Hallöchen,
mich würde es interessieren ob es hier Studenten gibt, welche das
berufsbegleitende Studium "Software Engineering for Embedded Systems" in
Kaiserslautern besuchen oder besucht haben die mir ihre Erfahrungen
darüber berichten könnten.
Ich erwäge eventuell diesen Studiengang zu belegen und möchte daher
natürlich wissen ob dieser etwas taugt oder nicht.
Laut
http://www.fernstudiumcheck.de/fernstudium/it-medien-kommunikation/programmierung/softwareentwickler/3250-tu-kl?r=4
ist die Bewertung nur durchschnittlich und die Organisation ist wohl
relativ chaotisch (wahrscheinlich weil dieser Studiengang recht neu
ist).
Darum würden mich noch weitere Meinungen interessieren ob sich dieser
Eindruck bestätigt.
Grüßle
Dome
Die Bewertung sieht doch noch ganz OK aus, ist aber, aufgrund der
geringen Zahl an Einzelbewertungen sowieso nicht statistisch relevant.
Das heißt, dieses Bewertungsportal hilft dir bei diesem Studiengang
nicht weiter.
Was man grundsätzlich sagen kann ist, dass alle Fernstudiengänge, die
von normalen Präsenzhochschulen als Anhängsel betrieben werden, die
gleichen Probleme haben:
* Zusammengewürfelte Fächer, Module und Lehrmaterial
Es wird aus den vorhandenen Präsenzvorlesungen irgendwas für's
Fern-/Online-Studium zusammengezimmert. Die Fernstudiengänge haben immer
die niedrigere Priorität, nach den Präsenzstudiengängen.
Zum Teil sind die Professoren dazu verdonnert worden ein entsprechendes
Modul für einen Fernstudiengang anzubieten. Dementsprechend sieht das
Zeug aus.
* Fernstudiengänge die doch nicht so "Fern" sind
Die typischen Präsenzhochschulen können es einfach nicht lassen auch bei
Fernstudiengänge einen Präsenzteil einzubauen. Die kommen einfach nicht
davon los, dass Studenten vor einem zu sitzen haben.
Bei dem angegebenen Studiengang geht es sogar noch. Ich habe schon
welche gesehen, da mussten die Studenten jeden Freitag antreten. Das war
mehr ein Nahstudium.
* Ablauf der Bachelor-/Diplom-/Master-Arbeit
Die Hochschulen haben meist keine Laborkapazitäten für die
Abschlussarbeiten von Fernstudenten. Es wird normalerweise erwartet,
dass der Student die Arbeit bei seinem Arbeitgeber schreibt. Das geht
aber nur dann, wenn der Arbeitgeber das mit macht. Hat man diese
Unterstützung nicht, dann ist man gekniffen. Und es gibt eine ganze
Menge Arbeitgeber, die nichts davon halten, dass ein Mitarbeiter
nebenbei studiert. Nicht nur, weil das eine Doppelbelastung ist und der
Mitarbeiter dann nicht mehr so viel im Betrieb leistet, sondern auch,
weil der Mitarbeiter nach dem Abschluss es eventuell wagt mehr Gehalt zu
fordern.
Zu einem anderen Betrieb kann man normalerweise nicht gehen, man steht
also nach x-Semestern ohne Abschlussarbeit und damit ohne Abschluss da.
Jay schrieb:> Ich habe schon> welche gesehen, da mussten die Studenten jeden Freitag antreten. Das war> mehr ein Nahstudium.
Nun 1x die Woche statt 3-5x ist doch ein Unterschied.
Wer wirklich keine Präsenz will, soll an die FU Hagen.
Ansonsten macht doch Präsenz auch Sinn, gerade im Bereich EIT
Hi,
ich absolviere den Master gerade. Nun das erste Semester war zäh und
eher trocken mit Ausnahme eines Faches SW development waren die anderen
eher langweilig. Jedoch die nächsten Semester, da gehts zur Sache mit
sehr interessanten und praxisnahen Fächern und auch praktischem Anteil.
