moin, mein arbeitgeber bietet mir an das ich mo-fr, nach der regulären arbeitszeit, drei stunden und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft machen soll/kann - abwechselnd mit 3 kollegen. pro monat wären das dann, urlaub/krankheit der kollegen eingerechnet, wohl 2 wochen, also 50 stunden. wir haben uns ausrechnen lassen was bei der reinen rufbereitschaft, ohne einsatz, an geld rumkommt, und bei mir sind das 40€ die woche, also 1,60€ pro stunde. das mindestlohngesetz schweigt sich leider zu (ruf)bereitschaft aus, ich habe also nichts woran ich mich orientieren kann. was haltet ihr davon? lächerlich, unverschämt oder akzeptabel?
Das kommt doch sehr stark auf die Randbedingungen an. Heißt Rufbereitschaft nur du musst regelmäßig mal aufs Handy schauen oder immer am Mann haben und darfst weder schlafen noch in Handyfreien Zonen dich aufhalten und must innerhalb von 5 Minuten in der Firma sein...
Was bedeutet diese Rufbereitschaft? Abnehmen und eine Minute plaudern? Oder hochqualitative Ratschlaege ? Wie man ein Netzwerk wieder zum Laufen kriegt? Was geschieht nach der Bereitschaft? Abnehmen und zum Normalsatz verechnen ? Juristen zB verrechnen angebrochene Viertelstunden zum Normalsatz. Oder so aehnlich. Wenn es wirklich wichtig ist ... angebrochene Stunden verrechnen. Also : Abnehmen .. Dafuer bin ich leider nicht zustaendig .. Auflegen. Das ist eine angebrochene Stunde, macht 200 Euro.
Läubi .. schrieb: > Das kommt doch sehr stark auf die Randbedingungen an. das was du beschreibst wäre bereitschaft, hier geht es um rufbereitschaft. im notfall (der muss noch definiert werden) bekämen wir eine anruf/mail und müssten zeitnah darauf reagieren. vpn zugang gibt es, bereitschaftslaptops auch, allerdings keinen zugang über UMTS o.ä. - man müsste also immer in der nähe eines internetanschlusses/wlan sein. vor ort kommen müssten wir nur falls ein hardwareschaden/stromausfall ein manuelles eingreifen nötig macht. zumindest stellen wir admins uns das so vor. ob, wenn das eingeführt wurde, auch die entwickler um 19:00 ankommen und etwas ins produktivsystem gepatched haben wollen… keine ahnung.
Jetzt Nicht schrieb: > Was bedeutet diese Rufbereitschaft? Abnehmen und eine Minute plaudern? > Oder hochqualitative Ratschlaege ? wir sind idr mädchen für alles. sysadmin, dba, entwickler, und "mein code läuft nicht, hilfe!" notnägel für andere entwickler. ich habe mir erbeten das die rufbereitschaft nur sysadmin-tätigkeiten in notfällen umfasst, nicht den rest.
wie oft sind solche Notfälle schon eingetreten? mit welchem Tarif wirst du beim Notfall bezahlt? 1,6€ Brutto? bist immer am Einzugsbebiet gebunden.
Stefan D. schrieb: > wie oft sind solche Notfälle schon eingetreten? > mit welchem Tarif wirst du beim Notfall bezahlt? > 1,6€ Brutto? > bist immer am Einzugsbebiet gebunden. richtige notfälle wie stromausfall/klimaanlagenausfall sind selten. was aber genau ein notfall ist muss erst noch schriftlich fixiert werden (s.o.). die 1,6€ sind netto.
