Guten Tag,
vorweg erstmal:
Ich bezeichne mich selber noch als Jungingeneur, habe aber durchaus
Erfahrung mit der Entwicklung von Schaltungen/Platinen (mache dies schon
etwas länger).
Ich habe bisher nur mit Niederspannung bis ca. 50V gearbeitet und für
die Schaltungen immer externe geschlossene Spannungsversorgungen
benutzt. Nun muss ich aber eben diese in eine Schaltung integrieren.
Also von 230V AC auf 12V DC.
Ich würde dafür einen fertigen AC/DC Wandler nutzen mit entsprechender
Beschaltung.
Gehäuse ist am ende geschlossen und aus Kunstoff.
Das Gerät soll später auch verkauft werden. Entsprechende Normen werden
dafür hinzugezogen.
Die eigendliche Frage ist nun:
Darf ich solch ein Gerät als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer (genau:
Bachelor in Kommunikations und Informationstechnik) überhaupt bauen ohne
weitere Fortbildung o.Ä.?
Zutrauen tue ich mir das durchaus ohne den Respekt vor der Netzspannugn
zu verlieren. Natürlich mit entsprechender Absicherung,
Leitungsabständen, Netzfilter etc. (und zur Sicherheit einen Trenntrafo
solange "nackig" auf dem Tisch).
MfG Ray
Ray schrieb:> Darf ich solch ein Gerät als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer (genau:> Bachelor in Kommunikations und Informationstechnik) überhaupt bauen ohne> weitere Fortbildung o.Ä.?
Es gibt da den Begriff der "Elektrofachkraft". Das sind Leute, die
entweder durch ihre Ausbildung oder ihre Erfahrung das nötige Wissen
erlangt haben - ein sehr dehnbarer Begriff also. Wenn Du meinst, daß Du
genügend Erfahrung hast, siehe:
> Zutrauen tue ich mir das durchaus ohne den Respekt vor der Netzspannugn> zu verlieren. Natürlich mit entsprechender Absicherung,> Leitungsabständen, Netzfilter etc. (und zur Sicherheit einen Trenntrafo> solange "nackig" auf dem Tisch).
dann nur zu!
PS: Als ich noch Student war, hat sich niemand um solche
Spitzfindigkeiten geschissen. Aber das Leben ist anscheinend in den
letzten 20 Jahren massiv gefährlicher geworden ;-)
Ray schrieb:> Ich würde dafür einen fertigen AC/DC Wandler nutzen mit entsprechender> Beschaltung.> Gehäuse ist am ende geschlossen und aus Kunstoff.
Dann hat das Ding auch eine CE Kennzeichnung (China Export) und alles
ist gut.
Ray schrieb:> Darf ich solch ein Gerät als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer (genau:> Bachelor in Kommunikations und Informationstechnik) überhaupt bauen ohne> weitere Fortbildung o.Ä.?
Klar das darf sogar meine Putzfrau^^ aber du musst das Gerät vom TÜV
abnehmen lassen. Stichwort EMV.
Ray schrieb:> Darf ich solch ein Gerät als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer> überhaupt bauen ohne weitere Fortbildung o.Ä.?
Ja.
> (genau: Bachelor in Kommunikations und Informationstechnik)
Du bist aber gar kein E-Techniker, also auch keine Elektrofachkraft,
sondern Programmierer.
Aber in deiner Firma gibt es sicher einen, der das machen darf,
und unter dessen Anleitung mit ihm als Verantwortlichen darfst
du es dann zumindest vorbereiten.
Mir gehen zwei Fragen durch den Kopf:
Muß man Elektrofachkraft sein, um ein elektrisches Gerät entwickeln zu
dürfen?
Oder muß man Elektrofachkraft sein, um am Band ein Elektrogerät bauen zu
dürfen.
MfG Klaus
Ray schrieb:> Ich bezeichne mich selber noch als Jungingeneur,
Aha, vor sechs Wochen wusste ich noch nicht, wie man "Inschinör"
schreibt und jetzt bin ich einen. :-)
Ray schrieb:> Jungingeneurhttp://www.ingenieur.de/
Ihr dürft euch gerne über die falsche Schreibweise lustig machen, aber
dann gebt doch bitte gleich die richtige Schreibweise mit dazu, dann
lernt der TO vielleicht sogar noch was.
Klaus schrieb:> Mir gehen zwei Fragen durch den Kopf:>> Muß man Elektrofachkraft sein, um ein elektrisches Gerät entwickeln zu> dürfen?
Nein.
> Oder muß man Elektrofachkraft sein, um am Band ein Elektrogerät bauen zu> dürfen.
Auch nein.
Elektrofachkraft muß man sein, um mit gefährlichen Spannungen umgehen
zu dürfen.
Thomas E. schrieb:> Ihr dürft euch gerne über die falsche Schreibweise lustig machen, aber> dann gebt doch bitte gleich die richtige Schreibweise mit dazu, dann> lernt der TO vielleicht sogar noch was.
Wer noch nicht einmal die richtige Schreibweise weiss, dürfte
wohl sowieso ein Troll sein.
Klaus schrieb:> Muß man Elektrofachkraft sein, um ein elektrisches Gerät entwickeln zu> dürfen?
Irgendjemand muss das Ding ja mal in Betrieb nehmen, und dafür braucht
man eine Fachkraft. Und irgendjemand muss den Kopf hinhalten und für die
Einhaltung der Normen unterschreiben. Ob man dafür Fachkraft sein muss,
weiß ich nicht. Aber der Richter findet es sicherlich nicht lustig, wenn
ein Laie die Normkonformität bestätigen will.
Klaus schrieb:> Oder muß man Elektrofachkraft sein, um am Band ein Elektrogerät bauen zu> dürfen.
