Forum: Offtopic Funktionieren Gefallen?


von Frank H. (horni)


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Hallo Leute,

ich habe momentan ein kleines Problem. Als Informatiker / 
Elektrotechniker / jemand, der sich einfach gut mit Hard- oder Software 
auskennt, hat man die gleichen Probleme, wie z.B. Juristen oder Ärzte. 
Kaum erfahren die Leute, womit man seine Brötchen verdient, kommen die 
mit ihren Problemen. Da habe ich ein Problem mit meinem Rechner und 
kannst du mir nicht den Akku meines iPhones wechseln. Mein Fernseher 
geht nicht, schau da mal bitte drauf. Und so weiter. Und dann darf die 
Reparatur bloß nicht teuer sein. Maximal die Teile. Ich denke, viele 
werden genau wissen, was ich meine....

Früher habe ich gedacht, dass ich den Leuten einen Gefallen mache und 
als Gegenleistung wenn ich mal etwas von den Leuten brauche, die mir zur 
Seite stehen und auch helfen. Nach dem Motto ich mache dir einen 
gefallen und du mir.

Doch die Realität sieht leider anders aus. Die Leute nehmen zwar gerne, 
geben aber ungerne etwas gleichwertiges her. Insbesondere wenn zwischen 
dem erbrachten und dem eingeforderten Gefallen längere Zeit zurückliegt.

Und auch wenn man direkt einen Tausch-Deal abschließt, funktioniert er 
in der Regel sehr schlecht. So hat mich ein Kollege nach meinem 
LTE-Stick gefragt um damit irgendwelche Spiele zu spielen, die eine 
Verbindung mit dem Server benötigen und mir dafür einen Cheeseburger 
ausgegeben. Doch womit hat er die Nacht verbracht? Er hat sich die ganze 
Zeit bei Amazon Prime Filme angeschaut. Und von den 8GB LTE Traffic 
blieb für mich kaum noch etwas übrig. Für die 8GB zahle ich im Monat ca. 
15€, der Cheeseburger kostete nur 6€.

Das waren jetzt nur kleine Beispiele. Aber ich habe momentan zumindest 
das Gefühl, dass meine Gutmütigkeit ausgenutzt wird. Und momentan bin 
ich echt kurz davor zu sagen, dass ich keinem mehr einen Gefallen tun 
werde.

Wie ist es bei euch denn so?

von Sebastian E. (der_andere_sebastian)


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Oft genug ist der "Wert" eines Gefallen für einzelne Menschen sehr 
unterschiedlich - ein Grundproblem des Tauschhandels jenseits von Waren 
bekannten Wertes.
Man muß halt sehen, wie viel man bereit ist zu geben - notfalls auch 
bloß für die Zusage, sich an einen anderen Menschen später mal wenden zu 
können, wenn man Hilfe benötigt. Natürlich funktioniert das nicht immer, 
und hängt davon ab, was man selbst gerade braucht.
Ich habe schon des Öfteren Rechner für eine warme Mahlzeit repariert.

von D. I. (Gast)


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Puuuh, das kommt nun ganz darauf an was und wer. Engste Familie (Bruder, 
Mutter) ohne Frage, das gleicht sich aus. Bei den wirklich wenig guten 
und engen Freunden ebenso. Beim Rest sage ich was ich dafür erwarte und 
entweder er akzeptierts oder nicht.
Schmarotzer können gerne woanders hausieren gehen.

von Willi W. (williwacker)


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Herzlich Willkommen im richtigen Leben.

Das mit Deinem Freund und dem LTE-Stick ist die eine Sache.

Früher gabs mal einen Spruch: Fahrrad, Freundin und Füller darf man 
nicht verleihen.

Die andere Sache "kannst Du mal schnell ...?" ja das kenne ich auch. 
Deine Arbeit wird hier einfach als sehr geringwertig angesehen, selbst 
wenn der Tausch des Akkus im Laden 100€ kostet bekommst Du ein 
Butterbrot (oder einen Cheeseburger). Ok ok, ich hab da was 
vermauschelt, passt aber wohl trotzdem.

Ihre eigene Arbeit, z.B. eine Rechtsauskunft kannst Du gar nicht hoch 
genug einschätzen, dafür war jahrelanges Studium erforderlich, 
regelmäßiges Gesetzestextelesen, und viele andere geistig hochstehende 
Arbeiten. Was ich sagen will - nicht vergleichbar mit dem simplen 
Akkutausch.

