hallo,
Ich bin grad dabei alle Elkos aus nem alten Verstärker auszutauschen.
Es handelt sich um ein WEGA JPS 351 V-200 Verstärker.
Im Verstärkerteil befinden sich 2 Große Becherelkos.
Es steht drauf das die Kontakte A und C = Blank sind.
An Kontakt B sind es 680µF.
Ich frage mich welchen sinn ein Becherelko hat in dem nur ein
Kondensator verbaut ist.
Kann mir das jemand erklären?
Kann ich da auch einfache(Nicht Becher) Elkos als Ersatz nehmen oder wie
sieht das aus wegen der Kontakte?
Muss ja auch auf die Platine passen.
Grüße
Kuchen
Zitronenkuchen schrieb:> Kann mir das jemand erklären?
Du meinst das leere dritte Bein? Das ist als mechanische
Stabilitätsverbesserung gemeint - der Elko kann dann nicht mehr um die
beiden Beine wackeln, ein dreibeiniger Tisch kippelt eben auch nicht.
> Kann ich da auch einfache(Nicht Becher) Elkos als Ersatz nehmen oder wie> sieht das aus wegen der Kontakte?
Muss halt vom Pinabstand passen und 680µF / 200V haben. Du kannst auch
250V Typen verbauen.
> Muss ja auch auf die Platine passen.
So isses.
Zitronenkuchen schrieb:> Ich bin grad dabei alle Elkos aus nem alten Verstärker auszutauschen.
Weil? Ist Dir langweilig?
Für "sind bestimmt die Elkos kaputt" ist der Verstärker viel zu analog
aufgebaut.
mhh schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Ich bin grad dabei alle Elkos aus nem alten Verstärker auszutauschen.>> Weil? Ist Dir langweilig?>> Für "sind bestimmt die Elkos kaputt" ist der Verstärker viel zu analog> aufgebaut.
Nein der Verstärker ist schon noch funktionsfähig aber die Elkos sind
nach über 30 jahren natürlich nicht mehr das Wahre oder sie besser
gesagt kaum bis garnichtmehr ihren Zweck erfüllen.
Merkt man z.b. am Netzbrummen.
Wenn die Möglichkeit besteht: messe die Kapazität.
Dann kümmerest Du Dich um die oxidierten Masseverbindungen, wenn es mit
den neuen Elkos immer noch brummt.
Old Papa schrieb:> Immer diese Elkofetischisten....> Ein Elko wird getauscht wenn er kaput ist. Wann ist ein alter Elko> kaput? Sehr selten!>> Old-Papa
Mir hat man gesagt das Elkos nach 20 Jahren kaum noch Kapazität haben.
Hab keine lust das andere Bauteile durch funktionslose Elkos schaden
nehmen.
Das kommt sehr auf die Temperatur in den 20 Jahren an.
Die Lebensdauer von Elkos hängt entscheidend davon ab.
Ich hatte schon sehr oft ausgetrocknete Elkos.
Zitronenkuchen schrieb:>> Mir hat man gesagt das Elkos nach 20 Jahren kaum noch Kapazität haben.> Hab keine lust das andere Bauteile durch funktionslose Elkos schaden> nehmen.
Die Jahre sind zweitrangig! Was ein Elko in diesen 20 Jahren so
mitgemacht hat ist entscheidend. Schaden nimmt da eher nichts, es wird
stärker brummen oder (bei Ausgangselkos) die Bässe kommen schlechter,
mehr passiert nicht. Bei alter Audiotechnik habe ich noch nie, ja, noch
nie einen Elko wechseln müssen. Transistoren, Dioden, Relais, alles
schon durch, einen Elko noch nicht.
Klar kann auch das mal sein, doch wer Dir einen solchen Rat gibt ist
entweder Elkohändler oder einer dieser Voodoo-Goldöhrchen, die auch
4000,- Netzkabel kaufen.
Ich habe letztes Jahr einen alten Röhrenprömpel aus den 30er bis 40er
Jahren aufgeziegelt, die Elkos waren noch immer im aufgedruckten Wert!
Old-Papa
Zitronenkuchen schrieb:> aber die Elkos sind> nach über 30 jahren natürlich nicht mehr das Wahre oder sie besser> gesagt kaum bis garnichtmehr ihren Zweck erfüllen.>> Merkt man z.b. am Netzbrummen.
