Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kann Arduino ein I/O-Modul ersetzen?


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von Jonny (Gast)


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Hallo,
ich hätte gerne gewusst, ob Arduino ein I/O-Modul ersetzen kann für 
einfache Aufagben?! Z.b. wie ein Siemens I/O-Modul soll es funktionieren 
:)

Mein Ziel ist mit dem Arduino Maschinen Signale zu erfassen und ggf. 
weiterzuleiten. Da dies kostengünstig erfolgen soll habe ich den Arduino 
Ansatz mir überlegt.

Rein theroretisch könnte doch der µP vom Arduino eine Siemens steuerung 
ersetzen für einfache Anwendungen?



Wo könnten Probleme auftreten nach eurer Meinung?

lg ein Neuling

von share (Gast)


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Jonny schrieb:
> Rein theroretisch könnte doch der µP vom Arduino eine Siemens steuerung
> ersetzen für einfache Anwendungen?

Ja.

Jonny schrieb:
> Wo könnten Probleme auftreten nach eurer Meinung?

An jeder Ecke: Haftung/Gewährleistung, Spezifikation, Fehlertoleranz, 
Wartung, Inbetriebnahme, Servicepersonal..

Es gibt günstige Arduinos und es gibt teure Siemens-Module. Beide werden 
gekauft. Überleg mal warum.

von Route_66 H. (route_66)


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Jonny schrieb:
> Wo könnten Probleme auftreten nach eurer Meinung?

Genau hier:

Jonny schrieb:
> lg ein Neuling

von Amateur (Gast)


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Natürlich kann, in gewissen Grenzen, ein Arduino eine Siemenssteuerung 
ersetzen.
Ob Du damit glücklich wirst ist eine andere Frage.

Üblicherweise sind alle Spannungen, also die Eingangs- und die 
Ausgangsspannungen sowie die Analogsignale, inkompatibel (Analog oft 
0...10V oder Digital 0/24V). In Steuerungsumgebungen geht es, elektrisch 
gesehen, meist sehr rau zu. Deshalb sind zusätzlich noch alle Anschlüsse 
entsprechend zu schützen.

von Jonny (Gast)


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Danke für die schnellen Informationen.

Es stellt sich die Frage ob man viel Geld ausgeben muss für eine 
einfache Signalverarbeitung:

Maschine steht, Maschine hat einen Fehler, Stückzahl, etc.

Ich könnte mir schon vorstellen, dieses Problem alternativ lösen zu 
können. Nur der "richtige" Ansatz fehlt mir, wenn es mit einem Arduino 
nur grob lösbar ist.

Ich habe schon mit Arduino geabreitet, aber hinsichtlich dem Bereich bin 
ich noch ein Neuling

lg

von share (Gast)


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Jonny schrieb:

> Ich könnte mir schon vorstellen, dieses Problem alternativ lösen zu
> können. Nur der "richtige" Ansatz fehlt mir, wenn es mit einem Arduino
> nur grob lösbar ist.

Und jetzt lassen wir uns den Satz mal auf der Zunge zergehen und kürzen:

"Ich glaube es geht mit Arduino, aber ich weiß nicht wie."

von Jonny (Gast)


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@share
Ja wenn ich weiß es funktioniert und wie alles laufen soll, dann müsste 
ich doch nicht hier fragen?!
Wozu gibt es solche Foren? um sich dumm anzumachen und den Forenverlauf 
unnötig zu verlängern?



Ne ich habe eine ganz simple Grundvorstellung:

1) entsprechende Analoge-Ausgänge der Maschine feststellen
2) Diese mit den Analogen-Eingängen des Arduino Shield verbinden
3) Daten auswerten die empfangen werden (ggf. noch ein Terminal/Display 
hinzufügen)
4) weiterleiten über die Digitalen-Ausgänge vom Arduino an ein anderes 
System



Eine paar Fragen an erfahrene Nutzer:
-läuft Arduino stabil genug für eine 24/7 Daten Auswertung?
-Bzw. ich habe gelesen dass beim Arduino schnell mal was durchbrennt. 
Stimmt das?

lg

von Eric B. (beric)


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Jonny schrieb:

> Ne ich habe eine ganz simple Grundvorstellung:
>
> 1) entsprechende Analoge-Ausgänge der Maschine feststellen

1a) Maximale Spannungen und Stromstärken ermitteln
1b) Diese auf 3.3-5.0V runterdrosseln und bis in mA-Bereich begrenzen.
Und erst dann...
> 2) Diese mit den Analogen-Eingängen des Arduino Shield verbinden

Weil sonst:
> -Bzw. ich habe gelesen dass beim Arduino schnell mal was durchbrennt.
> Stimmt das?

Nur wenn 1a und 1b nicht berücksichtigt werden. (uvm)

von Karl H. (kbuchegg) (Moderator)


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Jonny schrieb:

> Ne ich habe eine ganz simple Grundvorstellung:
>
> 1) entsprechende Analoge-Ausgänge der Maschine feststellen
> 2) Diese mit den Analogen-Eingängen des Arduino Shield verbinden

falsch.
Da fehlt Punkt 1.5
Überlegen bzw. prüfen, ob die Spannungen 'kompatibel' sind. Wenn der 
Analogausgang 10V liefert, dann kannst du nicht einfach in einen Eingang 
reingehen, der nur 5V verträgt.

