Hallo Mike.
Mike schrieb:
> ich sehe mich gerade vor der Situation, dass ich wohl für mich eine neue
> Foot-Print-Lib erstellen muss, damit ich den Überblick wieder gewinnen
> und endlich wieder arbeiten kann (KiCad)...
Um den Überblick zu gewinnen, musst Du keine neue Library schreiben,
sondern die vorhandenen sortieren und dokumentieren. ;O)
Sortieren geht bei "Pretty" mit dem Dateimanager. Bei "Legacy" stellst
Du alle Footprints, die in eine Library sollen, auf ein Board und
Archivierst dann die Footprints in eine neue Bibliothek. Das geht bei
"Pretty" auch.
Wenn Du dieses Board mit Kommentartexten versiehst und dann plottest,
hast Du direkt auch die Doku. O)
> Ich habe mir nun überlegt, dass es weit weniger Footprints als
> Gehäusebauformen geben muss.
Eher umgekehrt. ;O)
Zu einer Gehäusebauform gibt es zig sinnvolle Möglichkeiten von
Footprints.
Schau mal in den Anhang als Beispiel für nur ein doofes TO220 Gehäuse.
> So ist z.B. Mini-Melf kompatibel mit dem Footprint 1206.
Tom Hausherr von Altium empfielt für SMD Widerstände/Kondensatoren
mindestens drei verschiedene Footprints. Kleine und große, für leichtes,
robustes Bestücken wenn viel Platz da ist zu kleinen, engen mit wenig
Platzbedarf, die höhere Anforderungen an das Bestücken stellen, und
einen Kompromiss dazwischen.
Es kann unterschiedliche Footprintformen für Wave- und Reflowlöten
geben, und ich empfehle für Handverlötung auch noch spezielle
Footprints.
Melf ist wegen der runden Form auch noch ein Spezialfall. Es existiert
die Empfehlung, gegen Wegrollen beim Reflow zwei paralelle
Lötpastenstreifen in Längstrichtung der Diode auf die Pads zu legen.
d.H. Melf hätte zwar die gleiche Kupferflächen für die Pads wie 1206,
aber eine extrem abweichende Pastenmaske.
Muss ich bei Gelegenheit auch mal in KiCad einpflegen.
> Ähliches gilt für die DOxx-Gehäuseformen.
Große robuste Pads wenn genug Platz da ist, und schmale Restringe wenn
der Platz knapp ist. Die Diode horizontal....aber es gibt auch vertikal,
und dann kann entweder die Kathode oder die Anode oben sein, was im
Bestückungsdruck gekennzeichnet sein sollte.
Ganz schlimm ist die "P600" Diode....die hat von verschiedenen
Herstellern deutlich andere Gehäuseabmessungen. ;O)
Also entweder den Footprint für die dickste Variante die zu kriegen ist,
dimensionieren, oder den Hersteller in der Stückliste festschreiben.
> Ich wäre für einen Tipp dankbar.
Leider ist das Leben kein Ponyschlecken....
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de