Ein SW Projekt im Team welches man am Ende nach den Prüfungen auch
vorführen muss, das volle Program von Requirements Engineering bis hin
zur Integration, Auslieferung, also das komplette V-Modell. Vom
Zeitaufwand ist es absolut machbar, aber ich will auch ehrlich sein
teilweise schwierig wenn man keine Vorkenntnisse für keines der Fächer
hat. Bis jetzt habe ich es nicht bereut und zum Abschluss solltest du
noch wissen das der komplette Studiengang auf Englisch ist und außerdem
gibt es Bedingungen die du erfüllen musst um aufgenommen zu werden und
der Studiengang ist international wir haben viele Studenten aus aller
Welt mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen. Alle mit
eigenen Gründen warum Sie diesen Studiengang durchführen wollen.
"Zugang erhalten auch Bewerberinnen und Bewerber ohne ersten Hochschulabschluss. Sie müssen über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, eine mehrjährige einschlägige berufliche Tätigkeit vorweisen können und eine Eignungsprüfung bestehen."
Kann man also jetzt direkt einen Master ohne vorhergehenden Bachelor
erhalten? Ist das nicht irgendwie unsinnig?
dub schrieb:> Vom> Zeitaufwand ist es absolut machbar, aber ich will auch ehrlich sein> teilweise schwierig wenn man keine Vorkenntnisse für keines der Fächer> hat....
Darf ich fragen was du vorher gemacht/studiert hast? Wie viel Stunden
investierst du zusätzlich in das Studium pro Woche?
> ....solltest du> noch wissen das der komplette Studiengang auf Englisch ist und außerdem> gibt es Bedingungen die du erfüllen musst um aufgenommen zu werden
Ja das ist mir bewusst. Wie hast du deine Englischkenntnisse
nachgewiesen? Muss ich zwangsweise einen TOEFL, CPE oder sonstiges
vorweisen?
Dome schrieb:> Darf ich fragen was du vorher gemacht/studiert hast? Wie viel Stunden> investierst du zusätzlich in das Studium pro Woche?>
durschnittlich 10-12 Stunden an Wochenenden oder wenn du Zeit hast unter
der Woche. Habe Elektrotechnik studiert (bachelor) und arbeite momentan
bei einem TIER1. Der Studiengang ist geeignet wenn du in die Richtung
Teamleiter oder Systementwicklung möchtest, du wirst keine bestimmten
Programmiersprachen eingehämmert kriegen sondern allgemein wie
entwickelt man SW für embedded Systeme. Das ganze V Modell von links
nach rechts.
> Ja das ist mir bewusst. Wie hast du deine Englischkenntnisse> nachgewiesen? Muss ich zwangsweise einen TOEFL, CPE oder sonstiges> vorweisen?
mit einem TOEFL Test habe ich das nachgewiesen, das wird akzeptiert oder
wenn du längere Zeit in einem englischsprachigen Land verbracht hast und
das nachweisen kannst.
Franz Eder schrieb:> Ansonsten macht doch Präsenz auch Sinn, gerade im Bereich EIT
Es untergräbt die Idee eines Fernstudium, noch dazu eines
berufsbegleitendes. In Zeiten von Online-Systemen aller Art ist es ein
Anachronismus.
Es ist ja nicht mehr so wie in den alten Zeiten, als Fernstudium
ausschließlich bedeutete man bekam Studienmaterial und Aufgaben per Post
und sendete die Lösungen per Post zurück ohne weitere
Interaktionsmöglichkeiten.
Aber wie gesagt, bei dem angegebenen Studiengang geht es noch. Anders
bei der Masterarbeit. Das bleibt weiter besehen wenn man ohne
Unterstützung des Arbeitgebers studiert.
Jay schrieb:> Es untergräbt die Idee eines Fernstudium, noch dazu eines> berufsbegleitendes.
Kann man nicht mehr arbeiten, weil man am Freitag nachmittag in die
Hochschule muss?
Sonst ist es doch so, Vorlesungen Mo vormittag, Dienstag
morgens+nachmittag, Mittoch nachmittags, Do Morgens + Nachmittag Freitag
frei.
So könnte ein Vorlesungsplan an einer Uni aussehen.
Da geht dann kein arbeiten mehr.
Aber Freitag? Klar wer aus Berlin kommt und nach Kaisl. muss, der hat
halt Pech. Aber es gibt ja div. Hochschulen die sowas anbieten.
Vielen Dank für deine Antwort dub. Hat mir schon ein bisschen
weitergeholfen.
