Hi, ich möchte etwas über ocxos lernen. Ich habe bisher herausgefunden - Stabile Temperatur - Evtl Doppelte Kammern (2 Heizungen, bessere Regelmöglichkeit) - Temperaturpunkt am Umkehrpunkt des Quarzes einstellen. - Quarz aufheizen, laufen lassen dann abgleichen. (Quarz ziehen??) Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, das das reicht um 30ppm auszugleichen?? Sind da in kommerziellen produkten spezialquarze verbaut? oder ist das komplexe der steuereingang und die Temperatursteuerung? So eine Temperatursteuerung finde ich im allgemeinen nicht so komliziert. Kalibrierter sensor, mikrocontroller, 0,5°C sollten machbar sein...
Basti schrieb: > Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, das das reicht um 30ppm > auszugleichen?? Einen Oberton-Quarz kannst du durchaus um 500ppm ziehen. Früher war das in manchen Transceivern (z.B. ICOM IC202) üblich, um die Frequenz zu wählen.
Ich meinte eher die Stabilität zu erreichen. Heizung dann verbessert sich der Quarz von 30ppm auf 0,1ppm??
Basti schrieb: > Sind da in kommerziellen produkten spezialquarze verbaut? oder ist das > komplexe der steuereingang und die Temperatursteuerung? Meistens werden auch spezielle Schnitte verwendet (AT und SC), welche man bei den üblichen Quarzen nur schwer bekommt. Die Heizung allein ist also nur ein Faktor. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingquarz#Kristallschnitte In der Tabelle findet man die verschiedenen Schnitte und deren Eigenschaften. Ansonsten gibt es im Quarzkochbuch viele Informationen: http://www.rainers-elektronikpage.de/Grundlagen-der-Quarztechnik/osckochbuch.pdf
Im Idealfall hat man einen Quarzschnitt, der bei der Temperatur der Heizung (etwa 40-50 C) einen minimalen TK hat. Gute Quarze speziell für die etwas höhere Temperatur haben da einen sehr kleinen Temperaturkoeffizienten. Durch die Regelung wird auch noch einmal die Änderung der Temperatur stark gedämpft. Vor allem wenn der Kritische Teil des Reglers auch mit im geregelten Bereich ist, kann die Temperatur sehr stabil (besser als 1/10 Grad) gehalten werden. Der Sensor muss auch nicht unbedingt einen absolute Temperatur geben - wichtig ist vor allem die Stabilität über die Zeit und, dass die Temperatur zum Quarz passt.
Basti schrieb: > Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, das das reicht um 30ppm > auszugleichen?? Nun ja... lass uns nicht über Dein Vorstellungsvermögen diskutieren, sondern über Fakten - das ist einfacher. Vor vielen Jahren habe ich aus einem 27Mhz-Obertonquarz und zwei TTL-Gattern einen Quarzoszillator gebastelt und den abwechselnd auf dem zugeschneiten Balkon und auf der Heizung vermessen. Schwingfrequenz war ca. 9MHz (Grundwelle), mittlere Drift war 4.4Hz/K; das ist eine mittlere Drift von 0.5ppm/K. Wenn es Dir gelingt, die Temperatur auf 0.2K genau konstant- zuhalten, ist die Drift auf 0.1ppm reduziert. Das ist ungefähr 1Hz.
Basti schrieb: > Ich meinte eher die Stabilität zu erreichen. Heizung dann > verbessert sich der Quarz von 30ppm auf 0,1ppm?? Gegenfrage: Welches Drehmoment hat Benzin? "Stabilität von 30ppm" ist in diesen Zusammenhang eine unsinnige Angabe. Die Herstellungstoleranz der Resonanzfrequenz ist bei ziemlich vielen Massenquarzen 30ppm (oder auch 50ppm). Die Temperaturdrift dagegen hängt vom Temperaturkoeffizienten (=Tk) ab - häufig angegeben in "ppm/K". Der Tk hängt stark vom Schliff und der Messtemperatur ab und liegt bei einigen ppm/K - unter günstigen Bedingungen aber auch deutlich darunter. (Siehe mein Beispiel mit den gemessenen 0.5ppm/K).
