Bier von großen Marken schmeckt anders

Gast #4059543
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Hallo,

findet Ihr auch, dass das Bier von manchen großen Marken wie Jever oder 
Radeberger seit ein paar Jahren anders im Sinne von irgendwie künstlich 
schmeckt?

Ich hatte neulich eine Diskussion (oder eher einen Konsens) mit einem 
Bierkenner, der meinte, dass einige größere Marken vor ein paar Jahren 
von Nestle aufgekauft wurden.
Nestle hat dann angeblich den Brauprozess "optimiert" und seitdem 
schmeckt das Bier dieser Marken irgendwie künstlich.

Bin auf Eure Meinungen zum Thema gespannt!
#4059563
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Das betrifft so ziemlich alle Lebens- und Genussmittel.

Eis (mit Sahne verfeinert - haha), Kaffee, Joghurt, Schokolade (der 
zarte Schmelz - na wo isser denn?), ...

Schlimm ist nur, als Verbraucher so ausgeliefert zu sein. Denn die 
(Produkt)Wahl hat man nur scheinbar.
#4059643
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Leute, ihr müsst mehr Werbung schauen. Bier ist doch i.a. Natur pur. Und 
alle irgendwie einzigartig toll.

Mir schmeckt das Grossbrauerbier in der Tat auch nicht mehr und vor 
allem fast alles fast gleich. Die Branche jammert über rückläufigen 
Trend und bringt im Gegenzug immer neue immer abartigere Mixgetränke.

Mit kleinen lokalen Brauereien sind wir hier nicht gerade gesegnet. Vor 
ein paar Jahren noch habe ich rel. viel Bier getrunken (Kasten/14Tage, 
bevorzugt Radeberger). Jetzt steht so ein Kasten ewig rum, habe nur noch 
selten Appetit.
Gast #4059661
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Hier im Frankenland kann man sich über das örtliche Lokalangebot auch 
nicht beklagen. Die Großindustriebiere finde ich auch nicht sonderlich 
schmackhaft. Lieber a Schlenkerla Rauchbier aus Bamberg :) Quasi Bier 
und Räucherschinken in einem ;)
#4059725
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Aber davon abgesehen:
Ja, Industriebier wird immer aromaärmer und langweiliger.
Und ja, die Großbrauereien jammern über Absatzprobleme.

Aber das ist ihr Problem, nicht meines.
Es gibt viele gute Biere, nur halt nicht in jedem billigen Supermarkt. 
Aber dann sollen sie ihre Plörre selber trinken.

In Franken sowieso, aber auch sonst, gibt es etliche gute, die gerne 
überleben wollen.
Gast #4059729
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Jever war früher mein absolutes Lieblingsbier.
Seit der "Aromaverkünstlichung" rühre ich es kaum mehr an.


Klaus Wachtler schrieb:
> Rick McGlenn schrieb:
>> Wohne zwischen Köln und Düsseldorf, da gibt es einige Auswahl an Kölsch
>> und Alt.
>
> Es geht hier um Bier, bitte beim Thema bleiben.

Kölsch ist geschmacklich nicht zu unterschätzen, wenn es eine gute Marke 
ist.
'Hellers Kölsch' ist ein natürlich gebrautes Bier einer relativ kleinen 
Brauerei, das ich nur empfehlen kann (auch Nicht-Kölschtrinkern!).
http://www.hellers-brauhaus.de/hellers-biere/hellers-koelsch/

Das beste "Kölsch", das ich je getrunken habe, stammt aus einer kleinen 
Brauerei in der Vulkaneifel.
Es nennt sich 'Vulkan Helles naturbelassen'.
Weil es nicht in Köln gebraut wird, darf es sich nicht "Kölsch" nennen, 
ist aber faktisch von der Brauart her eins.
http://vulkan-brauerei.de/
http://www.neubierig.de/2012-08-08/helles-naturtrueb-der-vulkan-brauerei-im-test-1565.html
#4059735
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Ich trinke so alle 2-3 Tage mal eine Flasche Bier, aber nur noch dieses 
hier:
http://www.1000getraenke.de/biertest/bezk-original-boehmisch-pilspremium-pils,451.html

Das schmeckt mir richtig gut -vor Allem vertrage ich es.