Mir persönlich wäre vom fachlichen her auch ein Präsenzstudium lieber,
aber das ist aus finanziellen Gründen einfach nicht machbar. Darum
möchte ich diesen Weg versuchen.
Dome schrieb:> Mich wundert auch eine Passage unter der Überschrift "Zielgruppe">
(http://www.zfuw.uni-kl.de/fernstudiengaenge/science-engineering/software-engineering-for-embedded-systems/):
> "Zugang erhalten auch Bewerberinnen und Bewerber ohne ersten> Hochschulabschluss. Sie müssen über eine Hochschulzugangsberechtigung> verfügen, eine mehrjährige einschlägige berufliche Tätigkeit vorweisen> können und eine Eignungsprüfung bestehen."
Kann noch jemand was zu diesem Abschnitt sagen? Sehe ich das richtig so?
Wenn ja ist mir wohl der ganze Bologna Prozess noch nicht ganz klar
gworden.
Pumuckl schrieb:> Mit dem Fernstudium Master Elektrotechnik ist es in Hagen seit geraumer> Zeit vorbei.> War wirklich eine gute Alternative zum Präsenzstudium.
Was war da "Gut"?
Die FernUni Hagen wirbt dauernd mit ihrer "jahrzehnte"-langen Erfahrung.
Aber muß einen Studiengang einstellen, weil jeder nach 1-2 Semester
hinschmeißt!
Sowas kann man als "totalversagen" der Herren und Damen Hochschullehrer
sehen.
Juckt aber diese nicht, haben ja ohne Studenten keine Arbeit!
Und so machen die ihren guten Schnitt:
Null Abeit bei vollen Bezügen!
Was für Flaschen sitzen den in Düsseldorf im Wissenschaftsministerium,
dass die diesen Spuk nicht ein Ende machen!
Fernstudium liegt vielen halt nicht. Dazu viele beruflich Qualifizierte,
die meinen jetzt haben sie den Fachwirt in ein paar Monaten gemacht und
sind studierfähig.
An normalen Unis kommen oft auch nur 10-50% zum Abschluss, und?
Franz Eder schrieb:> Kann man nicht mehr arbeiten, weil man am Freitag nachmittag in die> Hochschule muss?
Erstens begannen bei jenem besagtem "Fernstudium" von dem ich redete die
Präsenzveranstaltungen Freitags um 8:00 und zweitens, wenn man dafür
durch die halbe Republik reisen muss, dann ist der Tag auch dann hinüber
wenn die Veranstaltungen nachmittags beginnen. Von den Reise- und
Übernachtungskosten gar nicht zu reden.
Das ist ja genau einer der Punkte, den berufsbegleitenden
"Fernstudien"anbieter an Präsenzunis immer vergessen. Sie sind eben
nicht der Nabel der Welt oder Republik, und regelmäßige Abwesenheit
eines Mitarbeiters wird in vielen Betrieben gar nicht gerne gesehen. Das
ist nun mal die harte Realität der Arbeitswelt.
> Aber Freitag? Klar wer aus Berlin kommt und nach Kaisl. muss, der hat> halt Pech. Aber es gibt ja div. Hochschulen die sowas anbieten.
Es gibt eben wenige die das richtige Fach, bezahlbar, in einer guten
Qualität, unter für Arbeitnehmern wirklich vernünftigen Bedingungen
anbieten.
Zurück zu Kaiserslautern:
Die in Kaiserslautern fordern ja sehr wenig Präsenz. Das ist schon mal
ein Schritt in die richtige Richtung. Aber ehrlich gesagt, das könnten
sie auch auf Null setzen. Es sieht halt mehr nach Ausleben dieses
inneren Drangs nach Präsenz aus, den Präsenzunis bei Fernstudien haben.
Dome schrieb:> Dome schrieb:>> Mich wundert auch eine Passage unter der Überschrift "Zielgruppe">>> (http://www.zfuw.uni-kl.de/fernstudiengaenge/scienc...>> "Zugang erhalten auch Bewerberinnen und Bewerber ohne ersten>> Hochschulabschluss. Sie müssen über eine Hochschulzugangsberechtigung>> verfügen, eine mehrjährige einschlägige berufliche Tätigkeit vorweisen>> können und eine Eignungsprüfung bestehen.">> Kann noch jemand was zu diesem Abschnitt sagen? Sehe ich das richtig so?
Rheinland-Pfalz hat eine Sonderregelung im Landeshochschulgesetz, dass
Leute mit Berufserfahrung in der Tat ohne Bachelor in ein
Weiterbildungsstudium, das mit einem Master abschließt, einsteigen
können. Die große Frage ist, wie das mit den ECTS-Punkten aussieht. D.h.
ob die nachträglich ECTS-Punkte für die Berufserfahrung bekommen.
Wenn das nicht der Fall ist, dann haben die ein Problem mit der
EU-Anerkennung dieses Masters. Eventuell sogar mit der Anerkennung in
anderen Bundesländern wenn es dort nach ECTS-Punkten geht und nicht rein
nach Titel.
Du kannst ja mal bei der Studienberatung in Kaiserslautern anrufen und
fragen wie das in diesem Fall mit den Punkten und der Anerkennung ist.
Jay schrieb:> Das ist ja genau einer der Punkte, den berufsbegleitenden> "Fernstudien"anbieter an Präsenzunis immer vergessen. Sie sind eben> nicht der Nabel der Welt oder Republik, und regelmäßige Abwesenheit> eines Mitarbeiters wird in vielen Betrieben gar nicht gerne gesehen. Das> ist nun mal die harte Realität der Arbeitswelt.
Genauso wenig ist aber der Student der Nabel der Welt.
Er will einen Master?
Ok hier Vollzeit an der Hochschule X.
Wie kannste/willste/haste nicht? Willst arbeiten, Geld verdienen,
nebenbei studieren?
Ok da da da da da gibt es Studiengänge die gehen neben dem Job, ggf. mit
Präsenz?
Wie willste auch nicht?
Pech.
Und zu den AG, jeder vernünftige! AG unterstützt seinen MA dabei.
Außer man will nur einen billigen Bachelorsklaven, der eh auf einer
Techniker oder Sachbearbeiter Stelle hockt und dem zuviel Wissen Angst
macht da:
a)
Der Mitarbeiter evtl. abhaut
b)
Der Mitarbeiter dann zuviel kostet (oder dann a macht)
c)
Der Mitarbeiter dann evtl. am Stuhl vom Chef sägt.
kempa schrieb:> Dir ist bewusst das der Master ist? (M.Eng)...
Du kannst auch nen Trabbi einen Hengst von Ferrari kleben, dann ist es
aber immer noch kein Ferrari.
dub schrieb:> ich absolviere den Master gerade. Nun das erste Semester war zäh und> eher trocken mit Ausnahme eines Faches SW development waren die anderen> eher langweilig. Jedoch die nächsten Semester, da gehts zur Sache mit> sehr interessanten und praxisnahen Fächern und auch praktischem Anteil.> Ein SW Projekt im Team welches man am Ende nach den Prüfungen auch> vorführen muss, das volle Program von Requirements Engineering bis hin> zur Integration, Auslieferung, also das komplette V-Modell.
Also doch kein Studium, mehr Lehrgang für dödeliges Praxiszeugs das
jeder Kasper auch so hinbekommt.
> noch wissen das der komplette Studiengang auf Englisch ist und außerdem
Auch so eine Pseudoanspruchsvollelement umd den Müll interantional
erscheinen zu lassen.
> gibt es Bedingungen die du erfüllen musst um aufgenommen zu werden und> der Studiengang ist international wir haben viele Studenten aus aller
Da haben wir es ja schon 'international' - LOL.
> Welt mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen. Alle mit> eigenen Gründen warum Sie diesen Studiengang durchführen wollen.
Alle drauf reingefallen.
Moin,
Bin derzeit auch an diesem Studiengang eingeschrieben. Habe nun die
ersten 3 Semester absolviert. Hier einige Punkte:
-Ablauf: Es gibt zu jedem Fach ein Skript, zum Semesterende werden diese
vor Ort in KL geprüft. Einzige Interaktion mit dem IESE sind
irgendwelche Onlinesessions in welchen man Fragen stellen kann. Als
Platform für die Foren/Datenaustausch kommt Moodle zum Einsatz. Die
Onlinesessions waren meistens auf Webex.
-Alle Tutoren arbeiten primär mal beim IESE. Die Betreuung des Kurses
hat deutlich geringere Priorität. Fachkundig und engagiert sind sie
jedoch (fast) alle...
- Die ersten 2 Semester sind meiner Meinung nach ziemlich theoretisch,
das da gelernte in der Praxis anzuwenden finde ich schwierig. Das 3.
Semester ist diesbezüglich besser.
-Vom Aufwand her ist das 3. Semester um einiges intensiver als die
beiden vorangegangenen.
-Die Skripts sind qualitativ ganz gut. Ob sie auch aktuell sind wage ich
bei einigen wenigen zu bezweifeln.
-Präsenzmodule: Die erste Woche welche am Ende des 2. Semesters
stattfindet war für nix, die zweite Woche welche zum Ende des 3.
Semesters stattfindet war für mich als Simulink-Unkundiger lehrreich.
Cheers
old fart schrieb:> Da haben wir es ja schon 'international' - LOL.>
Und was bitte ist an 'International' so schlecht? Die Welt ist größer
als nur die Bundesrepublik Deutschland. Ich finde der Studiengang
profitiert von dieser großen Vielfalt und verschiedenen beruflichen
Hintergründen. Außerdem ist es interessant andere Bildungskulturen
kennenzulernen.
> Also doch kein Studium, mehr Lehrgang für dödeliges Praxiszeugs das> jeder Kasper auch so hinbekommt.
Das wage ich doch stark zu bezweifeln, ohne entsprechende Grundlagen
bekommt das nicht jeder hin. Hier werden wichtige Techniken vermittelt
für große/komplexe und auch langjährige Projekte, da muss man erstmal
lernen wie man vorgeht wenn man sowas noch nie gemacht hat, sonst endet
das Projekt im Chaos.
Jay schrieb:>> Du kannst ja mal bei der Studienberatung in Kaiserslautern anrufen und> fragen wie das in diesem Fall mit den Punkten und der Anerkennung ist.
zur Info:
"Der Fernstudiengang ist für die Vergabe des akademischen Grades Master
of Engineering akkreditiert. Verantwortliche Agentur für die
Durchführung des Akkreditierungsverfahrens: ASIIN (www.asiin.de)"
Jay schrieb:> in der Tat ohne Bachelor in ein> Weiterbildungsstudium, das mit einem Master abschließt, einsteigen> können. Die große Frage ist, wie das mit den ECTS-Punkten aussieht. D.h.> ob die nachträglich ECTS-Punkte für die Berufserfahrung bekommen.
Es kann doch nicht ein Bundesland einfach gegen ein europaweit
standardisiertes Verfahren widersprechen und sagen man bekommt einen
offiziellen Master Abschluss (der ja nach diesem Bologna Prozess
definiert ist) ohne vorhergehenden Bachelor Abschluss ?
Jay schrieb:> Wenn das nicht der Fall ist, dann haben die ein Problem mit der> EU-Anerkennung dieses Masters. Eventuell sogar mit der Anerkennung in> anderen Bundesländern wenn es dort nach ECTS-Punkten geht und nicht rein> nach Titel.
Na ich hoffe sogar, dass es so ist. Wäre ja unfair gegenüber anderen,
die den Bachelor gemacht haben.
Hoeseler schrieb:> Die ersten 2 Semester sind meiner Meinung nach ziemlich theoretisch,> das da gelernte in der Praxis anzuwenden finde ich schwierig. Das 3.> Semester ist diesbezüglich besser.
Sehe ich das vom Modulplan her richtig, dass dieser Studiengang weniger
technisch sondern eher prozessorientiert ist (Requirements Engineering,
Project Management, Software product line engineering usw)? Also wie dub
bereits erwähnt hat, eher was für Team-/Projektleiter anstatt für reine
Entwickler?!
Dome schrieb:> Jay schrieb:>> in der Tat ohne Bachelor in ein>> Weiterbildungsstudium, das mit einem Master abschließt, einsteigen>> können. Die große Frage ist, wie das mit den ECTS-Punkten aussieht. D.h.>> ob die nachträglich ECTS-Punkte für die Berufserfahrung bekommen.>> Es kann doch nicht ein Bundesland einfach gegen ein europaweit> standardisiertes Verfahren widersprechen und sagen man bekommt einen> offiziellen Master Abschluss (der ja nach diesem Bologna Prozess> definiert ist) ohne vorhergehenden Bachelor Abschluss ?