Bevor du sie auslötest:
Schalte zu den alten Elkos die neuen einfach mal parallel und höre, ob
du einen Unterschied bemerkst.
Old Papa schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>>>> Mir hat man gesagt das Elkos nach 20 Jahren kaum noch Kapazität haben.>> Hab keine lust das andere Bauteile durch funktionslose Elkos schaden>> nehmen.>> Die Jahre sind zweitrangig! Was ein Elko in diesen 20 Jahren so> mitgemacht hat ist entscheidend. Schaden nimmt da eher nichts, es wird> stärker brummen oder (bei Ausgangselkos) die Bässe kommen schlechter,> mehr passiert nicht. Bei alter Audiotechnik habe ich noch nie, ja, noch> nie einen Elko wechseln müssen. Transistoren, Dioden, Relais, alles> schon durch, einen Elko noch nicht.> Klar kann auch das mal sein, doch wer Dir einen solchen Rat gibt ist> entweder Elkohändler oder einer dieser Voodoo-Goldöhrchen, die auch> 4000,- Netzkabel kaufen.> Ich habe letztes Jahr einen alten Röhrenprömpel aus den 30er bis 40er> Jahren aufgeziegelt, die Elkos waren noch immer im aufgedruckten Wert!>> Old-Papa
Hmm ja sowas das hat mir tatsächlich ein Händler gesagt...
Normal denk ich auch bei Händlern direkt das die nur was verkaufen
wollen aber bei dem hab ich das jetzt nicht so gedacht weil das so ein
Röhrenradio liebhaber war und ich da auch n altes Röhrenradio repariert
hatte und mich von dem beraten lassen hab.
Der meinte zu mir das Elkos auch durch nur rumliegen ohne je verbaut
worden zu sein nach 20 Jahren unbrauchbar sind.
Problem bei meinem Verstärker ist jetzt nur das er zum einen von 1978
ist also hat er jetzt 36 jahre alt und ich hab ihn vor einem Jahr vom
kolegen aus nem Keller bekommen der da ewig rumstand und zum anderen
weiß ich nicht was er in den 36 jahren alles mitgemacht hat.
Wurde aber auch schon öfter repariert und die Leiterbahnen unter den
oben erwähnten Becherelkos sind wohl auchmal durchgebrannt (sieht
zumindest schwer danach aus) Ich häng mal ein Foto an.
Naja und ich hab natürlich kein Messgerät für die Kondensatoren also hab
ich mir gedacht ok einige funktionieren nicht mehr und ich weiß auch
garnicht so genau welche also tausch ich eben alle aus.
Zitronenkuchen schrieb:> Es steht drauf das die Kontakte A und C = Blank sind.> An Kontakt B sind es 680µF.Matthias Sch. schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Kann mir das jemand erklären?>> Du meinst das leere dritte Bein? Das ist als mechanische> Stabilitätsverbesserung gemeint - der Elko kann dann nicht mehr um die> beiden Beine wackeln, ein dreibeiniger Tisch kippelt eben auch nicht.
Laut Elko ist da (-) und auf der anderen Seite (A)-(B)-(C) . Dein (B)
ist Quasi das (+) von dem Elko (A) und (C) sind zur Stabilität und
nirgends angeschlossen.
Zitronenkuchen schrieb:> Problem bei meinem Verstärker ist jetzt nur das er zum einen von 1978> ist also hat er jetzt 36 jahre alt und ich hab ihn vor einem Jahr vom> kolegen aus nem Keller bekommen der da ewig rumstand und zum anderen> weiß ich nicht was er in den 36 jahren alles mitgemacht hat.
So alt ist das gar nicht. Das sind schon moderne Elkos, die in so einer
Schaltung kaum defekt sind.
Wenn du hast, dann lege erst mal über einen Regeltrafo wenig Spannung
an. Dann langsam bis zu einer Woche die volle Spannung.
Da werden die Elkos wieder formatiert.
Aber eigentlich sind die schon zu modern, die brauchen das nicht.