Und jetzt fühlst Du Dich schlecht behandelt, weil von diesen 
Geistesgiganten keiner in der Lage ist, seinen Akku selbst zu tauschen?

Muss er nicht: Er fühlt sich auch besser als der Typ von der Müllabfuhr, 
obwohl er keinen Mülllaster fahren könnte. Und muss man schreinern 
können, um zu entscheiden, ob der Tisch wackelt?

Verbuche es unter "Lebenserfahrung" und suche Dir neue, bessere Freunde, 
die gibt es nämlich auch.

Ciao
Willi

von Falk B. (falk)


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Everyones darling is everyones depp.

Oder etwas verschärfter "Sei nie der Mann mit der Bohrmaschine!"

(einfach mal googlen)

von Peter R. (pnu)


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Es gibt viele Leute mit einem Sprachfehler: sie können nicht NEIN sagen.


Denen mögliche Taktiken, trotzdem ein Nein zu erzeugen:

geht nicht, ohne Unterlagen zu haben. Die rücken die ... nicht heraus.

ist verdongelt, da muss eine Spezialwerkstatt her.

Ein Eingriff macht die Garantieansprüche unmöglich.

So wertvolle Geräte schau ich mir nicht an, da ist das Risiko zu groß

Bei der heutigen snap-in Technik ist es unmöglich da reinzuschauen ohne 
es zu zerstören.

usw.

von Klaus W. (mfgkw)


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Meine Lösung: ich kenne mich prinzipiell nicht mit Windows aus (was ja 
auch weitgehend stimmt), sondern nur Linux.
Auch kein Apple-Kram.

Damit ist der Markt schon recht übersichtlich...
Vor allem weil die größten Trolos ja nur Windows anfassen ("ist ja so 
schön einfach", keine Ahnung, warum sie dann doch nie damit 
zurechtkommen).

von G. H. (schufti)


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und wenn man daraus seine Konsequenzen zieht hört man: sei doch nicht 
so, das letzte Mal oder dem XYZ hast du es doch auch gemacht .... und 
man muß sich für seine Gutmütigkeit auch noch rechtfertigen.

Nicht ohne Grund sagt ein jüd. Sprichwort: Jeder Gefallen rächt sich 
einmal

von DJ T. (Gast)


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Frank Horn schrieb:
> Früher habe ich gedacht, dass ich den Leuten einen Gefallen mache und
> als Gegenleistung wenn ich mal etwas von den Leuten brauche, die mir zur
> Seite stehen und auch helfen. Nach dem Motto ich mache dir einen
> gefallen und du mir.

Betrachte doch Deinen Gefallen als Geschenk. Ein Geschenk ist kein 
Geschäft, sondern etwas, das Du ohne Anspruch auf Gegenleistung 
hergibst.
Wenn Dein Geschenk nicht gewürdigt bzw. erwidert wird, war es halt 
vergebene Liebesmüh'. Aber man weiß es nicht, wenn man's nicht probiert.

von G. H. (schufti)


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nach dem bewährten:
"I kenn eich eh und ihr kennt's mi ah"

von David .. (volatile)


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If you're good at something never do it for free

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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von Micha H. (mlh) Benutzerseite


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David ... schrieb:
> If you're good at something never do it for free

Das hieße dann im Umkehrschluss, daß die meisten Leute kostenlos 
arbeiten sollten?!

Ein guter Freund "verkauft" seine "Gefallen" für 15 Euro die Stunde. Das 
ist also erheblich billiger als ein Fachmann. Klar lässt er auch mal mit 
sich handeln, wenn es nur um einen Handgriff geht, tut's auch mal ein 
Bier oder zwei als Gegenleistung.
Am wichtigsten aber ist, er bringt das so rüber daß die meisten das 
akzeptieren und auch wiederkommen, weil er wirklich gut in Sachen PC/IT 
ist.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Klaus Wachtler schrieb:
> Auch kein Apple-Kram.

Kannste inzwischen anfassen, ist auch bloß 'ne andere Art Unix, noch
dazu mit brauchbaren man pages. ;-)

von Frank H. (horni)


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Okay, Rechner reparieren oder Akkus tauschen ist das eine. Das bekommen 
evtl. noch einige hin. Nehmen wir mal einen anderen Gefallen.

Auch ein Kollege kam zu mir und meinte, dass er Bilder von seiner 
kleinen Tochter auf einer externen Platte hatte und die nun defekt sei. 
Und er die Platte einigen Leuten mitgegeben hätte, alle haben darin 
herumgepfuscht doch keiner hat die Daten retten können.

