Hallo, gibt es eigentlich, abgesehen von kompletten Rechner im 19" Gehäuse etc, fertige kleine Mikrocontroller Apparaturen, die man dann selbst bespielen kann? Ich meine sowas wie: Ein ATMega, 2 Drehencoder, Display fertig eingebaut in ein Gehäuse. Ich muss dann nur noch programmieren und flashen. Gibt es irgendetwas in diese Richtung? vlg Timm
Was soll es denn machen? Also nur ein Avr im Gehäuse mit Bedieneinheit ergibt ja noch keine fertige Hardware
Timm Reinisch schrieb: > Ich meine sowas wie: Ein ATMega, 2 Drehencoder, Display fertig eingebaut > in ein Gehäuse. Ich muss dann nur noch programmieren und flashen. Gibt > es irgendetwas in diese Richtung? Alle SPS sind so gedacht, meist mit Zusatzmodulen damit du auch die Eingänge hast die du brauchst. Aber rate mal: Es passt dir nie, so wie es ist. Zumindest das Gehäuse bleibt daher bei anderen weg.
Ja, ich habe schon einmal so etwas gesehen. Es handelte sich um irgendein Crownfunding-Projekt (bei Kickstarter?), in dessen Rahmen Module angeboten wurden, die sich wie Legosteine zusammensetzen ließen und frei programmierbar waren. Ansonten gehen natürlich an SPS in diese Richtung. In den meisten Fällen kann man auch die passenden Bediengeräte erwerben.
Spontan fallen mir dazu der AVR Butterfly[1] und die STM Discovery Boards[2] ein. Aber so richtig lohnen tut sich das - zumindest bei AVRs - meiner Ansicht nach nicht. Je nach Aufgabe wünscht man sich unterschiedliche Komponenten (Displays aller Art, LEDs, Taster, Drehencoder, ADCs/DACs, GPIOs, verschiedene Busse etc.), wird in deren möglichen Kombinationen jedoch durch die Anzahl der Pins arg begrenzt. Kurz: Ein fertiges Board wird selten wirklich den aktuellen Anforderungen entsprechen. Die meisten dieser einfachen Komponenten sind allerdings sehr leicht an einen MC anschließbar. Wenn man sich mal hinsetzt und die ersten Kapitel des AVR-Tutorials[3] durcharbeitet, dann kann man sich sein Wunschboard vermutlich an einem Nachmittag selber bauen, auch wenn man keine umfangreichen ET-Kenntnisse hat. Häufig reicht es schon wenn man das Ohmsche Gesetz und ein paar Grundschaltungen (Spannungsteiler, Parallelschaltungen usw.) kennt um simple Komponenten an den AVR anzuflanschen. Wie gesagt, ein Nachmittag und du hast für ein paar Euro dein Wunschboard, das du "nur noch" zu programmieren brauchst. [1] https://en.wikipedia.org/wiki/AVR_Butterfly [2] https://en.wikipedia.org/wiki/STM32#Discovery_boards [3] http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial
Timm Reinisch schrieb: > gibt es eigentlich, abgesehen von kompletten Rechner im 19" Gehäuse etc, > fertige kleine Mikrocontroller Apparaturen, die man dann selbst > bespielen kann? Ja, reichlich. > Ich meine sowas wie: Ein ATMega, 2 Drehencoder, Display fertig eingebaut > in ein Gehäuse. Ich muss dann nur noch programmieren und flashen. Gibt > es irgendetwas in diese Richtung? Dein Problem scheint in nur zwei Sachen zu bestehen: 1) Es muss ein Atmega sein (warum?) 2) Es müssen Drehencoder als Eingabeinstrumente sein (warum?) Wenn du von diesen beiden Forderungen abrückst, kannst du eine riesengroße Auswahl von verfügbaren Lösungen finden. Allerdings: ganz billich ist der Scheiß i.d.R. trotzdem nicht... Der Preisaufschlag für freie Programmierung liegt i.A. scheinbar bei 400 bis weit über 1000%...
Andreas Schweigstill schrieb: > Ja, ich habe schon einmal so etwas gesehen. Es handelte sich um > irgendein Crownfunding-Projekt (bei Kickstarter?), in dessen Rahmen > Module angeboten wurden, die sich wie Legosteine zusammensetzen ließen > und frei programmierbar waren. > > Ansonten gehen natürlich an SPS in diese Richtung. In den meisten Fällen > kann man auch die passenden Bediengeräte erwerben. Meinst Du, Du findest das noch? Das würde mich interessieren.
In einigen Ersa Lötstationen steckt ein Atmel, da könntest du sogar etwas Regelungstechnik üben :)
Bitflüsterer schrieb: > Meinst Du, Du findest das noch? Das würde mich interessieren. Ja, ich habe den Link in den Tiefen meiner Datenklos noch gefunden: http://heise.de/-191733 Offenbar war das aber nicht so wirklich der große Erfolg, denn Buglabs machen mittlerweile ja komplett andere Dinge.
Hallo, c-hater schrieb: > 1) Es muss ein Atmega sein (warum?) muss nicht! AVR kenne ich halt, deswegen habe ich den als Beispiel genommen. Was aber schon sein muss ist die Möglichkeit einzelne Codeabschnitte ungefähr RT zu realisieren. Auf richtigen Mikrocontrollern ja kein Problem, auf einem Rhaspi wüsste ich ad hoch nicht, wie das gehen soll. Obwohl: Dann könnte man immer noch einen winzigen echten µC an die RS232 hängen, selbst das ginge. > 2) Es müssen Drehencoder als Eingabeinstrumente sein (warum?) Für meine konkrete Anwendung wäre das sexy, weil ein Drehender das „natürliche” Eingabeinstrument wäre, muss aber nicht. > Wenn du von diesen beiden Forderungen abrückst, kannst du eine > riesengroße Auswahl von verfügbaren Lösungen finden. Der Butterly von oben geht schon in die Richtung, sowas meine ich. Wie gesagt, AVR muss nicht, Encoder muss nicht. Ich weiß einfach nicht, wonach ich suchen muss. > Allerdings: ganz billich ist der Scheiß i.d.R. trotzdem nicht... > > Der Preisaufschlag für freie Programmierung liegt i.A. scheinbar bei 400 > bis weit über 1000%... Das ist allerdings ein Hinderungsgrund! Das ist zu heftig! Für 1000 % extra könnte ich ja fast einen pensionierten Ing. bitten, das zu bauen, was ich will :-) vlg Timm
Andreas Schweigstill schrieb: > Bitflüsterer schrieb: >> Meinst Du, Du findest das noch? Das würde mich interessieren. > > Ja, ich habe den Link in den Tiefen meiner Datenklos noch gefunden: Danke sehr.
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