Ich habe einen bürstenlosen DC motor von einem Freund durch dessen Hobbyaufgabe bekommen. Er kam auf dem gleichen Weg dazu und war sich nie sicher gewesen wieviele LiPo Zellen das Teil braucht. Es ist leider kein Typenschild dran und das blanke Gehäuse lässt leider keinerlei Rückschlüsse auf Hersteller oder Modell zu. Gibt es eine Möglichkeit den Motor zu "identifzieren"? Also für welche Spannung, Ströme und Geschwindigkeiten er gemacht ist? Ich habe ihn einmal einem Elektriker-Freund gegeben, der hat zwar viel weitergeholfen aber meinte allerdings, dass "der Widerstand der Phasen viel zu gering ist", als dass er sie ausmessen könnte... Folgendes ist bekannt: 8 Rotor Pole 12 Statorspulen im Dreieck verdrahtet Fremdangetrieben kommen bei ~2500 Umdrehungen/Minute ~8.6V AC aus der Maschine (zwischen 2 Phasen) Kann das ein 6S bldc, also für 24V sein?
Das Limit von jedem Motor entsteht durch Überhitzung (weit vorher bevor er durch zu hohe Drehzahl auseinanderfliegt). Die Hitze entsteht durch Leistungsaufnahme - Leistungsabgabe, gegenüber dem Wärmewiderstand. Ein völlig gleicher Motor kann thermisch gut designt sein und hohe Verlustleustung wegkühlen, oder schlecht gebaut sein und an Überhitzung sterben. Durch elektrisches ausmessen kannst du das nie erfahren. Du musst ihn in Betrieb nehmen und die sich bei unterschiedlichen Leistungen entstehende Temperatur messen. So 70GradC Oberflächentemperatur und 110GradC Wicklungstemperatur sind Grenzwerte wenn man nichts genaueres weiss.
rcberti schrieb: > Fremdangetrieben kommen bei ~2500 Umdrehungen/Minute ~8.6V AC aus der > Maschine (zwischen 2 Phasen) > > Kann das ein 6S bldc, also für 24V sein? 8,6V entsprechen etwa 24Vss und das bedeutet, daß der Motor im Leerlauf bei Betrieb mit 24V nicht schneller als etwa 2500 Umdrehungen/min werden wird. Möglicherweise reicht das ja für die vorgesehene Anwendung, aber hohe Leistung erreicht man über hohe Drehzahl und dazu gehört eine hohe Spannung oder wenig Windungen, und deshalb wählt man meist deutlich höhere Drehzahlen. Für das erreichbare Drehmoment hingegen ist der Strom, genauer das Produkt aus Strom und Windungszahl, zuständig und es ist leider auch der Strom der für doe Erwärmung der Wicklungen sorgt.
Grundsätzlich ist deinem Motor erstmal egal mit welcher Spannung du ihn betreibst. Der Isolationswiderstand des Lackdrahtes ist in jedem Fall hoch genug für die paar Volt. Der Motor kann also mit 2s oder auch mit 6s laufen, kommt darauf an welche Drehzahl du benötigst. Begrenzt wird das Ganze thermisch, wie schon gesagt wurde und auf der anderen Seite durch den sinnlosen Ballast eines übüberdimensionierten Motors. Deshalb gibt man sinnvollerweise die Umdrehungen pro Volt an (Kv). Du kannst den Motor bei bekannter Spannung laufen lassen und die Drehzahl messen. Damit kannst du dann weiter "rechnen".
Danke für eure raschen Antworten! Ich werde ihn also mit 24v dc betreiben und gucken, dass ich mit einem suppen-themperatur-messlaser die Temperatur "grob überwache". Der Motor ist nebenbei bemerkt komplett verbaut, keine kühlöffnungen oder große spaltmaße wie ich sie sonst von den RC Motoren kenne. Es ist auch kein lack auf dem Draht sondern dicke Kunststoffisolierung. Das Gehäuse hat auch keine kühlrippen - Ein ganz simpler runder Körper mit 3 Phasen und ner rotorwelle...
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