Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Kaum noch FPGA Jobs im freien Markt?


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von Pesto (Gast)


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Momentan wird ja wieder eingestellt, wie dumm (weil es einen Stau gab im 
letzten Jahr) und es werden auch wieder Elektroniker gesucht. Allesding 
ist nichts im Bereich FPGA dabei.

Ein Personalvermittler, der auch temporäre Stellen mit Zeitarbeiter und 
Freiberufler besetzt, hat das aufgegriffen und mir aufgezeigt, dass im 
Moment fast nur noch FPGA-Jobs für Freiberufler existieren. Der Grund 
ist, weil FPGA seit Jahren in den Personalabteilungen unterschätzt ist 
und es kaum gut bezahlte Stellen gab, wodurch sich nur noch Freiberufler 
finden, die das machen, weil man nur bereit ist, kurzfristig für 
Freiberufler den Geldsack aufzumachen bereit ist. Ansonsten wird 
ausgelagert, weil es keine Internen gibt, die das gut können, oder 
bereit sind, zu machen. (Die Internen springen da rasch wieder ab, um 
sich finanziell zu verbessern),

Also lautet das Fazit:

Wenn man momentan eine FPGA-Stelle haben will, muss man sich also 
entweder selbständig machen oder eine der deutlich schlechter bezahlten 
Stellen bei den Ingenieurdienstleistern ins Auge fassen.

Wie seht ihr das?

: Verschoben durch Moderator
von Jemin K. (jkam)


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Das sieht durch den Nachwuchs aus Indien und China eh düster aus. Man 
wird als Freier nicht mehr lang die hohen Preise halten können, denn 
chinessche Externe machen es übers Netz gern für einen Bruchteil. Das 
wissen viele Firmen anscheinend noch nicht, aber wenn sie es 
herausbekommen, wird es bald nur noch die wenigen festen Entwickler und 
Externe geben. Und letztere in China.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Pesto schrieb:
> Wie seht ihr das?
Falsches Forum.

> Allesding ist nichts im Bereich FPGA dabei.
Dann geht einfach in die Hardware-Entwicklung. Da ist, sobald das Niveau 
ein wenig steigt, sofort auch ein FPGA mit im Spiel.

Jemin Kamara schrieb:
> denn chinessche Externe machen es übers Netz gern für einen Bruchteil.
Ja, klar. Kenne ich. Während der Entwicklung schreibt man dann dem 
Chinesen die Spec, die man hinterher braucht, um das Zeug selber noch 
einmal zu entwickeln...

von Frank F. (frank_f49)


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>Ja, klar. Kenne ich. Während der Entwicklung schreibt man dann dem
>Chinesen die Spec, die man hinterher braucht, um das Zeug selber noch
>einmal zu entwickeln...

Tja, wenn man  das weiss dann schaut  man  dem
Chinesen  öfter  mal  auf den Code. Und nicht  erst  am Projektende.

Erleb  ich  auch  hier  in der Firma  immer wieder.

von Christian B. (casandro) Flattr this


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Pesto schrieb:
> Ein Personalvermittler, der auch temporäre Stellen mit Zeitarbeiter und
> Freiberufler besetzt, hat das aufgegriffen und mir aufgezeigt,...


Entschuldigung, aber ich habe noch nie einen Personalvermittler 
getroffen der vom Fach irgendwas verstanden hat. Für den ist FPGA nur 
ein Buzzword. Welche Fähigkeiten jemand braucht um sich mal eben für den 
Job erfolgreich in FPGA einarbeiten zu können weiß er nicht.

Es ist nun mal einfach so, dass FPGAs eine Sonderlösung für bestimmte 
Anwendungen ist. Ein extra "FPGA-Entwickler" ist relativ unsinnig, da in 
aller Regel nicht so viel Arbeit anfällt. Die verbleibende Arbeit kann 
ein guter Elektrotechniker im Bereich Digitaltechnik oder ein guter 
Informatiker auch machen.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Pesto schrieb:

> Wenn man momentan eine FPGA-Stelle haben will, muss man sich also
> entweder selbständig machen oder eine der deutlich schlechter bezahlten
> Stellen bei den Ingenieurdienstleistern ins Auge fassen.

Reine FPGA-Stellen gibt es nicht mehr, das ist alles im Bereich 
Hardwareentwicklung reingerutscht. Wahrscheinlich weil man erkannt hat 
das es zwar C-Programmierer gibt aber keine VHDL-Programmierung. Mit 
reinen Programmierkenntnissen kommt man nicht weit, man muß auch PCB und 
Inbetriebnahme können.