Nein. Selbst zum Testen sollte die "elektrotechnisch unterwiesene
Person" reichen.
Ray schrieb:> Darf ich solch ein Gerät als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer (genau:> Bachelor in Kommunikations und Informationstechnik) überhaupt bauen ohne> weitere Fortbildung o.Ä.?
Einfache Regel: Wenn du fragen musst, darfst du das nicht. Denn eine
Elektrofachkraft kennt die Definition einer Elektrofachkraft.
Ray schrieb:> Natürlich mit entsprechender Absicherung,> Leitungsabständen, Netzfilter etc. (und zur Sicherheit einen Trenntrafo> solange "nackig" auf dem Tisch).
Wenn es nur so einfach wäre. In unserem Labor wärst du damit jedenfalls
durchgefallen.
Ing schrieb im Beitrag #4120562:
> Also die> Anforderungen für eine Fachkraft (egal welche) sind somit nicht erfüllt.
Nun ja, wahrscheinlich suchte sein Chef einen Dummen, der ihm die
Hochvoltanlage testet, ohne richtige Ingenieure zu gefährden. Da machts
sich ein Anfänger doch genau richig. Natürlich Auslese ...
J. L. schrieb:> Klaus schrieb:>> Mir gehen zwei Fragen durch den Kopf:>>>> Muß man Elektrofachkraft sein, um ein elektrisches Gerät entwickeln zu>> dürfen?>> Nein.>>> Oder muß man Elektrofachkraft sein, um am Band ein Elektrogerät bauen zu>> dürfen.>> Auch nein.>> Elektrofachkraft muß man sein, um mit gefährlichen Spannungen umgehen> zu dürfen.
Dann darf ich ein hochkompliziertes Schaltnetzteil auf dem Papier
entwickeln, das Entwicklungsmuster testet und entwickelt ein
Elektroinstallateur dann fertig.
MfG Klaus
Antimedial schrieb:> Einfache Regel: Wenn du fragen musst, darfst du das nicht. Denn eine> Elektrofachkraft kennt die Definition einer Elektrofachkraft.
Klare Frage, klare und plausible Antwort. ☺ Aber nicht konstruktiv!
Wo lernt der TE das am besten, so dass er das anschließend darf? Bei
einem Kurs an der Volkshochschule?
Klaus schrieb:> Dann darf ich ein hochkompliziertes Schaltnetzteil auf dem Papier> entwickeln, das Entwicklungsmuster testet und entwickelt ein> Elektroinstallateur dann fertig.
Im Prinzip ja.
Wie gesagt, irgendjemand muss dafür unterschreiben, dass alle Normen
eingehalten wurden. Dazu muss man erst einmal diese Normen
identifizieren. Daran scheitert sowohl der Laie als auch der
Elektroinstallateur. Der kennt vielleicht ein paar VDE-Normen, aber von
IEC hat der wahrscheinlich nie etwas gehört.
Torsten C. schrieb:> Wo lernt der TE das am besten, so dass er das anschließend darf? Bei> einem Kurs an der Volkshochschule?
Als Ingenieur ist man grundsätzlich in der Lage, selbstständig in die
Thematik einzuarbeiten. Grundlagen sollten aus dem Studium vorhanden
sein. In der Regel lernt man es aber im Beruf.
Klaus schrieb:> Mir gehen zwei Fragen durch den Kopf:> Muß man Elektrofachkraft sein, um ein elektrisches Gerät entwickeln zu> dürfen?> Oder muß man Elektrofachkraft sein, um am Band ein Elektrogerät bauen zu> dürfen.
Nein und Nein.
Torsten C. schrieb:> Wo lernt der TE das am besten, so dass er das anschließend darf?
Er darf es jetzt schon. Er muss nur einfach alle Vorschriften, die zur
Inverkehrbringung eines solchen Geräts nötig sind, einhalten. Wie das
geht, hat er in der Schule gelernt.
Ray schrieb:> als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer
"Soso", sagt da dann der Chef, "Sie sind also ein Neuer!"
Thomas E. schrieb:> Ihr dürft euch gerne über die falsche Schreibweise lustig machen, aber> dann gebt doch bitte gleich die richtige Schreibweise mit dazu, dann> lernt der TO vielleicht sogar noch was.
Nehmen wir einfach mal die beiden falschen Berufsbezeichnungen
https://www.google.de/search?q=Jungingeneur
Oder
https://www.google.de/search?q=Jungingeneuer
Wer heutzutage nicht mal seinen Beruf richtig schreiben kann, oder
SELBSTÄNDIG diese Berufsbezeichnung herausfinden kann, der dürfte sich
eigentlich nicht Ingenieur nennen.
Torsten C. schrieb:> Wo lernt der TE das am besten, so dass er das anschließend darf?
Er hat es schon gelernt. Er weiß es nur nicht mehr, weil es schon ein
paar Jahre her ist. Sagen wir mal so: nach der (Hoch-)Schule ist man
noch kein fertiger Ingenieur, aber man weiß, wie man vorgehen muss und
wo man sich seine Informationen beschaffen kann.
Darüber hinaus finde ich die Frage an sich schon recht trollig. Denn so
eine Frage darf nach einem elektrotechnischen Studium niemals wirklich
aufkommen. Solche Grundlagen (anzuwendende Normen usw.) lernt man in der
besuchten Hochschule. Ja, es kann sein, dass es da in einer einzigen
Vorlesung nur "kurz" mal aufgezeigt wurde, aber ich bin mir sicher,
dass darauf hingewiesen wurde, dass es entsprechende Normen gibt.
Ray schrieb:> Darf ich solch ein Gerät als "einfacher" Elektrotechnikingeneuer (genau:> Bachelor in Kommunikations und Informationstechnik) überhaupt bauen ohne> weitere Fortbildung o.Ä.?