Ich habe die Platte bei mir im Labor untersucht, im Reinraum geöffnet, 
den mechanischen Fehler behoben und glücklicherweise lagen die wichtige 
Daten nicht auf der Platte, die durch angebliche Experten zerstört 
wurden. Am Ende konnte ich die wichtigen Daten tatsächlich von der 
Platte kratzen, voller Erfolg.

Für die gleiche Dienstleistung würde ich von einem normalen Kunden ca. 
700-900€ verlangen. Doch was macht man bei einem Vater, der mit seinem 
Mindestgehalt sich, seine Frau und das Kind versorgen muss? Soll er mir 
monatlich nen 10er zahlen? Habe ich auch schon mal gemacht, da läuft man 
dem Geld nur hinterher.

Doch als ich den Herren gebeten habe, am 2. Mai einzuspringen, weil ein 
Mitarbeiter sich kurz zuvor beim Frühstück in der Firma in die Hand 
geschnitten hat und für eine Woche krankgeschrieben ist, wollte er es 
nicht machen, weil er am Wochenende feiern geht.

Nun ja, das Problem ist jetzt, dass ich unter Kollegen meine Fähigkeiten 
schlecht verbergen kann. Ich kann zwar direkt nein sagen, aber das würde 
alles nur noch schlimmer machen. "Stelle dir vor, ich habe Frank gebeten 
sich mein Smartphone anzuschauen. Aber er will es nicht machen! Bei XYZ 
hat er es doch auch repariert." Und so weiter....

von David .. (volatile)


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Frank Horn schrieb:

> Nun ja, das Problem ist jetzt, dass ich unter Kollegen meine Fähigkeiten
> schlecht verbergen kann. Ich kann zwar direkt nein sagen, aber das würde
> alles nur noch schlimmer machen. "Stelle dir vor, ich habe Frank gebeten
> sich mein Smartphone anzuschauen. Aber er will es nicht machen! Bei XYZ
> hat er es doch auch repariert." Und so weiter....

Dann hast du wohl schon zu oft Ja gesagt und ausserdem scheiss Kollegen. 
Eine Hand waescht die Andere! Irgendwann wirst du Nein sagen muessen.

von D. I. (Gast)


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Frank Horn schrieb:
> Für die gleiche Dienstleistung würde ich von einem normalen Kunden ca.
> 700-900€ verlangen. Doch was macht man bei einem Vater, der mit seinem
> Mindestgehalt sich, seine Frau und das Kind versorgen muss? Soll er mir
> monatlich nen 10er zahlen? Habe ich auch schon mal gemacht, da läuft man
> dem Geld nur hinterher.

Was hätte er getan wenn er dich nicht gehabt hätte? Richtig, die Bilder 
abgeschrieben oder in den sauren Apfel gebissen und sich an der Stelle 
mal über Backups informiert.

>
> Doch als ich den Herren gebeten habe, am 2. Mai einzuspringen, weil ein
> Mitarbeiter sich kurz zuvor beim Frühstück in der Firma in die Hand
> geschnitten hat und für eine Woche krankgeschrieben ist, wollte er es
> nicht machen, weil er am Wochenende feiern geht.

Damit hast du doch schon die Bestätigung welchen Respekt die Leute vor 
dir und deinen Gefallen haben und für mich wäre an dieser Stelle die 
Konsequenz klar.

Wie Falk schon sagte, everybodys darling is everybodys depp.

von Joachim B. (jar)


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Frank Horn schrieb:
> Wie ist es bei euch denn so?

ich muss öfter mal NEIN sagen und lerne das auch immer wieder.....

früher habe ich bis zur Erschöpfung meine 40h/Woche oder mehr erfüllt, 
alle TV von der Familie repariert, dann die Kumpels, Nachbarn und die 
Angehörigen der Kumpels, als dann die Bekannten der Nachbarn dazu kamen 
war Ende.....

Ich will mich nicht beklagen, habe ich für je eine TV Reparatur doch 2x 
komplette Teiletausch gesamter Vorderwagen, Kotflügel Stehwände, Schürze 
bekommen und 2x Ganzlackierung, den Tausch fand ich gut, der Lackierer 
und Blechner war aber auch mit der TV Rep zufrieden, sonst hätten die 
das nicht 2x gemacht.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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D. I. schrieb:
> Puuuh, das kommt nun ganz darauf an was und wer. Engste Familie (Bruder,
> Mutter) ohne Frage, das gleicht sich aus. Bei den wirklich wenig guten
> und engen Freunden ebenso. Beim Rest sage ich was ich dafür erwarte und
> entweder er akzeptierts oder nicht.

So mach ichs auch. Richtige Freunde werden sowieso drüber nachdenken, 
wie sie sich revanchieren können.

von Paul B. (paul_baumann)


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Willi Wacker schrieb:
> Früher gabs mal einen Spruch: Fahrrad, Freundin und Füller darf man
> nicht verleihen.

Alles, was mit "F" beginnt:
Frauen
Fahrzeuge
Ferkzeug.

Ich habe ein Gleichgewicht zwischen dem Helfen bei Anderen und 
Helfenlassen
von Anderen. Hier sind viele alte Frauen um mich, deren Kinder 
sonstwohin ziehen mußten und die ab und an Hilfe brauchen. (Geräte 
reparieren, Telefon-
verstärker bauen, weil Gehör sparsam geworden etc.)
Zum Dank bekomme ich mal Lebensmittel, 1-2 Flaschen gutes Bier,
noch unausgepackte Bettwäsche und ähnliche Sachen. Da freue ich mich 
drüber und denen quellen die Schränke nicht über.

MfG Paul

von Bernd F. (metallfunk)


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Ich kenne das auch.

Wenn der Rollstuhlfahrer kommt, und hat ein Defekt an seinem Fort-
bewegungsmittel, mache ich das gleich und umsonst.

Kommt der Bekannte zum Lagerauspressen der Wama- Trommel geht das meist 
auch sofort.

Geld fließt da nie.

Aber man muss höllisch aufpassen.
Bei Leuten, die ich nicht so kenne, ist der Stundensatz ( 50,- )
eine Antwort. Wenn ich dann sage, das dauert 20 Minuten, relativiert
sich vieles.

Ich finde das total Klasse, wenn die im Kopf den Dreisatz probieren :)
( 60 min = 50,-€. Was kosten jetzt 20 min? )

Grüße Bernd

von Joachim B. (jar)


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grundsätzlich würde ich der Ausgangsfrage zustimmen,

wie war das damals, ich fand einen Hunderter im Briefkasten, mein alter 
Arzt im Ruhestand bat mich mit diesem Hunderter Vorschuß bei einer 
Bekannten mal den TV nachzusehen, bei soviel Vorschußlorbeeren musste 
ich einfach alles versuchen, würde sagen funktioniert, aber nicht auf 
Nassauermethode.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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D. I. schrieb:
> Puuuh, das kommt nun ganz darauf an was und wer. Engste Familie (Bruder,
> Mutter) ohne Frage, das gleicht sich aus. Bei den wirklich wenig guten
> und engen Freunden ebenso. Beim Rest sage ich was ich dafür erwarte und
> entweder er akzeptierts oder nicht.
> Schmarotzer können gerne woanders hausieren gehen.

Genau richtig.

Ich rede mich bei Nassauern damit raus, dass ich frühestens in zwei 
Wochen dafür Zeit habe. Ist dann zu 90% erledigt. Für den restlichen 10% 
finde ich auch noch eine Lösung.

von K. J. (Gast)


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Hm, ich mach immer dieses OhOhh das wird teuer ;) Danach zahlen sie 
meist auch meinen Preis ;)

Ne mal im ernst ich Repariere nichts mehr für andere hatte mal nen 
Kollegen der hatte ein Richtig schönes zugenageltes Gerät hat sich den 
Netzstecker Rausgerissen, ich also aufgemacht in drinnen war die Platine 
kaputt also Irreparabel zum öffnen musste ich es aufschneiden (Plaste + 
Ultraschallverschweist) hab ihm das vorher auch mitgeteilt gehabt, naja 
ende vom spiel war das ich irgendwann nen Anwaltschreiben mit einer 
Schadensersatzforderung aufm Tisch hatte, da ich angeblich beim Öffnen 
die Platine zerstört habe.

Ansonsten ist sowas generell recht undankbar die meisten denken das das 
schnell geht, aber das das Öffnen alleine schon meist lange dauert, 
Ersatzteile suche ... nebenbei soll es am besten nichts kosten weil das 
Gerät an sich schon Schweine Teuer war, gut sind immer die die sich von 
einer Fachwerkstatt ein Angebot holen das zu teuer finden und es dann 
halt günstiger bei mir versuchen.

Handys sind nen schönes beispiel ein Displaytausch beim Handy kostet um 
die 140€ in der Fachwerkstat wen sie dann zu mir kommen müssen sie meist 
feststellen das das Display alleine schon bei 120€ liegen liegt auch 
dadran das die Handyhöker auch nur bei Ebay die Displays Kaufen beim 
Org. Hersteller kostet das noch einiges mehr, aber das ist dann meist zu 
teuer.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd Funk schrieb:
> Ich finde das total Klasse, wenn die im Kopf den Dreisatz probieren :)
> ( 60 min = 50,-€. Was kosten jetzt 20 min? )
Du solltest auf 60€ erhöhen  ;-)
Oder 49€ pro Stunde nehmen, das hört sich gleich viel günstiger an...

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Frank Horn schrieb:
> Früher habe ich gedacht, dass ich den Leuten einen Gefallen mache und
> als Gegenleistung wenn ich mal etwas von den Leuten brauche, die mir zur
> Seite stehen und auch helfen.

Ein Gefallen bedarf keiner Gegenleistung, sonst ist es kein Gefallen.

Gefallen erweise ich nur Menschen bei denen ich weiß, dass sie Hilfe 
nötig haben und/oder ich sie mag.
Alle anderen dürfen mich gerne auch um Hilfe bitten. Ich mache jedoch 
von Anfang an klar, was sie an Leistung und Kosten erwarten dürfen. Oft 
verweise ich dann auf das Repair Cafe in der Nähe, bei dem ich auch 
tätig bin, und bei dem die Besucher zur Selbsthilfe angeleitet werden.

von Joachim B. (jar)


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Wolfgang Erbes schrieb:
> Ein Gefallen bedarf keiner Gegenleistung, sonst ist es kein Gefallen.
>
> Gefallen erweise ich nur Menschen bei denen ich weiß, dass sie Hilfe
> nötig haben und/oder ich sie mag.

völlig richtig, nur irgendwann kann es passieren das man manche Menschen 
nicht mehr mag die nur nehmen.

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Joachim B. schrieb:
> völlig richtig, nur irgendwann kann es passieren das man manche Menschen
> nicht mehr mag die nur nehmen.

Wo ist das Problem? Mein Patentrezept: ein offenes Wort.

von Joachim B. (jar)


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Wolfgang Erbes schrieb:
> Mein Patentrezept: ein offenes Wort.

logisch, hilft aber nicht bei jedem

Wolfgang Erbes schrieb:
> Wo ist das Problem?

ist kein Problem, wir Menschen sind ja anpassungsfähig, ich denke auch 
du wirst irgendwann Menschen nicht mehr mögen die immer nur nehmen und 
bei denen ein offenes Wort nicht fruchtet.

von Bernd F. (metallfunk)


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Lothar Miller schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Ich finde das total Klasse, wenn die im Kopf den Dreisatz probieren :)
>> ( 60 min = 50,-€. Was kosten jetzt 20 min? )
> Du solltest auf 60€ erhöhen  ;-)
> Oder 49€ pro Stunde nehmen, das hört sich gleich viel günstiger an...

48,-€, dann klappt das bei den meisten mit dem Kopfrechnen.

Der generelle Tenor ( dem schließe ich mich an ),ist doch so:
Natürlich macht man diese Sachen. Aber man muss sehr aufpassen,
nicht in eine Falle zu geraten, aus der man nicht herauskommt,
ohne sich sehr unbeliebt zu machen.

Der Spruch mit den zwei linken Händen nimmt uns niemand ab :)
Also beizeiten einbremsen, die Sache.

Grüße Bernd

von Mani W. (e-doc)


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Es ist ja normalerweise so, dass Menschen mit technischen
Problemen (defekte Geräte) auf mich zukommen, mit der Ansage,
es kann sich ja eh nur um eine Kleinigkeit handeln....


Ich sage dann darauf, ich weis, es ist nur eine Kleinigkeit.
Aber aus hunderten oder tausenden Bauteilen den richtigen (der
defekt ist) herauszufinden, ist eben keine Kleinigkeit mehr.

Dazu kommt, z.B. bei Kaffee-Maschinen, dass das Zerlegen schon
eine drei viertel Stunde benötigt, der ganze Dreck (Wasser und Kaffee)
irgendwo ausläuft und der Arbeitsplatz buchstäblich im Dreck liegt.

Die Ersatzteile kosten ein Schweinegeld und das Zusammenbauen dauert
auch, zusätzlich dann noch eine Stunde oder mehr für die
Funktionsprüfung und Verkostung...


Alles zusammen kommt dann auf 5 Stunden (ca), und bei nur 20 Euro
pro Stunde samt Material sind wir dann auf guten 130 - 160 Euronen,
aber eine neue Maschine kostet das selbe...

Ich repariere keine solchen Maschinen mehr, auch nicht meine eigene...

von Joachim B. (jar)


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Mani W. schrieb:
> Dazu kommt, z.B. bei Kaffee-Maschinen, dass das Zerlegen schon
> eine drei viertel Stunde benötigt, der ganze Dreck (Wasser und Kaffee)
> irgendwo ausläuft und der Arbeitsplatz buchstäblich im Dreck liegt.
>
> Die Ersatzteile kosten ein Schweinegeld und das Zusammenbauen dauert
> auch, zusätzlich dann noch eine Stunde oder mehr für die
> Funktionsprüfung und Verkostung...

jain......

Bosch MUM 44 4400 Steuerplatine 17,20€ Rep. ca. 1,5h komplett ging so 
war meine eigene, läuft wieder gut.

Krups dolce gusto KP5000, 3 Stunden nur zerlegen, Ersatzteil 2,49€ 
irgendwann brach beim Zerlegen eine Haltelasche, habe die Rep. 
abgebrochen und für 55€ eine neue KP5000 bestellt.

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Es gibt da ein Mittel dagegen: Einfach nicht mit seinen Fähigkeiten 
hausieren gehen. Wer nicht weiß daß du dich gut auskennst wird dich auch 
nicht um etwas bitten. So kann man seine Gratisdienste gezielt Leuten 
anbieten die man gut kennt und mag, und die Nassauer bleiben weg.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das Lied zum Thema
http://www.songtexte.com/songtext/rumpelstilz/kiosk-33d8e471.html
"Leute, bin ich denn ein Kiosk?"

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Joachim B. schrieb:
> Wolfgang Erbes schrieb:
>> Mein Patentrezept: ein offenes Wort.
>
> logisch, hilft aber nicht bei jedem

Natürlich hilft das bei jedem.
Wenn ich zu jemanden sage, dass eine bestimmte Dienstbarkeit bei mir 
nicht unter Gefallen läuft, sondern er dafür zahlen muss, dann versteht 
das der dümmste Trottel.

von Kai M. (kai_mauer)


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Wolfgang Erbes schrieb:
> Wenn ich zu jemanden sage, dass eine bestimmte Dienstbarkeit bei mir
> nicht unter Gefallen läuft, sondern er dafür zahlen muss, dann versteht
> das der dümmste Trottel.

...und scheißt Dich beim Finanzamt oder beim Zoll an.
Super gemacht.

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Kai Mauer schrieb:
> ...und scheißt Dich beim Finanzamt oder beim Zoll an.
> Super gemacht.

Alles eine Frage, wie man es vermittelt.

von Micha H. (mlh) Benutzerseite


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Kai Mauer schrieb:
> und scheißt Dich beim Finanzamt oder beim Zoll an

Für eine nicht erbrachte Leistung und nicht erfolgte Bezahlung? Das mußt 
du mal vormachen.
Falls doch erfolgt, wäre er selber mit dran.

von Kai M. (kai_mauer)


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Micha H. schrieb:
> Für eine nicht erbrachte Leistung und nicht erfolgte Bezahlung? Das mußt
> du mal vormachen.

Er hat vielleicht für Andere Leistungen erbracht und für den, der jetzt 
fragt, vorher auch schon einmal -jetzt aber nicht mehr...

merke: Wer mit dem Teufel speist, braucht einen langen Löffel!

von Micha H. (mlh) Benutzerseite


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Kai Mauer schrieb:

> Er hat vielleicht für Andere Leistungen erbracht

Da gibts 2 Möglichkeiten. Es ist geringfügig (keine Ahnung wo die Grenze 
ist aber für 50€ pro Monat hebt kein Finanzbeamter den Arsch ausm 
Sessel), dann passiert genau garnix.

Es ist gewerblich und er hat sich erwischen lassen -> Deep Shit.

> und für den, der jetzt
> fragt, vorher auch schon einmal -jetzt aber nicht mehr...

Auch da gibts zwei Möglichkeiten: Es ist verjährt: vergiss es.
Es ist nicht verjährt: Der Denunziant ist selber mit dran.

> merke: Wer mit dem Teufel speist, braucht einen langen Löffel!

Mit blöden Sprüchen kann man sich das ganze Leben vertreiben, nicht 
wahr?

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