Zitronenkuchen schrieb:> Hmm ja sowas das hat mir tatsächlich ein Händler gesagt...> Normal denk ich auch bei Händlern direkt das die nur was verkaufen> wollen aber bei dem hab ich das jetzt nicht so gedacht weil das so ein> Röhrenradio liebhaber war und ich da auch n altes Röhrenradio repariert> hatte und mich von dem beraten lassen hab.> Der meinte zu mir das Elkos auch durch nur rumliegen ohne je verbaut> worden zu sein nach 20 Jahren unbrauchbar sind.
Wie alt ist der Händler?
michael_ schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Problem bei meinem Verstärker ist jetzt nur das er zum einen von 1978>> ist also hat er jetzt 36 jahre alt und ich hab ihn vor einem Jahr vom>> kolegen aus nem Keller bekommen der da ewig rumstand und zum anderen>> weiß ich nicht was er in den 36 jahren alles mitgemacht hat.>> So alt ist das gar nicht. Das sind schon moderne Elkos, die in so einer> Schaltung kaum defekt sind.> Wenn du hast, dann lege erst mal über einen Regeltrafo wenig Spannung> an. Dann langsam bis zu einer Woche die volle Spannung.> Da werden die Elkos wieder formatiert.> Aber eigentlich sind die schon zu modern, die brauchen das nicht.
Irgendwelche werden wohl defekt sein sonst würde es ja nicht brummen.
Im Netzteil ist auch schon einer aufgebläht.
Ich prüf morgen nochmal ob alle Erdungen Kontakt haben nicht das es doch
daran liegt.
>> Zitronenkuchen schrieb:>> Hmm ja sowas das hat mir tatsächlich ein Händler gesagt...>> Normal denk ich auch bei Händlern direkt das die nur was verkaufen>> wollen aber bei dem hab ich das jetzt nicht so gedacht weil das so ein>> Röhrenradio liebhaber war und ich da auch n altes Röhrenradio repariert>> hatte und mich von dem beraten lassen hab.>> Der meinte zu mir das Elkos auch durch nur rumliegen ohne je verbaut>> worden zu sein nach 20 Jahren unbrauchbar sind.>> Wie alt ist der Händler?
Ähm das weiß ich nicht so genau das war der Betreiber von
magischesauge.de
Zitronenkuchen schrieb:>>> Der meinte zu mir das Elkos auch durch nur rumliegen ohne je verbaut>>> worden zu sein nach 20 Jahren unbrauchbar sind.
Kommt vor, ist aber keinesflls allgemeingültig.
>> Wie alt ist der Händler?>> Ähm das weiß ich nicht so genau das war der Betreiber von> magischesauge.de
Sehr alt:
<meta name="GENERATOR" content="Mozilla/4.73 [de]C-CCK-MCD DT (Win98;
U) [Netscape]">
ROFL!
Ich gebe Old-Papa recht:
Siebelkos in konventionellen Netzteilen habe ich auch nur sehr selten
tauschen müssen, und wenn, dann nach jahrelanger Nichtbenutzung des
Gerätes und anschließendem Einschalten:
Hintergrund: Die Isolierschicht baut sich ab und ist nach 5-10Jahren so
schlapp, daß der Elko die Spannung nicht mehr verträgt und durchschlägt.
Dann sterben normalerweise die Gleichrichter mit.
Diesen Effekt habe ich aber nur bei Hochvolt (=Röhren)-Geräten
beobachten können.
Der Effekt ist bekannt und kann durch vorsichtiges Laden der
Kondensatoren über einen strombegrenzenden Widerstand (Formieren)
rückgängig gemacht werden. (Natürlich nur vor dem ersten Einschalten)
Man kann dann schön sehen, daß der Leckstrom langsam zurückgeht.
Danach haben alle Elkos wieder die aufgedruckte Kapazität erreicht.
Der Effekt ist besonders interessant bei Frequenzumrichtern, die 10
Jahre lang im Ersatzteillager lagen und dann schnell gebraucht werden:
Bumm!
Jörg
michael_ schrieb:> Dann langsam bis zu einer Woche die volle Spannung.> Da werden die Elkos wieder formatiert.
Aber nicht mehr mit FAT16 formatieren, sondern mit NTFS.
Das kann Wunder wirken.
;-)
Hallo,
ich habe jetzt mal alle Erdungen geprüft und konnte keine
Kontaktschwierigkeiten feststellen.
also werd ich wohl die beiden dicken Becherelkos austauschen müssen und
die anderen so lassen wie sie sind?