Nein, du kannst es nicht. Aber du weißt, wie du dich (selbst)
weiterbilden kannst. Es gibt Normen und Richtlinien, die einzuhalten
sind. Diese musst du finden und umsetzen. Eine (externe) Schulung ist
ein möglicher Weg dazu.
> Ich habe bisher nur mit Niederspannung bis ca. 50V gearbeitet
50V ist keine Niederspannung, sondern eine Kleinspannung.
Niederspannungen gehen bis 1500V:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannunghttp://de.wikipedia.org/wiki/Niederspannung
Dort sind dann auch schon mal ein paar der Normen angegeben...
> Ich würde dafür einen fertigen AC/DC Wandler nutzen mit entsprechender> Beschaltung. Gehäuse ist am ende geschlossen und aus Kunstoff.
Dann solltest du dich noch zum Thema Schutzklassen, Schutzarten und
PE-Anschluss schlau machen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklasse_%28Elektrotechnik%29http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzarthttp://de.wikipedia.org/wiki/Schutzleiter
Und wieder Normen und Richtlinien...
Und darüber hinaus gibt es dann noch die ganze EMV-Geschichte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Vertr%C3%A4glichkeit
Und noch ein paar Normen...
Antimedial schrieb:> Klaus schrieb:>> Dann darf ich ein hochkompliziertes Schaltnetzteil auf dem Papier>> entwickeln, das Entwicklungsmuster testet und entwickelt ein>> Elektroinstallateur dann fertig.>> Im Prinzip ja.>> Wie gesagt, irgendjemand muss dafür unterschreiben, dass alle Normen> eingehalten wurden.
Wer soll denn ernsthaft unterschreiben, das im Entwicklungsmuster, im
Testaufbau, im Prüffeld irgendeine Norm eingehalten wird? Da entsteht,
weil die Schaltung ne Macke hat eine zu hohe Spannung, ein IC raucht,
ein Trafo schlägt durch ... Daß die Prüfgeräte normgerecht sein sollen,
will mir einleuchten, aber der Prüfling? Wenn er alle Normen einhält,
braucht er ja nicht geprüft, gemessen werden.
MfG Klaus
Klaus schrieb:> Wer soll denn ernsthaft unterschreiben, das im Entwicklungsmuster, im> Testaufbau, im Prüffeld irgendeine Norm eingehalten wird?
Da interessiert es niemanden, da müssen nur die Sicherheitsvorschriften
(wegen BG) eingehalten werden. Das kann auch ein Elektroinstallateur.
Wichtig ist dann wieder das Inverkehrbringen. Da braucht man eine
Konformitätserklärung, mit der man die Einhaltung der Norm bestätigt.
Klaus schrieb:> Da entsteht,> weil die Schaltung ne Macke hat eine zu hohe Spannung, ein IC raucht,> ein Trafo schlägt durch ...
Natürlich muss man sicher stellen, dass bei den von dir beschriebenen
Fällen niemanden etwas passieren kann. In einem Laborumfeld sind da mehr
Maßnahmen zu treffen als wenn man normgerechte Geräte einsetzt.
Genau deshalb gilt es die üblichen Sicherheitsvorschriften einzuhalten.
Das gilt für den Elektroinstallateur genauso wie für einen Techniker
oder Ingenieur.
Messen an "offenen" Schaltungen, ohne jeglichen Schutz vor Berührung
oder herum fliegenden Teilen bei Zerstörung ist deshalb eigentlich
absolut verboten. Auch wenn es viele Leute aus Bequemlichkeit so machen.
Das ist dann einfach eigenes Risiko und solange nichts passiert, fragt
in der Regel auch niemand. Wenn doch hat man viel Spaß mit der BG.
Ray schrieb im Beitrag #4120768:
> Ich wollte> eine klare sachliche Antwort und die habe ich nicht bekommen.
Sachliche Antworten hast du genug bekommen. Klare Antworten gibt es
nicht, es gibt für Ingenieure keine Approbation wie in anderen
Berufsgruppen.
Noch einmal: Grundsätzlich musst du als Ingenieur in der Lage sein, dich
ohne weitere Schulungen selbst in die Normenlage einarbeiten zu können.
Soweit ich weiß sind Sicherheitsunterweisungen im Betrieb sowieso
Pflicht, weil man teilweise ja auch arbeitsplatzbezogene Regelungen
treffen muss, die nicht in der Norm geregelt sind.
Diese Kombination aus Fachausbildung und situationsbezogener Schulung
reicht normalerweise.
Dussel schrieb im Beitrag #4120793:
> Bist du sicher? Ich habe in der Sicherheitsunterweisung gelernt, dass im> Labor auch unabgedeckte Schaltungen unter Spannung stehen können.
Das heißt aber noch lange nicht, dass man an einer offenen Schaltung
auch messen soll - ich meinte damit so etwas wie Tastköpfe umklemmen.
Allein wegen sekundärer Gefahren (herum fliegende Bauteile bei
Zerstörung) geht das meistens nicht. Wenn man eine ausreichende
Entfernung einhält, ist das dann womöglich akzeptabel, auch wenn die
Teile unter Spannung stehen. Das hängt dann wiederum von den
individuellen Regeln ab.
Also womit ich umgehen darf oder nicht ist meine Sache. Auch ohne
Hochschulabschluss (in einem MINT-Fach) oder Ausbildung gehe ich mit
Netzspannung, Kleinspannung und ab und an auch Hochspannung mit einigen
mA um. Dieses merkwürdige "darf ich das denn überhaupt" nervt auf Dauer.
(Genauso wie die Rechtschreibfehler-Sache, seid ihr geistig in der
Mittelstufe hängengeblieben?)
