Forum: Offtopic µC Auslesen trotz Schutz - mal mit Bildern


von Christian B. (casandro)


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Weil es gerade durch die Nachrichten ging. Hier exemplarisch ein Projekt 
bei dem auch der Mikrocontroller ausgelesen wurde. Auf den letzten 
Seiten sieht man sogar den Chip wie er präpariert ist.

http://www.ioactive.com/pdfs/IOActive_Advisory_CyberLock.pdf

Nebenbei kann man auch noch lernen, wie man Sicherheit nicht macht. Das 
ist ein schönes Negativbeispiel.

Schön ist dabei besonders Punkt 7, "While the issue has already been 
reported, we feel these issues are exacerbated due to the already known 
“magnet” bypass". Sprich man kann da auch einfach einen Magneten dran 
halten, und das Schloss geht auch auf.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Ja. Natuerlich kann man mit genuegend hohem Aufwand geschuetzte Chips 
auslesen. Das wussten wir schon. Und das bringt ?

Und die Aussage dieses Hinweises ?

von Michael K. (Gast)


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Jetzt Nicht schrieb:
> Und die Aussage dieses Hinweises ?

Das wenn jemand eine bessere Katze baut der andere eine bessere Maus 
baut.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Die zu verwendende Technologie ist aber nicht fuer jedermann 
zugaenglich. Und mit auslesen bin ich noch nicht so weit. Dann hab ich 
einen Hexdump. Noch nicht das ASM Listing mit generischen Variablen. Ich 
kann das Produkt vielleicht klonen, wenn ich alles identische Teile zum 
Original verwende. Mit den Fehlern auch noch drin. Da ist dann noch 
nichts mit verbessertem Produkt.
Der Vergleich mit der Maus ist daher nicht so passend.

von Christian B. (casandro)


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Jetzt Nicht schrieb:
> Ja. Natuerlich kann man mit genuegend hohem Aufwand geschuetzte Chips
> auslesen. Das wussten wir schon. Und das bringt ?

Naja, man sieht hier deutlich, dass der Aufwand eben nicht so groß 
ist. Das kann man alles noch in einer Wohnung machen. Das Equipment 
kostet keine 1000 Euro.

von Christian B. (casandro)


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Jetzt Nicht schrieb:
> Die zu verwendende Technologie ist aber nicht fuer jedermann
> zugaenglich.

Doch, Mikroskope gibts gebraucht auf eBay, die entsprechenden 
Chemikalien kriegt man in der Apotheke.

> Und mit auslesen bin ich noch nicht so weit. Dann hab ich
> einen Hexdump. Noch nicht das ASM Listing mit generischen Variablen.

Ja und? Den Hexdump kannst Du Dir mit Programmen wie IDAPro komfortabel 
anzeigen lassen. Wenn Du dann noch ein wenig Hirn reinsteckst kannst Du 
das Produkt komplett rückentwickeln. Zum Beispiel um gerade die Fehler 
zu finden und die zu beseitigen, oder um die Fehler auszunutzen.
In der Windowswelt ist das ganz üblich, denn so werden Misfeatures aus 
Software entfernt.

Mir geht es primär darum den Leuten zu zeigen, dass die Fuses so zu 
setzen, dass man den Chip nicht auslesen kann, in aller Regel nichts 
bringt. Nur der ehrliche Anwender wird dadurch, in aller Regel, 
benachteiligt.

von Michael K. (Gast)


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Jetzt Nicht schrieb:
> Der Vergleich mit der Maus ist daher nicht so passend.

Der sehr alte Spruch fast ja auch nur die sehr alte Erkentniss in Worte 
wie Aufrüstung funktioniert.
Ich verstehe immer nur nicht die völlige Fassungslosigkeit das auf die 
Verbesserung der einen Seite auch immer eine Verbesserung der anderen 
Seite erfolgt.
Das ist so alt wie die Menschheit, warum sollte das im digitalen 
Zeitalter anders sein ?

Christian Berger schrieb:
> Das Equipment
> kostet keine 1000 Euro.
Wir reden hier immer noch über ein Türschloss.
Ein Brecheisen kostet keine 1000€ und damit bekomme ich die Tür 
schneller auf.

Christian Berger schrieb:
> Mir geht es primär darum den Leuten zu zeigen, dass die Fuses so zu
> setzen, dass man den Chip nicht auslesen kann, in aller Regel nichts
> bringt. Nur der ehrliche Anwender wird dadurch, in aller Regel,
> benachteiligt.

Türen und Fenster zu schliessen bring auch nichts, denn wer rein will in 
mein Haus der schaft das auch.
Nur ich als ehrlicher Nutzer werde benachteiligt weil ich immer in der 
Tasche kramen muß.

Falsch.
Ich kann nur den Aufwand erhöhen sich an meinem Eigentum zu vergreifen.
Gerade im Bereich Controller ist der Aufwand Software auf diese Art zu 
stehlen oft viel größer als das einfach nachzuprogrammieren.

von Olaf B. (omb)


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Zu dem Thema Reverse-Engineering gab es auf dem 25C3 Kongress auch einen 
guten Vortrag. Selbst als sicher geltende Verschlüsselungsalgorithmen 
(hier Mifare) sind halt nicht wirklich sicher wenn jemand ausreichend 
Arbeit hineinsteckt.

Viele als sicher geltende Sachen wurden bestimmt auch schon von irgend 
welchen Regierungen oder anderen Gangstern entschlüsselt.

http://events.ccc.de/congress/2008/Fahrplan/attachments/1218_081227.25C3.HardwareReversing.pdf

von Tim S. (tim_seidel) Benutzerseite


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Olaf B. schrieb:
> Selbst als sicher geltende Verschlüsselungsalgorithmen
> (hier Mifare) sind halt nicht wirklich sicher wenn jemand ausreichend
> Arbeit hineinsteckt.

Das ist leider eines der schlechtesten Beispiele. Die Sicherheit hier 
bestand schon vorher nur aus NDA + Juristerei. Das Kryptoverfahren galt 
als unbekannt und ungetestet, sprich unsicher.

Wer sich in der SW-Entwicklung damit mal auseinandergesetzt hat, hat 
auch damals mit Sicherheit auch schon sehen können, dass sich die Nonce 
auffällig oft wiederholt. Das ist nach eigener Erfahrung schon sehr sehr 
schnell zu beobachten.

von Timm T. (Gast)


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Christian Berger schrieb:
> Mir geht es primär darum den Leuten zu zeigen, dass die Fuses so zu
> setzen, dass man den Chip nicht auslesen kann, in aller Regel nichts
> bringt. Nur der ehrliche Anwender wird dadurch, in aller Regel,
> benachteiligt.

Schwachsinn! Natürlich bringt es was, weil es eben nicht jeder auslesen 
kann und den Kram einfach klonen. Das Equipment zu kaufen ist nicht 
alles...

Und wie bitte wird denn der "ehrliche Anwender" benachteiligt?

von Jemin K. (jkam)


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Fuses setzen bringt auf jeden Fall, dass die ganze Internet-Hacker 
scheitern, die einfach mal etwas Aufmerksamkeit wollen, indem sie 
versuchen das Ding einfach direkt auszulesen. Zumindest wird der mediale 
Schadensfall so unwahrscheinlicher, und, man kann die Schuld auf Andere 
(Chiphersteller) schieben.

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