Hallo,
für ein aktuelles Projekt wäre ein eigener Lock-In Verstärker sehr
praktisch.
Hierbei soll die Resonanzfreuquenz eines kleinen Balkens als
Referenzsignal genommen werden. Dieser liegt typischerweise bei etwa
300kHz- 1MHz.
Von diesem Signal interessiert mich die Amplitude und die Phase, da nach
ihr geregelt wird. Im Moment benutzen wir einen analogen Lock-In. Die
analogen Werte werden mit 50kHz gesampled und danach geregelt.
Da sich aber Laufe der Messung die Resonanzfrequenz verschiebt,
funktioniert das nur eine Zeit lang.
Die Idee wäre jetzt einen Lock-In zu bauen, der eigentlich aus 2
Lock-Ins besteht. Es soll dann nicht mehr an der Resonanzfrequenz
gemessen werden, sondern etwas rechts und links davon. Wächst nun die
Amplitude der einen Frequenz während sie auf der anderen Seite
schrumpft, soll die Resonanzfrequenz in Richtung der schrumpfenden
Amplitude geschoben werden.
Soweit zur Theorie.
Praktisch traue ich mir so etwas durchaus zu, Zeit und Geld sind
vorhanden.
Nur bin ich mir bei der Herangehensweise nicht sicher. Auch privat
bastle ich gerne mit AVRs, doch sind diese zu langsam und scheiden aus.
Die Regelung habe ich auf Basis eines STM32F4 gebaut. Erfahrung ist also
vorhanden.
Nach meiner Recherche wird so etwas aber häufig mit FPGAs gebaut. Auch
AHDL/VHDL hatte ich vor mehreren Jahren gelernt doch seit dem nicht mehr
gebraucht.
Hardwaremäßig hatte ich mir vorgestellt:
5MSPS 16bit ADC, Multiplikation und IIR Filter in Mikrocontroller/FPGA,
digitale Ausgabe der Phase/Amplitude an die Regelung. Das Signal soll
entweder über einen schnellen DAC ausgegeben werden (da ich mich ja eh
bei der Resonanzfrequenz befinde müssen nicht so viele Zwischenwerte
ausgegeben werden) oder einen AD9833 der seine Referenz vom
Mikrocontroller/FPGA bekommt. So weiß ich immer welches Signal
ausgegeben wird und muss dieses nicht extra messen.
Schätzt ihr das als machbar ein? Der STM32F4 ist zwar nicht der
schnellste, doch wenn ich etwas mit der Geschwindigkeit runter gehe, die
Filter nicht so steil mache, sollte ich bei ST bleiben können, oder?
Oder doch lieber gleich auf ein FPGA gehen? Passt das Konzept mit dem
AD9833? Sonstige Anmerkungen/ Tipps?
Jemand so etwas bereits gemacht?
Freue mich auf eure Antworten.