Immer weniger Privatnutzer verwenden Linux! Windows hat offenbar das
Fähnchen gedreht und sich User zurückgeholt. Woran liegt es?
Linux ist doch gerade für den Surfer optimal, weil sicherer.
Wofür verwendet ihr Linux?
Wer nutzt momentan überhaupt Linux?
Martin Kluth schrieb:> Immer weniger Privatnutzer verwenden Linux!
Quelle?
Milliarden Privatanwender nutzen Android
Smartphones/Tablets/Mediaplayer/Navis. Androdid nutzt einen
modifizierten Linux Kernel.
Und nun?
Liegt auch daran, dass sich die Verkaufszahlen der PCs verringern und
immer weniger Leute an ihren PCs selbst herumbasteln, sprich mit
alternativen Betriebssystemen experimentieren.
Es gibt ne Kachel für Facebook, eine für YouTube eine für Skype und das
reicht 80 % der Nutzer. Wer tippt denn heute noch nen Brief in einer
Textverarbeitung? Selbst E-Mail ist auf dem Rückzug (leider nicht
beruflich seufz)
Martin Kluth schrieb:> Linux ist doch gerade für den Surfer optimal, weil sicherer.
Naja, viele interessiert Sicherheit nicht sonderlich. Da ist dann mit
einem Virenscanner der Sicherheit genüge getan.
Martin Kluth schrieb:> Immer weniger Privatnutzer verwenden Linux! Windows hat offenbar das> Fähnchen gedreht und sich User zurückgeholt. Woran liegt es?
Windows ist normal bei fertigen Computern dabei, wodurch der
Kostenvorteil von Linux wieder hinfällig ist.
Im direkten Vergleich von Linux und Windows ist Windows einfach
bedienerfreundlicher. Da hat sich die letzten Jahre bei Linux zwar viel
getan, aber meine Erfahrung ist, das meist doch recht schnell der Punkt
kommt, an dem Konsolenbefehle einzugeben sind.
Martin Kluth schrieb:> Wofür verwendet ihr Linux?
Auf dem Desktoprechner nutze ich es nur, wenn ich für irgendetwas ne
mächtige Konsole benötige, dafür hab ich es in einer VM installiert.
Weiter nutze ich es auf dem Raspberry Pi, auf dem ich auch kein Windows
haben möchte.
Insgesamt muss ich sagen, das Linux an einigen Stellen sehr gut ist
(Embedded, Server), aber zum Arbeiten finde ich es zu
benutzerunfreundlich. Meiner Erfahrung nach muss man an Linuxsystemen
"immer ein wenig rumbasteln", Windows dagegen funktioniert (wenn auch
technisch etwas schlechter). Auch ist das Problem von Linux die vielzahl
der Derivate. Wenn ich was hab, das ich machen möchte, keine Ahnung, wie
es geht, danach im Netz suche, eine Lösung finde, dann aber feststellen
muss, das der Konsolenbefehl dafür nicht einfach Copy & Paste
funktioniert, sonder ich ihn auf meine Version anpassen muss, dann ist
das einfach nur nervtötend für die normale Nutzung. Wenn man sich mit
Linux auskennt sicher kein Problem, sich mit Linux auszukennen erfordert
aber einiges an Arbeit und Zeit.
Gruß Kai
Kai S. schrieb:> ...Wenn man sich mit> Linux auskennt sicher kein Problem, sich mit Linux auszukennen erfordert> aber einiges an Arbeit und Zeit.>> Gruß Kai
Vor allem scheinen viele Linux-Leute keine Ahnung zu haben WAS Neulinge
vielleicht nicht verstehen. Ich habe schon mehrere Versuche gemacht, mal
einen Artikel aus einem Linux-PC-Magazin nachzuvollziehen.
Da liest man dann...
...ist das Basispaket relativ leicht installiert und man kann sich sein
eigenes Menu so zusammenstellen, dass man die optimalen Einstellungen
der KDE-Oberfläche mit dem Komfort der XFCE-Oberfläche kombiniert ohne
den Langzeitsupport des 32-bit-Systems gänzlich aufzugeben....
Das ganze dann unter der Überschrift "In einem halben Tag zur eigenen
Homepage"....
Linux kommt ja schon so vielen Varianten Ubuntu, Mint Mageia Manjaro
Debian Fedora und und und dass man als Umsteiger sich in eine
Geschmacksrichtungsdiskussion einlassen muss, von der man gar nix
versteht.
So liest man im Linux-Welt-Heft 3/14
"Fedora 20 Mate (64 bit)
Die experimentierfreudige Distribution ist zwar ein Vorzeigesystem für
Gnome 3, liefert in dieser Version aber den Desktop Mate, der das alte
Gnome als Fork lebendig hält. Zu den großen Neuerungen von Fedorea
gehören der Umbau der Logging-Infrastruktur zu Journald und der Verzicht
auf Sendmail."
Und das als Text in der DVD-Übersicht!
Martin Kluth schrieb:> Immer weniger Privatnutzer verwenden Linux! Windows hat offenbar> das> Fähnchen gedreht und sich User zurückgeholt. Woran liegt es?
Das ist unfundierter Quark. Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr
Privatnutzer verwenden Linux, wissen es aber nicht mal. Der SMART-TV ?
Linux basiert. Das Android SMART-Phone ? Linux basiert. Der Drucker ?
Linux basiert. Der Internetrouter/DSL-Modem ? Linux basiert. Der
SAT-Receiver ? Linux basiert. Der VCR ? Linuxbasiert. Die Steuerung für
das SMART-Home ? Linuxbasiert. Das Navi im Auto ? Linux basiert ... etc
....
Da der Thread im Forum "PC Hard- und Software" gepostet wurde glaube ich
kaum, dass der TE von SAT-Receivern, SMART-Home, NAVIs oder ähnlichem
schreibt.
Habe inzwischen bei fünf Bekannten Windows XP durch Linux ersetzt und
alle kommen gut klar und sind zufrieden. Möchte auch wissen, woher du
deine Info hast?!
Gerhard
Gerhard schrieb:> Habe inzwischen bei fünf Bekannten Windows XP durch Linux ersetzt und> alle kommen gut klar und sind zufrieden.
warum haben die es nicht selber gemacht, warum musstest du das machen?
Martin Kluth schrieb:> Immer weniger Privatnutzer verwenden Linux! Windows hat offenbar das> Fähnchen gedreht und sich User zurückgeholt.
Dann behaupte ich einfach mal das Gegenteil ;-)
Nee, im Ernst:
- So eine Pauschalaussage ist ohne Quellenangabe wertlos.
- Selbst wenn auf eine Studie verwiesen wird, ist diese ebenfalls
wertlos, wenn nicht genau angegeben wird, wie die Daten erhoben worden
sind.
Deswegen: Lass uns doch wissen, wie du zu dieser Aussage kommst.
Oliver S. schrieb:> Nach der Statistik hier:
Wie war das, mit den Statistiken, die man nicht selbst gefälscht hat?
Vermutlich werde auch ich in so einer Statistik als Windowsnutzer
geführt, da sich das Zeug mal auf Laptops drauf befand (und
man das nicht abwählen konnte), aber nie benutzt worden ist.
Ja, das lässt sich statistisch wohl kaum erfassen. Hier liegen viele
Windows-Label auf Halde, eben weil es sie dazu gab und man nicht
abwählen konnte. Gleichzeitig wurden hier etwa zehn Rechner mit einem
einzigen Linux-Download ausgestattet.
Die weiter oben angesprochene Vielfalt der Distributionen und die damit
verbundenen Probleme halte ich einerseits auch für unschön -
andererseits verhindert genau das die Verbreitung von Viren/Trojanern.
Hier war noch nie ein Scanner nötig. Unser Snort-Server hat bisher
jedenfalls (außer den üblichen Angriffen von außen) noch nie
Verdächtiges bemerkt.
Das ist schon ähnlich wie in der Natur: Monokulturen sind viel
anfälliger für einen Schädlingsbefall als Mischkulturen.
Chris D. schrieb:> Ja, das lässt sich statistisch wohl kaum erfassen.
Über Nutzungsstatistiken von Webseiten geht das noch am besten, z.B. von
Wikipedia:
https://stats.wikimedia.org/wikimedia/squids/SquidReportOperatingSystems.htm
Linux kommt da auf 15.66%, ohne Android bleiben 1.37% übrig. Auf
Mikrocontroller.net ist Linux (ohne Android) mit ca. 6% etwas besser
vertreten.
Gerhard schrieb:> Habe inzwischen bei fünf Bekannten Windows XP durch Linux ersetzt> und> alle kommen gut klar und sind zufrieden. Möchte auch wissen, woher du> deine Info hast?!>> Gerhard
Das ist so wie bei den Geisterfahrern: Ist ein Geisterfahrer älter als
60 Jahre kommt in den Nachrichten: "ein 60-jähriger Geisterfahrer...".
Ist der Fahrer jünger kommt gar nix in den Nachrichten oder das Alter
wird nicht genannt.
Folge: Beim Zuhörer setzt sich fest, dass es vorwiegend die alten Leute
sind, die als Geisterfahrer die Menschheit gefährden.
Hallo,
ich verwende sowohl Windows als auch Linux. Win7 ist auf dem
"Arbeitsrechner" installiert, auf dem z.B. Eagle, Atmel Studio,
Videoschnittprogram (Grassvalley Edius) usw. usw. laufen. Dieser PC hat
keinen Netzwerkanschluß. Daneben steht ein älterer PC mit Ubuntu Linux
fürs Internet. Dazu eine Umschaltbox, mit der ich Monitor, Tastatur und
Maus zwischen den PCs umschalte. Machmal hängt da auch ein Raspberry Pi
auch mit am Umschalter, auf dem ist auch Linux.
Was mich an Linux unheimlich stört, ist das schwierige Installieren von
Anwendersoftware, wenn die nicht in der Ubuntusammlung zum automatischen
Installieren enthalten ist (heißt Paketmanager oder so ähnlich). Und
selbst das funktioniert nicht immer, z.B. ist es mir bis heute nicht
gelungen, den VLC-Player zu installieren, obwohl der in der
Ubuntusammlung enthalten ist, auf dem Windows-PC war das kein Problem.
Es sollte ein allgemeines Installationsprogramm für alle Linuxversionen
geben, das eine Anwendersoftware automatisch in die jeweilige
Distribution installiert, dazu muß natürlich erst einmal ein Standard
definiert werden, der für alle Linuxversionen gilt. Bisher kocht da jede
Version ihr eigenes Süppchen.
Gruß
J. Ad. schrieb:> Das ist so wie bei den Geisterfahrern: Ist ein Geisterfahrer älter als> 60 Jahre kommt in den Nachrichten: "ein 60-jähriger Geisterfahrer...".> Ist der Fahrer jünger kommt gar nix in den Nachrichten oder das Alter> wird nicht genannt.>> Folge: Beim Zuhörer setzt sich fest, dass es vorwiegend die alten Leute> sind, die als Geisterfahrer die Menschheit gefährden.
Schlechtes Beispiel:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/258163/umfrage/altersverteilung-von-geisterfahrern/
Andreas W. schrieb:> Was mich an Linux unheimlich stört, ist das schwierige Installieren von> Anwendersoftware, wenn die nicht in der Ubuntusammlung zum automatischen> Installieren enthalten ist (heißt Paketmanager oder so ähnlich). Und> selbst das funktioniert nicht immer, z.B. ist es mir bis heute nicht> gelungen, den VLC-Player zu installieren, obwohl der in der> Ubuntusammlung enthalten ist, auf dem Windows-PC war das kein Problem.> Es sollte ein allgemeines Installationsprogramm für alle Linuxversionen> geben, das eine Anwendersoftware automatisch in die jeweilige> Distribution installiert, dazu muß natürlich erst einmal ein Standard> definiert werden, der für alle Linuxversionen gilt. Bisher kocht da jede> Version ihr eigenes Süppchen.
Genau dieses Packetsystem finde ich genial, und fluche jedesmal, wenn
ich in Win beim Installieren tausende Dialoge wegklicken muss, und
einmal nicht aufgepasst hat man irgendeine Zusatzsoftware auf dem
Rechner, die man nicht will. Wo kommt z.B. auf einmal der zweite
Vierenscanner her, einfach zum kotzen. Und dann noch der Mist, mit den
ganzen Lizenzkram und Aktivierungen, wenn man win legal nutzen will.
Das was du dir wünscht, gibt es auch für Linux, fertige
Instalationspackete, mit fast allem (Bibliotheken) drin, nur diese
benötigen einfach viel Platz auf der Platte und im Speicher.
Wie hier z.B. http://www.microchip.com/pagehandler/en-us/family/mplabx/
Windows ist nicht Anwendungsfreundlich, diese kruden Menüstrukturen bei
win kann man oft nur durch stupides auswendig lernen effizient benutzen.
Und jedes Win-Programm will seine eigene Gui erfinden.
Was die Leute mit anwendungsfreundlich meinen ist eher dass, das es fast
immer Jemanden in der nähe gibt, der meint zu wissen wie man mit windows
umgeht. Und das in der Schule auswendig gelernte Wissen funktioniert
halt auch nur bei Windows. Und durch die weite Verbreitung die
Hersteller meistens zuerst, oder oft auch nur für Windows Programme und
Treiber bereitstellen, oft von dilettantischen Programmieren erstellt.
mein zuletzt gekaufter Rechner hätte mit Windows rund 80€ mehr gekostet.
Also, dass das Win bei einem neuen Rechner nichts Kostet stimmt
(jedenfalls bei Acer) auch nicht.
Linux ist der Mischwald, Windows die Monokultur, jeder wie er es mag ;)
Chris D. schrieb:> Hier liegen viele> Windows-Label auf Halde, eben weil es sie dazu gab und man nicht> abwählen konnte.
Aber bezahlt habt ih sie trotzdem. Ist doch irgendwie Kacke, oder?
Roland L. schrieb:> warum haben die es nicht selber gemacht, warum musstest du das machen?
Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, weswegen sie auch kein Windows
installiert bekämen.
Das funktioniert doch nur, weil Win immer vorinstalliert ist. Aber
spätestens nach 30 Tagen kommen dann die Supportanfragen: Kannste mal,
hier meldet sich immer ein Norten Security und will ein Abo abschließen.
Mein Word geht nicht mehr, hier steht die Testversion ist abgelaufen.
Aber ich hab das doch mit gekauft. Und dann fängst Du an Norton
runterzuschmeißen und machst Avira drauf, und packst ein OpenOffice
dazu.
Hör mir auf mit Windows geht doch problemlos. Aber ich bin da raus: Wie,
Win7 / 8? Sorry, da hab ich keine Ahnung von, das kenn ich nicht, tut
mir leid.
>Über Nutzungsstatistiken von Webseiten geht das noch am besten, z.B. von
Wikipedia: https://stats.wikimedia.org/wikimedia/squids/Squid...
So eraelt man die Linux Clients, die ans Netz gehen, aber nicht die
anderen, oder die Server.
Michael M. schrieb:> Genau dieses Packetsystem finde ich genial
Ich auch!
Michael M. schrieb:
und fluche jedesmal, wenn
...es das Paket nicht gibt und ich mir irgendwo im Web ein Paket suchen
muss nur um festzustellen dass es plattgemacht wurde weil es unsicher
ist und keiner Bock hat die Sicherheitslücke zu stopfen. (btw: OwnCloud
war recht lange über den Paketmanager verfügbar... soviel zum Thema
Sicherheit)
> ich in Win beim Installieren tausende Dialoge wegklicken muss, und> einmal nicht aufgepasst hat man irgendeine Zusatzsoftware auf dem> Rechner, die man nicht will. Wo kommt z.B. auf einmal der zweite> Vierenscanner her, einfach zum kotzen.
Dagegen hilft Hirn. Die Softwareersteller wollen Geld verdienen und das
tun sie an den Nutzern, die eben schnell mal durchklicken.
Alternativ benutzt man Unchecky, das passt für einen auf, dass man nicht
unfreiwillig Zeugs mitinstalliert. Aber etwas aufpassen reicht auch.
>Und dann noch der Mist, mit den> ganzen Lizenzkram und Aktivierungen, wenn man win legal nutzen will.
Einmal Lizenznummer eingeben, furchtbar.
Gut, wenn man telefonisch aktivieren muss wird es haariger - wie oft
macht man das?
> Windows ist nicht Anwendungsfreundlich, diese kruden Menüstrukturen bei> win kann man oft nur durch stupides auswendig lernen effizient benutzen.> Und jedes Win-Programm will seine eigene Gui erfinden.
Wenn ich in Linux den Befehl für die Konsole nicht kenne stehe ich dumm
da. In einer GUI kann ich mir wenigstens die Auswahloptionen ansehen und
mir meinen Weg suchen.
>Und durch die weite Verbreitung die> Hersteller meistens zuerst, oder oft auch nur für Windows Programme >und> Treiber bereitstellen, oft von dilettantischen Programmieren >erstellt.
Das stimmt. Aber das ist halt so - wo der meiste Reibach gemacht werden
kann wird zuerst gearbeitet.
Es gibt aber auch Ausnahmen - Steam zum Beispiel will (wollte?) für
Linux ihre Spiele portieren - wie weit sie damit sind weiß ich nicht.
> mein zuletzt gekaufter Rechner hätte mit Windows rund 80€ mehr gekostet.
Dann lass dich nicht über Ohr hauen, Windows 7 gibt es ab 15 Euro.
Davon abgesehen: LTS-Versionen von zum Beispiel Ubuntu bekommen drei
Jahre Support.
Windows XP 2001 raus und wurde bis 2014 mit Sicherheitsupdates versorgt.
13 Jahre.
Jeder möge sich seinen Teil denken.
Linux ist als Betriebssystem sicher gut - aber nicht für den Desktop und
Otto Normalnutzer, der weder Zeit noch Nerven hat zuerst Konsolenbefehle
auswendig zu lernen oder für jeden Dreck ein Tutorial zu brauchen nur um
festzustellen, dass zum Beispiel Photoshop nur in einer VM ans Laufen zu
kriegen ist.
Wenn jemand sich damit sowieso auseinandersetzen will/muss (beruflich)
kann er Linux sicher gebrauchen und für Server ist es eine gute Sache,
da es performant läuft und auch mit wenig Ressourcen auskommt. Hat
sicher seinen Grund, dass die Apache-Server so verbreitet sind (habe
mich selbst an einem versucht, allerdings irgendwann heftig gefrustet
aufgehört).
Wenn Linux am Desktop ähnlich intuitiv zu bedienen wäre wie Android
könnte das was werden. Warum geht das eigentlich nicht? Kann doch nicht
so schwer sein das zu portieren?
Michael M. schrieb:> Also, dass das Win bei einem neuen Rechner nichts Kostet stimmt> (jedenfalls bei Acer) auch nicht.
Da hab ich mich unklar ausgedrück. Windows kostet natürlich immer Geld.
Allerdings ist bei vielen Komplettsystemen Windows schon zwingend dabei,
was für den Otto-Normal-Verbraucher bedeutet, das er das gleiche Zahl,
egal, ob er Windows oder Linux benutzt.
Michael M. schrieb:> Windows ist nicht Anwendungsfreundlich, diese kruden Menüstrukturen bei> win kann man oft nur durch stupides auswendig lernen effizient benutzen.> Und jedes Win-Programm will seine eigene Gui erfinden.
Was meinst du damit genau? Die Menüs in den Programmen oder die
Menüstruktur von Windows selbst?
Wobei man zum effizienten Nutzen einer Software diese eigentlich immer
auswendig kennen muss. Praktisch bedeutet das für mich, das ich die
entsprechenden Tastenkombinationen kenne. Wenn diese als Text in den
Menüs dabei stehen ist das aber recht einfach zu lernen finde ich.
Gerhard schrieb:> Habe inzwischen bei fünf Bekannten Windows XP durch Linux ersetzt und> alle kommen gut klar und sind zufrieden.
Wurdest du von deinen Bekannten gefragt, ob du ihnen Linux installierst
oder kam das von deiner Seite?
Gruß Kai
Korbinian Geiger schrieb:> Linux ist als Betriebssystem sicher gut - aber nicht für den Desktop und> Otto Normalnutzer, der weder Zeit noch Nerven hat zuerst Konsolenbefehle> auswendig zu lernen oder für jeden Dreck ein Tutorial zu brauchen
Ich hab vor einige Zeit Linux Mint auf den Laptop geschaufelt und kein
einziges Mal eine Konsole benutzen müssen. Videos laufen im VLC auf
Anhieb, auch die "kaputten" DVDs, die im Win nicht abgespielt wurden
weil 66Gbyte mit zerhackstückten VOBs. Dazu noch Firefox und LibreOffice
und fertig.
> festzustellen, dass zum Beispiel Photoshop nur in einer VM ans Laufen zu> kriegen ist.
Weil der Normalnutzer ja auch unbedingt Photoshop braucht. Und dann auch
bestimmt gekauft hat. Is klar...
Kai S. schrieb:> Was meinst du damit genau? Die Menüs in den Programmen oder die> Menüstruktur von Windows selbst?
Die von Win selbst, es geht hier ja um Windows, naja Seitenformat unter
Datei, ist auch so ein Gui-verbrechen von Microsoft. Ich bin wirklich
schon mal gefragt worden, wo man bei Openoffice das Seitenformat
einstellt, weil Derjenig es nicht unter Datei gefunden hat, und nicht
auf die Idee gekommen ist, das es vielleicht unter Format ist.
> Wobei man zum effizienten Nutzen einer Software diese eigentlich immer> auswendig kennen muss. Praktisch bedeutet das für mich, das ich die> entsprechenden Tastenkombinationen kenne. Wenn diese als Text in den> Menüs dabei stehen ist das aber recht einfach zu lernen finde ich.
Nur sind bei windows die Menüs oft sowas von seltsam zusammengewürfelt,
das es meistens einfacher und schneller ist zu googeln oder jemanden zu
fragen der es vielleicht wissen könnte, wo man was einstellt, als sich
selbst durchzuklicken.
Timm Thaler schrieb:> Weil der Normalnutzer ja auch unbedingt Photoshop braucht. Und dann auch> bestimmt gekauft hat. Is klar...
War ja nur ein Beispiel. Gibt ja noch andere Sachen, die halt mangels
legaler Wege auf Linux schlicht nicht gehen.
Wenn ich eine BluRay ansehen will stehe ich unter Linux dumm da. Unter
Windows kaufe ich entweder ein passendes Programm oder nutze Freeware.
Soll kein Bashing sein... aber Funktionen die es (noch) nicht gibt gibt
es eben nicht.
Timm Thaler schrieb:> Chris D. schrieb:>> Hier liegen viele>> Windows-Label auf Halde, eben weil es sie dazu gab und man nicht>> abwählen konnte.>> Aber bezahlt habt ih sie trotzdem. Ist doch irgendwie Kacke, oder?
Ja klar - aber man bekam die leider nicht ohne. Mittlerweile geht das,
weil ich eh nur noch hochwertiges, aber gebrauchtes Zeug aus Banken etc.
(Lenovo etc.) kaufe, welches dort nach drei Jahren rausfliegt. Für einen
50er gibt es da schöne Bürorechner, die sehr leise und sparsam sind.
Mir gefällt die Paketverwaltung mit aptitude sehr gut - die möchte ich
nicht mehr missen.
Und ganz ehrlich: was benötigt Ottonormalverbraucher an Software, die
nicht bereits in Paketform mitgeliefert wird (wenn es auch vielleicht
eine andere Bedienung erfordert)?
Das sind selbst bei uns hier im Unternehmen nur ganz, ganz wenige Dinge,
die von Hand nachinstalliert werden oder in der VM laufen (müssen).
Und ich möchte mal behaupten, dass 99% der privaten Benutzer, die den
hier angesprochenen Photoshop verwenden, dessen Möglichkeiten nur
ansatzweise nutzen - so wie es auch 99% der Gimp-Benutzer tun.
Meine Mutter ist nun 75 und beschäftigt sich jetzt das erste Mal
intensiver mit einem älteren Laptop und den Wirren des Internet unter
lubuntu mit Firefox und Thunderbird. Und das klappt wunderbar, ohne dass
sie mich anrufen muss. Zur Not hatte ich noch einen ssh-Zugang angelegt,
aber der war bisher noch nie von Nöten :-)
Gerade für unbedarfte Nutzer ist das Paketsystem doch viel angenehmer
(und auch viel sicherer), weil das meiste, das 08/15-User benötigt,
sowieso schon verfügbar und neue Software mit wenigen Klicks installiert
ist. Dazu muss derjenige nicht einmal wissen, was ein Browser oder
Internet ist.
Jörg Wunsch schrieb:> Wie war das, mit den Statistiken, die man nicht selbst gefälscht hat?
Ein verkauftes Windows ist ein genutztes Windows. Wenn dabei über die
Jahre 3 Rechner jeweils mit Windows zusammenkamen, dann sind das 3 User,
auch wenn du tatsächlich nurmehr einen davon verwenden solltest, und das
mit BSD.
Dem stellt man dann die Anzahl verkaufter Linuxxe gegenüber. Und da
sieht es mau aus, wenn während vor 10 Jahren SuSE noch Desktop-Linux
verkaufte, gibt es da heute zumindest im Privatsektor kaum noch.
Ergo: Mit Linux geht es abwärts. ;-)
Korbinian Geiger schrieb:> Michael M. schrieb:>>> Genau dieses Packetsystem finde ich genial> Ich auch!
Schön ;)
3161:
> und fluche jedesmal, wenn> ...es das Paket nicht gibt und ich mir irgendwo im Web ein Paket suchen> muss nur um festzustellen dass es plattgemacht wurde weil es unsicher> ist und keiner Bock hat die Sicherheitslücke zu stopfen. (btw: OwnCloud> war recht lange über den Paketmanager verfügbar... soviel zum Thema> Sicherheit)
Naja, das Problem hast du auch bei Windows, wenn der Hersteller nicht
mehr will oder da ist, gibt es halt nichts.
>> ich in Win beim Installieren tausende Dialoge wegklicken muss, und>> einmal nicht aufgepasst hat man irgendeine Zusatzsoftware auf dem>> Rechner, die man nicht will. Wo kommt z.B. auf einmal der zweite>> Vierenscanner her, einfach zum kotzen.> Dagegen hilft Hirn. Die Softwareersteller wollen Geld verdienen und das> tun sie an den Nutzern, die eben schnell mal durchklicken.> Alternativ benutzt man Unchecky, das passt für einen auf, dass man nicht> unfreiwillig Zeugs mitinstalliert. Aber etwas aufpassen reicht auch.
Ich passe auf, aber da ist sogar mir mal was durch gerutscht.
>>Und dann noch der Mist, mit den>> ganzen Lizenzkram und Aktivierungen, wenn man win legal nutzen will.> Einmal Lizenznummer eingeben, furchtbar.
Ja ist es! Da haben es die "Illegalen" bei Windows einfacher.
>> Windows ist nicht Anwendungsfreundlich, diese kruden Menüstrukturen bei>> win kann man oft nur durch stupides auswendig lernen effizient benutzen.>> Und jedes Win-Programm will seine eigene Gui erfinden.> Wenn ich in Linux den Befehl für die Konsole nicht kenne stehe ich dumm> da. In einer GUI kann ich mir wenigstens die Auswahloptionen ansehen und> mir meinen Weg suchen.
Und in der Konsole kann ich man eingeben ;)
Das Problem ist, das die Menüstrukturen bei Win irgendwie sehr
eigenartig sind, oft findet man die Einstellungen genau da, wo man sie
eigentlich nicht vermuten würde, oder es sind einfach viele Sachen nicht
oder nur unter schmerzen möglich, die unter Linux ein Kinderspiel ist.