Lasst euch nicht alles verbieten, und falls doc setzt euch mit gesundem
Menschenverstand und dem kategorischen Imperativ im Hinterkopf darüber
hinweg.
free schrieb:> Lasst euch nicht alles verbieten, und falls doc setzt euch mit gesundem> Menschenverstand und dem kategorischen Imperativ im Hinterkopf darüber> hinweg.
Hach, der Bub ...
Wenn es um die Überlassung von Produkten an Dritte geht, stehst du als
Entwickler quasi mit einem Bein im Knast oder zumindest auf der Straße.
Jetzt lass mal deinen gesunden Menschenverstand auf Touren kommen ...
Bitte genau lesen, es geht um den "Umgang" mit solchen Spannungen, nicht
um den Verkauf von Geräten (was auch unglaublich reguliert ist, ich
bekomme jedesmal Magenkrämpfe wenn ich Verodnungen wie WEEE und Co.
lese). Letzteres ist der Grund warum Innovationen nicht aus Deutschland
kommen, und bei ersterem lasse ich mir keine Vorschriften machen.
Klaus schrieb:> Wer soll denn ernsthaft unterschreiben, das im Entwicklungsmuster, im> Testaufbau, im Prüffeld irgendeine Norm eingehalten wird? Da entsteht,> weil die Schaltung ne Macke hat eine zu hohe Spannung, ein IC raucht,> ein Trafo schlägt durch ... Daß die Prüfgeräte normgerecht sein sollen,> will mir einleuchten, aber der Prüfling? Wenn er alle Normen einhält,> braucht er ja nicht geprüft, gemessen werden.
Das ist mit Abstand das Bescheuertste, was ich seit Wochen gelesen habe.
Ja nee, is klar. Lassen wir in Zukunft einfach überall die Sicherungen
weg und schließen Geräte immer richtig an, schalten Anlagen immer
richtig ein etc. Wenn man keine Fehler macht, braucht man ja keine
Sicherungen.
Die Aufgabe des Prüffeldes während einer Zertifikation ist es vor allem,
die Normgerechtheit des Prüfobjektes festzustellen und zu dokumentieren.
Selbst die vom Hersteller bereitzustellenden technische Zeichnungen
werden bis ins Detail gecheckt.
Und selbst wenn das Prüfobjekt sämtliche Normen einhält, kann es immer
noch fehlerhaft funktionieren. Das ist bei Entwicklungss- und
Typprüfungen sogar die Regel. Nur weil ein Hersteller auf einen
17,5-kV-Leistungsschalter schreibt, daß dieser "rated 31A for Cable
Charging in strict accordance with IEC 62271-100" ist, heißt das nicht,
daß er diese Prüfung erfolgreich schafft, wenn man dem Teil wirklich mal
auf den Zahn fühlt.
Wie naiv und dumm kann man sein. Elektrotechniker sind quasi umgeben von
ständig auseinanderfliegenden Apparaten und dann stellt jemand die
Normgerechtheit eines Prüfobjektes infrage? LOL
Dipl.-Gott (hipot) meinte zu
Klaus schrieb:
>> Wer soll denn ernsthaft unterschreiben, das im Entwicklungsmuster, im>> Testaufbau, im Prüffeld irgendeine Norm eingehalten wird? Da entsteht,>> weil die Schaltung ne Macke hat eine zu hohe Spannung, ein IC raucht,>> ein Trafo schlägt durch ... Daß die Prüfgeräte normgerecht sein sollen,>> will mir einleuchten, aber der Prüfling? Wenn er alle Normen einhält,>> braucht er ja nicht geprüft, gemessen werden.> Das ist mit Abstand das Bescheuertste, was ich seit Wochen gelesen habe.
na dann bist du wohl mit dem falschen Fuß an dem Tag aufgestanden?
Denn vom Prinzip und der Logik her hat Klaus schon recht, ein Prüfaufbau
oder Testmuster muß erstmal gar nicht irgendeiner speziellen Norm
komplett entsprechen, in einer gewissen Entwicklungsphase, es wird
nämlich gerade erst auf dem Weg dahin gebracht > ergo entwickelt!
> Die Aufgabe des Prüffeldes während einer Zertifikation ist es vor allem,> die Normgerechtheit des Prüfobjektes festzustellen und zu dokumentieren.
hier haben wir doch deinen Denkfehler, im Prüffeld gibt es ja wohl zig
verschiedene Abschnitte der Entwicklungsstufen und Fertigungsabschnitte
eines Musters > Vorserien- / Labor-Muster Testaufbau etc. pp.!
Bei den beiden letzten Punkten der Dokumentation ist ja wohl schon der
Entwicklungsabschnitt in einer bei dir sicht- und lesbaren Endphase
angekommen!
> Selbst die vom Hersteller bereitzustellenden technische Zeichnungen> werden bis ins Detail gecheckt.
Das Pferd von Hinten auzuzäumen ist hier wohl nicht der richtige Ansatz
sich über andere User herzumachen!
hiermit bestätigst du aber wiederum deinen doch vorhandenen fachl.
Durchblick
> Und selbst wenn das Prüfobjekt sämtliche Normen einhält, kann es immer> noch fehlerhaft funktionieren. Das ist bei Entwicklungss- und Typ-> prüfungen sogar die Regel.
Rückfall in ein altes Verhaltensmuster > unüberlegte Wadelnbeißerei?
> Wie naiv und dumm kann man sein. Elektrotechniker sind quasi umgeben von> ständig auseinanderfliegenden Apparaten und dann stellt jemand die> Normgerechtheit eines Prüfobjektes infrage?
Autor: Antimedial (Gast)
Datum: 08.05.2015 09:43
> Messen an "offenen" Schaltungen, ohne jeglichen Schutz vor Berührung> oder herum fliegenden Teilen bei Zerstörung ist deshalb *eigentlich*> absolut verboten.
sprach der Theoretiker der davon leider keinen Plan hat!