Passiert das nicht in Darmstadt auch so ? Als Feigenblatt muss man dort
aber zuvor noch ein "Aufbaustudium" ablegen und kann anschließend vom
Meister, Techniker und anscheint fachfremden Studium (man warb mit einer
Betriebswirtin die jetzt im Master ist) (unabhängig vom Schulabschluss)
in deren Master einsteigen.
Ich wusste gar nicht, dass IESE was mit Embedded Systems macht.
Sind die Kollegen so fit im Thema oder geht es nur um Software
Engineering?
Ich habe es mir auch mal überlegt mit Dipl.-Ing(FH) noch Master
berufsbegleitend anzuhängen. Jedoch bin ich am zweifeln, da es mich
beruflich nicht weiterbringt und nur mein Horizont erweitern würde.
Einige Profs kenne ich sogar noch. Prof. Dr. A. Poetzsch-Heffter war
früher an der Fernuini Hagen. Seine Vorlesungen waren früher eigentlich
ganz gut.
Dome schrieb:> Jay schrieb:>> in der Tat ohne Bachelor in ein>> Weiterbildungsstudium, das mit einem Master abschließt, einsteigen>> können. Die große Frage ist, wie das mit den ECTS-Punkten aussieht. D.h.>> ob die nachträglich ECTS-Punkte für die Berufserfahrung bekommen.>> Es kann doch nicht ein Bundesland einfach gegen ein europaweit> standardisiertes Verfahren widersprechen und sagen man bekommt einen> offiziellen Master Abschluss (der ja nach diesem Bologna Prozess> definiert ist) ohne vorhergehenden Bachelor Abschluss ?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Innerhalb von Deutschland kann ein
Bundesland im Bildungsbereich erst mal machen was es will. Wie es so
schön heißt "Bildung ist Ländersache".
In wieweit der Bologna-Prozess so etwas erlaubt oder zumindest
Schlupflöcher bietet weiß ich nicht. Bei Bologna ist es allerdings so,
dass häufig behauptet wird, dass der Bologna-Prozess etwas vorschreibt,
was gar nicht der Fall ist. Wir Deutschen wollten bei Bologna mal wieder
der Musterknabe sein und haben es mit Bologna ziemlich übertrieben.
> Sehe ich das vom Modulplan her richtig, dass dieser Studiengang weniger> technisch sondern eher prozessorientiert ist (Requirements Engineering,> Project Management, Software product line engineering usw)? Also wie dub> bereits erwähnt hat, eher was für Team-/Projektleiter anstatt für reine> Entwickler?!
Ich fand die ursprüngliche Bemerkung von dub etwas merkwürdig. Ein
INgenieur ist kein reiner Entwickler. Es hat nichts mit -Leitung zu tun
wenn ein Ingenieur Requirements Engineering (merkste was? :-)) macht.
Natürlich sollte er auch in der Lage sein Planungsarbeiten, ob für das
Projektmanagement oder Software Product Line Engineering (merkste was?
:-)) durchzuführen. Wir reden hier ja von einem Master, nicht einem
Codierknecht.
Hallo zusammen,
das Thema ist zwar schon etwas älter aber gibt es denn mittlerweile noch
mehr die diesen Studiengang belegen und ihre Erfahrungen mit den Lesern
hier im Forum teilen möchten?
Dome schrieb:> ist die Bewertung nur durchschnittlich und die Organisation ist wohl> relativ chaotisch (wahrscheinlich weil dieser Studiengang recht neu> ist).
Ich finde solche Studiengänge positiv, weil ich mir viele der dort
vermittelten Themen trotz ET-Studium im Berufsleben selbst beibringen
musste. Würde ich erneut vor der Entscheidung stehen, würde ich
technische Informatik anstatt Elektrotechnik studieren.
Mit 5G wird noch mehr digitalisiert werden, also noch mehr eingebettete
Systeme. Darum ist die mittelfristige Perspektive mMn deutlich besser
als z.B. für BWL oder Maschinenbau. Man muss sich aber für das Thema
interessieren, sonst wird es schwere Kost.
ich habe es mittlerweile hinter mir und hab jetzt meinen M. of Eng. es
war wirklich anstrengend aber ich bin trotzdem froh, das ich am ball
geblieben bin. es gibt immer mehr solche berufsbegleitenden studiengänge
z.b. uni freiburg bietet was ähnliches für embedded systems oder hs
pforzheim.