>> mein zuletzt gekaufter Rechner hätte mit Windows rund 80€ mehr gekostet.> Dann lass dich nicht über Ohr hauen, Windows 7 gibt es ab 15 Euro.
Warum soll ich Windows kaufen, wenn ich es nicht brauche ;)
Aus reiner Neugier, wo soll es das für 15€geben?
> Davon abgesehen: LTS-Versionen von zum Beispiel Ubuntu bekommen drei> Jahre Support.> Windows XP 2001 raus und wurde bis 2014 mit Sicherheitsupdates versorgt.> 13 Jahre.
Naja, aber ein Neues Windows kostet wieder was und läuft nicht mehr auf
dem alten Rechner, und hat keine Treiber mehr für ältere Geräte.
> Linux ist als Betriebssystem sicher gut - aber nicht für den Desktop und> Otto Normalnutzer, der weder Zeit noch Nerven hat zuerst Konsolenbefehle> auswendig zu lernen oder für jeden Dreck ein Tutorial zu brauchen nur um> festzustellen, dass zum Beispiel Photoshop nur in einer VM ans Laufen zu> kriegen ist.
Das gleiche könnte ich über Windows sagen ;)
Otto Normalnutzer, der weder Zeit noch Nerven hat die
Registry-Schlüssel, oder wo was bei der Computerverwaltung zu suchen
ist, auswendig zu lernen oder für jeden Dreck ein Tutorial zu brauchen
nur um
festzustellen, dass zum Beispiel CinePaint nur in einer VM ans Laufen zu
kriegen ist.
> Wenn jemand sich damit sowieso auseinandersetzen will/muss (beruflich)> kann er Linux sicher gebrauchen und für Server ist es eine gute Sache,> da es performant läuft und auch mit wenig Ressourcen auskommt. Hat> sicher seinen Grund, dass die Apache-Server so verbreitet sind (habe> mich selbst an einem versucht, allerdings irgendwann heftig gefrustet> aufgehört).> Wenn Linux am Desktop ähnlich intuitiv zu bedienen wäre wie Android> könnte das was werden. Warum geht das eigentlich nicht? Kann doch nicht> so schwer sein das zu portieren?
Du hast wahrscheinlich das klassische Problem, das du dich an das
Windowswissen klammerst, und meinst damit auch mit Unixartigen Systemen
gut umgehen zu können.
Meine ersten Linuxerfahrungen waren auch von Frust begleitet z.B. als
ich meine geliebten Laufwerke C: und D: unter Linux nicht fand. Dann las
ich mir ein wenig die Philosophie von Unix durch, und merkte, das diese
Buchstaben einfach nur dämlich sind. Und jetzt kommen mir Unixsysteme
viel logischer und strukturierter vor als Windows.
Korbinian Geiger schrieb:> Timm Thaler schrieb:>> Weil der Normalnutzer ja auch unbedingt Photoshop braucht. Und dann auch>> bestimmt gekauft hat. Is klar...>> War ja nur ein Beispiel. Gibt ja noch andere Sachen, die halt mangels> legaler Wege auf Linux schlicht nicht gehen.> Wenn ich eine BluRay ansehen will stehe ich unter Linux dumm da. Unter> Windows kaufe ich entweder ein passendes Programm oder nutze Freeware.>> Soll kein Bashing sein... aber Funktionen die es (noch) nicht gibt gibt> es eben nicht.
Wegen dem ganzen Kopierschutzkack denn es schon bei DVDs gibt, lasse ich
die finger von blue ray, wo es noch schlimmer ist. Da kauft man sich die
Dinger ganz ehrlich und wird nur gegängelt.
>> Michael M. schrieb:> Aus reiner Neugier, wo soll es das für 15€geben?http://www.ebay.de/itm/Windows-7-Home-Win-Home-Premium-32-64-Bit-COA-OEM-SP1-Lizenz-ORIGINAL-/251933700417?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item3aa86b3141
Echtheitsaufkleber gibts dazu.
>Dann las> ich mir ein wenig die Philosophie von Unix durch, und merkte, das diese> Buchstaben einfach nur dämlich sind. Und jetzt kommen mir Unixsysteme> viel logischer und strukturierter vor als Windows.
Wo kann man das nachlesen?
Ich würde nämlich gern verstehen, warum sich Unix insbesondere im
Serverbereich praktisch konkurrenzlos durchgesetzt hat aber gleichzeitig
im Homebereich so schwertut.
Chris D. schrieb:> Und ganz ehrlich: was benötigt Ottonormalverbraucher an Software, die> nicht bereits in Paketform mitgeliefert wird
Steuererklärung. Das Einzige, wofür ich noch kein Linux-Äquivalent habe.
Nun hat mir die Steuersparerklärung von "Steuertipps" beim letzten
Update mitgeteilt, dass es nächstes Jahr keine WinXp-Version mehr geben
wird. Damit fällt das auch weg.
Ich habe Mitte des letzten Jahres auf meinem Heim-PC ein Ubuntu
aufgespielt und fand es super, kein Antivirus, Youtube zum relaxen ging
und im Internet surfen war auch ok. Doch irgendwann wollte ich daheim
auch layouten, das aktuelle Eagle kann man drauf spielen, ich wollte
aber ein älteres, doch woher? Auf meinem WinXP hatte ich ein zip, also
entpacken und fertig, auf Linux nichts. Dann wollte ich doch noch
gelegentlich Spiele spielen, habe Minecraft und ein paar Java Spiele
hinbekommen, doch Unity und nochmal eins gingen nicht, hatte aber Lust
dies zu spielen.
Also wieder Win7 drauf, da hatte ich alle meine gewohnten Programme
wieder, muss zwar suchen und klicken wenn ich was ändern muss, doch das
sind mal 5 Minuten im Monat. Auch mit Linux nutz ich die Kommandozeile
so gut wie gar nicht. Youtube läuft jetzt besser und ich kann alle
Spiele worauf ich spontan Lust habe spielen, ohne mich 20 Minuten damit
zu beschäftigen wie ich sie zum Laufen bekomme oder nach Alternativen zu
suchen oder schlicht doof zu guggen, weil ich sie nicht spielen kann.
Der Rechner ist mehr zum Unterhalten mit gelegentlichen "Arbeiten".
Auf meinem Notebook habe ich weiterhin Ubuntu, dort gefallen mir die
User Accounds besser und das Verteilen von Rechten, deshalb darf damit
jeder ran.
Timm Thaler schrieb:> Nun hat mir die Steuersparerklärung von "Steuertipps" beim letzten> Update mitgeteilt, dass es nächstes Jahr keine WinXp-Version mehr geben> wird. Damit fällt das auch weg.
Probier mal, ob das Teil unter Linux mit wine läuft.
Malignes Melanom schrieb:> J. Ad. schrieb:>> Das ist so wie bei den Geisterfahrern: Ist ein Geisterfahrer älter als>> 60 Jahre kommt in den Nachrichten: "ein 60-jähriger Geisterfahrer...".>> Ist der Fahrer jünger kommt gar nix in den Nachrichten oder das Alter>> wird nicht genannt.>>>> Folge: Beim Zuhörer setzt sich fest, dass es vorwiegend die alten Leute>> sind, die als Geisterfahrer die Menschheit gefährden.>> Schlechtes Beispiel:> http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2581...
Wollte mich jetzt nicht dort registrieren, habe folgendes gefunden:
http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Fast-jeder-dritte-Geisterfahrer-ist-ueber-65-Jahre-alt-id24398261.html
Doch was bedeutet, dass fast jeder dritte Geisterfahrer....?
Die Leute fahren doch Auto bis sie, sagen wir 85 oder 90 Jahre alt sind.
Also 20 bis 25 Jahre nach der magischen 65.
Dem stehen die Fahrer gegenüber, die zwischen 18 und 65 alt sind. Also
47 unterschiedliche Jahre.
Wenn dann noch von der Rentner-Schwemme die Rede ist und von der
alternden Bevölkerung, schneiden die Senioren doch ganz gut ab: 1/3 der
Autofahrer, 1/3 der Geisterfahrer.
Aber so eine Schlagzeile wie in der Augsburger lockt natürlich mehr
Aufmerksamkeit an. Nur nicht bei den Linux-Usern, die es fast schon
nicht mehr gibt....
Ich nutze Linux mit KDE. Mit der Synaptik- Paketverwaltung kann man
alles Installieren was man will. Verstehe nich was manche für Probleme
haben.
Win7 nutze ich nur für mein Rechnungs und Steuerprogramm, da es unter
WINE nicht läuft. Alles andere wird mit Linux gemacht.
J. Ad. schrieb:> Doch was bedeutet, dass fast jeder dritte Geisterfahrer....?
Was, über 2/3 der Geisterfahrer sind unter 65? Das ist doch die
Schlagzeile hier, Führerschein also erst ab 65! ;-)
Man müsste hier sicher noch unterscheiden, dass wohl die
Altersverteilung von zufällig ausgewählten Autofahrern eher im
berufstätigem Alter liegen dürfte, die sind wohl die meiste Zeit auf den
Straßen. Gleichzeitig sind das aber auch die routiniertesten Fahrer.
Also unabhängig von Alterseinflüssen dürften die am besten die Auffahrt
bei der Autobahn erwischen.
Sni Ti schrieb:> Was, über 2/3 der Geisterfahrer sind unter 65? Das ist doch die> Schlagzeile hier, Führerschein also erst ab 65! ;-)
Es passieren ja auch mehr als 50% der Unfälle ohne Alkoholeinfluß
(zumindest außerhalb Bayerns und Russlands).
Das schreit nach einem Alkoholgebot!
Ich bin eigentlich privat immer mit Linux unterwegs, aber manche
Programme funktionieren eben nur unter Windows und dann starte ich eben
WinXP in der VirtualBox oder starte den PC mit Win7.
Linux: Surfen, eMail, Office, programmieren
Windows: Spielen, MS-Office, VisualStudio
Habe mal so grob überschlagen gezählt.
also mindesten 15 Geräte im heimischen Netz laufen mit Linux.
Das sind Router, Nas, Webcams, Medienplayer, SAT Receiver usw.
Auf normalen PCs habe ich noch nie Linux verwendet, da laufen
verschiedene Windows Versionen und auf zweien noch CP/M.
Korbinian Geiger schrieb:> Davon abgesehen: LTS-Versionen von zum Beispiel Ubuntu bekommen drei> Jahre Support.> Windows XP 2001 raus und wurde bis 2014 mit Sicherheitsupdates versorgt.> 13 Jahre.> Jeder möge sich seinen Teil denken.
Dein Wissen ist aber schon veraltet, denn für Ubuntu Server waren es
immer 5 Jahre. Seit Ubunut 12.04 gibts auch für den Desktop 5 Jahre.
https://wiki.ubuntu.com/LTS
1
A new LTS version is released every 2 years. In previous releases, a Long
2
Term Support (LTS) version had 3 years support on Ubuntu (Desktop) and 5
3
years on Ubuntu Server. Starting with Ubuntu 12.04 LTS, both versions will
4
receive 5 years support.
Welchen vorteil versprichst du dir, von einem 5 Jahre alten Kernel (im
privaten Desktopbereich)?
Neuen Kernel installieren und gut ist. Und das macht sogar die
Paketverwaltung für dich, da musst du nichts machen. Ein Reboot und
alles ist gut und du merkst nicht mal, das da ein neuer Kernel am
werkeln ist.
Keine Ahnung was da jetzt so schlimm, oder schlecht dran sein soll, das
es "nur" 5 Jahre sind. Im gegensatz zu M$ und Windoof muss ich nicht
einen Monat auf Updates warte, die mir dann auch noch das System
zerreißen. Updates kommen sofort und die funktionieren auch noch
einwandfrei.
Ich bin mit Arch unterwegs, und ein komplettes (also inkl. aller
Anwenderprogramme!) Systemupdate kostet mich ein müdes:
yaourt -Syyu --noconfirm
Wem die Konsole "zu anstrengend" ist, für den gibts auch GUI, octopi,
apper, oder was auch immer.
Mein Arch läuft mit Kernel 4.0.4 und mit den Testing-Repos und läuft
stabel. Keine Abstürze, keine mucken, nichts.
Meine Windowskiste benutz ich nur noch zum Zocken. Windows 7 ist aber
auch das letze Windows das ich freiwillig benutze! Danach gibt es für
mich kein Windows mehr.
Korbinian Geiger schrieb:> Windows XP 2001 raus und wurde bis 2014 mit Sicherheitsupdates versorgt.> 13 Jahre.> Jeder möge sich seinen Teil denken.
Hm, ich glaube, als XP 2001 heraus kam, hat Microsoft sicher nicht von
13 Jahren Support dafür geträumt, die haben das nur gemacht, weil sie
von den Usern (und da Firmen) mehr oder weniger gezwungen wurden....und
lange keinen brauchbaren Nachfolger hingekriegt haben.
Nimmst Du statt Ubuntu Debian (wovon ja Ubuntu auch mal abgespalten
wurde), dann hast Du kein Ende / Neuinstallieren, das geht als rolling
release immer weiter (was ja Microsoft jetzt wohl auch mit Win 10 machen
will).
Und wenn Du professionellen Support willst, dann bekommst Du bei RedHat
10 Jahre. Und mit CentOs kannst Du das sogar kostenlos haben (ohne
Support, aber die Updates gibts dann).
Gruß,
Bernhard
benutze ich windows vermisse ich gleich einige sachen die unter Linux
einfacher sind und umgekehrt.
Da ich zur Zeit gar nicht mehr zocke, habe ich bei nur auch ein Arch
Linux drauf und bin recht zufrieden damit, habe mehr oder weniger genau
so viele Probleme und Lösungen wie mit einem Windows.
Wenn ich mir ein neues Notebook mit touchscreen kaufen würde, käme da
erstmal windows 10 drauf.