Natuerlich gibt es drahtloses Internet. Man muss es einfach einrichten. Als VPN. Dass man sich zu einem Anschluss bewegt waere ein sehr teures Feature .. viel teuerer als die paar Cents fuer eine Drahtlosverbindung. Bei mir zB von den Bergen 3 Stunden ist Tal .. das wird sehr teuer. Natuerlich zum Normalsatz. Freischaffend, nicht angestellt.
c. m. schrieb: > ich habe mir erbeten das die rufbereitschaft nur sysadmin-tätigkeiten in > notfällen umfasst, nicht den rest. Wer bestimmt das? Passwort vergessen, Druckerpapier alle, Server-Ausfall, ...
c. m. schrieb: > allerdings keinen zugang > über UMTS o.ä. - man müsste also immer in der nähe eines > internetanschlusses/wlan sein. Das ist mehr, als nur reine Rufbereitschaft: https://de.wikipedia.org/wiki/Rufbereitschaft
Uhu Uhuhu schrieb: > Das ist mehr, als nur reine Rufbereitschaft: > https://de.wikipedia.org/wiki/Rufbereitschaft Jetzt mal sämtliche Korinthenkackerei beiseite: Egal wie man diesen Sachverhalt nun benamst und was genau gefordert wird: 1,60€ sind nicht nur zu wenig, sondern auch Hohn und Spott von Seiten des Chefs. Da sind unbezahlte Überstunden noch fairer. Da wird dem Angestellten wenigstens klipp und klar gesagt: Ich Chef, und du machst was ich will. Im konkreten Fall (1,60€) wird eine Entlohnung (das ist ein Witz) lediglich vorgegaukelt. Dein Chef verarscht dich also.
Speziell wenn der Chef diese Zusatzleistung dem Kunden teuer verkauft...
le x. schrieb: > Egal wie man diesen Sachverhalt nun benamst und was genau gefordert > wird: Nein, das ist nicht egal. > 1,60€ sind nicht nur zu wenig, sondern auch Hohn und Spott von Seiten > des Chefs. Weil es eben keine Rufbereitschaft ist, sondern Bereitschaftsdienst, ist eine Entlohnung von 1,60 €/h schlicht sittenwidrig. Näheres zu rechtskonformer Entlohnung findet sich z.B. hier: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Bereitschaftsdienst.html#tocitem2
Das Ganze ist relativ leicht zu unterlaufen. Man hat zwar Telephon, aber kein Internet. Bewegen liegt leider nicht drin, wegen Alkohol ... darf nicht fahren Chef spielen und Anordnen liegt auch nicht drin, da der Chef niemand anderen hat. Es gibt fuer den Chef eigentlich nur auf Kooperation bauen, und satt Sonderverguetungen aufwerfen.
Bitte nicht verwechseln: Rufbereitschaft != Bereitchafts(dienst) http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Bereitschaftsdienst.html http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Rufbereitschaft.html
Sind die 40€ die Vergütung für die Rufbereitschaft (Also die Bereitschaft auf Anruf die Arbeit aufzunehmen) oder die Vergütung incl. des Einsatzes? Bei uns ist das getrennt. Es gibt eine Vergütung für die Teilnahme an der Rufbereitschaft. Kommt es zum Einsatz gelten die normalen Vergütungen für die Arbeitszeit (incl. der dann entsprechenden Zuschläge für Nacht-/Sonn-/Feiertag).
@ J. D. >wir haben uns ausrechnen lassen was bei der reinen rufbereitschaft, ohne >einsatz, an geld rumkommt, @TO: ich fände das extrem wenig, man muss ja z.B. auch (halbwegs) nüchtern sein, kann nix mit den Kindern machen, nicht im Auto sitzen , keine Sport machen usw. usw.