allerdings sollte man sich die kosten vorher genau anschauen, vor allem
der master von der uni freiburg ist nicht ganz billig
Hallo,
ich belege zur Zeit auch diesen Fernstudiengang und bin hoffentlich bald
fertig. Geht es dir nur darum einen Masterabschluss zu bekommen, kann
ich dir den Studiengang empfehlen. Die Fächer sind vom Stoff her total
einfach. Zumindest wenn man vorher schon etwas aus den Bereichen
Elektrotechnik, Software, Embedded System usw. zu tun hatte. Die
Schwierigkeit besteht allein darin, die sehr vielen Seiten der Skripte
für die Prüfung auswendig zu kennen. Das ist neben dem Beruf gar nicht
so leicht, weil man viel lesen und auswendig kennen muss.
Ich arbeite 40 h Vollzeit und habe noch Familie...
Zuvor habe ich etwa 3 Jahre als Softwareentiwckler für embedded systems
gearbeitet. Man lernt absolut nichts neues. Ganz im Gegenteil. Alle
Module sind meiner meinung nach Einführungsmodule für einen
Bachelorstudiengang. Der Kurs hat den Namen Studium eigentlich nicht
verdient, weil es wirklich nur stupides auswendig lernen ist.
Ich mache den Kurz trotzdem, weil es später niemanden interessiert was
man gelernt hat. Mir reicht es, wenn ich mich später "Master" nennen
kann. Mir ist es wichtig mit möglichst wenig Aufwand zum Erfolg zu
kommen und das tut man in dem Studiengang. Außerdem macht es sich gut im
Lebenslauf, wenn drinsteht, dass man an einer Campus TU studiert hat...
Was man noch erwähnen sollte:
Das Studium wird zwar von der TU Kaiserslautern angeboten aber betreut
wird man ausschließlich vom Fraunhofer Institut. Sowohl Universität als
auch das Frauenhofer Institut haben absolut kein Interesse daran viel
Zeit in uns Ferstudenten zu investieren. Das merkt man auch an den
Skripten und der Betreuung. Wir Studenten sollen möglichst pünktlich die
studiengebühren bezahlen aber sonst nicht groß stören.
Die Studiengebühren lassen sich komplett von der Steuer absetzen.
Ah was mir noch einfällt.
Mit Embedded Systems hat der Studiengang nicht viel zu tun.
Es geht hauptsächlich um Softwareengineering.
- Projektmanagement
- Requirements
- Testmanagement
- Modellbasierte Softwareentwicklung.
Aber wie gesagt... auf unterstem Niveau aber mit vielen Seiten im Skript
zum auswendig lernen.
Sicherlich nicht ganz einfach für Leute, die mit dem Breich nie etwas zu
tun hatten. Gibt einige Quereinsteiger bei uns aus ganz anderen
Branchen.
ek112 schrieb:> Aber wie gesagt... auf unterstem Niveau aber mit vielen Seiten im Skript> zum auswendig lernen. Sicherlich nicht ganz einfach für Leute, die mit> dem Breich nie etwas zu tun hatten. Gibt einige Quereinsteiger bei uns> aus ganz anderen Branchen.
Das ist bei den meisten nebenberuflichen Masterstudiengängen so. Selbst
an den TU9 wird bei einem Präsenzmaster niemand mehr rausgeprüft, wenn
er sich vorher durch den Bachelor gekämpft hat. Darum stufe ich den
Master auch nicht höher ein, sondern es ist bloß eine andere Form etwas
mehr Wissen zu sammeln, ähnlich einem Praktikum oder der Probezeit im
ersten Job. Man beweist niemand mehr etwas, sondern lernt auswendig und
vergisst 85% wieder.
Als ich mich damals auf den Studiengang beworben habe, gab es keine
Eignungsprüfung. Du musst nachweisen, dass du 3 Jahre relevante
Berufserfahrung hast. Dafür brauchst du eine Arbeitgeberbestätigung mit
einer Auflistung deiner beruflichen Erfahrungen und Tätigkeiten.
Das war bei mir Voraussetzung.
Außerdem musst du beweisen, dass du Englisch kannst. Du musst den ILTS
oder TOEFL Test mit einer bestimmten Punktezahl bestehen. Ich kann mich
nicht mehr genau erinnern, es waren aber glaube 90 oder 95 Punkte bei
TOEFL.