FPGA-Entwicklung als Saisonauftrag sehe ich auch rückläufig. 
FPGA-Spezies werden im Bereich Produktentwicklung gebraucht und diese 
Abteilungen hat man inzwischen aufgebaut. Die gehen auch nicht so 
schnell in Rente also hats auch keinen rechten Bedarf an Nachrückern. 
Wenn man was in dem Bereich machen will dann mußman sich auf 
FPGA-lastige Baugruppen auskennen,
bspw. Computertomographie. Der Zweig FPGA als Glue logic, also 
Schnittstellenexpander für SPI, ATA, I2C etc ist inzwischen an die 
Mikrocontroller wie ARM gegangen. Und bei DSP und Regeltechnik veruchen 
sich die Systementwickler dank GUI-Generatoren u.ä. wie Simulink, 
Labview und HDL-Designer an FPGA's ohne FPGA#s wirklich zu kenne.

Mein Fazit: Solange die heütigen FPGA-Entwickler um die 40 nicht in den 
Ruhestand gehen ist die Nachfrage nach Nachrückern begrenzt.

MfG,

von Pandur S. (jetztnicht)


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FPGA Entwickler in China... klar doch. Die Hardware mit dem System 
rundrum steht bei mir im Office. Die Entwicklung geht dann ueber remote 
Desktop. Und ich sitz dann gleich daneben, wenn's was zu rebooten gibt, 
oder ein Scope abzulesen... das Ganze natuerlich zu meinen Buerozeiten.

Kopfschüttel...

von ?verwundert? (Gast)


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Was ist ein FPGA Job? Willst du FPGA's essen, bauen, programmieren??

: Wiederhergestellt durch Admin
von Falk B. (falk)


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@ Christian Berger (casandro)

>Es ist nun mal einfach so, dass FPGAs eine Sonderlösung für bestimmte
>Anwendungen ist.

Soviel "Sonderlösung" wie jede Platine eine "Sonderlösung" ist.

> Ein extra "FPGA-Entwickler" ist relativ unsinnig, da in
>aller Regel nicht so viel Arbeit anfällt.

Das stimmt so allgemein nicht. Es gibt genügend Firmen, die nicht nur 
einen FPGA-Vollzeitentwickler beschäftigen. Und selbst kleinere.

> Die verbleibende Arbeit kann
>ein guter Elektrotechniker im Bereich Digitaltechnik

Ja.

> oder ein guter Informatiker auch machen.

Jain. Die meisten haben nur ihre GUIs und Mathlab Codegeneratoren. Die 
sind nicht wirklich FPGA Spezis. Aber auch dort gilt, dass Hardware 
realtiv billig geworden ist und eine handoptimierte Lösung nicht mehr 
zwingend nötig ist. Ist ein bisschen so wie ASM und C ;-)

von Falk B. (falk)


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@ Fpga Kuechle (fpgakuechle) Benutzerseite

>Mein Fazit: Solange die heütigen FPGA-Entwickler um die 40 nicht in den
>Ruhestand gehen ist die Nachfrage nach Nachrückern begrenzt.

Kann sein, widerspricht aber ein wenig dem kontinuierlichen Fluß der 
nachrückenden Studenten. Denn die beschäftigen sich jedes Jahr zu 
tausenden mti VHDL und FPGAs, sieht man doch schon hier im Forum, wo 
sich auch reine Hobbybastler damit beschäftigen. Da kann und will man 
eigentlich nicht 10 Jahre lange VHDL-Kenntisse wegschmeißen bzw. die 
Leute in andere Zweige abdrängen, umd dann plötzlich vor einem 
hausgemachten "Fachkräftemangel" zu stehen.

Andererseits ist es schon paradox, das so eine recht neue, 
leistungsfähige Technologie jetzt schon nur noch so wenig Nachfrage an 
Experten generiert. Nach Fernost ist ja auch schon ne Menge ausgelagert. 
Sind FPGAs die Textilindustrie des 21. Jahrhunderts?

von Berufsberatung Aussenabteilung mk.net (Gast)


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Pesto schrieb:
> Wie seht ihr das?
Kesselflicker gibts auch nicht mehr.

von FPwas (Gast)


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Benötigt man denn heutzutage noch FPGAs?

Die Controller werden günstiger und schneller und sind dank freiem 
GPIO-Mapping auch relativ einfach von einem Hersteller auf den anderen 
portierbar, ARM lässt grüßen...

von Falk B. (falk)


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@ FPwas (Gast)

>Benötigt man denn heutzutage noch FPGAs?

