Forum: Offtopic Realitätsabgleich bitte - Rufbereitschaft für 1,60€/h


von c. m. (Gast)


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moin,

mein arbeitgeber bietet mir an das ich mo-fr, nach der regulären 
arbeitszeit, drei stunden und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft 
machen soll/kann - abwechselnd mit 3 kollegen.
pro monat wären das dann, urlaub/krankheit der kollegen eingerechnet, 
wohl 2 wochen, also 50 stunden.
wir haben uns ausrechnen lassen was bei der reinen rufbereitschaft, ohne 
einsatz, an geld rumkommt, und bei mir sind das 40€ die woche, also 
1,60€ pro stunde.

das mindestlohngesetz schweigt sich leider zu (ruf)bereitschaft aus, ich 
habe also nichts woran ich mich orientieren kann.

was haltet ihr davon? lächerlich, unverschämt oder akzeptabel?

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Das kommt doch sehr stark auf die Randbedingungen an. Heißt 
Rufbereitschaft nur du musst regelmäßig mal aufs Handy schauen oder 
immer am Mann haben und darfst weder schlafen noch in Handyfreien Zonen 
dich aufhalten und must innerhalb von 5 Minuten in der Firma sein...

von Pandur S. (jetztnicht)


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Was bedeutet diese Rufbereitschaft? Abnehmen und eine Minute plaudern? 
Oder hochqualitative Ratschlaege ? Wie man ein Netzwerk wieder zum 
Laufen kriegt?
Was geschieht nach der Bereitschaft? Abnehmen und zum Normalsatz 
verechnen ?

Juristen zB verrechnen angebrochene Viertelstunden zum Normalsatz. Oder 
so aehnlich. Wenn es wirklich wichtig ist ... angebrochene Stunden 
verrechnen.
Also : Abnehmen .. Dafuer bin ich leider nicht zustaendig .. Auflegen. 
Das ist eine angebrochene Stunde, macht 200 Euro.

von c. m. (Gast)


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Läubi .. schrieb:
> Das kommt doch sehr stark auf die Randbedingungen an.

das was du beschreibst wäre bereitschaft, hier geht es um 
rufbereitschaft.
im notfall (der muss noch definiert werden) bekämen wir eine anruf/mail 
und müssten zeitnah darauf reagieren.
vpn zugang gibt es, bereitschaftslaptops auch, allerdings keinen zugang 
über UMTS o.ä. - man müsste also immer in der nähe eines 
internetanschlusses/wlan sein.
vor ort kommen müssten wir nur falls ein hardwareschaden/stromausfall 
ein manuelles eingreifen nötig macht.

zumindest stellen wir admins uns das so vor. ob, wenn das eingeführt 
wurde, auch die entwickler um 19:00 ankommen und etwas ins 
produktivsystem gepatched haben wollen… keine ahnung.

von c. m. (Gast)


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Jetzt Nicht schrieb:
> Was bedeutet diese Rufbereitschaft? Abnehmen und eine Minute plaudern?
> Oder hochqualitative Ratschlaege ?

wir sind idr mädchen für alles. sysadmin, dba, entwickler, und "mein 
code läuft nicht, hilfe!" notnägel für andere entwickler.
ich habe mir erbeten das die rufbereitschaft nur sysadmin-tätigkeiten in 
notfällen umfasst, nicht den rest.

von Stefan D. (reverse)


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wie oft sind solche Notfälle schon eingetreten?
mit welchem Tarif wirst du beim Notfall bezahlt?
 1,6€ Brutto?
bist immer am Einzugsbebiet gebunden.

von c. m. (Gast)


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Stefan D. schrieb:
> wie oft sind solche Notfälle schon eingetreten?
> mit welchem Tarif wirst du beim Notfall bezahlt?
>  1,6€ Brutto?
> bist immer am Einzugsbebiet gebunden.

richtige notfälle wie stromausfall/klimaanlagenausfall sind selten. was 
aber genau ein notfall ist muss erst noch schriftlich fixiert werden 
(s.o.).
die 1,6€ sind netto.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Natuerlich gibt es drahtloses Internet. Man muss es einfach einrichten. 
Als VPN.
Dass man sich zu einem Anschluss bewegt waere ein sehr teures Feature .. 
viel teuerer als die paar Cents fuer eine Drahtlosverbindung. Bei mir zB 
von den Bergen 3 Stunden ist Tal .. das wird sehr teuer. Natuerlich zum 
Normalsatz. Freischaffend, nicht angestellt.

von Rick M. (rick-nrw)


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c. m. schrieb:
> ich habe mir erbeten das die rufbereitschaft nur sysadmin-tätigkeiten in
> notfällen umfasst, nicht den rest.