Und auch umgekehrt. Wenn aus einem Ausgang nur Spannungen bis maximal 
0.2V rauskommen, dann wird das wohl nicht ideal sein, um damit einen 
Analogeingang zu füttern, der Spannungen erwartet, die sich im Bereich 0 
bis 5V bewegen. Es geht zwar nix kaputt, aber messen kann man das dann 
auch nicht mehr nennen.

> 3) Daten auswerten die empfangen werden (ggf. noch ein Terminal/Display
> hinzufügen)

Nicht nur gegebenenfalls. Sondern in der Entwicklungsphase: ganz sicher.

IMHO ist es ein Fehler, wenn man annimmt man könne das alles aus dem 
Stand fehlerfrei entwickeln. Dem ist nicht so. Daher muss man das 
Fehlerszenario 'Stochern im Nebel' von Anfang an abstellen und zusehen, 
dass man irgendwo eine Ausgabe hinkriegt, auf dem man verfolgen kann, 
warum das Programm an welcher Stelle aufgrund welcher Werte was macht.

> 4) weiterleiten über die Digitalen-Ausgänge vom Arduino an ein anderes
> System

Bis hier her hab ich nur einen Einwand.
Du fragst gerade an, wie man ein Auto baut und präsentierst deinen Plan, 
der so aussieht, dass du irgendwo 4 Räder herkriegst und du irgendwie 
mit einer Platte verbindest und dann auch noch irgenwie die Räder 
einschlagen kannst. Und ach ja, ein Motor wär auch ganz nett.

Schön. So stellt sich klein Lieschen den Autobau vor. Aber für 
praktische zwecke taugt das noch nichts.

> -läuft Arduino stabil genug für eine 24/7 Daten Auswertung?

Wenn die Spannungsversorgung stabil ist, läuft der auch in Jahrzehnten 
noch. Was soll denn kaputt gehen?

> -Bzw. ich habe gelesen dass beim Arduino schnell mal was durchbrennt.
> Stimmt das?

Wenn du an die Eingänge 30V reinschiesst ohne Strombegrenzung, geht er 
kaputt. Aber das ist nicht Arduino spezifisch.

von Jonny (Gast)


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Karl Heinz ich danke dir für deine Hilfe.
Ist sicherlich noch Neuland für mich, aber das wird schon!

Werde mich mal mit der Thematik 1.5 beschäftigen ;)

lg

von share (Gast)


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Jonny schrieb:
> Ne ich habe eine ganz simple Grundvorstellung:
>
> 1) entsprechende Analoge-Ausgänge der Maschine feststellen
> 2) Diese mit den Analogen-Eingängen des Arduino Shield verbinden
> 3) Daten auswerten die empfangen werden (ggf. noch ein Terminal/Display
> hinzufügen)
> 4) weiterleiten über die Digitalen-Ausgänge vom Arduino an ein anderes
> System

Na dann stell spezifische Fragen zu Deinen Teilbereichen, nicht so 
allgemeine Prosa - dann wird Dir auch spezifisch geholfen. Im Laufe der 
Analyse wirst Du schlauer werden. Probier aus und bastle. Du bist doch 
kein Betriebswirt? :-)

von Eric B. (beric)


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Karl Heinz schrieb:
> Du fragst gerade an, wie man ein Auto baut und präsentierst deinen Plan,
> der so aussieht, dass du irgendwo 4 Räder herkriegst und du irgendwie
> mit einer Platte verbindest und dann auch noch irgenwie die Räder
> einschlagen kannst. Und ach ja, ein Motor wär auch ganz nett.

4 Räder und ein Brett, fertig ist mein Kadett!
(oder Ohne Plan Einfach Losgelegt)

('schuldigung, sist Freitagnachmittag)

von Udo S. (urschmitt)


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Eric B. schrieb:
> 4 Räder und ein Brett, fertig ist mein Kadett!

Verunglimpfe die schönen alten Kadetts nicht. Mein erstes Auto war ein 
18 Jahre alter Kadett B Kombi mit 45 PS.
Und der lief und lief und lief. Solange bis derjenige, dem wir das Auto 
später geschenkt hatten ihn einem heissdüsigen Fahranfänger geliehen 
hatte, der meinte er müsse innerorts eine enge Kurve mit 90 nehmen und 
in einem Bretterstapel endete.
Geschah ihm recht aber schade um das schöne Auto :-(

: Bearbeitet durch User
von Nils F. (nilsnilss)


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Jonny schrieb:
> -läuft Arduino stabil genug für eine 24/7 Daten Auswertung?

An solchen Fragen erkennt man einfach, dass du nicht sonderlich viel 
Ahnung von der Materie hast. Deshalb solltest du vielleicht zuerst mal 
"normale" Projekte angehen. Anstatt Spannungen von bis zu 24V 
einzulesen, starte doch erstmal mit 5V und versuche Teile des Projekts 
auf dem Steckbrett zu realisieren.

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