Ich habe einen einfachen Kopfhörerverstärker (opamp) mit einer
nachfolgenden bufferstuffe (lt1010).
Beim ein und ausschalten habe ich ein Knacken in den Kopfhörern, jetzt
mal von meiner Schaltung losgelöst, woher kommt das Knacken generell und
wie behilft man sich ohne einer relay-Schaltung.
Möchte die Ursache bekämpfen und nicht mit Hilfe einer
softstart-schaltung "ausblenden".
Hallo,
beim Einschalten und Auschalten durchläuft die Betriebsspannung
unterhalb der minimalen zulässigen Betriebsspannung einen Bereich, für
den der Verstärker nicht spezifiziert ist und nicht korrekt als
Verstärker arbeitet,
weil die vorgesehenen Arbeitspunkte noch gar nicht erreicht sind.
Der Ausgang verhält sich dabei undefiniert. Er kann also kurz nach
positiv oder negativ aussteuern, obwohl am Eingang kein Signal anliegt.
Das hört man eben als Einschaltgeräusch.
Die Ursache ist also nicht direkt verhinderbar, wenn man nicht von
vornherein eine Schaltung entwirft, die solche Effekte nicht hat.
Da aber die Funktion eines Verstärkers im spezifizierten Bereich viel
wichtiger ist, läßt man es so und bekämpft oft eben nur die Symptome.
Gruß Öletronika
Danke für die Erklärung. Und kennt ihr gute
einschaltverzögerungsschaltung die auch beim ausschalten vor dem plop
das relay betätigt? Am besten mit Erklärung.
npn2 schrieb:> Danke für die Erklärung. Und kennt ihr gute> einschaltverzögerungsschaltung die auch beim ausschalten vor dem plop> das relay betätigt? Am besten mit Erklärung.
Nun, gute Fertigverstärker haben sowas eingebaut. Schaltungen findet
man teilweise im Netz.
npn2 schrieb:> woher kommt das Knacken generell und
a) Kondensatorkopplung zwischen Stufen, bei denen lautlos nicht 0V ist,
sondern auf irgendeine Gleichspannung gesetzt ist.
b) ungleichmässiger Abbau der positiven und negativen
Versorgungsspannung bevor der Verstärker von selbst klein bei gibt.
c) Wenn es ein Knack und kein Plopp ist, kann auch der Abreissfunken des
Primärschalters des Trafos schuld sein, als induktiver Zündfunke.
> wie behilft man sich ohne einer relay-Schaltung
Manche Verstärker haben einen MUTE Eingang. Bei anderen könnte man den
Eingang gegen Masse schalten (MOSFET oder Analogschalter), wenn der
Betriebsspannungsschalter ausgeschaltet wird.
c) dämpft man mit einem Snubber oder mit einem TRIAC-Schalter.
npn2 schrieb:> ie auch beim ausschalten vor dem plop> das relay betätigt?
zunächst halt nicht die betriebsspannung ausschalten sondern per mute
die endstufe stumm schalten.
wenn stumm geschaltet dann das dc schutzrelais abfallen lassen und dann
ab in den standby und gut isses.
ist bei meiner stereo kiste auch so.
da knackt nix beim ein und ausschalten.
ok des relais des dc schutzes der endstufe hört man.
dolf schrieb:> zunächst halt nicht die betriebsspannung ausschalten sondern per mute> die endstufe stumm schalten.
Normalerweise sind in den Verstärkern dicke Elkos verbaut,
sodas die Betriebsspannung nach dem Abschalten der Netzspannung
nur langsam absinkt. Wenn man eine schnelle Erkennung des
Ausschaltens einbaut, z.B. durch einen weiteren Gleichrichter
mit kleinem Siebelko, ist das Abschalten der Lautsprecher vor
dem "Plop" überhaupt kein Problem.
Harald Wilhelms schrieb:> Normalerweise sind in den Verstärkern dicke Elkos verbaut,> sodas die Betriebsspannung nach dem Abschalten der Netzspannung> nur langsam absinkt. Wenn man eine schnelle Erkennung des> Ausschaltens einbaut, z.B. durch einen weiteren Gleichrichter> mit kleinem Siebelko, ist das Abschalten der Lautsprecher vor> dem "Plop" überhaupt kein Problem.
Hast du da eine Schaltung?
Peter Dannegger schrieb:> Für Kopfhörer würde ich Halbleiterrelais nehmen (AQY212), die klicken> nicht und können auch nicht oxydieren.
Das sieht sehr interessant aus, wie gesagt brauche eine Schaltung die
ich für meine Zwecke dann anpassen kann.
> brauche eine Schaltung die ich für meine Zwecke dann anpassen kann
Silberteller gibt's woanders. Wie man das Bauteil anschließt, steht im
Datenblatt. Darüber hinaus könnte die Bildersuche von Google helfen.
https://www.google.de/search?q=relais+an+wechselspannung
npn2 schrieb:> Hast du da eine Schaltung?npn2 schrieb:> brauche eine Schaltung die
Schaltungsdesign lernt man primär durch Design von Schaltungen und
Studium von Grundschaltungen...
> AQY212, hat er irgendwelche Nachteile gegenüber einem Relais?
Kommt auf das konkrete Relais und die Anwendung an. Mit welchem Relais
möchtest du vergleichen? Besorge Dir die Datenblätter der beiden
Bauteile und vergleiche sie.
Ganz allgemein kann man nur wenig dazu sagen:
- Relais machen Geräusche, Halbleiter nicht
- Relais vertragen kurzzeitige Überlastung eher, als Halbleiter
- Relais sind für Endkunden leichter erhältlich, als solche speziellen
Bauteile
Bei deinem (vermuteten) Kenntnisstand rate ich Dir zum Relais. Schalte
einen Gleichrichter davor und schließe es dann an den Transformator des
Verstärkers an.
Der AQY212 hat max 2,5 Ohm Einschaltwiderstand, spielt für nen 32 Ohm
Kopfhörer also keine Rolle.
Die Eingangs-LED braucht einen Vorwiderstand für 5..10mA. Du kannst
beide LEDs in Reihe schalten.
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