Wer bestimmt das?
Passwort vergessen, Druckerpapier alle, Server-Ausfall, ...

von Uhu U. (uhu)


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c. m. schrieb:
> allerdings keinen zugang
> über UMTS o.ä. - man müsste also immer in der nähe eines
> internetanschlusses/wlan sein.

Das ist mehr, als nur reine Rufbereitschaft: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Rufbereitschaft

von Le X. (lex_91)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das ist mehr, als nur reine Rufbereitschaft:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Rufbereitschaft

Jetzt mal sämtliche Korinthenkackerei beiseite:

Egal wie man diesen Sachverhalt nun benamst und was genau gefordert 
wird:
1,60€ sind nicht nur zu wenig, sondern auch Hohn und Spott von Seiten 
des Chefs.

Da sind unbezahlte Überstunden noch fairer. Da wird dem Angestellten 
wenigstens klipp und klar gesagt: Ich Chef, und du machst was ich will.

Im konkreten Fall (1,60€) wird eine Entlohnung (das ist ein Witz) 
lediglich vorgegaukelt. Dein Chef verarscht dich also.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Speziell wenn der Chef diese Zusatzleistung dem Kunden teuer verkauft...

von Uhu U. (uhu)


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le x. schrieb:
> Egal wie man diesen Sachverhalt nun benamst und was genau gefordert
> wird:

Nein, das ist nicht egal.

> 1,60€ sind nicht nur zu wenig, sondern auch Hohn und Spott von Seiten
> des Chefs.

Weil es eben keine Rufbereitschaft ist, sondern Bereitschaftsdienst, ist 
eine Entlohnung von 1,60 €/h schlicht sittenwidrig.

Näheres zu rechtskonformer Entlohnung findet sich z.B. hier: 
http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Bereitschaftsdienst.html#tocitem2

von Pandur S. (jetztnicht)


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Das Ganze ist relativ leicht zu unterlaufen. Man hat zwar Telephon, aber 
kein Internet. Bewegen liegt leider nicht drin, wegen Alkohol ... darf 
nicht fahren

Chef spielen und Anordnen liegt auch nicht drin, da der Chef niemand 
anderen hat. Es gibt fuer den Chef eigentlich nur auf Kooperation bauen, 
und satt Sonderverguetungen aufwerfen.

von Hans Ulli K. (Gast)


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von J. D. (snowowl)


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Sind die 40€ die Vergütung für die Rufbereitschaft (Also die 
Bereitschaft auf Anruf die Arbeit aufzunehmen) oder die Vergütung incl. 
des Einsatzes?
Bei uns ist das getrennt. Es gibt eine Vergütung für die Teilnahme an 
der Rufbereitschaft. Kommt es zum Einsatz gelten die normalen 
Vergütungen für die Arbeitszeit (incl. der dann entsprechenden Zuschläge 
für Nacht-/Sonn-/Feiertag).

von Robert L. (lrlr)


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@ J. D.
>wir haben uns ausrechnen lassen was bei der reinen rufbereitschaft, ohne
>einsatz, an geld rumkommt,

@TO: ich fände das extrem wenig, man muss ja z.B. auch (halbwegs) 
nüchtern sein, kann nix mit den Kindern machen, nicht im Auto sitzen , 
keine Sport machen usw. usw.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Mal zum Vergleich die Rufbereitschaftsregelung bei einem ex-Arbeitgeber 
(Startup, Skandinavien, Stellenbeschreibung: Senior Support Engineer). 
Die Rufbereitschaft umfaßte einen Zeitraum von 7*24h. In dieser Zeit 
mußte man telefonisch erreichbar sein - auf einer Telefonnummer, die man 
selber der Hotline (externes Unternehmen) gegeben hatte und ggf. 
jederzeit ändern konnte (Webinterface). Gefordert war, daß spätestens 
nach zwei Stunden Kontakt mit dem Kunden aufgenommen wird a'la "wir 
haben ihren Fehlerbericht erhalten" und anschließend an einer Lösung 
gearbeitet wird. Was sich schon dadurch etwas entschärfte, daß man 
i.d.R. erst mal Details vom Kunden erfragen mußte. Falls das Problem die 
Möglichektien des Level 3 Supports überstieg, hatte auch ein Entwickler 
Rufbereitschaft den ich dann wiederum aktivieren konnte.