Zum anderen ist mir noch eingefallen das irgendjemand den Verstärker um
einen Taster erweitert hat der an der Netzeingang Platine angeschlossen
ist.
Habe dazu die Bilder angehangen.
Ich war mir jetzt nicht sicher ob ich dafür extra ein neues Thema
aufmachen sollte...
Könnte ja irgendwie Speziell mit den Elkos zusammenhängen.
Bevor ich da jetzt weiter was mache würde ich gerne wissen welche
Funktion der Taster hat denn mir leuchtet das nicht so ganz ein.
Grüßeee
Kuchen
Elkos in solchen analogen Geräten sterben höchst selten.
Überprüfe mal, ob die Dioden in Ordnung sind.
Nicht das die mal Wechselspannung abbekommen haben. Evtl. auch durch den
Schalter?
Harald Wilhelms schrieb:> michael_ schrieb:>>> Da werden die Elkos wieder formatiert.>> Da Elkos analog und nicht digital arbeiten,> werden sie formiert und nicht formatiert. :-)
Ist doch das gleiche, es wird bei beiden wieder etwas "auf Linie"
gebracht.
Das eine ist Deutsch und das andere Digitalisch :-)
> also werd ich wohl die beiden dicken Becherelkos austauschen müssen und> die anderen so lassen wie sie sind?
NEIN, wenn schon umgekehrt! Kleine Elkos oder sonst billige Exeplare wie
die hellblauen auf dem alleresten Bild können schon mal austrocknen. Die
grossen, fetten Dinger werden in dieser Applikation kaum warm (dienen
nur zur Siebung) und darum werden diese als letzte so altern, dass sie
ihren Zweck nicht mehr erfüllen.
> Bevor ich da jetzt weiter was mache würde ich gerne wissen welche> Funktion der Taster hat denn mir leuchtet das nicht so ganz ein.
Damit scheint er die Einschaltstrombegrenzung durch das Relais und die
Lastwiderstände überbrücken zu können. Keine Ahnung, wofür das gut sein
soll. Eventuell Russisch Roulette mit der Haussicherung?
Zitronenkuchen schrieb:> Hallo,>> ich habe jetzt mal alle Erdungen geprüft und konnte keine> Kontaktschwierigkeiten feststellen.
Mit was "geprüft"?
> also werd ich wohl die beiden dicken Becherelkos austauschen müssen und> die anderen so lassen wie sie sind?
Wenn Du passende hast (und zuviel Geld) nur zu, mach das...
> Zum anderen ist mir noch eingefallen das irgendjemand den Verstärker um> einen Taster erweitert hat der an der Netzeingang Platine angeschlossen> ist.> Habe dazu die Bilder angehangen.
Der hebelt die Einschaltstrombegrenzung aus.
Wahrscheinlich hat die eine Macke und er hat den Fehler nicht
gefunden...
Löte die beiden 150 Ohms aus (zumindest einseitig) und mess diese mal.
Oder höre, ob das Relais klickt.
> Könnte ja irgendwie Speziell mit den Elkos zusammenhängen.
Schon wieder "Elkos".... ;-)
Old-Papa
Jungs, ich teile diese Elko-Manie ja auch nicht, aber dieser Verstärker
ist nicht nur aus Analogistan! Die beiden dicken Becher werden in einem
Schaltnetzteil(!) gequält und dürfen nach der langen Zeit durchaus raus.
Jupp schrieb:> Jungs, ich teile diese Elko-Manie ja auch nicht, aber dieser Verstärker> ist nicht nur aus Analogistan! Die beiden dicken Becher werden in einem> Schaltnetzteil(!) gequält und dürfen nach der langen Zeit durchaus raus.
Wo siehst Du ein SNT? Ich sehe 2x2 fette Elkos: 2x Pufferung
Betriebsspannung und 2x Netzteil selber... Zumindest interpretiere ich
das Ursprungsfoto so.
Old-Papa
Old Papa schrieb:> Wo siehst Du ein SNT?