Von den Bier der großen Hersteller in Deutschland bekomme ich alle 
möglichen
körperlichen Beschwerden. Ich habe das Gefühl, daß das vollsynthetisch 
erzeugtes Gelumpe ist und die Bestandteile aus den Leuna-Werken per 
Waggon kommen.
:-(

MfG Paul
Moderator Persönliche Seite #4059752
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Daniel C. schrieb:

> Das beste "Kölsch", das ich je getrunken habe, stammt aus einer kleinen
> Brauerei in der Vulkaneifel.
> Es nennt sich 'Vulkan Helles naturbelassen'.
> Weil es nicht in Köln gebraut wird, darf es sich nicht "Kölsch" nennen,
> ist aber faktisch von der Brauart her eins.
> http://vulkan-brauerei.de/

Ja, Vulkan-Bier gibt es hier in der Gegend oft. Sehr gut ist auch das 
Dunkle :-)
Gast #4059782
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Chris D. schrieb:
> Daniel C. schrieb:
>
>> Das beste "Kölsch", das ich je getrunken habe, stammt aus einer kleinen
>> Brauerei in der Vulkaneifel.
>> Es nennt sich 'Vulkan Helles naturbelassen'.
>> Weil es nicht in Köln gebraut wird, darf es sich nicht "Kölsch" nennen,
>> ist aber faktisch von der Brauart her eins.
>> http://vulkan-brauerei.de/
>
> Ja, Vulkan-Bier gibt es hier in der Gegend oft. Sehr gut ist auch das
> Dunkle :-)

Was kostet denn die Halbe bei euch vorort? Im Onlineshop scheint mir der 
'kostenlose' Versand schon gut eingepreist zu sein.
Gast #4059783
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Paul Baumann schrieb:
> Ich habe das Gefühl, daß das vollsynthetisch
> erzeugtes Gelumpe ist und die Bestandteile aus den Leuna-Werken per
> Waggon kommen.

Ein Kumpel von mir hat mal gemutmaßt, dass die Herstellung so abläuft:

-Flasche wird automatisch unter Ausgußstutzen positioniert

-aus Ausgußstutzen wird Geschmacksextrakt eingefüllt

-aus Ausgußstutzen wird Alkohol eingefüllt

-aus Ausgußstutzen wird Osmosewasser bis zum Sollfüllstand aufgefüllt

-Deckel drauf, fertig

Dem Geschmack nach könnte es bei vielen Industriebieren tatsächlich so 
ablaufen.


Chris D. schrieb:
> Ja, Vulkan-Bier gibt es hier in der Gegend oft. Sehr gut ist auch das
> Dunkle :-)

Das Dunkle habe ich noch nicht getestet. Hole ich aber nach, wenn ich 
mal wieder in der Gegend bin.
Moderator Persönliche Seite #4059789
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D. I. schrieb:
>> Ja, Vulkan-Bier gibt es hier in der Gegend oft. Sehr gut ist auch das
>> Dunkle :-)
>
> Was kostet denn die Halbe bei euch vorort? Im Onlineshop scheint mir der
> 'kostenlose' Versand schon gut eingepreist zu sein.

Puhhh, da müsste ich in den Geschäften nachfragen.

Wir bevorzugen das frisch gezapft bei einer Radtour direkt in Mendig im 
Brauhaus oder am Laacher See :-)
#4059922
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Daniel C. schrieb:
> Nach Wiki ist Kölsch ist ein helles und obergäriges Vollbier.

Stimmt wohl. Allerdings gibt es in K und drumherum auch Kölsch-Kneipen, 
wo man nichts bekommt, wenn man an der Theke beim Bestellen nur "Bier" 
und nicht "Kölsch" sagt. Oder man wird gefragt, ob man das Schild nicht 
gelesen habe. Darauf steht dann z.B. "Wer das liest, gibt einen aus" 
oder "diehestonsindiedieimmerhestonwennseheston"
#4059935
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Paul Baumann schrieb:
> Ich trinke so alle 2-3 Tage mal eine Flasche Bier, aber nur noch dieses
> hier:
> 
http://www.1000getraenke.de/biertest/bezk-original-boehmisch-pilspremium-pils,451.html
>
> Das schmeckt mir richtig gut -vor Allem vertrage ich es.

Ja, das kenne ich ebenfalls, gibt es afaik im KONSUM. Hatt ich schon 
lang nicht mehr. Seltsam nur der Geschmackstest auf der verlinkten Site: 
metallisch?
Ist mir beim letzten Selbstversuch nicht aufgefallen...
#4059945
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El Jefe schrieb:
> Rainer V. schrieb:
>> Daniel C. schrieb:
>>> Nach Wiki ist Kölsch ist ein helles und obergäriges Vollbier.
>>
>> Stimmt wohl. Allerdings gibt es in K und drumherum auch Kölsch-Kneipen,
>> wo man nichts bekommt, wenn man an der Theke beim Bestellen nur "Bier"
>> und nicht "Kölsch" sagt.
>
> Dem sei die Insolvenz gegönnt und brauchen sich dann auch nicht mehr zu
> wundern.