Was security angeht finde ich die Meinung sehr subjektiv. Windows hat
deutlich mehr für sicherheit getan. Windows ist einfach nur ein
beliebteres ziel. Ich behaupte sogar es ist heut zu tage deutlich
einfacher einen DAU der Linux benutzt zu "hacken" als einen mit Windows.
Die Sache mit der Sicherheit möchte ich anzweifeln. Linux ist im
Serverbereich gebräuchlich, wenn es so leicht zu hacken wäre, wäre das
wohl eher nicht so. Natürlich fällt hin und wieder ein Server einem
Angriff zum Opfer, meist weil fehlerhaft konfiguriert, hin und wieder
durch echte Lücken wie z.B. Heartbleed. Aber im Vergleich dazu ist die
Anzahl der von Botviren unbemerkt infizierten Windows-Rechner (laut
Berichten von IT-Sicherheitsfirmen) auch nicht zu verachten.
Sicher sind manche erfolgreichen Trojanerattacken unter Windows auch dem
mangelnden Sicherheitsbewußtsein des Benutzers zuzuschreiben, dennoch
möchte ich die Gegenbehauptung aufstellen: In Windows wird - subjektiv -
so viel für die Sicherheit getan (in Form von Updates und zusätzlichen
Schutzprogrammen), weil es so viele ausnutzbare Sicherheitslücken
besitzt. Allerdings gehen wahrscheinlich davon viele erfolgreiche
Angriffe auf das Konto des Flash Players.
Interessanterweise wurde OSX in diesem Thread noch kaum erwähnt. IMHO
eine sehr gute Verknüpfung beider Paradigmen: Läuft out-of-the-box per
GUI wie ein Windows, lässt sich aber unter der Haube konfigurieren wie
ein Linux. Für mich ist das mittlerweile der perfekte Kompromiss, auch
wenn man überteuerte (aber sehr gute) Hardware und ein arrogantes Gehabe
des Herstellers auf sich nehmen muss. Wobei auch Microsoft erst in den
letzten Jahren gelernt hat, dass man sich selbst als Monopolist nicht
alles erlauben kann. Apple wird das irgendwann auch merken.
J. Ad. schrieb:> So liest man im Linux-Welt-Heft 3/14
Genau das ist der Fehler, aber das erkennt man leider nur, wenn man sich
ein bisschen besser auskennt als der durchschnittliche Linux-Anfänger.
Hefte wie "Linux-Welt" (und ähnliche Ableger von PC-"Fachzeitschriften")
taugen in der Regel nicht einmal zum Feuermachen.
Wenn Du etwas Vernünftiges zum Thema Linux lesen willst, empfehle ich
Dir die Zeitschriften "Linux User" und "Linux Magazin". Ansonsten gibt
es eine Reihe empfehlenswerter Bücher, allen voran für Einsteiger das
hervorragende "Linux" von Michael Kofler bei Addison-Wesley. Zudem gibt
es bei O'Reilly, Addison-Wesley und mit Abstrichen bei Pakt Publishing
und Galileo Press seriöse Fachliteratur zu allen möglichen Linux-Themen.
Für mich ist wichtig, daß Linux freie Software ist und man sich damit
nicht in Abhängigkeit von irgendwelchen (US-) Konzernen begibt. Da kann
ich auch mit der einen oder anderen Einschränkung leben. Wer Windows
MacOSX etc. will (bzw. die damit verbundenen Annehmlichkeiten), soll
eben das nehmen, kann sich es meinetwegen aber auch ans Gesäß nageln...
Jörg
Andreas S. schrieb:> Linux kommt da auf 15.66%, ohne Android bleiben 1.37% übrig. Auf> Mikrocontroller.net ist Linux (ohne Android) mit ca. 6% etwas besser> vertreten.
Diese großen Windows-Nutzerzahlen hängen im wesentlichen nur mit drei
Dingen zusammen:
1. dem vorinstallierten Windows auf jedem neuen PC
2. die Verfügbarkeit von so ziemlich jedem Spieletitel
3. den einheitlichen Systemeinstellungen und teilweise verkomplizierten
Dingen unter Linux
Meiner Meinung nach machen die vielen verschiedenen Linuxdistributionen
mit den vielen unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten einen Fehler.
Die Arbeit sollte nicht so sinnlos verteilt werden.
Viele Linux-Programmierer fragen sich zwar mit recht weshalb man für
jede Einstellung eine grafische Oberfläche benötigt, aber der Großteil
der Menschen kommt nur so überhaupt mit dem System klar.
Ich will auf Start -> Systemeinstellungen gehen und kann dann alles
konfigurieren, irgend welche Geräte wie den Drucker, den Monitor oder
die Grafikkarte.
Wenn ich in XUbuntu auf "Alle Einstellungen" gehe sehe ich da aber dann
doch etwas anderes als unter Ubuntu, LinuxMint usw. und das sollte man
vereinheitlichen.
Spiele sind scheinbar extrem wichtig, wenn man die Spieler verliert
(oder nicht gewinnt) kann man davon ausgehen dass man nur mit Glück im
noch erfassten Prozentbereich liegt.
Ein Schüler und auch die aller meisten Nutzer nutzen mit dem PC im
wesentlichen nur das Internet (Browser und eMail-Client), das
funktioniert auch alles bestens unter Linux.
Ich weiß nicht weshalb man nicht versucht einen Linux-Spiele-Rechner
oder eine Linux-Spiele-Distribution aggressiver ans Ziel zu führen.
Nur mit dem können sie im Desktopbereich ihre Marktanteile erhöhen und
so bekommen sie auch mehr Linux-Programmierer und auch Unterstützung in
anderen Bereichen die nichts direkt mit dem spielen zu tun haben.
Andreas S. schrieb:> Linux kommt da auf 15.66%, ohne Android bleiben 1.37% übrig.
Das hat auch einen großen Vorteil: Die Virenbastler habe keinen Anreiz,
sich mit Linux zu beschäftigen. (Die interssieren sich aber sehr für
Linux-Server.)
Mike J. schrieb:> Ich weiß nicht weshalb man nicht versucht einen Linux-Spiele-Rechner> oder eine Linux-Spiele-Distribution aggressiver ans Ziel zu führen.
SteamOS ist das was du suchst. Und ja, auch neben dir setzen viele die
Hoffnung darauf, dass dadurch einiges standardisiert wird.
Operator S. schrieb:> SteamOS ist das was du suchst. Und ja, auch neben dir setzen viele die> Hoffnung darauf, dass dadurch einiges standardisiert wird.
Nun ja, viele sehen sich in standardisierten Vorgaben auch eingeengt und
brechen dann auch schnell wieder aus.
Max D. schrieb im Beitrag #4142693:
> Troll oder Troll ???
Nein nix Troll! Ernsthaftes Interesse zwecks Ergründung realer
Hintergründe !!!
Kaum zu fassen, dass eine ganz normale und sinnvolle Frage von Banausen
hier 15fach als unlesenswert runtergevoted wird.
Ich denke, dass weitere Diskussionen keinen Sinn machen, da zu vielen
Personen hier der Tiefgang fehlt.
Mike J. schrieb:> Diese großen Windows-Nutzerzahlen hängen im wesentlichen nur mit drei> Dingen zusammen:> 1. dem vorinstallierten Windows auf jedem neuen PC> 2. die Verfügbarkeit von so ziemlich jedem Spieletitel> 3. den einheitlichen Systemeinstellungen und teilweise verkomplizierten> Dingen unter Linux
Punkt 3 geht Microsoft ja jetzt an, und hat zusätzlich zur
Systemsteuerung die PC-Einstellungen geschaffen.
Martin K. schrieb:> da zu vielen Personen hier der Tiefgang fehlt.
Das Ziel dieser Leute ist, DICH zu ärgen und wenn du dich darüber
aufregst, tust du ihnen den Gefallen mitzuteilen, dass es funktioniert
hat...
Martin K. schrieb:> Kaum zu fassen, dass eine ganz normale und sinnvolle Frage von Banausen> hier 15fach als unlesenswert runtergevoted wird.
Du hast hier ohne Quellenangabe
(falsche?) Behauptungen aufgestellt. Hättest du da z.B. auf einen
Artikel verwiesen "Laut ... verwenden.." wäre sei Beitrag nicht bei -15
>> Ich denke, dass weitere Diskussionen keinen Sinn machen, da zu vielen> Personen hier der Tiefgang fehlt.
Jo, das hast du schon mit dem Eingangspost bewiesen.
Sni T. schrieb:> Du hast hier ohne Quellenangabe> (falsche?) Behauptungen aufgestellt. Hättest du da z.B. auf einen> Artikel verwiesen "Laut ... verwenden.." wäre sei Beitrag nicht bei -15
Für die eigene Meinung muss man aber noch keine Quelle angeben - oder
muss man explizit darauf hinweisen, dass man eine eigene Meinung hat?
Ist die Meinung Dritter mehr Wert, weil man sie zitieren kann?
Da oben steht keine Meinung sondern eine Tatsachenbehauptung. Weiterhin
in einer Weise, die suggeriert, das sich der TE auf irgendwelche wie
auch immer erhobenen Daten stützt.
Die "eigene Meinung" des TEs fehlt hingegen völlig, keine Erwähnung des
eigenen Gedankenganges, nur (leicht suggestiv zu verstehende) Fragen in
einem kontroversen Themengebiet. Nicht gerade ideale Voraussetzungen für
eine ernsthafte Diskussion.
Ich fände es interessant, wie das Alter sich auf diese Diskussion
auswirk.
Wenn jemand wie ich, noch u18, mit Windows und Linux aufwächst, dann
sind die meisten Argumente von oben zumindest Teilweise falsch.
Ein Windows funktioniert nicht immer auf Anhieb, und selbst wenn es
läuft läuft es nicht immer lang (genaugenommen schreibe ich grad vom
meinem Handy, während ich meinen PC neu aufsetzte, weil mal wieder
schnarchlangsam).
Auf der anderen Seite geht bei Linux auch nicht alles ohne Probleme,
auch wieder ein Beispiel von mir:
Teurer PC von 2011 wurde mit einer GTX970 aufgerüstet (über
Sinnhaftigkeit streiten wir mal nicht). Danach wollte ich mal Linux
draufspielen, parallel zum Windows. Ganz nebenbei hat die Aktion mir
Mein windows-Benutzerprofil zerstört, aber wieder ein anderes Thema.
Jetzt dachte ich: Linux, wie immer Paketverwaltung, da gibts alle
Treiber. Denkste: neue Hardware, keine Treiber von da. Nur einen
Testtreiber gibts und die Installation war ungewöhnlich aufwändig. Weil
auf 800x600 auf einen von zwei monitoren zu arbeiten ist nicht so toll.
Also für beides habe ich negative Beispiele.
Jetzt kommt aber der Punkt:
Beides ist Gewohnheit
Ein Windows gewöhnt man sich genauso an wie ein Linux, allerdings liegen
die Schwerpunkte an anderen Stellen... Linux finde ich persönlich
mächtiger als Windows, es wäre (zumindest für mich) ein Windows-Ablöser,
wenn
- es Treiber so schnell geben würde wie bei Windows
- es mehr Software geben würde (zumindest die die ich nutzen will, es
gibt schon seeeehr viel. Aber vor allem Solid Edge fehlt mir, wine
reicht dafür nicht)
Andersrum wäre Windows mit einigen linux-features auch besser dran
- warum muss jedes ranz-Programm seinen eigenen Updater mit? Eine
zentrale Verwaltung wäre so viel besser... Damit fehlt Windows einfach
die Paketverwaltung.
Zurück zu meinem Anfangspunkt:
Ich kenne beide Parteien und kenne mich mit beidem gut aus. Trotzdem
ziehe ich (zur Zeit) keine Seite der anderen vor. Man muss das richtige
zur richtigen Zeit nutzen.
(Alle meine Erfahrungen beruhen auf Arch, Ubuntu, Mint , Xp und Windows
7)
Ich habe im letzten halben Jahr sechs oder sieben Distributionen (alle
Mainstream, 32- u. 64-bit) ausprobiert. Ich hab' mir wirklich Mühe
gegeben.
Alle bis auf eine stürzen mehr oder weniger ab, finden nach 3x
abschalten der Netzwerkfunktion das Home-Netzwerk nimmer, frieren ein
oder booten plötzlich neu. Das Startmenü von Linuxmint verursacht nach
dem Aufklappen in zwei Distris Pixelbrei. Ein Wald-und-Wiesen Drucker,
HP Laserjet 1005 lässt sich auf zwei getesteten Distris nicht
installieren; ich hab nach etlichen Stunden die Geduld verloren (bei den
anderen weiß ich's nicht). Hab zwei Distris mit Bluetooth-Audio Adapter
getestet: Wird auf beiden nicht gefunden.
Hinzu kommen die Linux-typischen Verschrobenheiten, zB, daß man die
Eigenschaften einer Datei innerhalb einer Anwendung nicht anschauen oder
ändern kann. Oder daß man einen Starter braucht um unter Ubuntu eine
Anwendung auf den Desktop zu legen. So ein Quatsch!
The List goes on and on and on.
Schlimmer geht's nimmer.
Das einzig Gute: Die USB-Funktionalität ist deutlich besser als unter
Windows.
Ehrlich: Ich kann dieses Geplärre der Linux-Kommunisten, nämlich daß
Microsoft an allem Böse dieser Welt schuld sei und Linux ohnehin das
bessere OS sei, nicht mehr hören.
Das Konstrukt "Desktop-Linux" funktioniert für Otto-Normalanwender
einfach nicht. Es hat vor zwanzig Jahren nicht gescheit funktioniert, es
funktioniert heute nicht ohne daß man immer wieder nachhelfen muß
(Zeitaufwand: Linux >> Win7) und es wird auch in zwanzig Jahren nicht
funktionieren, genausowenig wie der Sozialismus funktioniert von dem
Stallman träumt.
Joachim .. schrieb:> Alle bis auf eine stürzen mehr oder weniger ab, finden nach 3x> abschalten der Netzwerkfunktion das Home-Netzwerk nimmer, frieren ein> oder booten plötzlich neu.
