Schaltregler für das Erzeugen von +/- 12V

Gast #4086633
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Hallo zusammen,

ich muss eine Spannungversorgung von +/- 12V erzeugen, welche nicht 
zwangsweise symetrisch belastet wird. Als Eingangsspannung habe ich 
einen Bereich von 10V - 30V. Für diesen Zweck habe ich mir den LT8471 
von Linear Technology ausgesucht. Den Schaltregler aus zu legen ist ja 
ziemlich umfangreich, aber zu meinem Glück ist eine Beispielbeschaltung 
in dem Datasheed, welche aus 6 - 36 V einmal 12V und -12V macht ( Figure 
9a ). Allerdings verwirrt mich der Titel des Beispieles etwas: Tracking 
±12V Supplies from 6V to 36V Input at 800kHz.

Was ist mit Tracking gemeint ? Meine schlimme Vermutung ist, dass ich 
diese Beispielbeschaltung nur symetrisch Belasten darf ?

Gruß Mark
Gast #4086650
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Mark S. schrieb:
> Was ist mit Tracking gemeint ? Meine schlimme Vermutung ist, dass ich
> diese Beispielbeschaltung nur symetrisch Belasten darf ?

Nö. Mit Tracking ist gemeint, dass der Feedback mit der Ausgangsspannung 
verbunden ist. Das muss man ja nicht zwingend machen.

Wie kommst du auf die Idee, dass man den nur symmetrisch belasten darf? 
Der Schaltlan sieht doch sehr nach zwei einzelnen Schaltregler aus die 
eine gemeinsame Masse haben. Das Blockschaltbild auf Seite 8 zeigt das 
ebenfalls.
Gast #4086655
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Hallo,
wenn du einen DC/DC Wandler brauchst, der nicht symetrisch belastet 
wird, gibt es immer kleine Schwankungen und verschiebungen. Da muss dann 
ein linearer LDO Regler nachgesetzt werden. Oder getrennt aufbauen. Wie 
groß mV ist deine Toleranz?
Ich kann dazu nur einen Sperrwandler empfehlen, wenn der Trafo hierfür 
mit der Monitorwicklung richtig aufgebaut wird leigt der Fehler bei 
max.20 bis 100mV.
Gruß Sascha
Gast #4086673
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npn schrieb:
> Mark S. schrieb:
>> Was ist mit Tracking gemeint ?
>
> Damit ist im Allgemeinen gemeint, daß die Ausgangsspannungen auf
> gleicher Höhe gehalten werden, so daß sie symmetrisch bleiben. Wenn also
> die +12V belastet werden, so daß die Spannung etwas absinkt, dann zieht
> die -12V mit.

Richtig! Ob nun die NEGATIVE Seite und  oder nur die POSITIVE Seite 
stärker belastet wird als der jeweils andere Zweig - bei 
Symetrie-Regelschaltungen, die entsprechende ICs dafür zur Verfügung 
haben, werden diese "Abgriffe" zu 95 % der Grundlast immer parrallel 
nachgeregelt. Geringe Toleranzgrenzen eingerechnet, arbeiten diese 
Schaltungen super, was die Effiziens der Stabilität betrifft an ein / 
beiden Ausgängen.

Und wie richtig erwähnt: Das sogenannte "Tracking" - hier ist, wie 
richtig erkannt, der "Enable-/Feedback-Eingang" des Reglers dafür 
verantwortlich, stellt sich je nach Lastbedingung zu 95 Prozent der 
weniger belastete Ausgang auf die Grundlast des anderen ein. Geringe 
Differnzen hat man ja immer - auch der Aussenbeschaltung wegen und der 
Toleranz der verwendeten Widerstände zum Beispiel. Aber genau um diesen 
Ausgleich regeln zu können, benutzt man ja solche speziell dafür 
entwickelten ICs, die die Toleranzen soweit minimieren / ausgleichen, 
sodass man immer gleichstarke Verhältnisse zu 95 % herstellen kann.

Und man kann drauf vertrauen, denn die Industrie ist soweit, dass diese 
derzeit etwa 95 % genannten Wirkungsgrade sogar immer besser (Richtung 
98 bis 100 % tendierend ) mittlerweile am Markt sind. Und noch etwas 
dazu: Die Regler kommen heutzutage fast überall bereits in 
Takt-Netzteilen zur Anwendung, wo die Energie-Effizenz sehr stabiler 
Ausgansspannungen (auch bei Symetrischen Netzteilen) zwingend notwendig 
sind. Und die müssen nicht mal teuer sein - siehe ELV-Bausätze als 
Beispiel.

  Sorry, wollte keinen Roman schreiben, aber als kleine Nebenerläuterung 
hilft dieser Beitrag vielleicht auch etwas. Hoffe ich jedenfalls.

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