Bleiakku-Laderegler mit L200 - Fragen

Gast #4096172
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Hallo!

Habe ein kleines Handout zusammengestellt für den Aufbau eines 
Bleiakku-Ladereglers mit dem IC L200.
Dort befindet sich unten ein Layoutvorschlag/Verdrahtungsplan für einen 
freiverdrahteten Aufbau.

Ein paar Fragen sind für mich noch offen:

1. Wie berechnet man R3 (Widerstand für Strombegrenzung)?
( im Datenblatt steht in Fig 1 eine schlecht lesbare Formel 
Io/max=(V5-2)/R3 )

2. Wozu dient die optionale Diode D2?

3. Kann man die Glühlampe durch ein geeignetes Netzwerk aus einer LED 
und Widerständen ersetzen?

4. Gibt es in der Praxis Unterschiede beim Laden von Blei-Gel-Akkus und 
AGM-Bleiakkus? (bozogen auf die gezeigte Ladeschaltung)


Wäre ansonsten nett, wenn noch mal jemand über den Verdrahtungsplan 
schauen könnten.

Wenn die Schaltung fertig ist und funktioniert, möchte ich das 
(eventuell überarbeitete) Handout im Projekte&Code-Forum einstellen.

1
The L200 is a monolithic integrated 
2
circuit for voltageand current 
3
programmable regulation.
(Zitat aus Datenblatt)
Angehängte Dateien:
Gast #4096229
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> Da stelle ich mal die Arbeitshypothese auf, dass beim Setzen des
> Datenblattes ein "V" verloren gegangen ist.

Nein, die sind ganz einfach beide (bzw. alle drei wenn man das 
Minuszeichen mitzählt) tiefgestellt. V_[5-2] im Diagramm ist Vsc in der 
Tabelle.
Gast #4096235
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Frank schrieb:
> ( im Datenblatt steht in Fig 1 eine schlecht lesbare Formel
> Io/max=(V5-2)/R3 )

Besser wird es auch, wenn man "5-2" als Index liest - so wie es im 
Datenblatt gesetzt ist, d.h. als die Differenzspannung zwischen Pin5 und 
Pin2 geteilt durch R3.

Im übrigen kann man natürlich auch probeweise verschieden großen 
Widerstände einbauen und sich die Abhängigkeit der Strombegrenzung vom 
Widerstandswert ansehen.
Gast #4096253
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Danke für die Antworten!

Dann ist der Strom durch R3 gleich dem Ladestrom, wenn ich es richtig 
verstehe.



In dem Fall könnte man R3 z.B. durch eine solche Widerstandskombination 
ersetzen

--1R0----2R9--

und könnte dann mit einem normalen Voltmeter die Spannung über R1 messen 
und hätte auf der Anzeige den aktuellen Strom in A.
Gast #4096695
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User schrieb:
> Irgendwie vermisse ich die Abblockkondensatoren, der L200 ist recht
> schwingfreudig.

Ich auch - im Schaltplan war jedenfalls keiner eingezeichnet.
Wenn man einen einlötet, stellt sich auch die Frage, ob man ihn von IN 
nach Schaltungs-Masse oder nach GND des ICs verlegt.


User schrieb:
> Da eine LED kein PTC-Verhalten wie eine Glühlampe

Das ist die Frage, ob das PTC-Verhalten relevant ist.
Lt. Datenblatt schützt ja RL das IC bei Verpolung, die Lampe ist nur 
eine Zugabe, wie ich es verstehe.
Gast #4096700
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Frank schrieb:
> Wenn man einen einlötet, stellt sich auch die Frage, ob man ihn von IN
> nach Schaltungs-Masse oder nach GND des ICs verlegt.

Wobei im Datenblatt bei der entsprechenden Applikation ein schematischer 
C von IN nach Schaltungsmasse führt.

An anderer Stelle meint jemand, da der L200 nicht "dynamisch" betrieben 
wird, würde man auch keine Abblock-Cs benötigen.

Schulterzuck.
#4096960
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Frank schrieb:
> Wenn die Schaltung fertig ist und funktioniert, möchte ich das
> (eventuell überarbeitete) Handout im Projekte&Code-Forum einstellen.