Mal zum Vergleich die Rufbereitschaftsregelung bei einem ex-Arbeitgeber (Startup, Skandinavien, Stellenbeschreibung: Senior Support Engineer). Die Rufbereitschaft umfaßte einen Zeitraum von 7*24h. In dieser Zeit mußte man telefonisch erreichbar sein - auf einer Telefonnummer, die man selber der Hotline (externes Unternehmen) gegeben hatte und ggf. jederzeit ändern konnte (Webinterface). Gefordert war, daß spätestens nach zwei Stunden Kontakt mit dem Kunden aufgenommen wird a'la "wir haben ihren Fehlerbericht erhalten" und anschließend an einer Lösung gearbeitet wird. Was sich schon dadurch etwas entschärfte, daß man i.d.R. erst mal Details vom Kunden erfragen mußte. Falls das Problem die Möglichektien des Level 3 Supports überstieg, hatte auch ein Entwickler Rufbereitschaft den ich dann wiederum aktivieren konnte. Bezahlt wurden dafür pro Werktag 3 Stunden. Pro Wochenend-/Feiertag 4 Stunden. Für eine Woche ohne Feiertag also (5*3 + 2*4) = 23 Stunden. Zum Stundenlohn der sich aus dem individuellen Arbeitsvertrag ergab. Und das rein für die Rufbereitschaft. Das fanden wir alle fair. Später wurden wir von einem großen multi- nationalen Konzern übernommen, bei dem wir ca. das Doppelte bekommen haben. Dann fanden sich immer mehr als genug Freiwillige, die eine Woche Rufbereitschaft übernahmen (danach zwangsweise eine Woche Pause) weil sie die Kohle brauchten. Einsätze außerhalb der regulären Arbeitszeit wurden als Überstunden abgegolten. Und zwar mit dem 1.5-fachen Stundensatz außerhalb der normalen Arbeitszeit. Und dem 2-fachen Stundensatz in der Nacht (22:00-6:00 Lokalzeit) oder am Sonnabend/Sonntag/Feiertag. Angebrochene Stunden zählten ganz. Man hatte die Wahl sich Einsätze auszahlen zu lassen oder abzubummeln. Letzteres allerdings nur in den nächsten 7 Tagen nach dem Einsatz (sonst gabs halt Kohle).
Axel Schwenke schrieb: > Die Rufbereitschaft umfaßte einen Zeitraum von 7*24h. In dieser Zeit > mußte man telefonisch erreichbar sein Wie oft wurdest du in dieser Zeit im Schnitt angerufen?
c. m. schrieb: > mo-fr, nach der regulären arbeitszeit, drei stunden > und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft machen soll/kann > was haltet ihr davon? lächerlich, unverschämt oder akzeptabel? Unverschämt. Und bei den angebotenen 1,60/Stunde sogar höhnisch, imo. Offensichtlich ist der Chef ein Knauserer oder Ausbeuter, der sich entweder nicht genung Personal leisten kann oder will. In beiden Fällen sollte man Abstand von so einer Firma nehmen.
c. m. schrieb: > die 1,6€ sind netto. Sind dann wohl so knapp 3€ Brutto. Wenig, wenn du für die Zeit den Kindern nichts versprechen kannst, nicht Wandern / ins Schwimmbad kannst, das Fußballspiel ggf. absagen musst, ... . Keine Feiern, etc. Auf Vertrauensbasis - wir rufen dich ggf. an und du machst so gut es halt geht - sind die knapp 3€ vielleicht angemessen, mit definierter Verfügbarkeit nicht. Ansonsten allenfalls mit reduzierter Verfügbarkeit "8/12 Fällen innerhalb von 1h (Wochenende 4h) angenommen, max. 1 Fall / Tag". Ich bin zwar kein Freund der Fern-Verurteilungen, hier werdet ihr aber über den Tisch gezogen. Rund 4.000€/Jahr an Lohnkosten (für alle zusammen) ist vmtl. weniger als die Koordination der Rufbereitschaft kostet.
