Habe vor kurzem gelesen, dass in Silicon Valley wieder ein neuer Chip entstand. Ohne offiziellem Datenblatt wurde der Chip für die Restauratoren von alten Pendeluhren entwickelt, weltweit auf 2,5 Mio geschätzt. Der Chip wiegt nur 0,72 Gramm und wird hinten auf das Pendel, mölichst mittig aufgeklebt. Je nach Pendel-Schwingfrequenz wird der Chip dank eingebautem Piezo- Schwungmassen-Wandler in ein bis zwei Minuten aufgeladen, dann kann er auf das Smartphone die Daten der Taktfrequenz auf drei Kommastellen genau angeben. Mit einer speziellen App kann dann der Chip gezielt gewichtsmäßig vermindert werden, in dem im Abstand von jeweils 5 sek. einer der 200 integrierten Transistoren gesprengt werden. Die 5 sek. werden zur Nachladung benötigt, schnellere Versionen auf Anfrage. Dabei kann man am Smartphone ein Protokoll für den Kunden erstellen, die Abweichung in 24 Stunden soll nur mehr 0,03 sek. betragen. Mani
Eine ganz normale Zeitwaage sollte von der Armband- bis zur Standuhr alles erfassen können. Vor allem, wenn ich die Uhr erst mal durch das Anbringen einer Masse verstellen muss. Auch wenn’s nur 0,72g plus Kleber sind. Ist wahrscheinlich eine tolle Möglichkeit, technikbegeisterten Investoren, die Kohle aus der Tasche zu zerren.
Mani W. schrieb: > Mit einer speziellen App kann dann der Chip gezielt gewichtsmäßig > vermindert werden Mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wäre dir vielleicht nicht entgangen, das die Schwingfrequenz eines Pendels nicht von der Masse anhängt.
Wolfgang schrieb: > Mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wäre dir vielleicht nicht > entgangen, das die Schwingfrequenz eines Pendels nicht von der Masse > anhängt. Für den sehr theoretischen Physiker vielleicht nicht, für die reale Welt spielt die Masseverteilung aber schon eine Rolle. Und das wird nicht nur in Aprilscherzen, sondern auch im echten Leben ausgenutzt. Siehe z.B. im Abschnitt "Turmuhr" des folgenden Links das Stichwort "Feinabstimmung": http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Ben
Mani W. schrieb: > Mit einer speziellen App kann dann der Chip gezielt gewichtsmäßig > vermindert werden, in dem im Abstand von jeweils 5 sek. einer der > 200 integrierten Transistoren gesprengt werden. Das wird aber die Masse (und somit das Gewicht) des Chips nicht ändern, es sei denn er raucht bei jedem Sprengen.
Realistischer wäre es, den Chip (z.B. per Piezo-Mikromotor) auf dem Pendel etwas auf oder ab zu bewegen, dann damit ändert man wirklich die Schwingfrequenz, und der Chip (bzw. das Modul) könnte selbst die Schwingfrequenz messen, mit einer Quarzfrequenz vergleichen und ausregeln.
Mani W. schrieb: > Der Chip wiegt nur 0,72 Gramm und wird hinten auf das Pendel, > mölichst mittig aufgeklebt. Man kann sich auch nen Knopf an die Backe nähen. Pendeluhren lassen sich nicht genauer einstellen, als eine Quarzuhr, selbst hochwertige mit Temperaturkompensation.
Wolfgang schrieb: > Mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wäre dir vielleicht nicht > entgangen, das die Schwingfrequenz eines Pendels nicht von der Masse > anhängt. Danke! ;-) Achim S. schrieb: > Für den sehr theoretischen Physiker vielleicht nicht, für die reale Welt > spielt die Masseverteilung aber schon eine Rolle. Und das wird nicht nur > in Aprilscherzen, sondern auch im echten Leben ausgenutzt. Siehe z.B. im > Abschnitt "Turmuhr" des folgenden Links das Stichwort "Feinabstimmung": > http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Ben Da wird aber nicht die Masse sondern der Schwerpunkt verändert, da wird dir bei den Auswirkungen auch kein Physiker widersprechen ;-)
Hi ! Also, das war der 1.April, also nicht ausgereifter Chip. Wäre sicher besser, die 200 Transistoren, die weggesprengt werden, auf eine Länge von mehreren Zentimetern zu verteilen. Dann müsste nicht so genau positioniert werden, um den Schwerpunkt zu verändern! Eric B. schrieb: > Das wird aber die Masse (und somit das Gewicht) des Chips nicht ändern, > es sei denn er raucht bei jedem Sprengen. Ja, es raucht alle paar Sekunden, je nach vorheriger Aufladung durch den Piezo-Schwungmassen-Wandler. Danach muss man nur mehr die Asche wegblasen oder wegpinseln...
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