Bezahlt wurden dafür pro Werktag 3 Stunden. Pro Wochenend-/Feiertag 4 
Stunden. Für eine Woche ohne Feiertag also (5*3 + 2*4) = 23 Stunden. Zum 
Stundenlohn der sich aus dem individuellen Arbeitsvertrag ergab. Und das 
rein für die Rufbereitschaft.

Das fanden wir alle fair. Später wurden wir von einem großen multi- 
nationalen Konzern übernommen, bei dem wir ca. das Doppelte bekommen 
haben. Dann fanden sich immer mehr als genug Freiwillige, die eine Woche 
Rufbereitschaft übernahmen (danach zwangsweise eine Woche Pause) weil 
sie die Kohle brauchten.

Einsätze außerhalb der regulären Arbeitszeit wurden als Überstunden 
abgegolten. Und zwar mit dem 1.5-fachen Stundensatz außerhalb der 
normalen Arbeitszeit. Und dem 2-fachen Stundensatz in der Nacht 
(22:00-6:00 Lokalzeit) oder am Sonnabend/Sonntag/Feiertag. Angebrochene 
Stunden zählten ganz. Man hatte die Wahl sich Einsätze auszahlen zu 
lassen oder abzubummeln. Letzteres allerdings nur in den nächsten 7 
Tagen nach dem Einsatz (sonst gabs halt Kohle).

von Rick M. (rick-nrw)


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Axel Schwenke schrieb:
> Die Rufbereitschaft umfaßte einen Zeitraum von 7*24h. In dieser Zeit
> mußte man telefonisch erreichbar sein

Wie oft wurdest du in dieser Zeit im Schnitt angerufen?

von Norbert M. (Gast)


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c. m. schrieb:
> mo-fr, nach der regulären arbeitszeit, drei stunden
> und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft machen soll/kann
> was haltet ihr davon? lächerlich, unverschämt oder akzeptabel?

Unverschämt. Und bei den angebotenen 1,60/Stunde sogar höhnisch, imo.
Offensichtlich ist der Chef ein Knauserer oder Ausbeuter, der sich 
entweder nicht genung Personal leisten kann oder will. In beiden Fällen 
sollte man Abstand von so einer Firma nehmen.

von Stephan H. (stephan2807)


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c. m. schrieb:
> die 1,6€ sind netto.

Sind dann wohl so knapp 3€ Brutto. Wenig, wenn du für die Zeit den 
Kindern nichts versprechen kannst, nicht Wandern / ins Schwimmbad 
kannst, das Fußballspiel ggf. absagen musst, ... . Keine Feiern, etc.

Auf Vertrauensbasis - wir rufen dich ggf. an und du machst so gut es 
halt geht - sind die knapp 3€ vielleicht angemessen, mit definierter 
Verfügbarkeit nicht.
Ansonsten allenfalls mit reduzierter Verfügbarkeit "8/12 Fällen 
innerhalb von 1h (Wochenende 4h) angenommen, max. 1 Fall / Tag".

Ich bin zwar kein Freund der Fern-Verurteilungen, hier werdet ihr aber 
über den Tisch gezogen.
Rund 4.000€/Jahr an Lohnkosten (für alle zusammen) ist vmtl. weniger als 
die Koordination der Rufbereitschaft kostet.

von Gerd E. (robberknight)


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c. m. schrieb:
> mein arbeitgeber bietet mir an das ich mo-fr, nach der regulären
> arbeitszeit, drei stunden und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft
> machen soll/kann - abwechselnd mit 3 kollegen.
> pro monat wären das dann, urlaub/krankheit der kollegen eingerechnet,
> wohl 2 wochen, also 50 stunden.