Windows läuft auch nicht auf jeder Hardware...
> Hinzu kommen die Linux-typischen Verschrobenheiten, zB, daß man die> Eigenschaften einer Datei innerhalb einer Anwendung nicht anschauen oder> ändern kann.
In welcher Windows-Anwendung kann man die Eigenschaften einer Datei
ansehen und ändern? Im Explorer vielleicht...
Im Übrigen wären solche Funktionen nicht Sache des OS, sondern der
Anwendung - unter Linux, wie unter Windows...
> Oder daß man einen Starter braucht um unter Ubuntu eine> Anwendung auf den Desktop zu legen. So ein Quatsch!
Auch das ist keine Sache von Linux, sondern es jeweiligen GUIs.
> Geplärre der Linux-Kommunisten
...
> Ich hab' mir wirklich Mühe gegeben.
Du solltest unbedingt bei Windows bleiben, denn du bist offensichtlich
nicht (mehr) geistig flexibel genug, um dich in eine neue Umgebung
einzuarbeiten...
Joachim .. schrieb:> Das Konstrukt "Desktop-Linux" funktioniert für Otto-Normalanwender> einfach nicht.
Na und? Windows doch auch nicht. Es gibt keinen in meiner näheren
Bekanntschaft, der nicht einen neu gekauften Rechner innerhalb kurzer
Zeit zu mir brachte, oder mich zum Neuaufsetzen (nach Festplattencrash
z.B.) geholt hätte.
Das geht mit dem schon erwähnten Norten Essentials los, die nach 30
Tagen übelst nerven, oder der Word-Testversion, wo die Leute der festen
Überzeugung sind, daß sie das doch mitgekauft hätten. Da ich mich seit
Jahren weigere, Schwarzkopien zu installieren, mach ich dann halt
OpenOffice drauf.
Selbst einen Drucker installieren geht nicht. Was nicht am Einlegen der
CD liegt, sondern an so bescheuerten Sachen wie daß der drahtlose
Drucker einen Wifi-Accesspoint anbietet, auf den sich der Rechner zum
Drucken verbinden soll. Das macht der auch, vergißt dabei aber, daß er
sich fürs Internet mit dem Router verbinden soll. Also versucht Win7
Internet über den Drucker zu machen.
Oder daß Win zwar die Kamera am USB-Port erkennt, aber sobald man einen
anderen Port nutzt, die Einstellungen für "Bilder holen und in
Verzeichnis ablegen" vergessen hat und jedesmal neu nachfragt. Wie
bescheuert ist das den bitte, die Einstellungen an den Port zu binden?
Mit Win kommen die meisten - auch ich - doch nur soweit klar, weil sie
sich über Jahre an die ganzen Macken gewöhnt haben und ihre Arbeitsweise
darauf abgestimmt ist.
Uhu U. schrieb:> Windows läuft auch nicht auf jeder Hardware...
Ich wollte "Windows 7 64Bit" auf meinen Dell Laptop mit Centrino Core 2
Duo Prozessor (64 Bit) installieren und es ging einfach nicht.
Ich habe alles mögliche probiert. (AHCI-Treiber usw. gesucht)
XUbuntu 64Bit läuft darauf aber problemlos und auch alle Scanner und
W-Lan-Module laufen damit.
Es gibt aber Dinge die ich an Windows eindeutig besser finde.
Wenn ich unter Windows ein Programm starte und der Arbeitsspeicher voll
ist, dann wird mir gesagt dass das nicht mehr geht da der Speicher ja
voll ist.
Unter Linux habe ich mitbekommen dass ein Programmfeler meinen
Arbeitsspeicher gefüllt hat (AppArmor_notify hat mir meinen RAM
zugemüllt).
Beim ersten mal hab ich das nicht mitbekommen, deshalb wurde die
SWAP-Partition beschrieben nachdem der RAM voll war und alles ging
extrem langsam.
Ich konnte:
1. Meine Maus nicht richtig bewegen, sondern nur mit vielen Sekunden
Delay mal ein bisschen.
2. Ich konnte den Taskmanager nicht schnell aufrufen, unter Windows ist
das ein STRG + ALT + ENTF !
3. Als ich den Taskmanager dann offen hatte war dessen Priorität sehr
gering, so dass ich das zu schließende Programm nicht beenden/killen
konnte.
Ja, man kann natürlich mit STRG + ALT + F1 in in die Konsole, danach ps
-A und sich die Prozesse anzuschauen und einen dann mit Kill beenden.
Das sind so ganz primäre Dinge die einfach funktionieren müssen und
eigentlich recht einfach umzusetzen sind,, aber die Leute welche die
Distributionen herstellen haben alle ihren eigenen grafischen
Taskmanager der dummer weise eine Priorität wie jedes andere
Anwendungsprogramm hat.
Das ist aber schon recht lästig.
Der entsprechenden Taskmanager muss jederzeit nutzbar sein und er muss
eine möglichst hohe Priorität haben.
In meinem Fall ging echt alles so träge und schleppend dass der PC
eingefrohren war.
Ich weiß nicht ob der Speicher noch irgendwie frei geräumt wird oder
einfach ein blockierendes Programm vom System beendet werden würde.
Ich saß da ja schon 10 Minuten ohne dass ich real auf das System
zugreifen konnte.
Selbst STRG + ALT + F1 bis F6 waren extrem träge und das System hat
leider viel Arbeit damit vergeudet Daten in die SWAP-Partition zu
schaufeln.
Meine SWAP-Partition ist im Normalfall immer leer da ich solch einen
langsamen Fake-Arbeitsspeicher eh nicht gebrauchen kann.
Mike J. schrieb:> 3. Als ich den Taskmanager dann offen hatte war dessen Priorität sehr> gering, so dass ich das zu schließende Programm nicht beenden/killen> konnte.
Du meinst den System Monitor? Der ist sehr rechenintensiv und wenn es
sowieso schon knapp ist, dann wird das nichts und erhöhte Priorität
würde das System ganz tot machen.
Es gibt aber zeichenbasierten Ersatz, z.B. top. Damit bekommt man die
laufenden Prozesse ohne große Last angezeigt und kann dann über eine
zweite Konsole die Übeltäter killen.
Die Schwierigkeiten von Linux auf Enduser-Systemen sind leider nicht
wegzudiskutieren, allerdings treffen sie eigentlich nur die, die einfach
einen "PC für Windows" gekauft haben. Ich mache jetzt seit 20 Jahren mit
Linux rum, normale PCs und unzählige embedded Systeme. Habe die PCs
(vermutlich >30) immer selbst zusammengebaut. Also normale MBs der
üblichen Verdächtigen (Asus, Gigabyte, ...), Speicher etc. Es gab nie
irgendein Problem mit der Stabilität von Linux, alles ohne Rumgezicke.
Und dann habe ich neulich im Elektromarkt einen simplen HP Pavillion für
500EUR oder so gekauft, Windows natürlich dabei, das läuft auch stabil.
Die HW schaut ganz normal aus, aber Linux geht auf dem Ding einfach
nicht. Die Installation läuft durch, aber dann friert es kurz nach dem
Booten immer ein, egal was man macht (acpi, console-only, andere
Kernels...). Habs dann aufgegeben, ich bin nicht dahintergekommen, was
das sein könnte. Was soll dann erst ein Linux-Anfänger machen?
Georg A. schrieb:> Also normale MBs der> üblichen Verdächtigen (Asus, Gigabyte, ...), Speicher etc.
Also ich kaufe keine FujitsuSiemens-PCs mehr mit verhunzten MSI-Boards.
Dann lieber gleich ein richtiges MSI-Board, dafür bekommt man dann auch
neue Bios-Versionen ... was bei meinem FujitsuSiment-PC nicht der Fall
war, für dem gab es genau eine einzige Bios-Version.
Das beschnittene MSI-Board hatte auch ein ganz anderes Bios drauf.
Klar dass solche Exoten-Boards nicht unterstützt werden.
Ich hatte auch erst Angst meinen PC selbst zusammen zu bauen, aber man
muss die Teile ja nur zusammenstecken und zum Schluss hat man dann eben
seinen Persönlichen Computer :-)
Ich finde es aufregend wenn man sich die ganzen Mainboards anschaut und
sich dann darüber informiert, teilweise auch in Foren, man liest sich
Testberichte durch, schaut sich auf youtube Auspack-Videos an ... das
ist ein kleines Erlebnis welches ich nicht missen möchte und mir nicht
nehmen lassen will.
Timm T. schrieb:> daß der drahtlose> Drucker einen Wifi-Accesspoint anbietet, auf den sich der Rechner zum> Drucken verbinden soll.
Um welchen Drucker handelt es sich?
Mike J. schrieb:> Es gibt aber Dinge die ich an Windows eindeutig besser finde.>> Wenn ich unter Windows ein Programm starte und der Arbeitsspeicher> voll ist, dann wird mir gesagt dass das nicht mehr geht da der> Speicher ja voll ist.
Die Windows-Versionen 1.x und 2.x, unter denen das so war, sind aber
"schon etwas aus der Mode"! Das, was unter Linux Swapspace heißt, heißt
unter Windows Auslagerungsdatei (eingeführt 1990 mit Windows 3.0). Es
ist "das gleiche in grün"!
Übrigens kann auch Linux in Dateien im Dateisystem statt auf eine
spezielle Swappartition swappen, es ist nur langsamer und man muß die
Größe im Voraus festlegen.
> Unter Linux habe ich mitbekommen dass ein Programmfeler meinen> Arbeitsspeicher gefüllt hat (AppArmor_notify hat mir meinen RAM> zugemüllt).> Beim ersten mal hab ich das nicht mitbekommen, deshalb wurde die> SWAP-Partition beschrieben nachdem der RAM voll war und alles ging> extrem langsam.
Das kann unter Windows alles in der gleichen Art passieren. Es
resultiert daraus, daß die Festplatte pi mal Daumen um einen mindestens
vierstelligen Faktor langsamer als der Arbeitsspeicher ist und auch noch
eine hohe Zugriffszeit bei nicht zusammenhängenden zugriffen hat.
Die Zugriffszeit der Festplatte ist dabei nach meiner Erfahrung
eindeutig ein begrenzender Faktor!
Mit der Einführung von SSDs hat sich das Thema leicht entschärft.
> Das sind so ganz primäre Dinge die einfach funktionieren müssen und> eigentlich recht einfach umzusetzen sind,, aber die Leute welche die> Distributionen herstellen haben alle ihren eigenen grafischen> Taskmanager der dummer weise eine Priorität wie jedes andere> Anwendungsprogramm hat.
Das ist in der Tat eine Schwachstelle, die man verbessern könnte.
Allerdings kann es auch unter Windows passieren, daß man den Taskmanager
nicht mehr geöffnet oder bedient bekommt.
> Meine SWAP-Partition ist im Normalfall immer leer da ich solch einen> langsamen Fake-Arbeitsspeicher eh nicht gebrauchen kann.
Das ist alles andere als Fake-Arbeitsspeicher, denn es kann durchaus
vorkommen, daß ein Programm größere Datenmengen läd und dann längere
Zeit nicht mehr anfaßt, sodaß die Daten bei Bedarf ohne Nachteile
herausgewappt werden können.
Zum Beispiel habe ich im Webbrowser manchmal bis zu um die 100 Tabs
offen, wenn ich mich abwechselnd mit verschiedenen Themen beschäftige,
was zu einer Prozeßgröße im Bereich mehrerer Gigabytes führen kann.
Unzählige andere Beispiele lassen sich ebenfalls finden.
Ein Bekannter von mir dubbelt seit 20 Jahren mit Linux rum (ein
eisenharter Linuxer, Hehe!) und schreibt auch ab und zu mal ein paar
Zeilen Code. Als 2007 der große Hype ums Entwickeln von Software für das
IPhone war, dachte dieser, er könnte da aufspringen, schließlich hab er
ja Erfahrung in der SW-Entwicklung unter Linux.
Der Bursche hat zwei Anwendungen geschrieben:
Die erste App wurde abgelehnt weil sie schlecht progtrammiert war (weiß
den Grund nimmer, zu viel Strom, Speicherleck, oder was auch immer).
Die zweite wurde abgelehnt weil sie O-Ton Apple: den Benutzer verwirrt.
Fazit:
Wenn's für Apple nicht reicht, dann reicht's wenigstens noch für Linux.
kicher
Das für mich größte Problem unter Linux: Es gibt keinerlei
Qualitäts-Sicherung. Misra? Nie gehört! Speicherschutz unter der
Uralt-Sprache C? Ach was, Speicherschutz ist was für Weicheier.
Für mich ist's aus eigener Erfahrung nach wie vor ein OS das in den
Schrott-Container gehört. Von Hobby-Sozialisten für Hobby-Sozialisten.
Alles funktioniert nur halb, die Kiste friert einfach so ein, der
Grafikspeicher wird korrumpiert, das Home-Netzwerk verschwindet einfach
so. Probleme, die Microsoft schon vor 20 Jahren gelöst hat, hat Linux
heute immer noch.
Es hat seinen Grund, warum von meinem Bekanntenkreis alle, denen ich
über die Jahre hin und wieder wieder eine Live-Version in die Hände
gedrückt habe, zu Windows zurückgekehrt sind. ALLE.
Joachim .. schrieb:> Fazit:> Wenn's für Apple nicht reicht, dann reicht's wenigstens noch für Linux.> kicher
Ich kann auch einen Porsche bedienen, wenn ich jetzt aber in 5 Minuten
eine Skizze für ein Auto male und die als Konstruktionszeichnung an Opel
weitergebe, dürfte das auch nicht gefertigt werden.
Wenn's für Opel nicht reicht, dann reichts wenigstens noch für Porsche?
Beeindruckende Logik..
Joachim .. schrieb:> Für mich ist's aus eigener Erfahrung nach wie vor ein OS das in den> Schrott-Container gehört. Von Hobby-Sozialisten für Hobby-Sozialisten.> Alles funktioniert nur halb, die Kiste friert einfach so ein, der> Grafikspeicher wird korrumpiert, das Home-Netzwerk verschwindet einfach> so. Probleme, die Microsoft schon vor 20 Jahren gelöst hat, hat Linux> heute immer noch.
Ja, darum wird Unixartiges auch auf nahezu allen Servern verwendet (auch
von Microsoft)? Ebenso gibt es professionelle Designsoftware im
sechsstelligem Eurobereich pa, die nur unter Linux läuft.
Ich könnte jetzt anfangen, alle Probleme die ich mit Windows habe
aufzuzählen, aber deiner krassen Erfahrung wird das sicher nichts
entgegensetzen.
Thomas D. schrieb:> Windows und Apple ist einfach ein besseres System.
Ein einfaches Weltbild war ja noch immer richtig ;-)
Achja, du weist worauf OS X basiert? Tipp; nein, es ist nicht Windows..
Sni T. schrieb:> Ja, darum wird Unixartiges auch auf nahezu allen Servern verwendet
Definiere "auf nahezu allen Servern"? Es trifft zu auf Web- und
Mailserver, ja. Es trifft nicht zu auf Server im Intranet
(Domänencontroller, Fileserver, Anwendungsserver). Und zwar aus
ähnlichen Gründen, weshalb es auf dem Desktop kaum Verbreitung findet.
Unüberschaubarer Wust aus Distris und Versionen, miserable
Administrierbarkeit, miserable Dokumentation.
Joachim .. schrieb:> Das für mich größte Problem unter Linux: Es gibt keinerlei> Qualitäts-Sicherung. Misra? Nie gehört! Speicherschutz unter der> Uralt-Sprache C? Ach was, Speicherschutz ist was für Weicheier.
So ziemlich alle Betriebssystemkerne sind in der "Uralt-Sprache C" (plus
etwas Assembler) geschrieben, auch bei Windows und Mac OS X.
Ungeachtet dessen bin ich durchaus der Meinung, daß C im Prinzip seit
Jahrzehnten auf den Schrott gehört, denn u. a. Niklaus Wirth, Xerox
(Programmiersprache Mesa) und einige kommerzielle Compilerhersteller
haben schon seit über 30 Jahren hinreichend bewiesen, daß man auch in
moderneren, weniger fehleranfälligen Sprachen Systemprogrammierung
betreiben kann, ohne daraus irgendwelche Nachteile zu haben. Das
schreibe ich als jemand, der etwas Ahnung von Programmiersprachen und
Compilern hat, schon eine Anzahl von Programmiersprachen im
zweistelligen Bereich nicht mit einer 1 vorne benutzt hat und seine
Brötchen gelegentlich auch mit C-Programmierung verdient.
Das Hauptproblem ist, daß 90% der Entwickler, die mit C und der
verschlimmbesserten Version C++ programmieren, mit der Sprache
überfordert sind und auch der Rest mit moderneren Sprachen um ein
Vielfaches produktiver wäre. Selbst den Besten passieren peinliche
Fehler, die die Ursache eines Großteils der Computer-Sicherheitsprobleme
der letzten Jahrzehnte sind. C++, das leider viele unlösbare C-Altlasten
hat, hat erst in den letzten Jahren Erweiterungen bekommen, die noch
nicht von allen Compilern unterstützt werden und es von einigen
wichtigen Abstraktionsmitteln her auf einen ähnlichen Stand bringen wie
den, auf dem z. B. Delphi (Object Pascal) schon 20 Jahre früher war.
> Für mich ist's aus eigener Erfahrung nach wie vor ein OS das in den> Schrott-Container gehört. Von Hobby-Sozialisten für Hobby-Sozialisten.> Alles funktioniert nur halb, die Kiste friert einfach so ein, der> Grafikspeicher wird korrumpiert, das Home-Netzwerk verschwindet> einfach so. Probleme, die Microsoft schon vor 20 Jahren gelöst hat,> hat Linux heute immer noch.
Welche denn?
Es gibt zwar gelegentlich Probleme mit Treibern, aber das gilt auch für
Windows und andere Systeme. Eher finde ich es erschreckend und
kennzeichnend für die kommerzielle Softwareindustrie, daß sich das
ehemalige "Bastler-Betriebssystem" Linux für viele Einsatzbereiche gegen
kommerzielle Betriebssysteme durchgesetzt und viele vom Markt verdrängt
hat.
> Es hat seinen Grund, warum von meinem Bekanntenkreis alle, denen ich> über die Jahre hin und wieder wieder eine Live-Version in die Hände> gedrückt habe, zu Windows zurückgekehrt sind. ALLE.
Das kann ich für mich nicht betätigen. In meinem Bekanntenkreis gibt es
sogar einen nicht besonders technikaffinen "normalen User", der alles
unter Linux macht, von einer selten benutzten Multimedia-Software
abgesehen, die er nur für Windows hat. Und im Serverbereich kenne ich
niemanden, der noch Windows benutzt, es sei denn, zur "Pflege von
Altlasten" oder weil er sowieso eine reine MS-Umgebung hat.
Ich muß ehrlich sagen, daß ich den Starter dieses Threads für einen
Troll gehalten hätte, der nur provozieren möchte, wenn er nicht auch
schon eine Reihe von anderen, "normalen" Beiträgen geschrieben hätte.
Matthias H. schrieb:> (plus etwas Assembler)
Das war mal. Windows 9x hatte noch ASM-Teile und das war auch ein Grund,
die Gurke endlich in die Tonne zu kloppen.
Uhu U. schrieb:> Matthias H. schrieb:>> (plus etwas Assembler)>> Das war mal. Windows 9x hatte noch ASM-Teile und das war auch ein Grund,> die Gurke endlich in die Tonne zu kloppen.
Ich bezweifle, daß es möglich ist, ein Betriebssystem ohne
Assembleranteile zu schreiben (ggf. Inline-Assembler in Hochsprachen),
da ein Betriebssystem spezielle Maschinenbefehle zur Speicher- und
Prozeßverwaltung benötigt, die der Compiler normalerweise nicht erzeugen
wird. Du kannst zum Beispiel mal in den Sourcecode des Linux-Kernels
hereinschauen und wirst da plattformspezifischen Assemblercode finden.
Gegen Assembler als Programmiersprache ist, abgesehen von der mangelnden
Portabilität und Wartbarkeit, im Prinzip nicht das Geringste
einzuwenden, wenn man es davon absieht, daß bei neueren
CPU-Architekturen der letzten Jahrzehnte ein Assemblerprogrammierer
schon sehr genau wissen muß, was er tut, um besseren Code als ein
optimierender Hochsprachencompiler zu erzeugen. In extremen
Spezialfällen könnte es auch heute noch zur Optimierung von
Programmteilen in Anwendungsprogrammen sinnvoll sein.
Linux als PC Desktop ist auf dem Rückmarsch, weil der PC für
Internet/Mediennutzung und 0-8-15 Aufgaben auf dem Rückmarsch ist. Und
ist bei Embedded auf dem Vormarsch, weils kostenlos nutzbar und
Industriestandard geworden ist. Nur nutzt der (Privat)anwender dort
nicht mehr Linux an sich, sondern eben nur noch die darauf basierend zur
Verfügung gestellte Spezialfunktionalität.
Matthias H. schrieb:> Gegen Assembler als Programmiersprache ist, abgesehen von der mangelnden> Portabilität und Wartbarkeit, im Prinzip nicht das Geringste> einzuwenden, wenn man es davon absieht, daß bei neueren> CPU-Architekturen der letzten Jahrzehnte ein Assemblerprogrammierer> schon sehr genau wissen muß, was er tut, um besseren Code als ein> optimierender Hochsprachencompiler zu erzeugen.
Deshalb ist dort auch kaum noch Assembler angebracht, nicht zuletzt
wegen der ohnehin zur Verfügung stehenden Leistung. Ganz anders sieht
das allerdings bei den nach wie vor aktuellen 8-Bittern aus.
Dennis S. schrieb:> Linux als PC Desktop ist auf dem Rückmarsch, weil der PC für> Internet/Mediennutzung und 0-8-15 Aufgaben auf dem Rückmarsch ist.
Es war am Ursprung dieser Diskussion keineswegs die Runde von "PC
Desktop"!
> Und ist bei Embedded auf dem Vormarsch, weils kostenlos nutzbar und> Industriestandard geworden ist. Nur nutzt der (Privat)anwender dort> nicht mehr Linux an sich, sondern eben nur noch die darauf basierend> zur Verfügung gestellte Spezialfunktionalität.
Es gibt so etwas wie "Linux an sich" nicht. Linux ist nur ein
Betriebssystemkern, der alleine völlig nutzlos ist und eine Linux-
Distribution ist das Betriebssystem. Die Zahl der
Embedded-Linux-Systeme dürfte mittlerweile die der Desktop-Systeme um
ein Vielfaches übersteigen. DSL-Router, Smartphones, E-Book-Reader, ...,
..., ...
> Deshalb ist dort auch kaum noch Assembler angebracht, nicht zuletzt> wegen der ohnehin zur Verfügung stehenden Leistung.
Erstens ist "kaum noch" etwas anderes als "nicht mehr", wie z. B. einer
der Vorposter bzgl. Windows behauptet hat.
Zweitens werden die Rechner niemals so schnell werden, daß schlechter
Code uneingeschränkt toleriert werden kann und nicht unter speziellen
Umständen Optimierungen sinnvoll sind, die ein Compiler nicht
hinbekommt, auch wenn das weniger wird.
> Ganz anders sieht> das allerdings bei den nach wie vor aktuellen 8-Bittern aus.
Allerdings ist es schon bezeichnend, daß ein Raspberry Pi mit einer
relativ "großen" CPU, der ein "richtiges" Betriebssystem fahren kann,
mittlerweile oft günstiger angeboten werden kann als z. B. ein Arduino.
Und auch auf Mikrocontrollern werden mittlerweile zur Programmierung
üblicherweise Hochsprachen eingesetzt.
Es wird auf einen überschaubaren Zeitraum immer Anwendungen geben, wo
"kleine" Mikrocontroller und Assembler ihren Platz haben, vor allem
wegen niedrigem Energieverbrauch, extrem niedrigen Kosten oder extremen
Echtzeitanforderungen, zum Teil auch wegen Verifizierbarkeit des Codes,
allerdings wird es immer weniger werden.
Icke ®. schrieb:> Definiere "auf nahezu allen Servern"? Es trifft zu auf Web- und> Mailserver, ja. Es trifft nicht zu auf Server im Intranet> (Domänencontroller, Fileserver, Anwendungsserver).
Kenne ich jetzt genau anders rum, also vor allem auch die Server im
intranet auf Unixbasis. Gerade bei Fileservern sind dann auch modernere
Dateisysteme von Vorteil.
Ob ein System "leicht zu administrieren" ist, hängt sicher von dem Admin
ab. Wenn der keine Ahnung von Windows hat, wird der Linux leichter
administrieren können.
Sni T. schrieb:> Kenne ich jetzt genau anders rum, also vor allem auch die Server im> intranet auf Unixbasis.
Was läuft dort auf den Clients, auch unixartiges? Ein Netzwerk aus
Windows-Rechnern würde ich jedenfalls ums Verrecken nicht mit einem
Unixserver verwalten wollen. Das machen nur Admins, die dem devoten Teil
der SM-Fraktion angehören ;-)
> Gerade bei Fileservern sind dann auch modernere> Dateisysteme von Vorteil.
NTFS ist zwar alt, aber von jeher für große Volumes ausgelegt und hat
eine wesentlich komfortablere Rechteverwaltung als die Unixkollegen. Daß
es zum alten Eisen gehört, würde ich nicht sagen.
Icke ®. schrieb:> komfortablere Rechteverwaltung als die Unixkollegen
„komfortabler“? Ich würde es eher als „feiner abgestuft“ sehen,
ansonsten aber reichlich disjunkt, also in keiner der beiden
Richtungen 1:1 abbildbar, wie dir die Kollegen von NetApp vermutlich
gern bestätigen werden. Daher muss man bei einer NetApp immer eins
der beiden Rechtemodelle als das primäre für ein Volume festlegen,
Clients aus dem jeweils anderen Bereich werden dann nur als “best
fit” abgebildet.
Aber auch dieses „feiner abgestuft“ nur, wenn du ZFS und NFSv4 nicht
kennst. ;-) ZFS ist aber in der Tat nicht gerade die größte Domäne von
Linux.
Modern war jetzt nicht aufs Alter bezogen, NTFS heute ist ja auch um
einiges weiter, als bei der Einführung. Ersetze "modern" also durch
"besser" ;-) ZFS ist jetzt z.B. 10 Jahre alt, aber deutlich überlegen.
Das was du in der Unixwelt mit brtfs und zfs bekommst, ist um einiges
weiter als NTFS, speziell wenn es um Datensicherheit und grosse Mengen
an Daten geht.
Jörg W. schrieb:> Clients aus dem jeweils anderen Bereich werden dann nur als “best> fit” abgebildet.
Ich weiß, das Problem besteht bei allen NAS-Laufwerken auf Linuxbasis.
> wenn du ZFS und NFSv4 nicht kennst.
Damit habe ich mich in der Tat noch nicht beschäftigt. Hatte bisher auch
keine Veranlassung dazu.
Sni T. schrieb:> Das was du in der Unixwelt mit brtfs und zfs bekommst, ist um einiges> weiter als NTFS, speziell wenn es um Datensicherheit und grosse Mengen> an Daten geht.
Wenn die Datenmengen weiter mit soclh rasantem Tempo anwachsen, könnte
NTFS tatsächlich an seine Grenzen stoßen. Es ist wirklich abartig,
welche digitalen Berge sich selbst in verhältnismäßig kleinen Buden
ansammeln. Dennoch scheitert eine heterogene Netzwerkstruktur an den
o.g. Unterschieden bei der Rechteverwaltung.
Joachim .. schrieb:> Ich habe im letzten halben Jahr sechs oder sieben Distributionen (alle> Mainstream, 32- u. 64-bit) ausprobiert. Ich hab' mir wirklich Mühe> gegeben.
[..]
>> Ehrlich: Ich kann dieses Geplärre der Linux-Kommunisten, nämlich daß> Microsoft an allem Böse dieser Welt schuld sei und Linux ohnehin das> bessere OS sei, nicht mehr hören.> Das Konstrukt "Desktop-Linux" funktioniert für Otto-Normalanwender> einfach nicht. Es hat vor zwanzig Jahren nicht gescheit funktioniert, es> funktioniert heute nicht ohne daß man immer wieder nachhelfen muß> (Zeitaufwand: Linux >> Win7) und es wird auch in zwanzig Jahren nicht> funktionieren, genausowenig wie der Sozialismus funktioniert von dem> Stallman träumt.
Du bist nicht Otto Normalanwender sondern bringst offensichtlich nicht
den Normaldurchschnitt an Intelligenz mit, wie sonst erklärst Du Dir das
Andere damit zurecht kommen, hältst Du diese Leute für
überdurchschnittlich intelligent? Bist Du vom Pech verfolgt, oder hast
Du Dir eher keine Mühe gegeben? Vielleicht liegts auch daran dass Du
immer versuchst irgend ein Linux auf einer ausgeleierten Schrottmöhre
laufen zu lassen?
Gruß,
Holm
Matthias H. schrieb:> Uhu U. schrieb:>> Matthias H. schrieb:>>> (plus etwas Assembler)
[..]
>> Gegen Assembler als Programmiersprache ist, abgesehen von der mangelnden> Portabilität und Wartbarkeit, im Prinzip nicht das Geringste> einzuwenden, wenn man es davon absieht, daß bei neueren> CPU-Architekturen der letzten Jahrzehnte ein Assemblerprogrammierer> schon sehr genau wissen muß, was er tut, um besseren Code als ein> optimierender Hochsprachencompiler zu erzeugen. In extremen> Spezialfällen könnte es auch heute noch zur Optimierung von> Programmteilen in Anwendungsprogrammen sinnvoll sein.
Die Argumentation ist an und für sich Unfug.
Es gibt keinen Compiler ohne Assemblerquellen, bei keiner
Programmiersprache..basta.
Diese ganze Diskussion welche Programmiersprache die bessere sei ist
Nonsense. man kann Spaghetti Code in jeder Sprache schreiben.
Andererseits ist C so eine Art effizienter Assembler mit
Macrosprachanteilen.
Über die Zeit ändern sich die Ansichten der Fachpresse was denn so "in"
ist, Pascal/Modula war mal ganz dicke da, da war C noch bäh und und
Unixe eher selten und teuer. Dann kam Inmos mit den Transputern und
Occam war eine feine Sache, gleichzeitig dümpelte Prolog vor sich hin
weil KI ja das Ding der Zukunft sei, ich habe mir sagen lassen das die
Sprache gut ist wenn man heraus bekommen will wer sein Großonkel ist..
dann C++ und Java bei denen ich anmerke das Microsofts Bestrebungen
immer dahin gingen diese Sprachstandards zu verwässern..
Was es aber immer noch gibt ist "einfaches" C, mittlerweile als Ansi C
standardisiert und keine (ausreichend komplexe) Architektur kommt ohne
Sprachunterstützung für C.
Seit Web haben interpretierte Scriptsprachen an Bedeutung gewonnen..
jedem Tierchen sein Plaisierchen..
Anmerken möchte ich noch das die Computerwoche IMHO deswegen
verschwunden ist weil da in jeder Ausgabe zu lesen war das Unix nun
endgültig tot sei.
Gruß,
Holm
Icke ®. schrieb:> Ich weiß, das Problem besteht bei allen NAS-Laufwerken auf Linuxbasis.
NetApp ist da weiter, sie können intern beide Rechteverwaltungen,
aber du musst eben pro Volume eine als primär erklären.
[ZFS]
> Hatte bisher auch keine Veranlassung dazu.
Kann man natürlich immer so für sich definieren. :) Als ich meine
letzte neue Blechbüchse bekommen habe, die nun mit 32 GiB RAM daher
kommt, und FreeBSD mittlerweile eine native installation auf ZFS
anbietet, war für mich die letzte innere Ausrede entfallen, kein
ZFS zu benutzen. ;-) Ich benutze gewiss noch lange nicht alle
Features davon, aber allein das Volume Management und die Snapshots
waren es auf jeden Fall Wert. Volume Management hatte ich vorher
auch schon, aber mit ZFS ist es einfach rund. Snapshots hatte ich
auch schon mal unter UFS früher, das hatte damals aber doch noch
paar Bugs, weshalb ich es dann wieder abgeschaltet hatte. Im ZFS
ist nun auch das rund, und es profitiert natürlich vom integrierten
Volume Management, denn der temporäre Mehrverbrauch wirkt sich ja
nicht auf das einzelne Dateisystem aus, sondern nur noch auf den
kompletten Pool. Last not least muss man sich wohl über maximale
Datenträger- und Dateigrößen für die nächsten 10 Jahre erstmal keine
Gedanken mehr machen. ;-)
Ach so, ja, back to topic, NFSv4 ACLs habe ich da auch schon mal
gelegentlich genutzt, wo nötig. Die sind sehr viel feiner granular
als sowohl POSIX.1e als auch NTFS ACLs.
Jörg W. schrieb:> aber mit ZFS ist es einfach rund
Wird unter Windows nicht unterstützt und ist somit weder für mich, noch
in von mir betreuten Umgebungen eine Alternative.
> Snapshots hatte ich auch schon mal unter UFS früher
Gibts es unter Windows in Form der Schattenkopien schon recht lange und
ist seit Generation Vista auch für Bare Metal Sicherungen verwendbar.
Holm T. schrieb:>> Gegen Assembler als Programmiersprache ist, abgesehen von der mangelnden>> Portabilität und Wartbarkeit, im Prinzip nicht das Geringste>> einzuwenden, wenn man es davon absieht, daß bei neueren>> CPU-Architekturen der letzten Jahrzehnte ein Assemblerprogrammierer>> schon sehr genau wissen muß, was er tut, um besseren Code als ein>> optimierender Hochsprachencompiler zu erzeugen. In extremen>> Spezialfällen könnte es auch heute noch zur Optimierung von>> Programmteilen in Anwendungsprogrammen sinnvoll sein.>> Die Argumentation ist an und für sich Unfug.> Es gibt keinen Compiler ohne Assemblerquellen, bei keiner> Programmiersprache..basta.
Das tut mir ja echt leid für Dich, aber das ist einfach Unsinn. Ein
Compiler erzeugt aus einem Programm in einer formalen Sprache, der
Quellsprache, ein Programm in einer anderen formalen Sprache, der
Zielsprache. Genau das ist die Definition eines Compilers. In der Regel
erzeugt er dabei aus einem Quellcode Masschinencode. Dabei ist nicht
zwangsläufig der Zwischenschritt Assemblersprache notwendig und wird
auch bei modernen Compilern bestenfalls noch optional für Analysezwecke
erzeugt. Tatsächlich ist ein Assembler auch nichts anderes als ein
einfacher Compiler.
Daß Compiler früher auf vielen Plattformen, z. B. frühen UNIX-Systemen,
mit dem Zwischenschritt Assemblersprache gearbeitet haben, hat zwei
Gründe:
- Die UNIX-Philosophie, daß ein Tool genau einen Zweck ausführen soll
und man die vorhandene Funktionalität benutzt und darauf aufbaut, aber
keine redundante Funktionalität baut. Darum hat man den vorhandenen
Assembler benutzt.
- Früher hat man Compiler in zahlreiche Phasen unterteilt, die separate
Programme waren, um den Speicherplatzverbrauch zu reduzieren. Ein
monolithischer Compiler hätte oft nicht in den Speicher gepaßt.
Natürlich gibt es bei Compilern aus technischen Gründen intern immer
noch verschiedene Phasen.
> Diese ganze Diskussion welche Programmiersprache die bessere sei ist> Nonsense.
Das ist sie ganz bestimmt nicht. Klar kann man ein Gebäude auch mit
Hammer, Meißel und Flaschenzug errichten wie im Altertum oder
Mittelalter, aber Du wirst mir zustimmen müssen, daß es heute
effizientere Verfahren gibt.
Verschiedene Programmiersprachen unterscheiden sich sehr stark darin,
wieviel Aufwand nötig ist, um etwas Bestimmtes zu erreichen, wie
fehleranfällig sie sind und wie gut die Programme wartbar sind.
Wer zum Beispiel heute noch ein neues Projekt in C startet, sollte schon
sehr spezielle Gründe dafür haben. Selbst auf Mikrocontrollern ist heute
C++ möglich, siehe z. B. Arduino uva.
> Über die Zeit ändern sich die Ansichten der Fachpresse was denn so> "in" ist, Pascal/Modula war mal ganz dicke da, da war C noch bäh> und und Unixe eher selten und teuer.
C hat durch den ANSI-Standard und weitere neuere Sprachstandards stark
gewonnen, davor muß C-Programmierung wirklich Real-Life-Minesweeeper
gewesen sein ;-) . Es sind aber immer noch mehr als genügend
Möglichkeiten, sich ins Knie zu schießen, übrig.
> Dann kam Inmos mit den Transputern und> Occam war eine feine Sache, gleichzeitig dümpelte Prolog vor sich hin> weil KI ja das Ding der Zukunft sei, ich habe mir sagen lassen das die> Sprache gut ist wenn man heraus bekommen will wer sein Großonkel ist..
Die Leute, die Prolog für die Lösung aller Probleme gehalten haben,
offenbarten damit nur Unverständnis, was Prolog eigentlich ist, nämlich
im Kern eine komfortable Möglichkeit, eine Suche in Daten mit dem
Backtracking-Algorithmus durchzuführen.
Wenn man sich anschaut, wieviel Aufwand man in Programmiersprachen wie C
treiben muß, um das gleiche zu machen und wie schnell man in Prolog
erstaunliche Ergebnisse erzielen kann, dann ist die Euphorie durchaus
verständlich. Allerdings ist sie teilweise unangemessen, weil der
Algorithmus bei großen Datenmengen genauso schnell in die Knie geht, wie
man von diesem Algorithmus nach O-Kalkül erwarten kann, was jeder mit
Grundkenntnissen in Theoretischer Informatik weiß.
Immerhin scheint es Prolog-basierte Expertensysteme noch als
Nischenlösungen zu geben.
> dann C++ und Java bei denen ich anmerke das Microsofts Bestrebungen> immer dahin gingen diese Sprachstandards zu verwässern..
Allerdings!
Und dazu herrscht in der C-Welt eine lange Tradition des "not invented
here", daß man sich weigert, mal über den Tellerrand zu schauen und
lieber das Rad neu (und meistens schlecht) neu erfindet. Auch Java hat
viele C-Altlasten, angefangen bei der Syntax, und die Java-Erfinder
haben Jahre gebracht, um zuzugeben, daß das Design von Java stark von
Niklaus Wirth mit Systemen wie Oberon beeinflußt war.
Bei C# natürlich in ähnlicher Weise, nur daß man durchaus einiges aus
den Fehlern von Java gelernt hat (oder es von Anfang an besser gewußt
hat, Anders Hejlsberg war der Vater von Turbo Pascal und Delphi).
Icke ®. schrieb:> Ich weiß, das Problem besteht bei allen NAS-Laufwerken auf Linuxbasis.
Unter NAS verstehe ich etwas anderes, nämlich z.B. einen iSCSI-Server.
Dann ist es vollkommen schnuppe, welches Betriebssystem und welches
Filesystem benutzt wird und was die Rechteverwaltung kann oder nicht
kann. Das Client-Betriebssystem kann dann seine nativen Möglichkeiten
voll ausschöpfen - egal, ob es Windows oder Linux ist. Denn es sieht die
Ressource im Netz als native Festplatte.
Die Einrichtung eines iSCSI-Servers unter Linux ist ziemlich einfach.
Anleitungen findet man im Netz zuhauf. Da der Protokoll-Overhead sehr
gering ist (kein FTP, SMB o.ä), sind solche iSCSI-Geräte bei
entsprechender Ausstattung sehr sehr flott.
Die iSCSI-Server können gleichzeitig mehrere Ressourcen für mehrere
Clients bereitstellen. Ein File-Sharing einer Ressource für mehrere
Clients ist jedoch nicht so einfach möglich - ausser einer der Clients
spielt den Fileserver ;-)
Auf jeden Fall stimmt Deine Aussage
> Ich weiß, das Problem besteht bei allen NAS-Laufwerken auf Linuxbasis.
so pauschal jedenfalls nicht.
Matthias H. schrieb:> Holm T. schrieb:>>> Gegen Assembler als Programmiersprache ist, abgesehen von der mangelnden>>> Portabilität und Wartbarkeit, im Prinzip nicht das Geringste>>> einzuwenden, wenn man es davon absieht, daß bei neueren>>> CPU-Architekturen der letzten Jahrzehnte ein Assemblerprogrammierer>>> schon sehr genau wissen muß, was er tut, um besseren Code als ein>>> optimierender Hochsprachencompiler zu erzeugen. In extremen>>> Spezialfällen könnte es auch heute noch zur Optimierung von>>> Programmteilen in Anwendungsprogrammen sinnvoll sein.>>>> Die Argumentation ist an und für sich Unfug.>> Es gibt keinen Compiler ohne Assemblerquellen, bei keiner>> Programmiersprache..basta.>> Das tut mir ja echt leid für Dich, aber das ist einfach Unsinn. Ein> Compiler erzeugt aus einem Programm in einer formalen Sprache, der> Quellsprache, ein Programm in einer anderen formalen Sprache, der> Zielsprache. Genau das ist die Definition eines Compilers. In der Regel> erzeugt er dabei aus einem Quellcode Masschinencode. Dabei ist nicht> zwangsläufig der Zwischenschritt Assemblersprache notwendig und wird> auch bei modernen Compilern bestenfalls noch optional für Analysezwecke> erzeugt. Tatsächlich ist ein Assembler auch nichts anderes als ein> einfacher Compiler.>
Dann schreib mir mal bitte einen Compiler ohne jeden Startup-/ Endcode
und ohne Biliotheken für z.B. Flotingpoint.
