Ich bin Student zahle aber meine Krankenkassenbeiträge selbst.
Kann man die Krankenkassenbeiträge sich wieder vom Finanzamt holen?
Ich habe ja keinen Job, zahle also keine Einkommenssteuer, zahle
Kapitalertragssteuer wegen Geldanlagen ist aber minimal, wird ja direkt
von der Bank schon abgezweigt.
Kann ich in meinem Fall dennoch eine Einkommensteuererklärung abgeben?
Was kann man noch als Student absetzen? Einen PC? Toner,...?
Wenn ich die Krankenkassenbeiträge nur teilweise erstattet bekäme wäre
ich schon zufrieden.
Wenn ich diverse Steuersparprograme anschaue, dann steht da immer "Für
Angestellte, für Rentner, für Vermieter", gibts da auch was für
Studenten?
Man bekommt ja nur die Einkommenssteuer wieder, da du keine zahlst,
kannst du nichts geltend machen.
Nachdem Studium kannst du die Studienjahre aber Rückwirkend geltend
machen.
Du kannst als Student einen Verlustvortrag machen. Wie genau das
funktioniert weiß ich nicht, aber sollte sich lohnen.
Alles was du für dein Studium brauchst kannst du absetzen, Toner,
Computer, etc fallen auch darunter.
Die Fahrt zu deiner Studentenbude bzw. zur Hochschule (wenn du mit dem
Auto fährst) ist absetzbar.
Die Studienbeiträge sind komplett absetzbar.
Also ja, es geht, und ja, es lohnt sich.
EDIT: Aber Marcel hat vmtl recht und das geht nur, wenn man
Nebeneinkünfte hat. Deswegen ging's bei mir... ^^;
Ich dachte ich könnte das unter aussergewöhnlichen Belastungen absetzen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fergew%C3%B6hnliche_Belastung
Woanders habe ich das auch mal in einem ähnlichen Fall gelesen. Da ging
es um arbeitslose Familienabgehörige. Da können dann Eltern die Kosten
des arbeitslosen Kindes absetzen: Miete,... soweit ich weiss geht das
auch bei studierenden Kindern aber das geht halt nur bei der
Steuererklärung der Eltern die ein stiudierendes Kind haben.
Einen Verlustvortrag kann man nur machen wenn man einen Verlust
festzustellen hat. D.h. wenn absetzbare Ausgaben deine Einnahmen
übersteigen. Außerdem geht das nur beim Zweitstudium oder wenn du vorher
eine Ausbildung absolviert hast. Das ist übrigens garnicht so einfach.
z.Bsp. Unterbringungskosten können nur bei doppelter Haushaltsführung
angerechnet werden. Du musst daher zwei Wohnungen anmieten. Dein
Kinderzimmer bei den Eltern zählt nicht.
Bloß mit Bleistiften und Papier kommst du da niemals hin. Den PC kannst
du auch nicht ansetzen.
Hast du nebenbei auf 400€ Basis gearbeitet und wurde dabei ein Eintrag
in deiner Lohnsteuerkarte vorgenommen musst du das übrigens auch dem
Verlust entgegenrechnen. Ob du Einkommensteuer gezahlt hast spielt hier
keine Rolle.
Anders gesagt: Du wirst keinen Cent zurückbekommen außer du hast die 5
Jahre wirklich keinen Strich gearbeitet. Selbst dann sind die
Möglichkeiten überschaubar. Es bringt viel mehr zur Jahreshälfte den
Berufseinstieg zu wagen und dann einen Lohnsteuerjahresausgleich
vorzunehmen.
Kosten für das Erststudium sind nicht als Werbungskosten absetzbar,
Klage ist aber schon eingereicht, kannst du selbst mal googeln. Du
kannst es trotzdem angeben, dem Steuerbescheid widersprechen mit Hinweis
auf das Verfahren. Das hätte den Vorteil, dass du bei entprechendem
Urteil davon profitierst und die negativen Einkünfte bei deinem
zukünftigen Einkünften abziehen kannst. Lohnt sich wahrscheinlich nur
wenn du gar nicht arbeitest und nicht erst im Winter anfängst zu
arbeiten, da dann das Einkommen für das erste Jahr sowieso gering ist.
Natürlich kannst du es auch als Sonderausgaben angeben, die gelten dann
nur für das Steuerjahr und können nicht als Verlustvortrag auf
zukünftige Jahre angerechnet werden.
Unabhängig davon lohnt sich eine Steuererklärung, da du wahrscheinlich
die gezahlte Kapitalertragssteuer zurück bekommst.
Kannst ja mal bei Elster alles eingeben.
Ich hatte als Student zwei Lohnsteuerkarten (gibts die überhaupt noch?),
einmal Klasse 1 und einmal Klasse 6, weil ich ne Halbwaisenrente und nen
Hiwijob hatte. Um die bei der Klasse 6 einbehaltene Steuer
wiederzubekommen hab ich ne Steuererklärung machen müssen.
Tom schrieb:> Unabhängig davon lohnt sich eine Steuererklärung, da du wahrscheinlich> die gezahlte Kapitalertragssteuer zurück bekommst.
Er kann auch eine Nichtveranlagebescheinigung vom Finanzamt einfordern
und der Bank geben, wenn er das ganze Jahr voraussichtlich keine
Einkommensteuer zahlen wird. Dann musst du garkeine Abgeltungsteuer
zahlen. Ansonsten musst du bei ELSTER die günstiger Prüfung beantragen.
Aber ganz ehrlich wer heute aus steuerlichen gründen studieren möchte
dem ist wirklich nicht mehr zu helfen...
Lu Ru schrieb:> Du kannst als Student einen Verlustvortrag machen. Wie genau das> funktioniert weiß ich nicht, aber sollte sich lohnen.
Aber nur wenn die Einkünfte negativ sind!
Also du unter EK= 0Euro kommst.
Dadurch entsteht dir ein Verlustbetrag, den du in den Jahren deiner
Berufstätigkeit steuersenkend einsetzen kannst!
Gonzo schrieb:> Tipp: Lieber schön für die Klausuren lernen und gute Noten schreiben als> sich mit Themen wie die Steuererklärung beschäftigen, da hast du mehr> von.
Genau, ein folgsamer NERD werden!
Student schrieb:> Kann man die Krankenkassenbeiträge sich wieder vom Finanzamt holen?
Nein, weil nicht der Staat deine Krankenkassenbeiträge verwaltet,
sondern die Krankenkasse.
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