Das kann Dir mit "Bier" auch in Düsseldorf passieren.
Die sind dort auch etwas eigen mit Ihrem dunklen "Bier".
#4060022
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Rechnung schreiben geht auch schneller, ist ja kein Schaum drauf. Ein 
Pils braucht 7 Minuten laut Regel. Für Bier würde ich aber nicht nach 
Düsseldorf pilgern. Früher bin ich extra von GL nach Wermelskirchen 
gefahren, um in Inges Cult-Kneipe leckeres Bremme-Pils zu trinken. Pils 
und Kneipe gibt es lange nicht mehr.
#4060052
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Hier ein kanadischer Bier Lagebericht:

Bei uns war der Trend ähnlich wie bei Euch. Die hochkommerzielle 
Massenbierproduktion ging bei uns ähnliche Wege und viele traditionelle 
Brauerein gingen zwischen 1970 und 2000 vor die Hunde.  Viele Leute 
mögen auch bei uns diese Zeug nicht. Das hatte bei uns die Folge, dass 
reaktiv viele Mikrobrauereien aus den Boden geschossen sind, die wieder 
sehr gutes Bier lokal brauen. Viele Restaurants haben ihr eigenes Faß 
Bier welches zum Teil fantastisch gut ist. Eine Zeitlang gingen auch bei 
uns die alt-traditionell Bierbrauereien zu Grunde oder wurden aufgekauft 
um geschloßen zu werden. Der Trend wurde dann in den letzten zehn Jahren 
wieder gegenläufig. Kleinbrauereien geht es bei uns wieder sehr gut und 
es gibt wirklich eine sehr gute Auswahl an handgemachtes Bier und mit 
exzellente Qualität. Sogar bei uns wird teils nach der bayrischem 
Puritätstradition produziert. Ich kaufe schon seit sehr lange Zeit nur 
noch solches Bier. Ich mag übrigens auch sehr die englischen Ales. Seit 
einiger Zeit gibt es nun auch noch Weizenbier nach bayrischer Art. 
Selberbrauen ist bei uns auch sehr beliebt. Ich habe vor vielen Jahren 
auch selber mit einen Freund Heim gemachtes Bier gebraut und es war 
durchaus genießbar. Ganz so gut wie Mikrobrauereibier wurde es 
allerdings leider nie.

Zum Thema passend, gab es ja bei Euch vor vielen Jahre eine Episode beim 
"Bullen von Tölz" wo dieses Thema der Bierkommerzialisierung zentral 
war.

Jedenfalls denke ich mir, dass es auch bei Euch wieder eine Renaissance 
des Qualitätsbierbrauen geben wird, weil sich auf lange Zeit gesehen, 
die Leute die auf gute Qualität bestehen, nicht verarschen lassen. Ich 
sehe das eher sehr optimistisch. Nur nicht aufgeben und die 
Großindustrie einfach boykottieren und die Kleinfirmen unter allen 
Umständen zu unterstützen und ihnen so eine Überlebenschance zu geben. 
Letzten Endes liegt es ja nur an uns was gekauft wird.


Gerhard

Hier einige Infos:

http://albertabrewers.ca
http://www.onbeer.org/prairie-beer/
http://realbeer.com/canada/brewtour/AB-microbrewery.html
http://www.calgarysun.com/2013/12/05/alberta-changing-liquor-laws-to-allow-for-small-start-up-breweries
http://www.wildrosebrewery.com
http://www.out-there.com/canada_breweries_pubs.htm
#4060271
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Ich bin beruflich hin und wieder mal mal mit dem Auto in diversen 
Regionen Deutschlands unterwegs, mache auch gerne Urlaub in Deutschland. 
Es würde somit die Möglichkeit bestehen, auf dem Rückweg einfach mal den 
einen oder anderen Kasten Bier mitzunehmen. Wäre da nicht die völlig 
schwachsinnige Pfandregelung in Deutschland. Mit Glück wird man die 
Flaschen wieder los, den Kasten dann aber in den seltensten Fällen. Man 
kann die Händler ja verstehen, die können nichts annehmen, was sie 
später selbst nicht mehr los werden. Die Brauereien sind hier gefragt, 
die Einigung auf ein einheitliches Kasten- und Flaschenformat...ist aber 
natürlich utopisch.

Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die großen Marken einfach nur 
langweilig schmecken. Ich mache einen großen Bogen darum, wenn es nur 
geht. Schon aus Prinzip, so große Unternehmen die zudem immer wieder 
wegen Preisabsprachen auffallen, brauchen keine Unterstützung bzw. haben 
keine verdient. Da ich in der Nähe der Grenze zu Bayern wohne, eröffnen 
sich da jedoch ein paar Möglichkeiten:)

Thorsten
Gast #4060283
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Gerhard O. schrieb:
> Bei uns [Kanada] war der Trend ähnlich wie bei Euch. Die hochkommerzielle
> Massenbierproduktion ging bei uns ähnliche Wege und viele traditionelle
> Brauerein gingen zwischen 1970 und 2000 vor die Hunde.  Viele Leute
> mögen auch bei uns diese Zeug nicht. Das hatte bei uns die Folge, dass
> reaktiv viele Mikrobrauereien aus den Boden geschossen sind, die wieder
> sehr gutes Bier lokal brauen.

In den USA gibt es diesen Trend auch.
#4060368
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Oliver R. schrieb:
> Jever gehört der Dänischen Carlsberg-Gruppe, Radeberger zu Dr Oetker.
> Nestle hat eigendlich 2003 alle Brauereien abgegeben.
>
> Bierkenner machen eigendlich einen Bogen um die großen Marken, es gibt
> so viele Kleinbrauereien mit richtig gutem Bier.

Bei uns gibt es im Nachbarort einen winzigen Brauer.
" Bärenbräu"

Der Inhaber hat die Sache in Andechs gelernt.
Anlässlich einer Betriebsführung hat er mir erklärt:

1: Bier, nach deutschem Gebot, ist sauber.

2: Sein Bier verdirbt nach 2 Wochen.

3: Das Bier der Großbrauereien verdirbt nicht, da es totgefiltert ist.
( Haltbarkeit über ein Jahr )

4: Der Geschmack. Im direkten Vergleich konnte er 100% punkten.

5: Der Preis. Sogenannte Premiumbiere sind nur teuer, weil die
Werbung im Fernsehen bezahlt werden muss.

Grüße Bernd
Gast #4060431
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Bernd Funk schrieb:
> 5: Der Preis. Sogenannte Premiumbiere sind nur teuer, weil die
> Werbung im Fernsehen bezahlt werden muss.

Dann gilt wohl:

Premiumbier = totgefiltertes Bier mit Premiumwerbung


In Premiumbieren wird wohl in der Regel Hopfenextrakt statt Hopfen 
verwendet - das verbessert den Geschmack sicher auch nicht.

Ich glaube, in Billigbieren wird zusätzlich auch Malzextrakt verwendet?!

So wirklich korreliert das sicher nicht mit dem Reinheitsgebot.
#4060505
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Das einzige, was für mich ohne grossen Aufwand erreichbar ist ist die 
Bolten-Brauerei. In erster Linie Altbier, das kann ich gar nicht ab. 
Gibt aber inzwischen auch Pils und Hefeweizen. Werde ich mal probieren, 
vielleicht ist das ja eine schmeckende Alternative.

Dann lasst uns mal den Grossbrauereien den Kampf ansagen :-)
#4060508
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Paul Baumann schrieb:
> Daniel C. schrieb:
>> Ich glaube, in Billigbieren wird zusätzlich auch Malzextrakt verwendet?!
>
> Ist denn nicht ohnehin schon Hopfen und Malz verloren?
> ;-)
>
> MfG Paul

Laut meinem Kleinbrauer sind die Vorschriften sehr streng.
Das " Totfiltern", um eine lange Haltbarkeit zu erreichen,
tötet auch den Geschmack.

Die Blindverkostung diverser Biere hat das bestätigt.

Hopfenextrakt oder Hopfen echt schmeckt man nicht.

Gerade die Großbrauereien ( Bitburger- Jever ) vertackern ihr
Produkt weltweit.
Da spielt die Haltbarkeit eine sehr große Rolle.
( Auch wenn der Geschmack leidet )

Aussage von meinem Brauer: Es gibt es kein " Billigbier "
Alles was teurer ist, zahlt die Werbekosten.

Grüße Bernd
#4060708
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Reinhard S. schrieb:
>> Aussage von meinem Brauer: Es gibt es kein " Billigbier "
> Bei Oettinger wäre ich mir da unsicher...

Es gibt auch noch Alt-Oettinger. Dem Namen nach wird das Gebräu während 
der Gährung ständig zw. Oettingen und Düsseldorf hin und her gefahren, 
was wohl den gleichen Sinn hat wie bei einem Aquavit, der mind. einmal 
in Holzfässern über den Äquator geschippert wird :) 
http://www.hellbraeu.de/
#4060769
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Anfang dieses Jahres gab es im ZDF eine Sendung "Wie gut ist unser 
Bier".

http://webapp.zdf.de/mediathek/beitrag?aID=2324620&cID=1518998

Auszug:

- De facto gibt es das Reinheitsgebot, wie ursprünglich gedacht, nicht 
mehr.

