Trafo kaputt, nur WARUM ?

OP #4086332
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Moin, moin,

nach einer Netzüberspannung (vermutl. irgendwo Blitzeinschlag) ging bei 
mir so einiges kaputt.

Heute wollte ich mich dem uralten Netzteil (linear, 13V fest, max. 40A, 
19"-Einschub) widmen (NT.JPG + NT1.JPG), welches seit Jahren im Keller 
hing und seit der Überspannung Kurzschluss auslöst. Dieses NT speiste 
vorher in meiner Bastelbude (Shag) eine Stromschiene mit ca. 13V für 
div. Gerätschaften, Funkgeräte usw., trotz Verdreckung und Vergammelung.

Schnell stellte sich heraus, dass für den Kurzschluss offenbar der Trafo 
(Trafo.JPG) verantwortlich ist. Verwundert war ich, dass auch die 
Primärwicklung statt aus Draht ebenso aus Cu-Band (Primaer.JPG) 
gefertigt war. Primärseitig würden doch selbst bei Volllast kaum mehr 
als 3-4 A fliessen, aber egal.

Erklären kann ich mir nur nicht die geringen Gleichstromwiderstände 
(Skizze.JPG). Knapp 1 Ohm Gleichstromwiderstand scheint den 
Leitungsschutzschalter auszulösen. Einen Schluss, bzw. messbaren 
Widerstand zum geerdeten Kern des Trafos gibt es von keiner Wicklung.

Was wird hier passiert sein ?
Wie können zwei Primärwicklungen so niederohmig werden, sie müssten ja 
quasi verschweisst sein ?
Und das durch eine, vermutl. sehr kurze Überspannung im Netz ?

Kann das vielleicht jemand erklären ?

Danke,
Frank
Angehängte Dateien:
Gast #4086349
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Die Wicklungswiderstände sind eigentlich völlig normal. Im Betrieb wird 
der Strom hauptsächlich durch die Induktivität des Transformators 
begrenzt und nicht durch den ohmschen Widerstand der Primärspule.

Hast du versucht den Transformator im Leerlauf ans Netz zu hängen? Was 
misst du dann für Spannungen? Der Kurzschluss könnte sich auch auf der 
Sekundärseite befinden, dann würde der Transformator primärseitig einen 
sehr hohen Strom aufnehmen und eventuell die Sicherung auslösen.
#4086360
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Frank N. Stein schrieb:
> eute wollte ich mich dem uralten Netzteil (linear, 13V fest, max. 40A,
> 19"-Einschub) widmen (NT.JPG + NT1.JPG), welches seit Jahren im Keller
> hing und seit der Überspannung Kurzschluss auslöst. Dieses NT speiste
> vorher in meiner Bastelbude (Shag) eine Stromschiene mit ca. 13V für
> div. Gerätschaften, Funkgeräte usw., trotz Verdreckung und Vergammelung.

Falls die Reparatur Dir  zu anstrengend wird: Ich habe noch ein nahezu 
ungebrauchtes 12/13,8 V umschaltbares stabilisiertes 40A NT abzugeben. 
Bei Interesse schick mir einfach  ne PN
#4086367
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Frank N. Stein schrieb:
> Ja, habe ich. Mit einem alten Sparstelltrafo (kann man in einem der
> Fotos teilweise sehen) hatte ich den Trafo verbunden und von 0 V langsam
> beginnend wenige Volt (noch keine Anzeige des Voltmeters vom Stelltrafo)
> eingestellt. Dabei ging der Strom bis auf 10 A...   :-(

War die Sekundärseite des Trafos dabei von der restlichen 
Netzteilschaltung abgeklemmt?
Wenn nicht kann der Kurzschluss durchaus im Brückengleichrichter oder 
den Elkos liegen.
Gast #4086375
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Auf dem Primaer Bild sieht man eine verletzte Stelle.

Hier blind geraten (hatte ich aber schon mal):

Evtl. ist die Isolierung spröde, und platzt ab. Das merkt man aber erst 
mal evtl. nicht.
Durch die Überspannung 8vermutlich Impuls bei Blitz) ergab sich eine 
machanische Verschiebung, die zu Kurzschlüssen führt.
#4086875
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Die Primärseite ist ein sehr langer Draht. In der Primärspule wird 
dieser Draht in mehreren Lagen gewickelt. Die Isolationsspannung 
braucht nur so hoch zu sein, wie die Spannungsdifferenz zu den 
benachbarten Drähten.

Beim Blitzeinschlag in der Nähe kommt es zu einer sehr hohe 
Spannungsspitze.
möglicherweise  10 000 V. Dadurch schlägt die Isolation zwischen den 
einzelnen Lagen durch, der nachfolgende Strom kann die einzelnen Lagen 
verschweißen oder eine dünne Kohlenstoff - brücke aus verbrannter 
Isolation erzeugen..

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