überleg das mal zuende: wenn du dir nicht extra dafür urlaub nimmst, 
kannst du quasi nur noch 2 tage pro monat in ruhe einkaufen (samstag) 
oder an 4 tagen pro monat tagsüber spazieren/wandern/radfahren/... gehen 
(mir gerade im winter sehr wichtig, da ist es abends düster).

das fände ich schon eine sehr deutliche einschränkung meiner freizeit. 
dafür finde ich die 1,60 EUR / h nen schlechten witz.

zum einen würde ich da deutlich mehr für verlangen. zum anderen dafür 
sorgen daß du ausreichend reaktionszeit bekommst um das haus wieder 
verlassen zu können. also z.b. antwort/beginn fernwartung innerhalb von 
2h nach anruf oder so ähnlich.

von Hans Ulli K. (Gast)


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Norbert M. schrieb:
> c. m. schrieb:
>> mo-fr, nach der regulären arbeitszeit, drei stunden
>> und sa/so jeweils 5 stunden rufbereitschaft machen soll/kann
>> was haltet ihr davon? lächerlich, unverschämt oder akzeptabel?
>
> Unverschämt. Und bei den angebotenen 1,60/Stunde sogar höhnisch, imo.
> Offensichtlich ist der Chef ein Knauserer oder Ausbeuter, der sich
> entweder nicht genung Personal leisten kann oder will. In beiden Fällen
> sollte man Abstand von so einer Firma nehmen.

Du bist aber nicht am arbeiten, sondern wartest auf deine Arbeit !

Stephan H. schrieb:
> c. m. schrieb:
>> die 1,6€ sind netto.
>
> Sind dann wohl so knapp 3€ Brutto. Wenig, wenn du für die Zeit den
> Kindern nichts versprechen kannst, nicht Wandern / ins Schwimmbad
> kannst, das Fußballspiel ggf. absagen musst, ... . Keine Feiern, etc.
>

Nein, du hast deine "Reaktionszeit"

So, nun zu meiner Person.
Ich mache von Zeit zu Zeit auch mal Rufbereitschaft und kenne das 
Spielchen.

Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man 
in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein.
D.h. ein Kindergeburtstag geht, nur wenn das Telefon klingelt muss Vati 
laufen ...

von Hans Ulli K. (Gast)


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Gerd E. schrieb:
> zum einen würde ich da deutlich mehr für verlangen. zum anderen dafür
> sorgen daß du ausreichend reaktionszeit bekommst um das haus wieder
> verlassen zu können. also z.b. antwort/beginn fernwartung innerhalb von
> 2h nach anruf oder so ähnlich.

Eine Stunde ist normal, so kenne ich es.

von Uhu U. (uhu)


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Hans Ulli Kroll schrieb:
> Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man
> in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein.

Das isst aber keine Rufbereitschaft, denn ein fester Internetzugang muss 
in der Zeit erreichbar sein und der fürsorgliche Chef ist zu geizig, 
Geld in einen UMTS-ugang zu investieren - was ie mickrige "Vergütung" 
erklärt, die eher eine Verhöhnung ist und dass du dich offenbar mit 
Genuss über den Tisch ziehen lässt, ist kein Argument dafür, dass andere 
das auch tun müssen...

Beitrag "Re: Realitätsabgleich bitte - Rufbereitschaft für 1,60€/h" lesen bildet...

von Hans Ulli K. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hans Ulli Kroll schrieb:
>> Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man
>> in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein.
>
> Das isst aber keine Rufbereitschaft, denn ein fester Internetzugang muss
> in der Zeit erreichbar sein und der fürsorgliche Chef ist zu geizig,
> Geld in einen UMTS-ugang zu investieren - was ie mickrige "Vergütung"
> erklärt, die eher eine Verhöhnung ist und dass du dich offenbar mit
> Genuss über den Tisch ziehen lässt, ist kein Argument dafür, dass andere
> das auch tun müssen...
>
> Beitrag "Re: Realitätsabgleich bitte - Rufbereitschaft für 1,60€/h" lesen bildet...

Dann ist das aber Bereitschaftsdienst, keine Rufbereitschaft
Es gibt da leider Unterschiede.
Die Frage ist auch wo er sich befindet, Stadt/Land usw.