c. m. schrieb: > mein arbeitgeber bietet mir an das ich mo-fr, nach der regulären > arbeitszeit, drei stunden und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft > machen soll/kann - abwechselnd mit 3 kollegen. > pro monat wären das dann, urlaub/krankheit der kollegen eingerechnet, > wohl 2 wochen, also 50 stunden. überleg das mal zuende: wenn du dir nicht extra dafür urlaub nimmst, kannst du quasi nur noch 2 tage pro monat in ruhe einkaufen (samstag) oder an 4 tagen pro monat tagsüber spazieren/wandern/radfahren/... gehen (mir gerade im winter sehr wichtig, da ist es abends düster). das fände ich schon eine sehr deutliche einschränkung meiner freizeit. dafür finde ich die 1,60 EUR / h nen schlechten witz. zum einen würde ich da deutlich mehr für verlangen. zum anderen dafür sorgen daß du ausreichend reaktionszeit bekommst um das haus wieder verlassen zu können. also z.b. antwort/beginn fernwartung innerhalb von 2h nach anruf oder so ähnlich.
Norbert M. schrieb: > c. m. schrieb: >> mo-fr, nach der regulären arbeitszeit, drei stunden >> und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft machen soll/kann >> was haltet ihr davon? lächerlich, unverschämt oder akzeptabel? > > Unverschämt. Und bei den angebotenen 1,60/Stunde sogar höhnisch, imo. > Offensichtlich ist der Chef ein Knauserer oder Ausbeuter, der sich > entweder nicht genung Personal leisten kann oder will. In beiden Fällen > sollte man Abstand von so einer Firma nehmen. Du bist aber nicht am arbeiten, sondern wartest auf deine Arbeit ! Stephan H. schrieb: > c. m. schrieb: >> die 1,6€ sind netto. > > Sind dann wohl so knapp 3€ Brutto. Wenig, wenn du für die Zeit den > Kindern nichts versprechen kannst, nicht Wandern / ins Schwimmbad > kannst, das Fußballspiel ggf. absagen musst, ... . Keine Feiern, etc. > Nein, du hast deine "Reaktionszeit" So, nun zu meiner Person. Ich mache von Zeit zu Zeit auch mal Rufbereitschaft und kenne das Spielchen. Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein. D.h. ein Kindergeburtstag geht, nur wenn das Telefon klingelt muss Vati laufen ...
Gerd E. schrieb: > zum einen würde ich da deutlich mehr für verlangen. zum anderen dafür > sorgen daß du ausreichend reaktionszeit bekommst um das haus wieder > verlassen zu können. also z.b. antwort/beginn fernwartung innerhalb von > 2h nach anruf oder so ähnlich. Eine Stunde ist normal, so kenne ich es.
Hans Ulli Kroll schrieb: > Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man > in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein. Das isst aber keine Rufbereitschaft, denn ein fester Internetzugang muss in der Zeit erreichbar sein und der fürsorgliche Chef ist zu geizig, Geld in einen UMTS-ugang zu investieren - was ie mickrige "Vergütung" erklärt, die eher eine Verhöhnung ist und dass du dich offenbar mit Genuss über den Tisch ziehen lässt, ist kein Argument dafür, dass andere das auch tun müssen... Beitrag "Re: Realitätsabgleich bitte - Rufbereitschaft für 1,60€/h" lesen bildet...
Uhu Uhuhu schrieb: > Hans Ulli Kroll schrieb: >> Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man >> in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein. > > Das isst aber keine Rufbereitschaft, denn ein fester Internetzugang muss > in der Zeit erreichbar sein und der fürsorgliche Chef ist zu geizig, > Geld in einen UMTS-ugang zu investieren - was ie mickrige "Vergütung" > erklärt, die eher eine Verhöhnung ist und dass du dich offenbar mit > Genuss über den Tisch ziehen lässt, ist kein Argument dafür, dass andere > das auch tun müssen... > > Beitrag "Re: Realitätsabgleich bitte - Rufbereitschaft für 1,60€/h" lesen bildet... Dann ist das aber Bereitschaftsdienst, keine Rufbereitschaft Es gibt da leider Unterschiede. Die Frage ist auch wo er sich befindet, Stadt/Land usw. Als es noch kein Internet/Handy usw. gab, hatte es auch schon Rufbereitschaften gegeben. Dann kam irgendwan der Europieper und Altvorderen durften zum nächsten Telefon hechten um bei der Firma anzurufen. Danach sind diese denn in die Firma gefahren. Ich kenne das aus meiner Jugend und das auch mit dem Reaktionszeiten von 1h Der TO brauch ja nur ggf. nur Heim zu fahren und hat festes Internet. D.h. in der Stadt würde es problemlos gehen. Nur wenn du in Hamburg wohnst und machst einen Ausflug nach München geht es natürlich nicht. Oder er macht halt Homeoffice ...