Im Belehren und Gefahren aufzeigen sich aber bestens auskennt!
> Auch wenn es viele Leute aus Bequemlichkeit so machen.
Weil es gar nicht anders geht, würde ich mal ganz einfach sagen!
> Das ist dann einfach eigenes Risiko und solange nichts passiert, fragt> in der Regel auch niemand. Wenn doch hat man viel Spaß mit der BG.
Das Risiko hat jeder der im E-Technik-Bereich an aktiven Gerätschaften
arbeitet. Das nennt sich dann auch EFK -> Elektro-Fach-Kraft, befähigt
und wissend womit und woran er arbeitet!
Es gibt dafür auch in Laboren und Prüf- wie Reparaturwerkstätten eine
gewisse Mindestaussattung und Vorgaben zum AZ > Arbeitsschutz und der UV
> UnfallVerhütung!
Kann man als Personaler aber wohl nicht so recht wie auch alles wissen!
> Natürlich muss man sicher stellen, dass bei den von dir beschriebenen> Fällen niemanden etwas passieren kann. In einem Laborumfeld sind da mehr> Maßnahmen zu treffen als wenn man normgerechte Geräte einsetzt.
die Leute die dort arbeiten dürften das aber sicherlich wissen, sonst
würden sie dort nicht lange überleben!
> Genau deshalb gilt es die üblichen Sicherheitsvorschriften einzuhalten.> Das gilt für den Elektroinstallateur genauso wie für einen Techniker> oder Ingenieur.
allgemiens Bl_bl_, E-Installateure arbeiten meist auf Montageplätzen und
Baustellen, eher ganz selten im Labor oder der Werkstatt, Techniker wie
Ings. gleichfalls,
die üblichen Sicherheitsvorschriften gibt es zu Beginn und in der
Ausbildung sowie jeweils nochmals vor jeder neuen Aufgabe oder einer
neuen Bau- wie Arbeitsstelle oder vor einem neuen Projekt!
Sämtl. EFK , egal ob Ing. + Techniker oder FA > Facharbeiter haben sich
selbstständig in die ihnen zugewiesenen neuen oder veränderten
Aufgabenbereiche einzuarbeiten, das kann und muß nicht nur der Techniker
oder Ing., es sei denn man will sich übermäßig selbst blamieren, oder
man hat ein prinzipielles Problem mit dem Beruf oder ein
gesundheitliches psychisches!
Antimedial schrieb:> Das heißt aber noch lange nicht, dass man an einer offenen Schaltung> auch messen soll - ich meinte damit so etwas wie Tastköpfe umklemmen.
Wie soll man an einer geschlossenen Schaltung (im Sicherheitsgehäuse)
etwas messen können?
> Allein wegen sekundärer Gefahren (herum fliegende Bauteile bei> Zerstörung) geht das meistens nicht. Wenn man eine ausreichende> Entfernung einhält, ist das dann womöglich akzeptabel, auch wenn die> Teile unter Spannung stehen. Das hängt dann wiederum von den> individuellen Regeln ab.
Jaja, und einen Fernseher mit Bildröhre und 30 KV nur mit
Feldstecher nach Fehlern absuchen und im Schutzanzug von
Bombenentschärfern in Erstausrüsterqualität...
Jemand schrieb:> sprach der Theoretiker der davon leider keinen Plan hat!>> Im Belehren und Gefahren aufzeigen sich aber bestens auskennt!
Da liegst du leider falsch. Ich habe jahrelang täglich an Niederspannung
gemessen und mache es immer noch regelmäßig. Und das bei Leistungen, die
gerne auch mal zu einer größeren Explosion oder Brand führen können.
Ganz spannend sind DC-Kreise. Wer mal einen Lichtbogen bei 800VDC aus
nächster Nähe miterlebt hat, bekommt einfach einen gewissen Respekt. Bei
der Verwendung von 230V-Steckernetzteil-Spielzeug wird man sicherlich
anders über solche Gefahren denken. Obwohl es objektiv die selben
Gefahren sind.
Und sobald man die Niederspannung verlässt, sieht es dann sowieso wieder
ganz anders aus.
Jemand schrieb:>> Auch wenn es viele Leute aus Bequemlichkeit so machen.> Weil es gar nicht anders geht, würde ich mal ganz einfach sagen!
Natürlich geht es anders. Es ist nur etwas aufwändiger, seinen
Messaufbau ordnungsgemäß abzusichern. Besonders ärgerlich ist das, wenn
das Gerät mehrere Minuten zum hochlaufen oder sogar einige Stunden zum
Aufheizen braucht. Da muss man eben sein Hirn vorher mal einschalten und
die Messstellen so präparieren, dass man die Messung durchführen kann,
ohne sich berührbaren Spannungen auszusetzen. Das geht meistens,
erfordert allerdings Erfahrung. Die hat offensichtlich nicht jeder.
Jemand schrieb:> Das Risiko hat jeder der im E-Technik-Bereich an aktiven Gerätschaften> arbeitet. Das nennt sich dann auch EFK -> Elektro-Fach-Kraft, befähigt> und wissend womit und woran er arbeitet!
Richtig, und eine Elektrofachkraft weiß, welche Maßnahmen sie treffen
muss, um das Risiko zu minimieren.
Die 5 Sicherheitsregeln gelten auch im Laborbetrieb. Das heißt Finger
weg, wenn die Kiste an ist.
Jemand schrieb:> die Leute die dort arbeiten dürften das aber sicherlich wissen, sonst> würden sie dort nicht lange überleben!
Ein Stromunfall an Niederspannung ist zwar höchst gefährlich, aber in
aller Regel dann doch nicht tödlich.