Hat er mit Sicherheit nicht, ausserdem wäre das dem TE vermutlich
aufgefallen :-P
JPS-351 ist eine Serie von Sony/Wega (etwa 1978), der V200 ist dabei in
den Gamma und Lambda Ausführungen drin gewesen, der Verstärker wurde von
Sony auch unter 'TA-F5' und 'TA-F5A' vermarktet. Hier gibts ein paar
Infos:
http://www.thevintageknob.org/wega-JPS_351.html
Hier sieht man ein Redesign der Platine:
http://www.thevintageknob.org/sony-TA-F5.html
Schaltpläne habe ich nicht gefunden, aber die braucht man eigentlich
auch nicht.
Matthias Sch. schrieb:> der Verstärker wurde von> Sony auch unter 'TA-F5' und 'TA-F5A' vermarktet
Man sollte weiterlesen, bevor man schlaupupst:
"Mid-end DC integrated amplifier with ruler-flat frequency response and
Pulse Power Supply."
>Merkt man z.b. am Netzbrummen.
Vielleicht mußt Du nur mal die Lautstärke etwas runterdrehen, um den
Brumm zu reduzieren. Dann kommt nämlich der Brumm aus der
Eingangschaltung, oder schlicht von irgendwelchen offenen Eingängen, die
den Brumm einfangen.
Jupp schrieb:> Und hier nochmal die Version des OP in deutlich:> ...> Wer einen Netztrafo findet, darf ihn behalten.
Und was hat dieser wilde Plan mit der Platine aus dem Anfangspost zu
tun?
Hättest auch einen vom Atom-U-Boot hier posten können ;-)
Old-Papa
Old Papa schrieb:> Und was hat dieser wilde Plan mit der Platine aus dem Anfangspost zu> tun?
In diesem Bild
http://www.hifi-pictures.net/amplifiers-home/Sony%20TA-F5A/platka.jpg
sieht man die Innereien des Verstärkers des OP. Unverkennbar die beiden
großen 200V-Becher, das SNT sitzt in dem silbernen Kasten rechts (im
Verstaerker_Platine.jpg des OP auf der rechten Seite zu erkennen).
Primär-Gleichrichter und die beiden 200V-Elkos sind im
Schaltplanausschnitt unten rechts an L501 angeschlossen.
Jupp schrieb:> Man sollte weiterlesen, bevor man schlaupupst:>> "Mid-end DC integrated amplifier with ruler-flat frequency response and> Pulse Power Supply."
Ich habe gar nicht gepupst :-) Aber ich gebe gerne zu, das das Gerät ein
Schaltnetzteil hat - Donnerwetter, das so etwas schon Ende der 70er
gebaut wird, lässt mich in Ehrfurcht vor den pfiffigen Japanern
verneigen.
Matthias Sch. schrieb:> Aber ich gebe gerne zu, das das Gerät ein> Schaltnetzteil hat
Ein Schaltnetzteil im herkömmlichen Sinne ist es ja nicht d.h. es wird
nichts geregelt.
Es ist ein Zerhacker mit Trafo und Gleichrichter.
Sinn des Ganzen ist nur, den schweren und großen 50Hz Transformator
einzusparen und dafür mit einem niedlichen 20kHz Trafo auszukommen.
Endstufen brauchen ja keine stabilisierte Spannung. Und außerdem kann
bei einem Defekt im Netzteil die Spannung nicht hochlaufen und die
Endstufe mit in den Tod reißen.
Solche Zerhackerschaltungen sind schon sehr alt und wurden z.B. für
Autoradios mit Röhren verwendet.
Zitronenkuchen schrieb:> Kann ich da auch einfache(Nicht Becher) Elkos als Ersatz nehmen oder wie> sieht das aus wegen der Kontakte?> Muss ja auch auf die Platine passen.
Ich musste in meinem "Wega Lyra 1069" alle Becherkondensatoren ersetzen
wegen zu hohem Leckstrom. Dafür nahm ich die halbwegs passenden Elkos.
Spannung und Kapazität etwas größer als das Original.
mfg
Jupp schrieb:> Old Papa schrieb:>> Und was hat dieser wilde Plan mit der Platine aus dem Anfangspost zu>> tun?>> In diesem Bild>> http://www.hifi-pictures.net/amplifiers-home/Sony%20TA-F5A/platka.jpg> .....
Ok, das die Elkos für ein SNT nicht auf dessen Platine sitzen, sehe ich
zum ersten mal. Das bisher gezeigte Foto lässt ja darauf überhaupt nicht
schließen.