Hans Ulli Kroll schrieb: > Nein, du hast deine "Reaktionszeit" Schon klar, widerspricht aber meinen Beispielen nicht: - den Kindern 1 Tag im Zoo versprochen: Essig - Wandern: 4 Stunden ohne Handyempfang / Rechner-Erreichbarkeit; geht nicht - Schwimmbad: 2 Stunden kein Blick aufs Handy; sehr kritisch - Fußballspiel: 1 Stunde vor dem Spiel der Supportfall > Absagen - Feier: nix trinken, ok dann geht's vmtl. Hans Ulli Kroll schrieb: > Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man > in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein. Und damit den Anruf entgegen nehmen / in definierter Zeit auf die Mailbox reagieren können, laufende Aktivitäten abbrechen können, die Arbeit in der angegebenen Zeit erreichen können und dabei voll arbeitstüchtig sein. Das ganze vmtl. Wochentags zur einzigen Zeit in der man noch was machen kann und am Wochenende mitten im Tag. Tariflich sind die 3€/Stunde Brutto (gut 70€/Woche) vmtl. sogar ok. Nur ist damit der ganze Tag versaut. Dann gleich 24h-Rufbereitschaft zu 240€/Woche. Immerhin ist dann auch mal später Anfangen drin wenn die Ruhepause von 11h unterschritten wird. Aber Tarif Hin oder Her. Guten Leuten sollte man ein gutes Angebot für Mehrleistung machen. 5.000€/Jahr (inkl. Arbeitgeberanteil an der SV) an Lohnkosten für 25h Rufbereitschaft jede Woche sind ein Witz. Hans Ulli Kroll schrieb: > D.h. ein Kindergeburtstag geht, nur wenn das Telefon klingelt muss Vati > laufen ... Die Kinder werden es lieben. Bleibt die Hoffnung: bei regelmäßigen Einsätzen ist Rufbereitschaft ohnehin nicht zulässig. Und in jedem Fall die Regelung für die Einsätze nicht vergessen: jede angefangene Stunde, Arbeitszeit mit Zuschlägen, Anfahrtszeit üblicherweise ohne Zuschläge.
Stephan H. schrieb: > Tariflich sind die 3€/Stunde Brutto (gut 70€/Woche) vmtl. sogar ok. Nur > ist damit der ganze Tag versaut. > Dann gleich 24h-Rufbereitschaft zu 240€/Woche. Immerhin ist dann auch > mal später Anfangen drin wenn die Ruhepause von 11h unterschritten wird. > > Aber Tarif Hin oder Her. Guten Leuten sollte man ein gutes Angebot für > Mehrleistung machen. 5.000€/Jahr (inkl. Arbeitgeberanteil an der SV) an > Lohnkosten für 25h Rufbereitschaft jede Woche sind ein Witz. > > Hans Ulli Kroll schrieb: >> D.h. ein Kindergeburtstag geht, nur wenn das Telefon klingelt muss Vati >> laufen ... > > Die Kinder werden es lieben. > Bleibt die Hoffnung: bei regelmäßigen Einsätzen ist Rufbereitschaft > ohnehin nicht zulässig. > > Und in jedem Fall die Regelung für die Einsätze nicht vergessen: jede > angefangene Stunde, Arbeitszeit mit Zuschlägen, Anfahrtszeit > üblicherweise ohne Zuschläge. Rufbereitschaft ist nur für die nicht planbare Arbeitszeit gedacht ! Ich hoffe für dich, das du mit deinen Kindern am WE nicht im Phantasialand im Brühl warst. Die Techniker/Handwerker von den Stadtwerken Brühl haben sich richtig gefreut. Und da dürften nach meiner Meinung ca. 5-10 Leute am laufen gewesen sein. Ich tippe drauf das die teilweise auch nachalarmiert haben, also Leuto die nicht die Rufbereitschaft waren. Und das nicht um die Leute mit Strom aus den Fahrgeschäften zu befreien. Wie gesagt ich keine das selber und mache selber Rufbereitschaft.