> Wenn es Dir gelingt, die Temperatur auf 0.2K genau konstant- > zuhalten, ist die Drift auf 0.1ppm reduziert. Das ist ungefähr > 1Hz. Diese Argumentation setzt einen linearen Verlauf voraus und widerspricht damit > Der Tk hängt stark vom Schliff und der Messtemperatur ab Normalerweise wählt man doch die Temperatur so, dass man auf einen Umkehr- oder Wendepunkt kommt, dort ist Tk=0.
S. Landolt schrieb: > Normalerweise wählt man doch die Temperatur so, dass man auf einen > Umkehr- oder Wendepunkt kommt, dort ist Tk=0. Selbst bei einem Feld-Wald-Wiesenquarz in kaltgeschweißtem (nicht gelötetem) Gehäuse ist mit Thermostat 1ppm gut einhaltbar. Quarze aus den Frequenzaufbereitungen von TV-Tunern gehören in diese Klasse, meist mit 4,00000MHz. "Taktquarze" für 20Ct allerdings nicht. Natürlich muss die gesamte Oszillatorschaltung mit im Thermostaten sein, sonst spielt deren TK auch eine Rolle. Im Bereich jenseits von 1ppm gewinnt aber die Alterung des Quarzes zunehmend an Bedeutung. Der TK ist dann, wegen der Arbeit am Maximum der Temperaturkurve wirklich unbedeutend. Alterung: Beim ausgeschaltetem Quarz schlagen sich spurenhaft verdampfte Substanzen auf dem Quarz nieder und verlangsamen seine Schwingfrequenz. Nach dem Einschalten werden diese Substanzen "abgeschüttelt" und die Schwingfrequenz erhöht sich innerhalb von Stunden, Tagen oder gar Wochen. Auch lösen sich innere Verspannungen des Quarzes mit der Zeit, die bei der Herstellung entstanden sind oder freigelegt wurden. Da ist eine Tendenz der Drift nicht voraussagbar. Wenns also besser als 0,1 ppm werden soll, muss der Thermostat durchgehend laufen und auch der Quarz durchgehend schwingen. Aber mit den 0,1ppm ist es genau so ein "habenwill" wie mit den 5- oder 6-stelligen Voltmetern. Haben wollen es viele, aber brauchen tuts eigentlich niemand. Ohne Vergleichsmöglichkeit mit DCF oder GPS weiß man aber nicht, ob der Oszillator wirklich 1ppm oder besser einhält, der Aufwand mit Thermostat wäre also sinnlos.
Danke für die Informationen; ich selbst bin auf diesem Gebiet kein Fachmann, hatte mich nur über den Beitrag geärgert - fängt mit einer völlig unnötigen Sottise an und geht dann voll am Thema vorbei, 'verschneiter Balkon bis Raumheizung' linear hochgerechnet auf einen OXCO.
S. Landolt schrieb: > ich selbst bin auf diesem Gebiet kein Fachmann, hatte mich > nur über den Beitrag geärgert - fängt mit einer völlig > unnötigen Sottise an und geht dann voll am Thema vorbei, > 'verschneiter Balkon bis Raumheizung' linear hochgerechnet > auf einen OXCO. Ich habe zu erklären versucht, dass eine Toleranz (in ppm) und eine Drift (in ppm/K) verschiedene Dinge sind, und habe am Beispiel zu erklären versucht, wie beides zusammenhängt. Die ursprüngliche Fragestellung gibt mir Anlass zu der Vermutung, dass der Fragesteller das nicht scharf unterscheidet. Dass Du das nicht verstanden hast, ist nicht mein Problem. Wenn Dir mein Ton nicht passt, dann sprich das an - aber bitte liefere nicht statt dessen inhaltlich unqualifizierte Beiträge. Danke im Voraus.
Mich interessiert das Thema letzten auch. Also es geht um 32.771 kHz calibrations Ausgang für Calibration während icsp. Quarz ist 16.777 durch 512 geteilt. Ofen sollte ntc fet widerstand sein, so wie roman black es for 10 jahren gemacht hat. Ich Frage mich was besser ist, einstellbarer Kondensator oder einstellbare Spannung um die Frequenz einzustellen. Kalibriert wird über dcf77 oder ntp.
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