Dennoch würde ich die zunächst prüfen. Wenn die nach über 40 Jahren noch
bei nenneswerter Kapazität sind, dann würde ich diese superstabilen
Elkos nie und nimmer austauschen. Zumal heutige Chinamörkel ganz sicher
nicht nochmal 40 Jahre mitmachen.
Old-Papa
Old Papa schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Hallo,>>>> ich habe jetzt mal alle Erdungen geprüft und konnte keine>> Kontaktschwierigkeiten feststellen.>> Mit was "geprüft"?
Multimeter auf Ohm gestellt die eine Messleitung an den Erdungsanschluss
vom schuko stecker und mit der anderen Messleitung die Anschlüsse von
Lautsprecher und Audioeingängen gehalten.
Kam so bis du 2 Ohm raus was bei dem ganzen Kabel was dazwischenliegt
meiner Einschätzung nach normal sein dürfte.
>>> also werd ich wohl die beiden dicken Becherelkos austauschen müssen und>> die anderen so lassen wie sie sind?>> Wenn Du passende hast (und zuviel Geld) nur zu, mach das...>>> Zum anderen ist mir noch eingefallen das irgendjemand den Verstärker um>> einen Taster erweitert hat der an der Netzeingang Platine angeschlossen>> ist.>> Habe dazu die Bilder angehangen.>> Der hebelt die Einschaltstrombegrenzung aus.> Wahrscheinlich hat die eine Macke und er hat den Fehler nicht> gefunden...> Löte die beiden 150 Ohms aus (zumindest einseitig) und mess diese mal.> Oder höre, ob das Relais klickt.>
Ich benutze den Verstärker schon etwa 1 Jahr und habe diesen Taster noch
nie benutzen müssen Deswegen hab ich mich auch um so mehr über den Sinn
gewundert.
Es ist auch kein Öffner Taster sondern ein Schließer.
Ich hab allerdings grad mal den Taster abgemacht und siehe da nichts
geht mehr.
Ich denk mal der Taster war irgendwie eingeklemmt das der dauergebrückt
hat.
Ich warte jetzt erstmal bis die Kondensatoren sich entleert haben ich
will ja keinen Stromschlag bekommen und dann check ich mal die
Widerstände durch
>> Könnte ja irgendwie Speziell mit den Elkos zusammenhängen.>> Schon wieder "Elkos".... ;-)>> Old-Papa
Uff beim letzten Post hätte ich ruhig was wegschneiden können...
Als erstes würde ich vorschlagen den Thread umzubennen in "WEGA JPS 351
V-200 Verstärker Reparatur"
Da ich nun völlig verwirrt bin was ich bei dem Verstärker machen sollte
hier nochmal eine genauere Fehlerbeschreibung.
Also das Brummen kommt nur wenn ich den PC als Audioquelle benutze und
auch nur dann wenn der PC an einer anderen Steckedose im raum
angeschlossen ist
Dabei ist es egal welchen Audioeingang vom Verstärker ich dabei benutze.
außerdem Kann man das Brummen mit dem Lautstärkeregler auch lauter und
leiser machen.
Zu hören ist es aber immer auch bei niedriger Lautstärke und stört beim
Musik hören.
Freundliche Grüße
> Damit scheint er die Einschaltstrombegrenzung durch das Relais und die> Lastwiderstände überbrücken zu können. Keine Ahnung, wofür das gut sein> soll. Eventuell Russisch Roulette mit der Haussicherung?
Ach deswegen ist die Sicherung ständig geflogen.
Das ging mir schon schwer auf die nerven.
Zitronenkuchen schrieb:> Also das Brummen kommt nur wenn ich den PC als Audioquelle benutze und> auch nur dann wenn der PC an einer anderen Steckedose im raum> angeschlossen ist
Erdungsschleife. Schreib' das doch gleich.
Jupp schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Also das Brummen kommt nur wenn ich den PC als Audioquelle benutze und>> auch nur dann wenn der PC an einer anderen Steckedose im raum>> angeschlossen ist>> Erdungsschleife. Schreib' das doch gleich.
Ja ne hab noch nie was von "Erdungsschleife" gehört.
Grad mal bisschen was darüber gelesen aber weiß noch nicht so recht was
ich nun dagegen machen kann.
Zitronenkuchen schrieb:> Ja ne hab noch nie was von "Erdungsschleife" gehört.
