400Volt auf normaler Schuko

#4124619
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Hei,

ich hatte mal folgenden Fall:

Steckdose 1: Phase I dickes Heizgerät dran
Steckdose 2: Phase II Mikrowelle dran

Neutralleiter zwischen den Steckdosen war verbunden, ansonsten hing er 
in der Luft. Also nicht mit dem Netz verbunden.

Es wurde nun das Heizgerät und die Mikrowelle eingeschaltet...

Bitte spekulieren, wie es weiter ging! :-P


Grüße,

Tom
Gast #4124621
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Helpme91 schrieb:
> ich wollte euch fragen wie es sein kann, das durch eine Nullleiter
> unterbrechung plötzlich 400V an der normalen Steckdose anliegen können?

Nullleiteruntetbrechung und Last an derer Phase
1
L1 --------+
2
           |
3
L2 --------(----------+
4
           |          |
5
L3 --------(----------(----------+
6
           |          |          |
7
PE -----+--(-------+--(-------+  |
8
        |  |       |  |       |  |
9
N  --+--(--(-- -+--(--(----+  |  |
10
     |  |  |    |  |  |    |  |  |
11
     Schuko1    Schuko2    Schuko3
12
      230V~      400V~     |     |
13
                           +-(X)-+
14
                            Lampe
Die Unterbrechung siehst du hoffentlich,
die Leitungen kannst du zum Verfolgen bunt anmalen.
Gast #4124671
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Danke MaWin, darauf hätte ich auch selber kommen müssen.

Eine frage noch zum Video was ich verlinkt habe. Dort wird erklärt, das 
der Strom durch die drei Phasen in das Haus hineinfließt, aber über den 
Nullleiter fließt kein Strom zurück????

Normalerweiße führen ja 4 Leitungen in das Haus hinein.

3x Außenleiter
1x Nulleiter

Wieso soll über den Nullleiter kein Strom fließen?
Bei einer funktionierenden Steckdose fließt der Strom doch auch ständig 
über Phase und Nulleiter hin und her.

Ich war immer der Meinung, dass der Strom über den Nullleiter zurück zur 
Trafo-Station fließt.
#4124755
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Hei,

angestrebt wird eine symmetrische Belastung des Dreiphasennetzes.
Wenn Du in deinem Haus nur einen einzigen 230V Verbraucher an hast, dann 
fließt über den Neutralleiter ein Ausgleichsstrom bis zu dem Punkt, wo 
wieder ein anderer Verbraucher an einer anderen Phase hängt.

Das war nun eine Erklärung vom Laien für den Laien! ;-) hoffentlich 
verständlich...


Grüße,

Tom
Gast #4124774
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Eine kleine Korrektur meinerseits der Nullleiter ist ja im Stromkasten 
mit der Erdung verbunden. (Sorry mein Fehler.)

Strom kann nur in einem geschlossenen Stromkreis fließen.
Wenn ich eine Steckdose an klemme, dann habe ich die Erdung, Phase und 
den Nullleiter.
Wenn die Phase im Stromkasten korrekt angeschlossen ist, dann habe ich 
zwischen Phase und Erdung 230V und zwischen Phase & Nullleiter 
ebenfalls.
Wenn ich nun eine Lampe anschließe, dann fließt der Strom von der Phase 
über die Lampe in den Nulleiter hinein. Dadurch, dass wir ein 
Wechselstromnetz mit 50Hz haben ändert sich die Polarität des Stromes 
100mal in der Sekunde. Das heißt, dass der Strom ständig hin und her 
fließt.

Wie soll z.B. eine Glühbirne leuchten, wenn im Nulleiter kein Strom 
fließt??

Bitte nicht böse sein, aber das leuchtet mir nicht ein.

MfG
Gast #4124790
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im Stromkasten hast du dann aber L1, L2, L3, Phase jeweils 120° 
verschoben.
Wenn du dann auch noch an die anderen L Glühbirnen anschließt fliest 
zwar Stom vom Stromkasten über L über die Glühbirne über N wider in den 
Stromkasten, aber vom N im Stromkasten nichts zum Trafo.
Gast #4124791
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Vergesst meinen letzten Beitrag, die Antwort von Tom P. hat bei mir ein 
Licht aufgehen lassen.

Wenn ich das nun richtig verstanden habe, dann fließt der Strom von der 
1.Phase durch den Verbraucher und über den Nullleiter in eine andere 
Phase wieder hinein.

Danke!

MfG
#4124927
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@Tom P. (booner)
>Hei,

>angestrebt wird eine symmetrische Belastung des Dreiphasennetzes.
>Wenn Du in deinem Haus nur einen einzigen 230V Verbraucher an hast, dann
>fließt über den Neutralleiter ein Ausgleichsstrom bis zu dem Punkt, wo
>wieder ein anderer Verbraucher an einer anderen Phase hängt.

Auch wenn es angestrebt wird, ist das real kaum der Fall (auser man hat 
wirklich rein symmetrische Verbraucher im Drehstromnetz wie Motoren)
Hast Du auf der einen Phase 150W, auf der anderen 230W (also Strom 0,5 
bzw 1A), dann macht das 0,5A Differenz, die dann auch Richtung 
Energieversorger zurückfließen. Die Aussage also im Video, daß 
normalerweise keinerlei Strom auf dem Neutralleiter fließen würde, ist 
also kompletter Humbug. Bei einphasiger Belastung ist es auf dem 
Nulleiter soviel, wie auf der belasteten Phase fließt. Und bei 
mehrphasiger Belastung mit unglücklicher Phasenverschiebung kann sich 
noch zusätzlich was dazu addieren statt aufzuheben.
#4125122
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Bei Fehlen des Null-Leiters (Unterbrechung) wird das schwächere
Gerät draufgehen...

Waschmaschine an L1 und Radio/Fernseher an L2 oder L3 wird
die letzt genannten zerstören...

Oder: 100 Watt Glühlampe an L1 und 40 Watt Glühlampe an einer
anderen Phase...

Wer wird früher sterben?
#4125981
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Jens G. schrieb:
> Und bei
> mehrphasiger Belastung mit unglücklicher Phasenverschiebung kann sich
> noch zusätzlich was dazu addieren statt aufzuheben.

Deswegen soll man auch nicht überkompensieren, also das cos(phi) mal 
kapazitiv wird (drückt man das so aus? Ich denke, es ist klar, was ich 
meine..)

Weil dann der Neutralleiter überlastet werden könnte..


Dennis

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