- In Deutschland werden wohl überwiegend nur noch 4 Hopfensortenvon den 
Brauereien verwendet. Deshalb schmecken viele Biere gleich/ähnlich.

Ist eine sehr interessante Sendung. Hat mir die Augen geöffnet.
#4060804
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Rainer V. schrieb:
> ... was wohl den gleichen Sinn hat wie bei einem Aquavit, der mind. einmal
> in Holzfässern über den Äquator geschippert wird :)

Der Linie-Aquavit macht genau damit Werbung, das ist ein 
Alleinstellungsmerkmal. Das Zeuch gibt es nicht im Vergleich ohne Fahrt 
über den Äquator.
Ich ziehe den Aalborg Jubiläums Akvavit vor, ohne Umweg über die 
Weltmeere.

Rainer V. schrieb:
> Es gibt auch noch Alt-Oettinger. Dem Namen nach wird das Gebräu während
> der Gährung ständig zw. Oettingen und Düsseldorf hin und her gefahren,

Alt muss nicht in und um Düsseldorf gebraut werden. Alt-Oettinger könnte 
also auch in China zusammengebraut werden.

Kölsch muss in der Region um Köln gebraut werden.
1963 wurde durch das Landgericht Köln festgestellt,[14] dass Kölsch 
nicht nur auf die Biersorte hinweist, sondern auch auf das Gebiet seiner 
Herkunft
Quelle: Wiki;  Landgericht Köln, Az.: 24 O 53/62
Gast #4060898
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Was interessanterweise noch nach echtem Bier schmeckt und auch gut 
bekömmlich ist, ist

Dresdener Felsenkeller Pilsener

von Lidl.
Es wird zwar in der Plastikflasche angeboten (was mich persönlich 
ziemlich abschreckt), ist trotzdem aus meiner Erfahrung besser als 
Jever, Radeberger und Konsorten und mein Bier der Wahl, wenn grade kein 
Biobier/Kleinbrauereibier zur Hand.



H.Joachim Seifert schrieb:
> Dann lasst uns mal den Grossbrauereien den Kampf ansagen :-)

Yeahhhhhhhhhh!

\   /
  O
\___/
#4060901
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Auch eine schöne Doku zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=z4mhuxXHD2M

Hier in Karlsruhe ist der Fernsehbieranteil recht gering. Häufig bekommt 
man hier lokal gebrautes Hatz, Hoepfner oder Moinger. Daneben gibt es 
noch ein paar richtig gute Kleinstbrauereien. Ich trinke sehr gerne Alt 
und Ale, da bin ich hier im Süddeutschen etwas falsch ;-) Fernsehbiere 
kommen bei mir gar nicht erst ins Haus, da sie eh alle nach nix 
schmecken und ich gerne die lokalen Braukünstler unterstütze. Wenns mal 
was ganz abgefahrenes sein soll, dann kann man auch mal was selber 
brauen, 200l sind in Dt ja pro Nase und Jahr steuerfrei.
Gast #4060946
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Lord of Lightning schrieb:
> Wenns mal
> was ganz abgefahrenes sein soll, dann kann man auch mal was selber
> brauen, 200l sind in Dt ja pro Nase und Jahr steuerfrei.

Das hatte ich auch schon überlegt, habe aber leider keinen wirklich 
kühlen Kellerraum zur Verfügung.
Eventuell könnte man den Braubottich für die Gärung in einem 
Zweitkühlschrank unterbringen?!

@Lord of Lightning
wie löst du das Temperaturproblem bei der Gärung?
#4061057
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Der Mhh schrieb:
> Schlimm ist nur, als Verbraucher so ausgeliefert zu sein. Denn die
> (Produkt)Wahl hat man nur scheinbar.

Gerade beim Bier stimmt das nicht. Es gibt hunderte bis tausende kleiner 
Brauereien, die sehr gutes Bier produzieren. Diese Kleinbrauerein 
streben mit viel Herzblut nach echter Qualität und haben meist auch eine 
ökologische (Herkunft der Rohstoffe) und soziale (Genossenschaften) 
Ader. Erstaunlicherweise stammt diese Microbrew-Kultur ausgerechnet aus 
den Grosskonzern-dominierten USA.

Wer in den USA als Bierkenner etwas auf sich hält, der würde nie und 
nimmer eine der grossen Marken wie Coors oder Budweiser trinken. In 
Deutschland hingegen ist es immer noch so, dass auch begeisterte 
Biertrinker ein helles Lagerbier der grossen Marken als das "wahre" Bier 
ansehen und man alles andere (Ales, IPA, Stout, ...) schrecklich findet. 
Aber eben, vor ein paar Jahrzehnten gab es in den meisten Restaurants 
auch gerademal 2 Weine, heute eine ganze Karte. Das Bier wird 
hoffentlich auch bald nachziehen in der Vielfalt.
#4061082
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P. M. schrieb:
> Gerade beim Bier stimmt das nicht.