Bei allem Respekt: Dann hör' bitte sofort auf im Gerät rumzubasteln!
> Grad mal bisschen was darüber gelesen aber weiß noch nicht so recht was> ich nun dagegen machen kann.http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschleife
Das Bild macht das Problem klar.
Abhilfe wäre z.B. eine optische Verbindung vom PC zum Verstärker:
http://www.amazon.de/dp/B005H5JTMI
Jupp schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Ja ne hab noch nie was von "Erdungsschleife" gehört.>> Bei allem Respekt: Dann hör' bitte sofort auf im Gerät rumzubasteln!>
So lern ich aber nichts ;-)
Bin halt nur ein Hauptschüler ohne Ausbildung.
Hab aber großes interesse daran darüber viel zu lernen.
Heißt jetzt auch nicht das ich garnichts weiß mein Wissen ist nur
lückenhaft ich mach halt ehr was mit µC.
Ausserdem bastel ich nur am verstärker rum wenn ich weiß was ich mache.
>> Grad mal bisschen was darüber gelesen aber weiß noch nicht so recht was>> ich nun dagegen machen kann.>> http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschleife>> Das Bild macht das Problem klar.>> Abhilfe wäre z.B. eine optische Verbindung vom PC zum Verstärker:>> http://www.amazon.de/dp/B005H5JTMI
Gibt es da auch noch andere lösungen?
Und wieso hatte mein Alter Verstärker dieses problem nicht?
Muss demnach doch eine möglichkeit geben die das problem im Verstärker
löst.
Zitronenkuchen schrieb:> Bin halt nur ein Hauptschüler ohne Ausbildung.
(private Anmerkung: Dann sieh' zu!)
> Und wieso hatte mein Alter Verstärker dieses problem nicht?
Euro-Stecker?
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschleife>> Das Bild macht das Problem klar.
Zitronenkuchen schrieb:> Also das Brummen kommt nur wenn ich den PC als Audioquelle benutze und> auch nur dann wenn der PC an einer anderen Steckedose im raum> angeschlossen ist
Ja, Erdschleife.
Man weiß nie, wie die Verdrahtung in der Wand ist.
Man sollte eh alle Audiogeräte in die gleiche Steckdosenleiste stecken.
Das scheint ja Dein Problem zu lösen.
Ansonsten optisch ist natürlich ideal. Ich hab gleich nen PC mit
optischem Ausgang und nen Receiver mit optischem Eingang gekauft.
Dann hat man auch kein Plop mehr beim Ein-/Ausschalten oder Standby des
PC.
Zitronenkuchen schrieb:> Und wieso hatte mein Alter Verstärker dieses problem nicht?
Hatte der denn Schuko?
Matthias Sch. schrieb:> Aber ich gebe gerne zu, das das Gerät ein> Schaltnetzteil hat - Donnerwetter,
Ich habe in den (späten) 70er-Jahren auch an der Entwicklung eines
Schaltnetzteils mitgearbeitet. Das Problem war damals, das passende
Transistoren >50 DM gekostet haben und sehr empfindlich auf Über-
lastung reagiert haben. Man konnte auch schon fertige Schaltnetz-
teile kaufen. Selbst in "Open frame"-Ausführung kosteten die aber
durchaus 500 DM und waren auch nicht viel kleiner als Netzteile mit
50Hz-Trafos (höchstens leichter).
> Man sollte eh alle Audiogeräte in die gleiche Steckdosenleiste stecken.> Das scheint ja Dein Problem zu lösen.>
Hab das ne weile mal mit nem verlängerungskabel quer durchn raum gemacht
aber ist nicht so schön.
(Hifi Geräte am einen Ende vom Raum und PC am anderen Ende)
> Ansonsten optisch ist natürlich ideal. Ich hab gleich nen PC mit> optischem Ausgang und nen Receiver mit optischem Eingang gekauft.> Dann hat man auch kein Plop mehr beim Ein-/Ausschalten oder Standby des> PC.>> Zitronenkuchen schrieb:>> Und wieso hatte mein Alter Verstärker dieses problem nicht?>> Hatte der denn Schuko?
.... da hätt ich auch selbst drauf kommen können ... Nein Euro Stecker.
Nun gut wieder was dazugelernt.
Ich mach mich mal über die NF-Übertrager schlau.