Als es noch kein Internet/Handy usw. gab, hatte es auch schon 
Rufbereitschaften gegeben.
Dann kam irgendwan der Europieper und Altvorderen durften zum nächsten 
Telefon hechten um bei der Firma anzurufen. Danach sind diese denn in 
die Firma gefahren.
Ich kenne das aus meiner Jugend und das auch mit dem Reaktionszeiten von 
1h

Der TO brauch ja nur ggf. nur Heim zu fahren und hat festes Internet.
D.h. in der Stadt würde es problemlos gehen.
Nur wenn du in Hamburg wohnst und machst einen Ausflug nach München geht 
es natürlich nicht.

Oder er macht halt Homeoffice ...

von Stephan H. (stephan2807)


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Hans Ulli Kroll schrieb:
> Nein, du hast deine "Reaktionszeit"

Schon klar, widerspricht aber meinen Beispielen nicht:
- den Kindern 1 Tag im Zoo versprochen: Essig
- Wandern: 4 Stunden ohne Handyempfang / Rechner-Erreichbarkeit; geht 
nicht
- Schwimmbad: 2 Stunden kein Blick aufs Handy; sehr kritisch
- Fußballspiel: 1 Stunde vor dem Spiel der Supportfall > Absagen
- Feier: nix trinken, ok dann geht's vmtl.

Hans Ulli Kroll schrieb:
> Man kann in der Rufbereitschaft ja machen was man will, nur sollte man
> in der angegebenen Zeit auf der Arbeit sein.

Und damit den Anruf entgegen nehmen / in definierter Zeit auf die 
Mailbox reagieren können, laufende Aktivitäten abbrechen können, die 
Arbeit in der angegebenen Zeit erreichen können und dabei voll 
arbeitstüchtig sein.
Das ganze vmtl. Wochentags zur einzigen Zeit in der man noch was machen 
kann und am Wochenende mitten im Tag.

Tariflich sind die 3€/Stunde Brutto (gut 70€/Woche) vmtl. sogar ok. Nur 
ist damit der ganze Tag versaut.
Dann gleich 24h-Rufbereitschaft zu 240€/Woche. Immerhin ist dann auch 
mal später Anfangen drin wenn die Ruhepause von 11h unterschritten wird.

Aber Tarif Hin oder Her. Guten Leuten sollte man ein gutes Angebot für 
Mehrleistung machen. 5.000€/Jahr (inkl. Arbeitgeberanteil an der SV) an 
Lohnkosten für 25h Rufbereitschaft jede Woche sind ein Witz.

Hans Ulli Kroll schrieb:
> D.h. ein Kindergeburtstag geht, nur wenn das Telefon klingelt muss Vati
> laufen ...

Die Kinder werden es lieben.
Bleibt die Hoffnung: bei regelmäßigen Einsätzen ist Rufbereitschaft 
ohnehin nicht zulässig.

Und in jedem Fall die Regelung für die Einsätze nicht vergessen: jede 
angefangene Stunde, Arbeitszeit mit Zuschlägen, Anfahrtszeit 
üblicherweise ohne Zuschläge.

von Hans Ulli K. (Gast)


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Stephan H. schrieb:
> Tariflich sind die 3€/Stunde Brutto (gut 70€/Woche) vmtl. sogar ok. Nur
> ist damit der ganze Tag versaut.
> Dann gleich 24h-Rufbereitschaft zu 240€/Woche. Immerhin ist dann auch
> mal später Anfangen drin wenn die Ruhepause von 11h unterschritten wird.
>
> Aber Tarif Hin oder Her. Guten Leuten sollte man ein gutes Angebot für
> Mehrleistung machen. 5.000€/Jahr (inkl. Arbeitgeberanteil an der SV) an
> Lohnkosten für 25h Rufbereitschaft jede Woche sind ein Witz.
>
> Hans Ulli Kroll schrieb:
>> D.h. ein Kindergeburtstag geht, nur wenn das Telefon klingelt muss Vati
>> laufen ...
>
> Die Kinder werden es lieben.
> Bleibt die Hoffnung: bei regelmäßigen Einsätzen ist Rufbereitschaft
> ohnehin nicht zulässig.
>
> Und in jedem Fall die Regelung für die Einsätze nicht vergessen: jede
> angefangene Stunde, Arbeitszeit mit Zuschlägen, Anfahrtszeit
> üblicherweise ohne Zuschläge.

