Eingrupierung in Tarif vs. übertarifliche Zulage

Gast #4054714
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Man bekommt oft als Neueinsteiger in den ersten Monaten statt der 
tariflichen Leistungszulage eine freiwillige Zulage. Bei der ersten 
Leistungsbeurteilung wird die freiwillige Zulage mit der Leistungszulage 
verrechnet.

Grund ist vermutlich, dass man formal schlecht eine Leistungszulage 
gewähren kann, ohne die Leistung beurteilt zu haben. Andererseits steht 
mehr oder weniger schon fest, dass es eine Leistungszulage in einer 
bestimmten Größenordnung (z.B. 10%) geben wird. Also gewährt man den 
Betrag von Anfang an als freiwillige Zulage, damit das Einstiegsgehalt 
für den Bewerber attraktiv ist.
Gast #4054784
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Mitleser schrieb:
> Bedenke aber das sich alle anderen sonderzahlungen wie Urlaubsgeld und
> Weihnachtsgeld nach deinem Grundgehalt richten.

Kommt ganz auf die Firma an - bei uns zählt da das Gesamtbrutto (mit 
freiwilliger Zulage).
Auch wird diese immer mit den Tariferhöhungen mit erhöht, also nicht 
"verrechnet".
OK - wenns mal schlecht läuft, kann die Zulage gekürzt bzw. ganz 
abgeschafft werden. Aber mit dem Risiko kann ich leben...

Mitleser schrieb:
> Man kann ja heutzutage froh sein
> wenn man als Master die EG9 bekommt...

Nein, EG 10 (Bayern) ist da eher üblich.
Gast #4054819
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auch mitgelesen schrieb:
> Mitleser schrieb:
>> Man kann ja heutzutage froh sein
>> wenn man als Master die EG9 bekommt...
>
> Nein, EG 10 (Bayern) ist da eher üblich.

Grundlage der ERA Gruppen ist die Tätigkeit und nicht die Qualifikation.
Ein Master oder Doktor würde theoretisch bei entsprechender Tätigkeit 
genausoviel bekommen, wie ein Ungelernter.
Laut ERA Beispielen fangen Tätigkeiten, die typischerweise ein Studium 
voraussetzen, nach bayrischem Tarif bei 9 von 12 an.
Gast #4054835
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Hannibal schrieb:
> Ist das mittlerweile so? Also ich bin als Dipl.-Ing. (FH) in die EG10
> (Bayern) eingestiegen und nach ca. 3 Jahren in die EG11 gewechselt.

OK, bei mir hat's fast 10 Jahre gedauert, aber ERA11 ist durchaus drin 
als Dipl Ing(FH)....

Normale Entwickler (meist die Einsteiger) sind 10, mit etwas mehr 
Verantwortung Richtung System oder Projektmanagement dann 11 oder 12.

Bei uns ist auch AT relativ leicht möglich, nur will das fast keiner.
Ohne Zeiterfassung fehlen dann plötzlich 20 Tage gleitren im Jahr.....
(Firma: --------------) #4055183
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Gonzo schrieb:
> Um mal Zahlen zu nennen: ERA 11b in Bayern sind mit durchschnittlicher
> Leistungszulage immerhin 75k brutto p.a., und das für eine 35h-Woche
> wohlgemerkt. Das finde ich schon ganz passabel, d.h. man hat genügend
> Freizeit und das passende Kleingeld diese auch zu gestalten.

Für eine Konzerndrohne bei Audi oder BMW.
Gast #4055228
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Wenn eine Leistungszulage im Gehalt mit drin ist, stellt sich
nur die Frage welche Leistungsziele hier maßgebend sind.
Wenn die nicht genau definiert sind, kann der Arbeitgeber
doch manipulieren wie es ihm in den Kram passt.
Ich würde versuchen, die Klausel zu vermeiden.
Kann nämlich auch ein Versuch sein, ob man den Kandidaten
manipulieren kann.
Gast #4055371
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Usus schrieb:
> Wenn eine Leistungszulage im Gehalt mit drin ist, stellt sich
> nur die Frage welche Leistungsziele hier maßgebend sind.
> Wenn die nicht genau definiert sind, kann der Arbeitgeber
> doch manipulieren wie es ihm in den Kram passt.
> Ich würde versuchen, die Klausel zu vermeiden.
> Kann nämlich auch ein Versuch sein, ob man den Kandidaten
> manipulieren kann.

Leistungszulage ist im Tarif doch nur ein Wort, mit Leistung hat sie in 
der Praxis nichts zu tun, eher mit Betriebszugehörigkeit und Sympathie 
deines Vorgesetzten.

Man bekommt auch jährlich nie weniger als bisher, entweder bleibt sie 
gleich hoch oder wird um ein paar Punkte erhöht.

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