Das von Dir warum auch immer leider aus dem Zusammenhang gerissene Zitat 
bezieht sich auf alles andere - nicht auf das Bier.

Einem kleinen Bierbrauer unterstelle ich Leidenschaft und Liebe zu 
seinem Produkt. Bei Iglo, Langnes & Jacobs etc. vermisst man das sehr 
schmerzlich. In meiner Gegend jedenfalls entdeckte ich noch keine 
private Kaffeerösterei. Eine Alternative ist hier daher schlecht möglich 
als Verbraucher.

Beim Speiseeis allerdings sieht es da besser aus.  :)
#4061105
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Thorsten ... schrieb:
> Ich bin beruflich hin und wieder mal mal mit dem Auto in diversen
> Regionen Deutschlands unterwegs, mache auch gerne Urlaub in Deutschland.
> Es würde somit die Möglichkeit bestehen, auf dem Rückweg einfach mal den
> einen oder anderen Kasten Bier mitzunehmen. Wäre da nicht die völlig
> schwachsinnige Pfandregelung in Deutschland. Mit Glück wird man die
> Flaschen wieder los, den Kasten dann aber in den seltensten Fällen. Man
> kann die Händler ja verstehen, die können nichts annehmen, was sie
> später selbst nicht mehr los werden. Die Brauereien sind hier gefragt,
> die Einigung auf ein einheitliches Kasten- und Flaschenformat...ist aber
> natürlich utopisch.

Das lässt sich leicht lösen: kauf die Flaschen ohne Kiste.
Entweder stellst du dir irgendeien Kiste leer ins Auto und füllst die an 
der Brauerei nur mit Flaschen auf, oder (wie in meinem Auto) es gibt 
passenden Stauraum, wo man ein paar Dutzend Flaschen unterbringt.
#4061115
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Der Mhh schrieb:
> Beim Speiseeis allerdings sieht es da besser aus

Nicht wirklich.

Abgesehen vom wirklich ungeniessbaren Massenindustriespeiseeis
von Langnese und Schöller/Nestle das nur noch aus aufgeblasenem
Glucosesirup besteht

verfallen immer mehr der 'Italiener' von ehemals selbstgerührtem
Eis auf Zulieferware von Grossbetrieben (Hannover), welches dann
ebenso mit Glucosesirup weich gemacht wurde (denn richtiges Eis
aus Milch, Sahne, Zucker und Früchten wird im Container ziemlich
fest), handwerklich ist das schon lange nicht mehr (bis auf nur
noch wenige Eiscafés pro Stadt).

Das einzige was sich dabei tut, ist eine regelmässige unverschämt
freche Preissteigerung,
http://www.welt.de/wirtschaft/article118123311/Die-Kugel-Eis-kostet-heute-684-Prozent-mehr-als-1985.html
für den 1 EUR den eine Kugel kostet kann man zu Hause 1 Liter
echtes Speiseeis herstellen das wesentlich leckerer ist.
http://www.ebay.de/itm/Eismaschine-Speiseeisbereiter-Eiscrememaschine-Eis-Ice-Neu-OVP-/190881897916

Aber die Kundschaft ist so blöd, die kauft bevorzugt luftig
lockeres Vienetta und wundert sich warum das nicht kühlt, und
hat auch früher Speiseeis vom Italiener aus Eispulver gekauft
http://www.ebay.de/itm/4x100g-EIS-AUS-28-SORTEN-EISPULVER-SOFTEISPULVER-SPEISEEIS-FREIE-AUSWAHL-/141115065001
in dem sich garantiert keine Frucht versteckt hatte zwischen
all den künstlichen Aromen.

Der Mensch will scheinbar betrogen werden, ob beim Bier oder Eis
oder Brot oder Kaffee, selbst Österreicher, die wirklich wissen
müssten wie gut echter Kaffee schmeckt, greifen inzwischen zu
Eduscho.

Ob's an der Werbung oder am unlauteren Wettbewerb liegt, oder
ob die Leute echt so merkbefreit sind, keine Ahnung.
Gast #4061162
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Michael Bertrandt schrieb:
> Der Mensch will scheinbar betrogen werden, ob beim Bier oder Eis
> oder Brot oder Kaffee, selbst Österreicher, die wirklich wissen
> müssten wie gut echter Kaffee schmeckt, greifen inzwischen zu
> Eduscho.

Ich glaube eher, Menschen ähneln einer trägen Masse. Eine Zeit lang 
ziehen sie in die neu eingeschlagene Richtung mit. Aber irgendwann ist 
der Punkt erreicht, ab dem sich Anbieter und Konsumenten trennen.
Damit das nicht geschieht, betreiben die Anbieter ein ausgefuchstes 
Marketing, um genau an die Grenze zu gehen, bei der der Konsument grade 
noch erhalten bleibt.
Gast #4061192
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Michael Bertrandt schrieb:
> (denn richtiges Eis
> aus Milch, Sahne, Zucker und Früchten wird im Container ziemlich
> fest), handwerklich ist das schon lange nicht mehr (bis auf nur
> noch wenige Eiscafés pro Stadt)

Aua, Du glaubst wirklich, dass die das so zusammenrühren? Ich hab für 
nen kleinen Eisladen diverse Technik repariert. Da stehen auch die 
Fertigmischungen im Regal, werden nur noch angerührt. Die Früchte da 
drin sind gefriergetrocknet.

Allerdings machen die durchaus mal Eis mit selbstgeernteten Erdbeeren 
oder Brombeeren. Aber mit 3 Sorten brauchst Du den Kunden nicht 
ankommen, und Straziatella läßt sich halt schlecht im eigenen Garten 
anbauen.
#4061259
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Timm Thaler schrieb:
> Aua, Du glaubst wirklich, dass die das so zusammenrühren?

Ich schrieb, daß nur noch wenige das tun.

Die meisten haben früher Fertigmischungen verwendet und lassen sich 
heute gleich die Gastro-Container liefern.

Um so erschreckender ist ein Besuch in der Stadt, wo man sehen kann 
Mamis ihren schreienden Kindern das LECKERE Eis zum unverschämten Preis 
kaufen weil es ja so wunderbar ist, und überhaupt, der Beste Italiener 
in der Stadt, keiner weiss offenbar wie gut Eis schmecken kann.

Geht mir aber auch so, bevor ich nicht ordentliche Erdnussbutter kannte, 
oder guten Käse, Mousse au Chocolat oder richtiges Pesto Genovese etc. 
wusste ich auch nicht wie gut das schmecken kann, sondern wunderte mich 
nur warum Leute die Pampe als angeblich lecker bezeichneten - die 
wussten auch nicht wie es in echt zu schmecken hatte, und plapperten nur 
nach was sie in der Werbung gehört hatten.
#4061322
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Dann auch mal meine Lieblingbie(re und etwas Werbung für ein paar 
kleinere Brauereien:
Apostelbräu Dinkel naturtrüb
http://www.apostelbraeu.de/d/sortiment.php
Kann dort auch bestellt werden ;)
http://www.1000getraenke.de/biertest/apostelbraeu-dinkel-naturtrueb,179.html

Boltens Ur-Alt
http://www.bolten-brauerei.de/BOLTENs-UrAlt.htm
http://www.1000getraenke.de/biertest/boltens-ur-alt-48,375.html

Borbecker Helles Dampfbier oder das Salonbier
http://www.1000getraenke.de/biertest/borbecker-helles-dampfbier,378.html

Pinkus Alt (auch wenn's eher so was wie Kölsch ist...)
http://pinkus.de/brauerei/biere/
http://www.1000getraenke.de/biertest/pinkus-alt-obergaerig,2181.html
Falls es jemand vor Ort in Münster trinkt und danach noch wo anders hin 
will:
http://bar.whiskydungeon.de/
Die haben nicht nur eine riesige Auswahl an Whiskys, sondern auch einige 
interessante Biere und Ciders und dazu noch gute Musik

(Edit hat noch Tests hinzugefügt)
Gast #4061543
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Flens ist auch irgendwie Gewöhnungssache.

Wenn man sonst nur wenig bittere Biere trinkt, bekommt man es eventuell 
kaum runter.

Ist man länger im Norden, sieht die Sache anders aus ;O)

(wobei ich es länger nicht getrunken habe - obige Aussage gilt nur, wenn 
sich die Rezeptur in den letzten Jahren nicht geändert hat)
#4061723
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Rolf Berger schrieb:

> Grüße aus dem Land der geschmacklich besten Biere.

Entspricht das der musikalischen Qualität der "besten Band der Welt"?

Ich wäre bei einem Produkt wo es ausschließlich auf den persönlichen 
Geschmack ankommt vorsichtig mit solchen Aussagen wie "beste".

Gerade aus den bayrischen Gefilden kommt ja ein regelrechter Hass auf 
Becks Bier. Es ist nicht mein Hausbier, ich trinke es aber gelegentlich 
weil es doch einen zumindest recht prägnanten Geschmack wie ich finde. 
Man mag es oder eben nicht. Jever ist (oder war) da zumindest noch eine 
Spur herber.