Rufbereitschaft ist nur für die nicht planbare Arbeitszeit gedacht !

Ich hoffe für dich, das du mit deinen Kindern am WE nicht im 
Phantasialand im Brühl warst. Die Techniker/Handwerker von den 
Stadtwerken Brühl haben sich richtig gefreut.
Und da dürften nach meiner Meinung ca. 5-10 Leute am laufen gewesen 
sein. Ich tippe drauf das die teilweise auch nachalarmiert haben, also 
Leuto die nicht die Rufbereitschaft waren.

Und das nicht um die Leute mit Strom aus den Fahrgeschäften zu befreien.

Wie gesagt ich keine das selber und mache selber Rufbereitschaft.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Rick McGlenn schrieb:
> Axel Schwenke schrieb:
>> Die Rufbereitschaft umfaßte einen Zeitraum von 7*24h. In dieser Zeit
>> mußte man telefonisch erreichbar sein
>
> Wie oft wurdest du in dieser Zeit im Schnitt angerufen?

Selten. Wir hatten nur gut zwei handvoll Kunden, die überhaupt den 
(sündhaft teuren) Supportvertrag mit 24x7 Eskalation gekauft haben. Wenn 
ich in 4 Bereitschaftswochen einen Einsatz hatte, dann war das viel.

Zwar wurden die Einsätze selber separat vergütet, aber ich verstehe 
deinen Punkt: man will bei einer Rufbereitschaft (zumal für kleines 
Geld) nicht für jedes Pillepalle-Problemchen aus dem Tiefschlaf 
geklingelt werden. Wenn das firmenintern ist, dann kann es helfen wenn 
die IT-Abteilung für Einsätze zumindest symbolische Rechnungen an die 
Verursacher verschickt. Z.B. daß die Kosten für Einsätze auf das Budget 
der verursachenden Abteilung gehen.

von Xyz X. (Firma: xyz) (khmweb)


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zu meiner Zeit als Angestellter Systemprogrammierer: Wenn das Prob nicht 
am Tel. gelöst werden konnte, fuhr der, der Bereitschaftsdienst hatte 
hin und löste das Problem so lang es eben dauerte. Es erfolgte tarifl. 
Vergütung in Form von Freizeit mit Nachtzuschlag, Feiertags-Zuschlag 
etc. was anlag.

von Uhu U. (uhu)


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Hans Ulli Kroll schrieb:
> Dann ist das aber Bereitschaftsdienst, keine Rufbereitschaft

Sag ich doch - lesen ist wohl nicht dein Ding...

von Jeffrey L. (the_dude)


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ich war vor langer Zeit mal bei einem mittelständischen 
Automobilzulieferer beschäftigt. Dort verstand man unter 
Rufbereitschaft, dass Du bei Anruf in die Firma kommen musstest, 
ausschließlich Nachts und am WE.
Telefonisch war in meinem Tätigkeitsfeld wenig auszurichten.

Als Bezahlung bekam man je Tag 2,50€ netto zzgl. die Arbeitszeit auf das 
Gleitzeitkonto.
Der Betriebsrat hat uns Mitarbeiter damals an die Geschäftsführung 
buchstäblich verkauft und der IGM war's egal.

Für mich Grund genug zu kündigen.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Das waer dann ein Fall fuer : "Wir hatten grad ein Bier. Ich bin leider 
ueber dem gesetzlich erlaubten Alkohol Pegel. Darf daher nicht fahren."

von Xyz X. (Firma: xyz) (khmweb)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> je Tag 2,50€ netto

Sollten das (Bus-)-Fahrkosten sein?
Keine Nachtzuschläge etc. auf die Arbeitszeit?
Da wär ich mir auch "verkauft" vorgekommen.

Jetzt Nicht schrieb:
> Das waer dann ein Fall fuer

Wenns erlaubt ist. Wir durften seinerzeit nicht während des 
Bereitschafsdienstes.

von Uhu U. (uhu)


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Karl-Heinz M. schrieb:
> Wenns erlaubt ist. Wir durften seinerzeit nicht während des
> Bereitschafsdienstes.

...das erhöht den Stundenlohn um den Preis der nicht getrunkenen 
Halben...

von Xyz X. (Firma: xyz) (khmweb)


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:-) Naja, dafür später dann aber ... ;-)

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