Wenn man immer aufmerksam und vorsichtig ist, passiert normalerweise
auch nichts, wenn man die Sicherheitsregeln missachtet. Das ist für
viele ein Grund, sie zu missachten. Das ist erst einmal jedem selbst
überlassen, aber die BG wird das im Falle eines Unfalls sicherlich nicht
so locker sehen.
Mani W. schrieb:> Antimedial schrieb:>> Das heißt aber noch lange nicht, dass man an einer offenen Schaltung>> auch messen soll - ich meinte damit so etwas wie Tastköpfe umklemmen.>> Wie soll man an einer geschlossenen Schaltung (im Sicherheitsgehäuse)> etwas messen können?
Indem man seine Schaltung sicher präpariert, bevor man einschaltet.
Hast du noch nie ein Gerät gesehen, bei dem ein Kabel aus dem Gerät
geführt ist? Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Und ja, das kann auch mal
ein Messkabel sein.
Du kannst sogar dein Oszi unter Spannung setzen, völlig problemlos. Nur
musst du es dann eben gegen Berührung schützen. Gleiches gilt für den
Prüfling. Im einfachsten Fall reicht genügend Abstand. Wenn nicht wird
der Prüfling abgedeckt oder bei größeren Aufbauten in einer separaten
Kammer betrieben.
Antimedial schrieb:> Ganz spannend sind DC-Kreise. Wer mal einen Lichtbogen bei 800VDC aus> nächster Nähe miterlebt hat, bekommt einfach einen gewissen Respekt.
Hmm, ich fand den bei 8kV eindrucksvoller. :-)
Das dazugehörige Netzteil konnte immerhin 300mA liefern.
Harald Wilhelms schrieb:> Hmm, ich fand den bei 8kV eindrucksvoller. :-)> Das dazugehörige Netzteil konnte immerhin 300mA liefern.
Wenn der Lichtbogen über eine Netzleitung, die mit 400A abgesichert ist,
versorgt wird, ist das aber schon noch eine andere Hausnummer. Da kann
man wirklich froh sein, wenn man den Not-Aus schnell genug erreicht.
Autor: Antimedial (Gast)
Datum: 10.05.2015 00:52
traust du dich nur an meine Beiträge heran, oder findest du den von über
deinem
Autor: Mani W. (e-doc)
Datum: 09.05.2015 23:36
nicht kommentierfähig oder -würdig?
Der sagt nämlich in ganz klaren Fällen genau das Gleiche, was ich etwas
förmlich umschrieben habe.
Bzgl. deinem Fall mit 800 V -, sowas gibt es doch eigentl. nur in der
Solar-Außen-Feld-Insatllation > PVA-Thematik, da habe ich auch schon
arbeiten dürfen!
Mit Lichtbögen wegen Kurzschlüssen ist dann aber schon das Maximum der
mögliche Fehler erreicht - dümmer / extremer geht wohl nimmer!
Allerdings hast du dabei übersehen, dass Stromunfälle mit
Personengefährdung an solchen hohen Gleich-Spannungen und- strömen
durchweg gefährlicher ablaufen als im NS Wechsel-U-Netz - aber warum
nur?
Die Spannungshöhe ist da nicht unbedingt das Kriterium.
Da bin ich mal auf deine Erklärungen gespannt!
> Wenn man immer aufmerksam und vorsichtig ist, passiert normalerweise> auch nichts, wenn man die Sicherheitsregeln missachtet.
ja klar, die Angsthasen die sich 100% Sicherheit am Arbeitsplatz
herstellen taugen wirklich nicht zum Arbeiten. Ohne wirkl. Arbeit macht
man auch keine wirkl. Fehler!
> Das ist für viele ein Grund, sie zu missachten. Das ist erst einmal> jedem selbst überlassen,....
heute Früh > 00:52 Uhr wohl nicht so richtig fit und ausgeschlafen?
völlig unmißverständlicher Text für mich!
> aber die BG wird das im Falle eines Unfalls sicherlich nicht so locker> sehen.
das haste wohl selber schon durch?
Ehe die BG einschreitet - da muß schon wirklich einiges passiert sein
oder im Argen liegen, denn dafür sind die dann auch da!
Also nicht gleich den Teufel an die Wand malen!
Jetzt habe ich doch was übersehen, da kam ja eine Antwort auf deinen
Vorposter
Mani W. schrieb:
> Antimedial schrieb:>> Das heißt aber noch lange nicht, dass man an einer offenen Schaltung>> auch messen soll - ich meinte damit so etwas wie Tastköpfe umklemmen.>> Wie soll man an einer geschlossenen Schaltung (im Sicherheitsgehäuse)> etwas messen können?>> Indem man seine Schaltung sicher präpariert, bevor man einschaltet.>> Hast du noch nie ein Gerät gesehen, bei dem ein Kabel aus dem Gerät>> geführt ist? Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Und ja, das kann auch>> mal ein Messkabel sein."> Du kannst sogar dein Oszi unter Spannung setzen, völlig problemlos. Nur> musst du es dann eben gegen Berührung schützen.
ja dann dran Rumschalten (Meßbereiche) und -Stecken geht dann nicht mehr
ohne Schutzhandschuhe !!! ;-)
> Gleiches gilt für den Prüfling. Im einfachsten Fall reicht genügend> Abstand. Wenn nicht wird der Prüfling abgedeckt oder bei größeren> Aufbauten in einer separaten Kammer betrieben.
auch klar, wie beim Sandstrahlen in eine hermetisch abgeschottete
Metallkiste mit einem Klarsichtdeckel oben drauf - da sieht man auch
wirklich gleich wenn irgendwo der magische Rauch aufsteigt wo er genau
herkommt, das Ansetzen und Führen der Prüfspitzen am Meßobjekt macht
sich damit auch ganz gut!
und wie meist natürlich wieder totaler Käse!