Ich erfreue mich zumindest an der Vielfalt die wir in Deutschland haben, 
denn da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Was noch einen Unterschied macht, ist die Flaschenform. Ich trinke 
zumindest am liebsten aus der (Glas-)Flasche, und da macht es bei ein 
und derselben Biersorte einen Unterschied, ob es aus einer Flasche mit 
einem langen Hals, oder der Steinie-Flasche getrunken wird. Durch den 
langen Hals wird meiner Meinung nach mehr Kohlensäure freigesetzt.
#4061752
Lesenswert?

Thomas W. schrieb:
> Ich erfreue mich zumindest an der Vielfalt die wir in Deutschland haben,
> denn da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Naja, so wirklich vielfältig ist das Angebot nicht. Es bewegt sich 
eigentlich fast alles im Bereich von hellen Lagerbieren oder Pils. Man 
kann über die amerikanische Ess- und Trinkkultur sagen was man will, 
aber bei der Vielfalt an Bieren sind sie einsame Spitze. Auch wenn man 
bei einem Pils oder einem Lager wiederum doch am liebsten auf ein 
deutsches Produkt zurückgreift.
(Firma: Q3) #4061763
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Naja, die Geschmäcker sind eben verschieden. Ist fast wie bei Musik - 
was der eine toll findet, löst beim anderen einen Kotzkrampf aus - da 
lohnt sich irgendwie keine Grundsatzdiskussion.

Ich persönlich bevorzuge "Hasseröder", besonders das rote "Granat" :-)
Dann gibts in Berlin noch eines was dem nahe kommt: Schultheiss 
Rotkehlchen. Ducksteiner ist auch nicht zu verachten, aber leider 
ziemlich teuer ...
#4061787
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Frank Esselbach schrieb:
> Naja, die Geschmäcker sind eben verschieden. Ist fast wie bei Musik -
> was der eine toll findet, löst beim anderen einen Kotzkrampf aus - da
> lohnt sich irgendwie keine Grundsatzdiskussion.
>
> Ich persönlich bevorzuge "Hasseröder", besonders das rote "Granat" :-)
> Dann gibts in Berlin noch eines was dem nahe kommt: Schultheiss
> Rotkehlchen. Ducksteiner ist auch nicht zu verachten, aber leider
> ziemlich teuer ...

Schultheiss kenne ich nur aus dem Urlaub... Berliner Kindl.
Ducksteiner dürfte, da zu Carlsberg gehörig, flächendeckend erhältlich 
sein.
Was hier (NRW) noch gut erhältlich und imo sehr gut trinkbar ist, ist 
Pott's Landbier.
#4061897
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Frank Esselbach schrieb:
> Naja, die Geschmäcker sind eben verschieden. Ist fast wie bei Musik -
> was der eine toll findet, löst beim anderen einen Kotzkrampf aus - da
> lohnt sich irgendwie keine Grundsatzdiskussion.

Das ist richtig, nur wie in einem Vergleichtest mit Bieren herauskam, 
hatten fast alle Schwierigkeiten aus einer Auswahl bekannter Biere ihre 
Lieblingsbier heraus zu schmecken.
Die schmecken alle fast gleich.

Klaus Wachtler schrieb:
> Für mein Lieblingsbier mache ich lieber keine Reklame.
>
> Ist mir schon ein paar Male passiert, daß ein Bier richtig gut war, die
> Brauerei vergrößert sich und es taugt nix mehr.
> Wieso soll ich das beste Bier kaputt machen?

Ich nehme mal an, dein Bier gibt es nur in der Region.

Lieblinsgbiere, wenn ich mal unterwegs bin trinke ich gerne regionale 
Biere.
Spalter Helles Vollbier oder auf dem Brauereienweg Aufseser oder auch 
Kathi Bräu.
Vom Fass schmeckt es eh noch mal besser als aus der Flasche, 
Flaschengärung mal abgesehen.
#4062588
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Bayern und Bier möchte ich jetzt nicht kommentieren, Unterschiede
in Bieren gibts schon länger.In Bayern gibts sogar ein Buch
darüber, was ich niemanden vorenthalten möchte.
"Der Bierdoktor", erschienen 1875 in Frakturschrift.
Quelle BSB München, hier verwendet die Seiten 46, 47, 48,
die zusammengefasten Ratschläge an Brauer und Verbraucher.
Online lesbar oder als PDF-Download.

Wenn ichs hier so durchlese, soviel außer den Bier-Aufklebern hat sich
nicht geändert.
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