Warum schwingen Schaltungen?

Gast #4064012
Lesenswert?

>Doch, ein sehr einfaches sogar: Kopplung * Verstärkung muss > 1 sein.
>Aber bitte immer bedenken, dass es bei Wechselströmen auch die Phase
>gibt, nicht nur die Amplitude.


Die Schwingbedingung besteht aus zwei Teilen.

1) Die Kreisverstärkung für eine Frequenz f muss größer eins sein.
2) Die Phasenlage für diese Frequenz muss 0 sein.
#4064041
Lesenswert?

Dulli schrieb:
> was ist genau damit gemeint, wenn man sagt, dass Schaltungen schwingen?
Wenn Schaltungen schwingen, erzeugen sie von sich aus ungewollte Signale 
arbeiten also ungewollt als Schwingungserzeuger = Oszillator.

Dulli schrieb:
> Was ist die Ursache
Die Möglichkeiten sind leider äußerst zahlreich:
irgendwie ist in der Schaltung die sogenannte Schwingbedingung erfüllt. 
Entweder durch parasitäre Bauelemente wie ungewollte Koppelkondensatoren
oder durch Beschaltung mit kapazitiven oder induktiven Lasten oder durch 
fallende Kennlinienteile eines Bauelements wie Diac, Tunneldiode 
übersteuerter Transistor ua.

Oder weil der böse Murphy das so will.

Dulli schrieb:
> wieso kann man dies mithilfe eines Kondensators
> beheben?
nicht generell aber meistens ist das die erste Abhilfe.
der Kondensator schränkt den Frequenzbereich ein, in der die Schaltung 
arbeitet, verhindert also oft ein Schwingen bei hohen Frequenzen. Oder 
er verhindert durch eine Phasenverschiebung bzw.Phasenkorrektur das 
Schwingen.
Gast #4064064
Lesenswert?

Dulli schrieb:
> was ist genau damit gemeint, wenn man sagt, dass Schaltungen schwingen?

Aus dem Ausgang kommt ein periodisches Signal, selbst wenn am Eingang 
nichts anliegt.

Dulli schrieb:
> Was ist die Ursache und wieso kann man dies mithilfe eines Kondensators
> beheben?

Es dauert Zeit, bis das Signal vom Eingang verarbeitet am Ausgang 
erscheint. Dadurch gelangst das Signal über die Rückkopplung (zur 
Verstärkungseinstellung) zeitverzögert = phasenverschoben an den Eingang 
zurück.

Je höher nun die Frequenz, kann nun statt der Rückkopplung durch die 
Phasenverschiebung eine Mitkopplung (rückgekoppeltes Signal gleichphasig 
statt gegenphasig in Bezug zum Eingangssignal) werden und das Gebilde 
wird zum Generator. Deshalb beschneidet man die obere Grenzfrequenz mit 
einem Kondensator auf einen Wert, der beim Erreichen derselben am 
Ausgang nicht größer als am Eingang sein kann.
Beitrag #7732715 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7732718 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7732743 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7732761 wurde von einem Moderator gelöscht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren