Hallo, was macht Ihr alles, um auf die von Euch entwickelten, bzw. zusammen gebauten Geräte das CE-Zeichen kleben zu dürfen?
Praktiker schrieb: > was macht Ihr alles, um auf die von Euch entwickelten, bzw. zusammen > gebauten Geräte das CE-Zeichen kleben zu dürfen? Hallo! Einfach alle zutreffenden europäischen Richtlinien einhalten.
Route_66 schrieb: > Einfach alle zutreffenden europäischen Richtlinien einhalten. Welche Wege geht Ihr dabei?
Den selben Weg, den die DDR gegangen ist. 100% der Arbeit in sinnlose Bürokratie stecken und hoffen, das dieser Unfug möglichst bald zusammenbricht.
1) rausfinden, welche Normen denn zutreffen 2) Normen kaufen 3) Normen lesen 4) implementieren Sinn machen diese Normen schon.
Praktiker schrieb: > Welche Wege geht Ihr dabei? Hallo :) a) sich bei einem zertifiziernden Institut einmal erkundigen welche Normen zutreffen könnten oder eben das berühmte WWW dazu befragen. b) Normen und Standards sich aneignen (kaufen, lesen, verstehen) c) gegebenenfalls die Entwicklung überarbeiten da man die Norm so vorher garnicht kannte und daran vorbei entwicklet hat d) Die Einhaltung der Norm durch Tests prüfen oder prüfen lassen. Manche Prüfungen kannst Du selbst nicht durchführen die musst Du durchführen lassen. z.B. EMV. Das könntest Du schon aber die Gerätschaften und die dazu nötigen Zulassungen dafür kosten Dich wirkliche Vermögen. e) Ordentlich dokumentieren: Entwicklungsdoku, Testdoku, ... f) Konformitätserklärung ausstellen (oder lassen). Alternative - nicht empfehlenswert (auch CE = China Engineering genannt): CE-Zeichen draufkleben und hoffen dass keiner jemals nachfragt oder Probleme bekommt, kein Vermögen in der Firma haben und notfalls Abtauchwillig sein. rgds
Praktiker schrieb: > was macht Ihr alles, um auf die von Euch entwickelten, bzw. zusammen > gebauten Geräte das CE-Zeichen kleben zu dürfen? Die einzig sinnvolle Antwort zum CE-Zeichen steht meiner Meinung nach in der FAQ von de.sci.electronics, woraus ich mir zu zitieren erlaube: "Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer charakterlich ungeeignet." LG, Norbi
> "Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer > charakterlich ungeeignet." Gib mal deinen Klarnamen an, dass ich nicht aus Versehen etwas bei dir kaufe.
Norbert M. schrieb: > "Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer > charakterlich ungeeignet." Hallo nor-iega. Das würde ich - nachdem ich mir die faq an der entsprechednen Stelle durchgelesen habe - aber wie folgt genauer interpretieren: Jemand, der bei der Selbstzertifizierung und Erteilung einer Konformitätserklärung noch Skrupel hat - weil er trotz Prüfung sich nicht im Klaren ist ob das Produkt auch wirklich tauglich ist - und diese doch durchführt ist charakterlich ungeeignet (da Ihm die Tragweite seines Handlens zwar bewusst sein könnte er dies aber ignoriert). Die Auffassung, "das einfache Aufkleben ohne Prüfung" wäre nur eine unternehmerische Kleinsünde ist dort nicht herauszulesen. rgds
Das Problem ist: Die Einstellung hat sich umgedreht. Früher wollten sowohl Unternehmer als auch Entwickler überzeugende Qualität produzieren. Heutzutage will das Management von uns das absolut billigste, was gerade noch die Vorschriften einhält. Und die 2 Jahre Gewährleistung übersteht.
Naja. die Kunden wollen meist auch das Billigste, das die 2 Jahre uebersteht.
Jetzt Nicht schrieb: > Naja. die Kunden wollen meist auch das Billigste, das die 2 Jahre > uebersteht. Mich hat noch Niemend gefragt, ob ich das Billigste will -Dich etwa? "Der Kunde will...Der Markt verlangt...." Phrasendrescherei! :-( Paul
Paul Baumann schrieb: > Mich hat noch Niemend gefragt, ob ich das Billigste will -Dich etwa? Bei jedem Einkauf wird man das gefragt. Es gibt verschiedene Produkte, und wenn man sich das billigste (oder eines der billigeren aussucht) dann hat man abgestimmt.
Jetzt Nicht schrieb: > Naja. die Kunden wollen meist auch das Billigste, das die 2 Jahre > uebersteht. Nicht ganz. Viele Kunden wollen das Billigste und beschweren sich nach zwei Jahren, wenn sie dann auch nur das Billigste bekommen haben.
Keine Ahnung, welche Dussel Jetzt Nicht hier wieder rumlaufen, aber ich höre, egal ob im Baumarkt, der Haushaltswarenabteilung, dem Klamottenladen oder sonst wo eher: "Schatz, lass uns doch das teurere kaufen, das ist bestimmt besser." Da wird Bosch statt KingCraft, Boss statt KIK, Teufel statt Heco, Siemens statt Alaska und wie die Beutelschneider alle heissen gekauft, und geht noch schneller kaputt als das Billigangebot. Wahrscheinlich weil in deren Entwicklung die Leute sitzen, die hier behaupten, der Kunde wolle stets das billigste. Will er nicht, er will was besseres, hat aber lernen müssen, daß teurer nicht besser ist.
Das Problem ist, dass ich in vielen Fällen auch bei teuren Dingen keine bessere Qualität bekomme, weil lediglich mehr Geld in das Marketing geflossen ist. Wenn ich mich nicht auskenne in der Materie, kann ich keine qualifizierte Entscheidung treffen. Wieviele Markenhersteller haben eine billigere Serie, die kaum besser ist als No-Name-Kram? Weil mir gerade kein besseres Beispiel einfällt: Wie lange hat euer Android-Handy von dem Hersteller Updates bekommen? Bei mir war die Hardware selten so kaputt, wie das letzte Update des Herstellers aus sicherheitstechnischer Sicht....
Dumdi Dum schrieb: > Bei jedem Einkauf wird man das gefragt. Es gibt verschiedene Produkte, > und wenn man sich das billigste (oder eines der billigeren aussucht) > dann hat man abgestimmt. Ich bin der Meinung, daß die Kunden das PREISWERTESTE wollen. Preiswert ist etwas Anderes als billig. Billig ist es für den Produzenten, Rotz zu fertigen und diesen mit Goldfolie und Glanzpapier umwickelt als "hochwertig" zu verkaufen. Die Ansicht, daß etwas nur teuer genug sein muß, um gut zu sein ist heute nicht mehr gültig. :-( MfG Paul
Paul Baumann schrieb: > Ich bin der Meinung, daß die Kunden das PREISWERTESTE wollen. > Preiswert ist etwas Anderes als billig. Klar, wollen tut das jeder Homo oeconomikus aka. Konsument. Das Problem ist nur, daß es wirklich "Preiswertes" nicht mehr gibt. Nur noch folgendes Zeug: a) Billigen Schrott, dem man ansieht, daß er nix taugt b) Billigen Schrott, der auf den ersten Blick so aussieht, als wäre er brauchbar, sich ansonsten aber nicht von a) unterscheided c) Teuren Noname-Schrott. Wie a) und b) - Dumme finden sich immer d) "Günstigen" Schrott eines ehemalig gut rennomierten Markenherstellers, die Marke existiert aber nur mehr auf dem Papier, wird von den selben Leuten wie a), b) und c) hergestellt e) Teuer bepreisten Schrott eines ehemaligen Markenherstelles - siehe d) f) Echte Qualitätsware - gibt es, ist aber meistens Unbezahlbar g) Die Billigschiene des Qualitätsherstellers von f) - ist zwar "günstiger" als e), Qualitätsmässig aber eher so wie b) h) Manufakturwaren und Auftragsarbeit - echt gut und langlebig, aber vom Preis her in Regionen wie f), wenn nicht noch teurer Es gäbe dann noch die Möglichkeit x) Ich mach's mir selbst. Beste Wahl, aber oft hat man entweder nicht die Zeit, das Können oder das Wissen dafür, oder es mangelt schlicht am Geld, also muss man doch wieder was aus Kateg. a) bis h) nehmen. > Die Ansicht, daß etwas nur teuer genug sein muß, um gut zu sein ist > heute nicht mehr gültig. Stimmt. Andererseits findet man "billig und gut" (= preiswert) eben auch nicht so leicht. Ausser man kennt wen, wo's vom Laster fällt, oder der in einer Firma arbeitet, die die Überkapazitäten der Sonder-Nachtschichten verramschen müssen. > MfG Paul Bester Gruß zurück, Norbert
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