Ansonsten kauf ich mir halt so ein digital zu analog wandler.
Zitronenkuchen schrieb:> Ich mach mich mal über die NF-Übertrager schlau.> Ansonsten kauf ich mir halt so ein digital zu analog wandler.
Mach's optisch oder S/PDIF Coax via Übertrager. NF-Übertrager in guter
Qualität kosten schnell das zehnfache des verlinkten Wandlers. Letzteren
kann ich übrigens durchaus empfehlen, habe ich selbst schon gekauft. Für
den Preis einwandfrei.
Abschließend: Schau im Handbuch Deines PCs nach, welche Anschlüsse
wirklich vorhanden sind. Wenn nicht offensichtlich ein optischer
Ausgang vorhanden ist, ist er vielleicht in einer Klinkenbuchse
"versteckt", nennt sich TOSLINK-Miniplug:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41%2B%2BieXkXPL.jpg
> Löte die beiden 150 Ohms aus (zumindest einseitig) und mess diese mal.> Oder höre, ob das Relais klickt.>
Die beiden sind so hochohmig das die sich nicht messen lassen.
Jupp schrieb:> Zitronenkuchen schrieb:>> Ich mach mich mal über die NF-Übertrager schlau.>> Ansonsten kauf ich mir halt so ein digital zu analog wandler.>> Mach's optisch oder S/PDIF Coax via Übertrager. NF-Übertrager in guter> Qualität kosten schnell das zehnfache des verlinkten Wandlers. Letzteren> kann ich übrigens durchaus empfehlen, habe ich selbst schon gekauft. Für> den Preis einwandfrei.>> Abschließend: Schau im Handbuch Deines PCs nach, welche Anschlüsse> wirklich vorhanden sind. Wenn nicht offensichtlich ein optischer> Ausgang vorhanden ist, ist er vielleicht in einer Klinkenbuchse> "versteckt", nennt sich TOSLINK-Miniplug:>> http://ecx.images-amazon.com/images/I/41%2B%2BieXkXPL.jpg
Ja mein PC hat wohl Toslink ;-)
Danke
Zitronenkuchen schrieb:>> Löte die beiden 150 Ohms aus (zumindest einseitig) und mess diese mal.>> Oder höre, ob das Relais klickt.>>> Die beiden sind so hochohmig das die sich nicht messen lassen.
Tja, deswegen hat der Knalli (also Dein Vorgänger) die überbrückt. Genau
das habe ich schon geahnt. Einer der beiden ist schon optisch als
Kandidat zu erkennen. Die werden hochohmig (Kappenfehler) und häufig
sieht man winzige Farbabplatzungen wie bei Dir.
Bau neue ein und werfe den Schalter raus!
Old-Papa
>Also das Brummen kommt nur wenn ich den PC als Audioquelle benutze und>auch nur dann wenn der PC an einer anderen Steckedose im raum>angeschlossen ist>Dabei ist es egal welchen Audioeingang vom Verstärker ich dabei benutze.>außerdem Kann man das Brummen mit dem Lautstärkeregler auch lauter und>leiser machen.>Zu hören ist es aber immer auch bei niedriger Lautstärke und stört beim>Musik hören.
Irgendwie war mir schon vor Tagen so, daß der TO vollkommen daneben
liegt mit seiner Kondensatortheorie ...
Beitrag "Re: Ersatz für alten Becherelko"
Old Papa schrieb:> Tja, deswegen hat der Knalli (also Dein Vorgänger) die überbrückt.
Tja, so ist das mit (funktionierenden) Provisorien: Die halten für immer
und ewig ;)
Jens G. schrieb:> Irgendwie war mir schon vor Tagen so, daß der TO vollkommen daneben> liegt mit seiner Kondensatortheorie ...
Wäre mir auch neu, dass Elkos immer nur dann die Brumm-Siebung
einschränken, wenn die Musike aus dem PC kommt ...
Selbst SONY baut (noch) keine Elkos, die ihre Funktion einstellen,
sobald man nicht-lizensierte Musike abspielt.
;-) (?)
Schmunzler schrieb:> Selbst SONY baut (noch) keine Elkos, die ihre Funktion einstellen,> sobald man nicht-lizensierte Musike abspielt.
Büchse. Pandora.
Mift!
;)