Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB Host zu USB host, Slave Emulator


von Marc S. (xerox95)


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Guten Tag liebe Community,

Ich hab ein kleines "Problem", hab nen neuen Fernseher (Sony 
kdl-40r485b)
Eckdaten:
 - WiFi Direct
 - USB Host

Es existirt ein DLNA Server im Netzwerk.

Mein vorhaben:
Ich möchte dem Fernseher beibringen Filme von einem NAS (Win Server) 
wider zu geben. Doch mir fällt keine Lösung ein wie das (vernünftig) 
gehen sollte.

Meine bisherigen Ideen:
WiFi direct benuzen und WiFi AP als Client konfigurieren und ins 
Netzwerk hängen, aber wie soll der Fernseher auf die Netzwerkfreigabe 
zugreifen ?

Die zweite Idee, ein USB Data link kabel benutzen. Doch ob der Fernseher 
das Unterstützt ?

Ich bräuchte eine Art USB host (PC) -> (slave <-> slave) -> USB host 
(Fernseher).
Der fernseher kann Medien von USB sticks wieder geben.
Also ein Adapter der mir am PC erlaubt daten an den TV zu senden.

Wie kann ich das am dümmsten anstellen ?
Hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken.

Bin für jede Idee dankbar.

von Bernd K. (prof7bit)


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Was kann er denn laut Bedienungsanleitung mit seinem WIFI-Direkt alles 
machen, wofür ist der laut Bedienungsanleitung vorgesehen?

von Marc S. (xerox95)


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So wie ich das Interpretiere muss sich der client mit dem Wlan vom TV 
verbinden und kann medien zur Wiedergabe an den TV senden.

"Wi-Fi Direct stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Fernseher und 
dem mobilen Gerät her, über die Sie Mediendateien auf den 
Fernsehbildschirm übertragen können."

(http://www.sony.de/support/de/content/cbt-tut/shared/how-to-use-wi-fi-direct/KDL-40R485B).

Hab hier auch noch ein Rasberry Pi 2 rumliegen und ein Arduino Mega.

von Daniel S. (daniel_s49)


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Jetzt weiß ich zwar nicht, was du unter "vernünftig" verstehst, aber ich 
würde mir einfach meinen Raspberry Pi als MediaCenter daneben legen. 
OpenElec als Distribution bringt dir Kodi (ehemals XMBC) auf den Pi und 
das kann von Windows-Freigaben oder DLNA über WLAN streamen. Gesteuert 
wird das ganze dann entweder mit Fernbedienung und IR-Empfänger oder 
übers Telefon (zumindest mit Android lief das bei mir ganz gut).

Ansonsten fallen mir entweder Chromecast oder der Amazon FireTv Stick 
ein. Wobei ich aber beide nicht habe und von daher nicht so viel sagen 
kann.

Auf jeden Fall würde ich erst einmal über einen normalen USB-Stick 
testen, ob der Fernseher überhaupt alle möglichen Dateiformate abspielt. 
Meine Erfahrung ist, dass die Dinger nur die Hälfte der Formate 
abspielen können und dann auch nur, wenn die Dateien die richtige 
Auflösung haben. Nur, wenn der Fernseher alles abspielen kann, was du 
brauchst, macht es überhaupt Sinn auf die eingebauten Funkionen 
zurückzugreifen.

von Marc S. (xerox95)


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Ob der TV das kann sei mal da hin gestellt (Ja er kann die Formate was 
ich brauche). Es geht nur darum wie sich das Realisiern lässt. Das mit 
dem Rasberry Pi als Client habe ich auch schon überlegt.

Würde es evtl so gehen ?

USB -> Serial -> Serial -> USB

z.B:

2x Kaufen, http://www.ebay.de/itm/301124646797
und jeweils RX und TX entsprechend verbinden ?

Dann würde aber die Ausgabe dem Host kontroller als "device" fehlen
http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus#Ger.C3.A4teklassen
Klasse: 08h

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Marc Stirner schrieb:
> Die zweite Idee, ein USB Data link kabel benutzen. Doch ob der Fernseher
> das Unterstützt ?

Das tut er mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit nicht.

Was anderes als USB-Mass-Storage-Devices wird er nicht kennen.

Wenn Du "wifi-direkt" verwenden willst, musst Du das vom Fernseher zur 
Verfügung gestellte Ad-Hoc-WLAN benutzen, Du kannst den Fernseher nicht 
in ein vorhandenes Netzwerk aufnehmen. Hinzukommt, daß Du eine spezielle 
"Streaming"-App benötigst, die über dieses Ad-Hoc-WLAN den Fernseher mit 
den darzustellenden Daten füttert. Sich selbst diese Daten aus einem 
Netzwerk holen kann der Fernseher nicht.


Da das Protokoll dieser Wifi-Direkt-Schnittstelle wohl kaum dokumentiert 
sein wird, wird es sehr aufwendig, das mit irgendwas anderem als einem 
der Geräte zu machen, für die Sony die entsprechende App zur Verfügung 
stellt.

Viel sinnvoller ist es, den ganzen Kram zu vergessen und an einen der 
HDMI-Eingänge des Fernsehers einen geeigneten Streaming-Client 
anzuschließen - wie z.B. den von Daniel vorgeschlagenen Raspberry Pi mit 
einer Mediacenter-Software. Der nämlich kann sich über ein Netzwerk mit 
beliebigen Servern verbinden und natürlich annähernd alle gewünschten 
Formate abspielen.

Nachteile:

So etwas belegt einen HDMI-Anschluss am Fernseher, Dein Fernseher ist 
hier sehr spartanisch mit gerade mal zweien davon ausgestattet, und es 
ist eine weitere Fernbedienung erforderlich.

Nachtrag:

> Würde es evtl so gehen ?
>
> USB -> Serial -> Serial -> USB

Nein, auf gar keinen Fall. Einerseits ist so eine serielle Verbindung 
ein paar Größenordnungen zu langsam, andererseits wird der Fernseher mit 
einem USB-Seriell-Wandler sowieso nichts anzufangen wissen.

Vergiss die Wiedergabefunktionen des Fernsehers. Die sind für Deine 
Anwendung komplett nutzlos.

von Marc S. (xerox95)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Nachtrag:
>
>> Würde es evtl so gehen ?
>>
>> USB -> Serial -> Serial -> USB
>
> Nein, auf gar keinen Fall. Einerseits ist so eine serielle Verbindung
> ein paar Größenordnungen zu langsam, andererseits wird der Fernseher mit
> einem USB-Seriell-Wandler sowieso nichts anzufangen wissen.
>
> Vergiss die Wiedergabefunktionen des Fernsehers. Die sind für Deine
> Anwendung komplett nutzlos.

Dann kann ich ja gleiche meine PS3 nutzen und über CEC steuern, nachteil 
hier halt nur der Strom verbrauch der Kiste.

Aber danke für die Informationen.

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