Ja. Denn die Anforderungen an Datendurchsatz steigen. Und ASICs sind 
teuer und lohnen sich erst bei hohen und sehr hohen Stückzahlen.

>Die Controller werden günstiger und schneller und sind dank freiem
>GPIO-Mapping auch relativ einfach von einem Hersteller auf den anderen
>portierbar, ARM lässt grüßen...

[ ] Du weißt, was ein FPGA im Vergleich zu einem Controller leisten 
kann.

von MarioStinkt (Gast)


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>Benötigt man denn heutzutage noch FPGAs?


Oder andersherum: In unserer Firma könnten wir das bisschen "Prozessor" 
auch
in den FPGAs implementieren ;-)

von Dennis M. (Gast)


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Die Art der Fragestellung lässt vermuten, dass du eher Jobs meinst, die 
VHDL/Verilog als Schwerpunkt haben. Solche gibt es tatsächlich sehr 
wenige. Da muss man sich schon breiter aufstellen. Ich habe Mitte 2014 
als Absolvent einen solchen Job in BW gesucht - kann man komplett 
vergessen. Ich bin deshalb gar bei zwei Dienstleistern vorstellig 
geworden. Darunter auch Ferchau. Es wurde mir dort gesagt, dass die 
Nachfrage nach FPGA Firmwareentwicklern stark rückgängig ist.

Schaltungsdesign und Layout hinsichtlich Spannungsversorgungen von FPGAs 
und Ähnliches wird weiterhin gut gesucht, aber solche Kenntnisse erlangt 
man nicht im Studium sondern dann als Entwicklungsingenieur im Job. 
Reine "FPGA-Jobs" sind wirklich selten nach meinen Erfahrungen.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Ein FPGA alleine ist relativ sinnlos. Es ist immer mit was Anderem. 
Etwas vom Komplexesten ist wahrscheinlich ein Grafikprozessor. Fuer die 
macht man bestimmt ein FPGA bevor man einen ASIC macht. Sofern mann denn 
ueberhaupt spater ein ASIC macht. Aber auch ein Grafikprozessor hat 
etwas aussenrum, und das muss man auch koennen.

Also vergiss den FPGA job und mach das Andere. Das FPGA kommt immer 
wieder vor, als Zusatz.

von mse2 (Gast)


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Christian Berger schrieb:
> Entschuldigung, aber ich habe noch nie einen Personalvermittler
> getroffen der vom Fach irgendwas verstanden hat. Für den ist FPGA nur
> ein Buzzword. Welche Fähigkeiten jemand braucht um sich mal eben für den
> Job erfolgreich in FPGA einarbeiten zu können weiß er nicht.
Meine Erfahrung mit Personalvermittlern ist zwar eng beschränkt, deckt 
sich aber mit dieser Aussage zu 100% (nicht nur, das 'FPGA' angeht 
sondern eben bzgl. aller Fachtermini).

von Usus (Gast)


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Die Jobbörse weißt noch über 130 Jobs Bundesweit aus.
Nichts ist das nicht.

von Jemin K. (jkam)


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Jetzt Nicht schrieb:
> FPGA Entwickler in China... klar doch. Die Hardware mit dem System
> rundrum steht bei mir im Office.

Du lässt ja auch nicht alles von denen machen, sondern nur die einzelnen 
Teile!

von Panzer H. (panzer1)


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Jemin Kamara schrieb:

> Du lässt ja auch nicht alles von denen machen, sondern nur die einzelnen
> Teile!

Dann wünsche ich viel Spass bei der detaillierten Spezifikation und den 
Rückfragen dazu, inkl. folgenden Änderungen.

von lustig (Gast)


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130 fpga jobs "bundesweit"...
ich hau mich weg...

von Rechenknecht (Gast)


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lustig schrieb:
> 130 fpga jobs "bundesweit"...
> ich hau mich weg...

Ich würde mich nicht an solchen Jobbörsen orientieren. Die meisten Jobs 
werden nirgendwo ausgeschrieben, sondern intern besetzt. Nur rund 40% 
der Stellen werden überhaupt ausgeschrieben und auch davon die wenigsten 
bundesweit. Wenn, dann über Personalsucher.

FPGA ist so ein extremes Sonderthema im Ggs zur allgemeinen 
Schaltungsentwicklung, oder PM / PL dass es mich wundert, dass es 
überhaupt etwas zweistelliges zu finden gibt.

Ausserdem: Wie müssen ja auch noch den VDI-Faktor reinrechnen und dann 
fehlen in Deutschland 130 x 7 = 1000 FPGA-Entwickler.

Von daher ist meine Überschrift sicher gerechnetfertigt :-)

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