Rick McGlenn schrieb: > Axel Schwenke schrieb: >> Die Rufbereitschaft umfaßte einen Zeitraum von 7*24h. In dieser Zeit >> mußte man telefonisch erreichbar sein > > Wie oft wurdest du in dieser Zeit im Schnitt angerufen? Selten. Wir hatten nur gut zwei handvoll Kunden, die überhaupt den (sündhaft teuren) Supportvertrag mit 24x7 Eskalation gekauft haben. Wenn ich in 4 Bereitschaftswochen einen Einsatz hatte, dann war das viel. Zwar wurden die Einsätze selber separat vergütet, aber ich verstehe deinen Punkt: man will bei einer Rufbereitschaft (zumal für kleines Geld) nicht für jedes Pillepalle-Problemchen aus dem Tiefschlaf geklingelt werden. Wenn das firmenintern ist, dann kann es helfen wenn die IT-Abteilung für Einsätze zumindest symbolische Rechnungen an die Verursacher verschickt. Z.B. daß die Kosten für Einsätze auf das Budget der verursachenden Abteilung gehen.
zu meiner Zeit als Angestellter Systemprogrammierer: Wenn das Prob nicht am Tel. gelöst werden konnte, fuhr der, der Bereitschaftsdienst hatte hin und löste das Problem so lang es eben dauerte. Es erfolgte tarifl. Vergütung in Form von Freizeit mit Nachtzuschlag, Feiertags-Zuschlag etc. was anlag.
Hans Ulli Kroll schrieb: > Dann ist das aber Bereitschaftsdienst, keine Rufbereitschaft Sag ich doch - lesen ist wohl nicht dein Ding...
ich war vor langer Zeit mal bei einem mittelständischen Automobilzulieferer beschäftigt. Dort verstand man unter Rufbereitschaft, dass Du bei Anruf in die Firma kommen musstest, ausschließlich Nachts und am WE. Telefonisch war in meinem Tätigkeitsfeld wenig auszurichten. Als Bezahlung bekam man je Tag 2,50€ netto zzgl. die Arbeitszeit auf das Gleitzeitkonto. Der Betriebsrat hat uns Mitarbeiter damals an die Geschäftsführung buchstäblich verkauft und der IGM war's egal. Für mich Grund genug zu kündigen.
Das waer dann ein Fall fuer : "Wir hatten grad ein Bier. Ich bin leider ueber dem gesetzlich erlaubten Alkohol Pegel. Darf daher nicht fahren."
Jeffrey Lebowski schrieb: > je Tag 2,50€ netto Sollten das (Bus-)-Fahrkosten sein? Keine Nachtzuschläge etc. auf die Arbeitszeit? Da wär ich mir auch "verkauft" vorgekommen. Jetzt Nicht schrieb: > Das waer dann ein Fall fuer Wenns erlaubt ist. Wir durften seinerzeit nicht während des Bereitschafsdienstes.
Karl-Heinz M. schrieb: > Wenns erlaubt ist. Wir durften seinerzeit nicht während des > Bereitschafsdienstes. ...das erhöht den Stundenlohn um den Preis der nicht getrunkenen Halben...
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