Eigenbau-Nebelmaschine mit Glyzerin/Wasser

OP #4105167
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Guten Abend alle zusammen,

Ich habe vor einigen Wochen diese kleine Nebelmaschine gebaut (nur um 
Laser sichtbar zu machen, da reicht das bisschen Nebel). Sie läuft mit 
einem 50:50 Glyzerin/Wassergemisch.

Hier ein kurzes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=-zg4K96I6hI

Neulich habe ich erfahren, dass eher Propylenglykol für Nebelmaschinen 
verwendet wird, aus dem Grund, dass Glyzerin-Nebel eine sehr lange 
Halbwertszeit als Nebel hat und auch bei falscher Verdampfung (zu hohe 
Temperatur, >350°C) ein giftige Substanz entsteht (fällt mir gerade 
nicht ein, google hilft da wohl, aber einige wissen wohl, was ich 
meine).

Kann man aus dem Geruch alleine abschätzen, ob die Heizwendel in der 
Nebelmaschine zu heiß läuft? Derzeit riecht es nach Bügeleisen und 
typischem Disko-Nebel. Also mMn. nicht nennenswert 
gesundheitsbedenklich.

Oder sollte ich das Ding in die Tonne kloppen und sicherheitshalber eine 
Nebelmaschine von der Stange nutzen?
Angehängte Dateien:
Gast #4105183
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Keine Ahnung. Irgendwie fehlt da der "Druck" dahinter, also könnte es 
sein, dass die Wendel zu heiß wird.

Btw. das sieht eher aus wie bei meinen E-Zigaretten (SWVD, wem es was 
sagt) als nach Nebelmaschine.

Mfg, Wolle
OP #4105185
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Wolle R. schrieb:
> Btw. das sieht eher aus wie bei meinen E-Zigaretten (SWVD, wem es was
> sagt) als nach Nebelmaschine.

Ich habe mich nach dem Prinzip gerichtet. Normale Nebelmaschinen haben 
einen etwa 1 Meter langes Kapillarrohr in einem Heizblock, das ist 
schwer selber herzustellen. Daher das E-Zigaretten-Prinzip. Habe damals 
selber aufs Dampfen gewechselt und erfolgreich komplett mit dem 
Nikotinkonsum aufgehört. Waren auch SWVD (Selbstwickelverdampfer).
OP #4105190
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Wolle R. schrieb:
> Ich dampf noch immer, aber besser als die Raucherei isses allemal ;)

Das auf jeden Fall! Zu besonderen Anlässen gönne ich mir auch mal 
nikotinhaltige Liquids, das Nikotin ist ja relativ ungefährlich, der 
morgendliche Tee/Kaffee ist ja mehr suchterzeugend, aber es ist und 
bleibt ein Genussmittel. Schon super, endlich von diesen ekeligen 
Zigaretten los zu sein. Jeder Raucher sollte sich über E-Zigaretten (bei 
glaubwürdigen Quellen, nicht der WHO, informieren und mal eine Woche 
pures Dampfen probieren), aber das wird wohl selbst im OT Bereich zu OT. 
Aber ich kann es nur jedem empfehlen!
#4106169
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Wikipedia hat was zu Acrolein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Acrolein

"Glycerin reagiert schon bei Temperaturen ab 200 °C unter 
Wasserabspaltung zu Acrolein. Beim Verbrennen verschiedener organischer 
Substanzen (Druckertinte, Pflanzenöle, Biodiesel, Wachs, Tabak uvm.) 
entstehen Acroleindämpfe. So tritt der typische Acroleingeruch 
unmittelbar nach dem Erlöschen einer Kerze auf."

Also noch weniger als deine 350 Grad. Wenn's nach rauchender Kerze 
riecht, solltest nicht zuviel nebeln...
OP #4106175
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Georg A. schrieb:
> 350 Grad

Seltsam seltsam. Ich bin mir sicher, irgendwo was mit 350° gelesen zu 
haben. Da sieht man mal, wie zuverlässig Internetquellen sind. Selbst 
Nebelmaschinen sollten ein 300°C Thermostat (schon sehr hoch für meinen 
"Geschmack") verbaut haben (laut diversen Quellen, suche die bei 
Interesse/Bedarf heraus).

Es gibt mittlerweile IC's, die aus der U/I Kennlinie auf die Temperatur 
der Heizwendel schließen (erinnert mich an Audioverstärker mit 
"intelligentem" Lautsprecherschutz). Aber habe keinerlei dieser IC's in 
der Bastelkiste. Sind wohl eh nur was für den asiatischen Markt.
#4107849
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Am sichersten ist wohl, wenn Du einen kleinen Kanister Profi Nebelfluid 
besorgst. ( www.looksolutions.com ).
Die hohe Reinheit der chemischen Komponenten ist wichtig für die 
Gesundheit.

Die Idee mit dem beheizten Docht finde ich gut.

In "richtigen" Nebelmaschinen wird das Fluid ja in eine beheizte Kammer 
gedrückt ( mit Rückschlagventil ) und tritt durch eine enge Düse als 
Dampf aus.
Der hohe Druck beim Austritt wirkt sich stark auf die Feinheit der 
Nebeltröpfchen aus.
Bei deiner Maschine wirst du sicher deutlich sehen, dass der Nebel aus 
vielen schwebenden Tröpfchen besteht.

Noch feiner und recht beständig sind die Nebel bei sog. "Hazern".
Dort wird mit einem starken Gebläse relativ wenig Nebel im ganzen Raum 
schnell gleichmässig verteilt.

Sowas wird für große Lasershows verwendet.
OP #4107909
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Das verwendete Glyzerin ist in Lebensmittelqualität.

Jedoch denke ich mir, dass ich lieber auf handelsübliche Nebelfluide 
zurück greifen sollte, zumal diese wohl auf Propylenglycolbasis sind und 
somit kein Acrolein entstehen könnte.  Dann würde sich aber wiederum die 
Frage stellen, was mit Propylenglycol bei zu hoher Temperatur entsteht.

Aber selbst eine 1l Flasche werde ich selbst nach 2 Jahren nicht leer 
bekommen. Dafür brauche ich den Nebel zu selten.
#4111312
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IncreasingVoltage .. schrieb:
> Georg A. schrieb:
>> 350 Grad
>
> Seltsam seltsam. Ich bin mir sicher, irgendwo was mit 350° gelesen zu
> haben. Da sieht man mal, wie zuverlässig Internetquellen sind. Selbst
> Nebelmaschinen sollten ein 300°C Thermostat (schon sehr hoch für meinen
> "Geschmack") verbaut haben (laut diversen Quellen, suche die bei
> Interesse/Bedarf heraus).

350° und Glycerin wird unsicher ab 200°C?

Das klingt fast danach als wären die 350° in Fahrenheit gewesen.
350°F sind ja ungefähr 180°C, das kann ja so ummenum schon hinkommen.

Fast so wie schlecht übersetzte englische Rezepte mit "heizen sie den 
Ofen auf 450° vor".

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