Meine damaligen Lehrmeister in der zivilen wie militärischen Ausbildung
hätten nicht solchen Quark erzählt, da gab es noch den Bezug zur
Realität, was die heutigen Vorgesetzten > Ausbilder meist einfach nicht
mehr können!
Warum wohl nur nicht, weil sie aus dem Innendienst ohne wirkl. Arbeit
kommen -> §-Reiter und Redner ohne Plan und Verstand.
Du kannst dir jetzt aussuchen wo ich dich einordne!
> Hmm, ich fand den bei 8kV eindrucksvoller. :-)> Das dazugehörige Netzteil konnte immerhin 300mA liefern.
nach Adam Riese sind das dann satte 8000 V X 0,3 A = 2400 Watt > 2,4 kW
Hoch-U-Leistung, das reicht locker um einen Menschen zu Grillen wenn er
das überleben sollte.
Antimedial meinte
> Wenn der Lichtbogen über eine Netzleitung, die mit 400A abgesichert ist,> versorgt wird, ist das aber schon noch eine andere Hausnummer. Da kann> man wirklich froh sein, wenn man den Not-Aus schnell genug erreicht.
und was fehlt nun schon wieder > der Bezug zur Netz-U in seiner Höhe!
Eine Absicherung mit 400A halte ich für den Prüfaufbau an einem Gerät
auch für etwas zu hoch veranschlagt!
Zum Schweißen mit klitzekleiner Klein-U oder zum Betrieb eines ganzen
Fertigungspozesses > Stahlschmelze reicht das im Netz-U-Bereich dann
aber sich auch aus!
Nur sind dann Über-I-Schaltorgane entsprechend der Gefährdung sicher
ausgelegt, es kann also nach Einhaltung der Verhältnisse keine so große
Gefahr davon für Mensch und Leben ausgehen, wenn da nicht ein
Unbefähigter irgendwelchen Unsinn treibt.
Bei 400V > ? was nun - oder ~ -> U , und 400 A wären das auch nur 160
kVA , da muß dann auch schon eine befähigte EFK oder sogar VEFK dabei
sein.
Mit Not-Aus-Schalter für diese P-Klasse sehe ich da aber auch schon ein
Problem, wie der in seiner Größe direkt arbeiten muß!
Also wie immer alles etwas müsteriös!
Jemand schrieb:>> Hmm, ich fand den bei 8kV eindrucksvoller. :-)>> Das dazugehörige Netzteil konnte immerhin 300mA liefern.> nach Adam Riese sind das dann satte 8000 V X 0,3 A = 2400 Watt > 2,4 kW> Hoch-U-Leistung,
Ich abe diese Werte bis auf die Spannung nie überprüft, aber das
war die Aussage des Servicetechnikers. Die Quelle diente u.a.
zur Versorgung einer Ionengetterpumpe und die setzt bei schlechten
Vacuumwerten echt Leistung um.
> das reicht locker um einen Menschen zu Grillen wenn er> das überleben sollte.
Ja, vor längerer Zeit hat man da vielers lockerer gesehen; es war
noch nicht mal eine weitere Person im Raum, die bei einem etwaigen
Unfall Hilfe hätte Leisten können. Das Zuführkabel für die Pumpe
war übrigens <1cm dick und der Stecker sah ähnlich wie ein BNC-
Stecker aus, war aber deutlich länger und innen besser isoliert.
> Mit Not-Aus-Schalter für diese P-Klasse sehe ich da aber auch> schon ein Problem, wie der in seiner Größe direkt arbeiten muß!
Der Notaus-Taster an unserem REM war ein normaler Kleinspannungs-
Taster. Notaus sollte aber tunlichst vermieden werden, da man
dann mindestens einen Tag brauchte um das Gerät wieder auszupumpen.
Gruss
Harald
Jemand schrieb:> Allerdings hast du dabei übersehen, dass Stromunfälle mit> Personengefährdung an solchen hohen Gleich-Spannungen und- strömen> durchweg gefährlicher ablaufen als im NS Wechsel-U-Netz - aber warum> nur?> Die Spannungshöhe ist da nicht unbedingt das Kriterium.> Da bin ich mal auf deine Erklärungen gespannt!
Nein, das habe ich nicht übersehen, du hast meine Erklärung dazu nur
überlesen.
Jemand schrieb:>> Das ist für viele ein Grund, sie zu missachten. Das ist erst einmal>> jedem selbst überlassen,....> heute Früh > 00:52 Uhr wohl nicht so richtig fit und ausgeschlafen?> völlig unmißverständlicher Text für mich!
Was ist daran unverständlich? Als Elektrofachkraft kennt man die
Gefahren. Wenn man sich diesen aussetzt, ist das die eigene
Entscheidung.
Jemand schrieb:> das haste wohl selber schon durch?> Ehe die BG einschreitet - da muß schon wirklich einiges passiert sein> oder im Argen liegen, denn dafür sind die dann auch da!> Also nicht gleich den Teufel an die Wand malen!
Ja, hatte ich schon durch, als ich einen Kollegen ins Krankenhaus
einweisen musste.
Stromunfall heißt immer Krankenhaus, wegen Beobachtung. Bei
Arbeitsunfall bezahlt die BG, das heißt die ist dann immer beteiligt.
Jemand schrieb:> und wie meist natürlich wieder totaler Käse!
Nein, das ist die Praxis. Es ist kein Problem, einfach eine Isoliermatte
über seinen Prüfling zu werfen. Das dauert keine 5 Sekunden, rettet aber
im Zweifelsfall ein Leben. Normalerweise baut man seinen Aufbau aber so,
dass man einfach Abstand halten kann. Das ist kein Zusatzaufwand.
Schon lustig, wie manche Leute hier ihre gefährliche Arbeitsweise
rechtfertigen wollen.
Jemand schrieb:> Du kannst dir jetzt aussuchen wo ich dich einordne!
Glaubst du, das interessiert mich? Ich weiß, dass ich jahrelang täglich
an Spannung gearbeitet habe und dort einiges erlebt habe. Was glaubst du
wie sehr es mich juckt, wenn mich jemand als Paragraphenreiter
bezeichnet?
Jemand schrieb:> Eine Absicherung mit 400A halte ich für den Prüfaufbau an einem Gerät> auch für etwas zu hoch veranschlagt!
Weil du keine Ahnung von der Praxis hast. Glaubst du etwa, dass
Megawattwechselrichter irgendwo aus dem Boden wachsen, wenn man nur
genug gießt? Was bist du denn für ein verbohrter Theoretiker?
Jemand schrieb:> Nur sind dann Über-I-Schaltorgane entsprechend der Gefährdung sicher> ausgelegt, es kann also nach Einhaltung der Verhältnisse keine so große> Gefahr davon für Mensch und Leben ausgehen, wenn da nicht ein> Unbefähigter irgendwelchen Unsinn treibt.
Wenn du jemals einen Lichtbogen miterlebt hättest, wüsstest du, dass
Überstromeinrichtungen in dieser Größenordnung nicht unbedingt greifen,
wenn der tatsächlich fließende Strom nur klein genug ist.
Jemand schrieb:> Bei 400V > ? was nun - oder ~ -> U , und 400 A wären das auch nur 160> kVA , da muß dann auch schon eine befähigte EFK oder sogar VEFK dabei> sein.
Natürlich. Aber auch die kann einen Lichtbogen nicht per Zauberspruch
verhindern, wenn es einen Gerätedefekt gibt, oder man einen Normtest
macht. Ich empfehle dir mal den Besuch in einem Prüflabor für letzteres,
dort gibt es eine doppelt abgesicherte Testkammer, damit niemand auch
nur auf 10 Meter an den Prüfling heran kommt.
Richtig Spaß hat man auch bei einem Kurzschluss, der bei einem harten
Netz auch mal 100 kA erreichen kann. Allein die magnetischen Kräfte sind
dann so heftig, dass es einen schlechten Aufbau, den du wahrscheinlich
bevorzugen würdest, einfach auseinander reißen würde.
Wie gesagt, wenn man nur mit Steckernetzteilen spielt, hat man solche
Probleme nicht. Aber dort ist eine Absicherung gegen Berührung auch viel
leichter.
Jemand schrieb:> Mit Not-Aus-Schalter für diese P-Klasse sehe ich da aber auch schon ein> Problem, wie der in seiner Größe direkt arbeiten muß!
Was nur deine Unkenntnis unterstreicht.
Hier mal ein paar Videos, damit du siehst, was bei solchen Anlagen
passieren kann:
https://www.youtube.com/watch?v=qu-ssfQRRJghttps://www.youtube.com/watch?v=ltMv9MDSQaE
@ Antimedial,
wir versuchen uns hier, im Gegensatz zu dir, nicht gegenseitig mit den
Maximums des Möglichen zu überbieten und damit noch herumzuprahlen oder
als Maßstab zu zementieren!
> Hier mal ein paar Videos, damit du siehst, was bei solchen Anlagen> passieren kann:
ich schau mir ganz sicher nicht kleine YT-Filmchen zur Unterhaltung oder
was weiß ich an!
Wenn dir hier im Forum nur dein Ego an 1.Stelle steht, dann mach weiter
so.
Querschläge haste ja schon genug bekommen, Aufklärung oder Anpassung an
die Durchschnittswerte im Forum liegen dir aber wohl nicht so recht?
Also unterhalte dich dann mal mit dir weiter selber!
Tschüß
Ich empfehl Netzteile sein zu lassen. Kauf ein fertiges, baus ein und
gut ist. Fuer Industrie verwendet man Metallgehaeuse, die man natuerlich
erdet, fuer Haushaltgeraete verwendet man Plastikgehaeuse.
Eine vom VDE inoffiziell ausgegebene Richtlinie benennt je nach
Bildungsstand unterschiedliche Grenzspannungen, an denen gearbeitet
werden darf. Diese dürfen zum Schutz der Person und der Allgemeinheit
keinesfalls überschritten werden:
Azubi Elektro im 1. Lehrjahr 12V
Azubi Elektro im 2. Lehrjahr 60V
Azubi Elektro im 3. Lehrjahr 230V
Student Elektro FH ohne Vordiplom 5V
Student Elektro FH mit Vordiplom 24V
Absolvent Elektro FH mit Diplom 60V
Student Elektro Uni generell 3,3V - da praktisch unfähig
Student mit Bachelor Abschuss bis 100kV, da zu viele am Markt
Frauen dürfen nur mit DC arbeiten, da AC zu verwirrend.
Hansi Hinterstromer schrieb:> Eine vom VDE inoffiziell ausgegebene Richtlinie benennt je nach> Bildungsstand unterschiedliche Grenzspannungen, an denen gearbeitet> werden darf.
Endlich mal etwas Handfestes, auf das man sich berufen kann.
;-)
Eines noch: Elektromonteure und Installateure wurden früher gegen
Hochspannung bis 10KV geimpft.
MfG Paul
Siebzehn Für Fuenfzehn schrieb:> Ich empfehl Netzteile sein zu lassen. Kauf ein fertiges, baus ein und> gut ist.Das will er doch auch, denn Ray schrieb:>>> Ich würde dafür einen fertigen AC/DC Wandler nutzen
Allerdings klemmt es dann dort:
>>> mit entsprechender Beschaltung.
Wie kommen die 230V an das Netzteilmodul?