MaWin schrieb:
> PeterZ schrieb:
>> das Loch soll 3mm tief werden.
>
> 3mm bei 0.4mm Durchmesser ? Also 12,5 x D ?
>
> Vergiss das mit dem Bohren.
>
> Du musst erodieren (lassen).
Sorry, aber D0,4 bei 3mm Tiefe ist nur 7,5*D, denn 1mm Tiefe sind 2,5*D.
@ all
Und das sollte sich durchaus bohren lassen. Aber nur, wenn die Mechanik
auch entsprechend spielfrei ist, der Bohrer einen gute Qualität besitzt
und man die passende restliche Ausrüstung dafür hat. Entweder eine
CNC-Maschine, die entsprechend Schwingungsarm/-frei und ruckfrei langsam
verfahren kann.
Oder manuell mit einem passenden Bohrfutter, die genaue Bezeichnung weis
ich jetzt nicht. Aber von der Bauart als Beschreibung:
Wird mit einem Schaft oder MK (Morsekegel) in die Maschinenspindel oder
-pinole eingesetzt. Das Futter selbst ist ausziehbar gegen eine
Federkraft und hat einen drehbar gelagerten Ring für den Vorschub mit
den Fingern. Die Maschine selbst ist nur für die Drehzahl, die
Maschinenpinole oder -spindel wird beim Bohren nicht verwendet, die
geschieht über den Auszug des Bohrfutters und den drehbaren Ring für die
Finger.
Bohrerodieren (auch Teufeln genannt) geht, aber bei einer genauen
gewünschten Tiefe wird auch das wieder teurer, da dieses Verfahren
ursprünglich nur für Duchgangslöcher entwickelt wurde und da der genaue
Verschleiß eine kleinere Rolle gespielt hat. Mittlerweile geht das auch
auf genaue Tiefen, aber die Maschinen, welche das können, haben auch
wieder größere Stundensätze. Wird also nochmal teurer, wobei das Rüsten
mit zum teuersten zählt. 3mm tief dauert bei diesen Maschinen ja nicht
wirklich lange.
Aber nicht jeder mit so einer Maschine will oder kann auch 0,4mm Löcher
herstellen, die meisten fangen mit Elektroden ab 0,5mm Durchmesser an,
was im Ergebnis eine 0,6-0,7mm Bohrung ergibt. Wenn die 0,4mm genau sein
sollen, darf die Elektrode je nach Maschine und Generator max. 0,35mm
oder kleiner im Durchmesser haben. Und die entsprechenden Elektroden
werden dann schon wieder richtig teuer
Gruß Gerd