Hallo an alle, ich muss für eine Arbeit einen schnellen AD-Wandler nutzen können. Interssant sind da ja die USB-Oszilloskope (super breitbandig und günstig). Jetzt ist die Frage wie einfach bzw. wie umfangreich kann ich für solche Oszilloskope eigene Software schreiben (am besten C unter Linux oder Matlab)? Ziel wäre den Trigger einstellen oder vom PC aus direkt zu starten, dann die Daten eines einzelnen Schusses direkt in den Rechner übertragen und dann mit Matlab oder eben mit C etwas schreiben um diesen Signalverlauf zu bewerten. Hat da jemand Erfahrung (geht oder geht nicht)? Mein Favorit wären die Oszilloskope von Pico. (mindestens 100 MHz Bandbreite und ausreichend gute Samplingrate) Wäre super wenn mir da jemand eine kurze Aussage geben könnte. Ich bin bei der Ideensuche für meine Abschlussarbeit. Vielen Dank schonmal.
Hast du mal gesucht, ob das Protokoll irgendwo dokumentiert ist? Ansonsten ist es u.U. eine eigene Abschlussarbeit das Protokoll herauszubekommen. Ansonsten, du wirst vom PC aus Dinge wie den Trigger einstellen können, aber nie direkt auslösen, da das Protokoll nicht echtzeitfähig ist. Du wirst immer unbekannte und sich ändernde Latenzzeiten zwischen deinem PC Programm und der tatsächlichen Aktion in dem Gerät haben.
Vergiss das ganze Zeug das sich als "USB-Oszilloskop" ausgibt. Was Du wahrscheinlich haben willst ist ein SDR. Bei manchen kannst Du über IQ-Eingänge direkt Signale einspeisen. Damit kannst Du dann wirklich was Anderes machen. Diese "USB-Oszilloskope" kleben immer noch an der Idee, dass Rechner viel zu langsam seien um die Daten direkt zu verarbeiten. Die haben dann einen A/D-Wander und eine Triggerschaltung und schreiben die Werte in ein schnelles RAM. Danach werden die dann schön gemächlich ausgelesen. Mit so was kann man nichts anderes bauen als ein Oszilloskop. Schade eigentlich.
Christian Berger schrieb: > Diese "USB-Oszilloskope" kleben immer noch an der Idee, dass Rechner > viel zu langsam seien um die Daten direkt zu verarbeiten. Die haben dann > einen A/D-Wander und eine Triggerschaltung und schreiben die Werte in > ein schnelles RAM. Danach werden die dann schön gemächlich ausgelesen. > Mit so was kann man nichts anderes bauen als ein Oszilloskop. Schade > eigentlich. Zurecht. USB IST einfach zu langsam. Vielleicht ist USB3 von den Datenraten her schnell genug, aber die Latenzen sind unberechenbar und nicht zu ertragen. Selbst die Saleae Logic Analyzer, die relativ wenig Daten direkt ins USB pumpen kommen öfter mal ins Stocken. Die einzige Möglichkeit die Daten sicher und berechenbar direkt in den PC zu pumpen ist ein PCIe Interface und dann DMA auf dem RAM. Solche Geräte gibt es natürlich zu kaufen, viele gute Oszis funktionieren intern genau so, aber das ganze ist natürlich entsprechend teuer.
Ich will einen einzigen Impuls der eventuell alle 5 Sekunden auftritt und ein paar Mikrosekunden dauert analysieren. Keine dauerhaften Signale, nur einen einzelnen transienten Vorgang der sich nach längeren Pausen wiederholt. Von daher ist Oszilloskop vom Prinzip schon richtig, SDR kann ich da nicht gebrauchen.
Wenn ein USB-Oszilloskop einen externen Trigger hat kann ich auf diese Art ja auslösen. Da kann man sich etwas bauen wo das übernimmt.
Hi, hab hier n USBee RX rum liegen. Dafür gibt es die benötigten DLL's und Beschreibung der API. Sollte es auch für die kleineren Varianten geben. Hans
Für das Visascope ist auch die API mit Beispielen offen gelefgt. http://www.eit.hs-karlsruhe.de/visascope/
Guest schrieb: > Zurecht. USB IST einfach zu langsam. Vielleicht ist USB3 von den > Datenraten her schnell genug, aber die Latenzen sind unberechenbar und > nicht zu ertragen. Ja absolut, aber eigentlich ist das für viele Sachen irrelevant. Willst Du zum Beispiel nur ein Oszilloskop mit "unendlichen" Speicher haben, so kannst Du einfach die Daten komplett einlesen. Die Latenz ist dabei egal, so lange der Durchsatz reicht. Irgendwann kommen die Daten schon an. Ich würde für solche Sachen übrigens Ethernet nehmen. Das wurde darauf optimiert, dass es funktioniert, und man kann sehr einfach verteilte Systeme bauen.
Stefan Groß schrieb: > Ich will einen einzigen Impuls der eventuell alle 5 Sekunden auftritt > und ein paar Mikrosekunden dauert analysieren. OK, dann gibts da viele Möglichkeiten. Im Prinzip könntest Du sogar die Kurve vom Bildschirm ablesen. Sinnvoll wäre da wahrscheinlich dieses Teil http://www.reichelt.de/RED-PITAYA/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=146150&artnr=RED+PITAYA&SEARCH=open+source+oszilloskop Oder auch so ziemlich jedes Digitaloszi mit serieller oder IEEE-irgendwas Schnittstelle.
Christian Berger schrieb: > Sinnvoll wäre da wahrscheinlich dieses Teil > http://www.reichelt.de/RED-PITAYA/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=146150&artnr=RED+PITAYA&SEARCH=open+source+oszilloskop Das Teil sieht schonmal sehr vielversprechend aus :-)
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.