richtig Geld. TDS744A anyone?

von Marian  . (phiarc) Benutzerseite


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soul eye schrieb:
> Marian B. schrieb:
>
>> Ralph Berres schrieb:
>>> Es gibt nun mal  Signale die sich mit einen analogen Scope einfach
>>> besser darstellen lassen. Für solche Signale mit einen Digitalscope auch
>>> nur einigermaßen sauber darzustellen, muss man auch heute verdammt tief
>>> in die Tasche greifen.
>>
>> Kannst du die Aussage auch belegen?
>
> Schau Dir z.B. eine FBAS-Farbtreppe an. Die lässt sich digital nur mit
> kräftiger Überabtastung darstellen. Mein MSO6054A macht das sehr schön,
> Tek 2430A, TDS-dreistellig und das Fluke PM3392 Combiscope im
> Digitalmodus sind quasi unbrauchbar.

Also wie ich vermutet habe, alles kein Problem mit aktuellen Geräten, 
die sowieso alle mehr als 1 MPts Speicher haben.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Marian B. schrieb:
>> Schau Dir z.B. eine FBAS-Farbtreppe an. Die lässt sich digital nur mit
>> kräftiger Überabtastung darstellen. Mein MSO6054A macht das sehr schön,
>> Tek 2430A, TDS-dreistellig und das Fluke PM3392 Combiscope im
>> Digitalmodus sind quasi unbrauchbar.
>
> Also wie ich vermutet habe, alles kein Problem mit aktuellen Geräten,
> die sowieso alle mehr als 1 MPts Speicher haben.

Ja, viele Dinge haben sich mit den immer besseren digitalen Geräten 
erledigt.

99,5% aller Messungen führen wir hier digital durch (auf einem HM2008), 
allerdings gibt es doch noch Vorteile analoger Anzeigen.

Die eine ist die quasi unbegrenzte horizontale Auflösung - selbst mit 
1024 Punkten auf X komme ich hier schnell an die Grenzen, wenn ich mal 
zehn nichttriviale Wellenzüge auf einmal sehen möchte. Da mitteln die 
digitalen Geräte feinere Spikes etc. gerne mal raus.

Dazu kommt auch noch die begrenzte Auflösung in Y-Richtung. Hier beim 
Hameg sind mit 250 Stufen sehr flache Signalanstiege weggebügelt (oder 
das Signal springt zwischen zwei Werten), die ich analog noch deutlich 
unterscheiden kann.

Zu AM-Modulation hatte Ralph ja schon etwas geschrieben - so etwas 
möchte man nicht mit einer digitalen Anzeige auf Mitte abgleichen.

Also: wir benutzen den Knopf "Analog/Digital" nicht oft, aber er hat 
hier noch seine Berechtigung.

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