Darum fragst Du hier im Forum nach Funktion, Abblockkondensatoren,
Glühlämpchenersatz usw...


Um das, Deine entwickelte Schaltung, ins Forum zu stellen???


Der L200 ist möglicherweise älter als Du, und es gibt genug
Applikationen dafür!

L.G
Mani
Gast #4097258
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Mani W. schrieb:
> Darum fragst Du hier im Forum nach Funktion, Abblockkondensatoren,
> Glühlämpchenersatz usw...
>
> Um das, Deine entwickelte Schaltung, ins Forum zu stellen???

Harald Wilhelms schrieb:
>> Der L200 ist möglicherweise älter als Du, und es gibt genug
>> Applikationen dafür!
>
> Interessanterweise sogar in Deutsch!

Meine Philosophie ist, wenn ich so etwas baue, erstelle ich gleich eine 
kleine Dokumentation dazu mit allen wichigen Infos, die auch für andere 
nützlich sein kann.
Dann habe ich zwar etwas mehr Arbeit, dafür aber Online-Notizen, die ich 
jederzeit von überall einsehen kann.
Andere können das Projekt leicht nachbauen und man kann immer dort hin 
verlinken.

Die vorhandenen Applikationen, die ich gefunden habe, erfüllen meine 
Anforderungen leider immer nur teilweise.

U.a. finde ich wichtig, folgendes auf einen Blick zu haben:
einen Freiverdrahtungsplan, die nötigen Formeln, Anschlussbelegung, 
Abblock-Cs ja oder nein und wenn, wo hin, muss man das Lämpchen 
reinnehmen, ...
Gast #4097632
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Thomas B. schrieb:
> Ich würde einfach dieses hier nachbauen

dank dir für den plan!

brauch sowas für mein moped.
hab da noch fragen.
funktioniert das ladegerät auch mit pb akkus die mit flüssigem 
elektrolyten befüllt sind?
in meinem moped ist kein gelakku verbaut.
die bauteile hab ich im regal mit außnahme von t1.
was kann man da als ersatz nehmen b.z.w. wa muss ich beachten?
die platine mach ich eh neu da ich einiges mit smd bestücken will.
mfg
#4097705
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dolf schrieb:
> brauch sowas für mein moped.
> hab da noch fragen.
> funktioniert das ladegerät auch mit pb akkus die mit flüssigem
> elektrolyten befüllt sind?
> in meinem moped ist kein gelakku verbaut.
> die bauteile hab ich im regal mit außnahme von t1.
> was kann man da als ersatz nehmen b.z.w. wa muss ich beachten?
> die platine mach ich eh neu da ich einiges mit smd bestücken will.
> mfg

Einen Ersatz für den BD711 kannst du hier suchen
Ist eigentlich ein Standart NF-Transistor.
http://alltransistors.com/de/transistor.php?transistor=25572

http://alltransistors.com/de/crsearch.php?mat=Si&struct=NPN&pc=75&ucb=100&uce=100&ueb=5&ic=12&tj=150&ft=3&cc=&hfe=15&caps=TO220

Ob Flüssiges Elektrolyt (Schwefelsäure) oder als Gel?

Im Prinzip liegt der Unterschied nur im Elektrolyt.
Ladetechnisch müsste das einigermaßen gleich sein.
Ich will mich da aber nicht festlegen.
Mit Säureakkus kenne ich mich nicht so aus, sorry.


Gruß
Thomas
Gast #4098011
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Thomas B. schrieb:
> Ich würde einfach dieses hier nachbauen
>
> http://www.mikrocontroller.net/attachment/189132/Bleigel-Akkulader.pdf

An sich eine gute Sache! Da gibt es auch noch eine Version mit zwei 
Dioden über dem R.


Für meine eher kleinen Pb-Akkus ist mir der Aufwand mit dem Transistor 
allerdings zu hoch.
Gegen die Si-Dioden-5er-Kette zur T-Kompensation hätte ich dagegen 
nichts einzuwenden :O)
Angehängte Dateien:

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