Wie schriebst Du so schön..tut mir leid für Dich..
Für Dich scheint ein Compiler aus einem Stück zu bestehen, mit dieser
beschränkten Sichtweise kannst Du natürlich gerne Assembler verdammen.
Man kann natürlich definieren das man keinen Assembler benutzt und den
Erguß dann "Zwischencode" nennen.., aber Maschinenspezifisch ist er
allemal.
> Daß Compiler früher auf vielen Plattformen, z. B. frühen UNIX-Systemen,> mit dem Zwischenschritt Assemblersprache gearbeitet haben, hat zwei> Gründe:
..andere Baustelle..
> - Die UNIX-Philosophie, daß ein Tool genau einen Zweck ausführen soll> und man die vorhandene Funktionalität benutzt und darauf aufbaut, aber> keine redundante Funktionalität baut. Darum hat man den vorhandenen> Assembler benutzt.> - Früher hat man Compiler in zahlreiche Phasen unterteilt, die separate> Programme waren, um den Speicherplatzverbrauch zu reduzieren. Ein> monolithischer Compiler hätte oft nicht in den Speicher gepaßt.> Natürlich gibt es bei Compilern aus technischen Gründen intern immer> noch verschiedene Phasen.
...hmm...Quark.
Ob ein Präprozessor,verschiedene Compilerpässe, Optimizer Assembler und
Linker in einem Binarie wohnen oder nicht ist doch völlig Banane. Die
Stuktur der Software bleibt und diese muß auf die konkrete Maschine
angepaßt werden was zwangsläufig Assembler im Code des Compilers
erfordert.
>>> Diese ganze Diskussion welche Programmiersprache die bessere sei ist>> Nonsense.>> Das ist sie ganz bestimmt nicht. Klar kann man ein Gebäude auch mit> Hammer, Meißel und Flaschenzug errichten wie im Altertum oder> Mittelalter, aber Du wirst mir zustimmen müssen, daß es heute> effizientere Verfahren gibt.
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich..
>> Verschiedene Programmiersprachen unterscheiden sich sehr stark darin,> wieviel Aufwand nötig ist, um etwas Bestimmtes zu erreichen, wie> fehleranfällig sie sind und wie gut die Programme wartbar sind.>> Wer zum Beispiel heute noch ein neues Projekt in C startet, sollte schon> sehr spezielle Gründe dafür haben. Selbst auf Mikrocontrollern ist heute> C++ möglich, siehe z. B. Arduino uva.
Ja, ist möglich. Du meinst also mann sollte C++ ohne C schreiben, ja?
>>> Über die Zeit ändern sich die Ansichten der Fachpresse was denn so>> "in" ist, Pascal/Modula war mal ganz dicke da, da war C noch bäh>> und und Unixe eher selten und teuer.>> C hat durch den ANSI-Standard und weitere neuere Sprachstandards stark> gewonnen, davor muß C-Programmierung wirklich Real-Life-Minesweeeper> gewesen sein ;-) . Es sind aber immer noch mehr als genügend> Möglichkeiten, sich ins Knie zu schießen, übrig.
Ja sicher doch. Es gibt auch irgend so was einfaches wie "Logo" (oder
wie das hieß, so mit eine Schildkröte zum umherschieben..
>>> Dann kam Inmos mit den Transputern und>> Occam war eine feine Sache, gleichzeitig dümpelte Prolog vor sich hin>> weil KI ja das Ding der Zukunft sei, ich habe mir sagen lassen das die>> Sprache gut ist wenn man heraus bekommen will wer sein Großonkel ist..>> Die Leute, die Prolog für die Lösung aller Probleme gehalten haben,> offenbarten damit nur Unverständnis, was Prolog eigentlich ist, nämlich> im Kern eine komfortable Möglichkeit, eine Suche in Daten mit dem> Backtracking-Algorithmus durchzuführen.
^Prolog^Pascal^
oder
^Prolog^C++^
> Wenn man sich anschaut, wieviel Aufwand man in Programmiersprachen wie C> treiben muß, um das gleiche zu machen und wie schnell man in Prolog> erstaunliche Ergebnisse erzielen kann, dann ist die Euphorie durchaus> verständlich. Allerdings ist sie teilweise unangemessen, weil der> Algorithmus bei großen Datenmengen genauso schnell in die Knie geht, wie> man von diesem Algorithmus nach O-Kalkül erwarten kann, was jeder mit> Grundkenntnissen in Theoretischer Informatik weiß.> Immerhin scheint es Prolog-basierte Expertensysteme noch als> Nischenlösungen zu geben.
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam das man den Aufwand hin und der
schieben kann zwischen Recourcenverbrauch und Aufwand bei der
Programmerstellung.
>>> dann C++ und Java bei denen ich anmerke das Microsofts Bestrebungen>> immer dahin gingen diese Sprachstandards zu verwässern..>> Allerdings!>> Und dazu herrscht in der C-Welt eine lange Tradition des "not invented> here", daß man sich weigert, mal über den Tellerrand zu schauen und> lieber das Rad neu (und meistens schlecht) neu erfindet.
Hmm, was meinst Du konkret damit? Das der BSD TCP/IP Stack in Windows
übernommen wurde? Das Apple das FreeBSD Userland um einen Microkernel
gebaut hat? Das der GCC für so gut wie jede Prozessorarchitektur
angepaßt wurde?
> Auch Java hat> viele C-Altlasten, angefangen bei der Syntax, und die Java-Erfinder> haben Jahre gebracht, um zuzugeben, daß das Design von Java stark von> Niklaus Wirth mit Systemen wie Oberon beeinflußt war.> Bei C# natürlich in ähnlicher Weise, nur daß man durchaus einiges aus> den Fehlern von Java gelernt hat (oder es von Anfang an besser gewußt> hat, Anders Hejlsberg war der Vater von Turbo Pascal und Delphi).
Ich weiß nicht was Du den ganzen Tag so treibst, aber Deine Ansichten
scheinen stark von der theoretischen Seite geprägt zu sein, Du dozierst
viel, ohne wirklich zu wissen was los ist...
Gruß,
Holm
Frank M. schrieb:> Unter NAS verstehe ich etwas anderes, nämlich z.B. einen iSCSI-Server.
Mag sein, daß du das darunter verstehst. iSCSI ist aber nur eine
Teilfunktion eines NAS-Laufwerkes. Wie du richtig festgestellt hast,
wird es i.d.R. nur von Servern genutzt, weil für die Dateiablage von
Clientrechnern
aus wenig geeignet.
> Auf jeden Fall stimmt Deine Aussage>>> Ich weiß, das Problem besteht bei allen NAS-Laufwerken auf Linuxbasis.>> so pauschal jedenfalls nicht.
Dann trage ich der Haarspalterei Rechnung und ergänze:
"wenn sie für dateibasierte Protokolle á la CIFS/NFS etc. genutzt
werden."
Frank M. schrieb:> Unter NAS verstehe ich etwas anderes, nämlich z.B. einen iSCSI-Server.
Unter NAS versteht man üblicherweise Fileservice. iSCSI hingegen ist
Blockstorage und fällt damit unter den Begriff SAN. Wobei viele
NAS-Devices auch iSCSI anbieten, nicht aber umgekehrt.
Hallo Holm,
Holm T. schrieb:> Matthias H. schrieb:>> Das tut mir ja echt leid für Dich, aber das ist einfach Unsinn. Ein>> Compiler erzeugt aus einem Programm in einer formalen Sprache, der>> Quellsprache, ein Programm in einer anderen formalen Sprache, der>> Zielsprache. Genau das ist die Definition eines Compilers. In der>> Regel>> erzeugt er dabei aus einem Quellcode Masschinencode. Dabei ist nicht>> zwangsläufig der Zwischenschritt Assemblersprache notwendig und wird>> auch bei modernen Compilern bestenfalls noch optional für>> Analysezwecke>> erzeugt. Tatsächlich ist ein Assembler auch nichts anderes als ein>> einfacher Compiler.>>>> Dann schreib mir mal bitte einen Compiler ohne jeden Startup-/ Endcode> und ohne Biliotheken für z.B. Flotingpoint.> Wie schriebst Du so schön..tut mir leid für Dich..
Im compilierten Programm (Objektdatei, DLL, was auch immer) ist der
Code, den Du meinst, eine Bytefolge, die später vom ausführenden
Interpreter (meist dem Prozessor) als Maschinencode dieses Interpreters
interpretiert wird. Natürlich muß der Compiler wissen, welchen Code,
welche Bytefolge er in der Zielsprache er für welches Konstrukt der
Quellsprache erzeugen muß, also in der Regel in der Maschinensprache des
Zielprozessors. Wie diese Bytefolge erzeugt wird, ist aber vollkommen
unerheblich und erfordert keinen Zwischenschritt über Assemblersprache
oder die Benutzung eines Assemblerprogramms.
Kann es sein, daß Du die ganze Zeit Assemblersprache und
Maschinensprache verwechselst? Maschinensprache ist die Bytefolge, das,
worauf es ankommt, Assemblersprache ist nur eine spezielle,
maschinenspezifische Programmiersprache zur Erzeugung von
Maschinensprache!
Für manche CPU-Architekturen gibt es sogar verschiedene
Assemblersprachen (und entsprechend Assemblerprogramme), auch wenn am
Ende der gleiche Maschinencode rauskommt.
> Für Dich scheint ein Compiler aus einem Stück zu bestehen, mit dieser> beschränkten Sichtweise kannst Du natürlich gerne Assembler verdammen.
Ich habe in meinem Informatikstudium meine Schwerpunktprüfung im
Fachgebiet Programmiersprachen und Compiler abgelegt und Du kannst davon
ausgehen, daß ich durchaus "in groben Zügen" weiß, welche Begriffe ich
wie benutze. Hättest Du meinen Beitrag erst einmal zuende gelesen, statt
vorschnell zu antworten, dann wäre Dir vielleicht schon klar geworden,
warum Deine Auffassung über Assembler falsch ist.
> Man kann natürlich definieren das man keinen Assembler benutzt und den> Erguß dann "Zwischencode" nennen.., aber Maschinenspezifisch ist er> allemal.
Was Assembler ist, ist klar definiert: Soweit man nicht den Assembler
selbst meint, also das Programm, das Assemblersprache in
Maschinensprache übersetzt, ist das eine Abkürzung für
"Assemblersprache".
Zum Beispiel arbeitet der GCC meines Wissens mit maschinenunabhängigem
Zwischencode, auf dem er Optimierungen durchführt, bevor er
maschinenspezifischen Code generiert.
Natürlich kannst Du nun hingehen und z. B. die "Register Transfer
Language" des GCC als die Assemblersprache einer hypothetischen CPU
ansehen, aber das ist im wesentlichen eine intellektuelle
Taschenspielerei von Theoretikern.
> Ob ein Präprozessor,verschiedene Compilerpässe, Optimizer Assembler> und Linker in einem Binarie wohnen oder nicht ist doch völlig Banane.> Die Stuktur der Software bleibt und diese muß auf die konkrete> Maschine angepaßt werden was zwangsläufig Assembler im Code des> Compilers erfordert.
Ganz klar NEIN, siehe oben!
>> Verschiedene Programmiersprachen unterscheiden sich sehr stark darin,>> wieviel Aufwand nötig ist, um etwas Bestimmtes zu erreichen, wie>> fehleranfällig sie sind und wie gut die Programme wartbar sind.>>>> Wer zum Beispiel heute noch ein neues Projekt in C startet, sollte>> schon sehr spezielle Gründe dafür haben. Selbst auf Mikrocontrollern>> ist heute C++ möglich, siehe z. B. Arduino uva.>> Ja, ist möglich. Du meinst also mann sollte C++ ohne C schreiben, ja?
Ich sage nicht, daß man unter allen Umständen C++ statt C verwenden
müßte, sondern nur, daß es inzwischen fast immer möglich ist.
C++ ist (fast) eine echte Obermenge von C. Allerdings gibt es in C eine
Menge Konstrukte, die potentielle Fehlerquellen sind, z. B. in einigen
Funktionen der Standardlibrary, der Zeigerarithmetik, aber natürlich
auch noch viele andere, für die in C++ weniger fehlerträchtige
Möglichkeiten gibt. Daher gibt es in professionellen Umgebungen dann
üblicherweise einen Style Guide, der sagt, welche C-Konstrukte möglichst
nicht verwendet werden sollten. Übrigens auch, wenn die
Entwicklungssprache C ist ;-) .
>>> Dann kam Inmos mit den Transputern und Occam war eine feine Sache,>>> gleichzeitig dümpelte Prolog vor sich hin weil KI ja das Ding der>>> Zukunft sei, ich habe mir sagen lassen das die Sprache gut ist wenn>>> man heraus bekommen will wer sein Großonkel ist..>>>> Die Leute, die Prolog für die Lösung aller Probleme gehalten haben,>> offenbarten damit nur Unverständnis, was Prolog eigentlich ist,>> nämlich im Kern eine komfortable Möglichkeit, eine Suche in Daten>> mit dem Backtracking-Algorithmus durchzuführen.>> ^Prolog^Pascal^> oder> ^Prolog^C++^
Nee, was ich dort beschrieben habe, war einzig ein Prolog-spezifisches
Problem, das meiner Meinung nach dafür verantwortlich ist, daß speziell
in diese Sprache völlig überzogene falsche Hoffnungen gesetzt wurden.
Allerdings wirst Du Dich etwas mit Prolog beschäftigen müssen, um zu
verstehen, um zu verstehen, warum das so ist. Prolog benutzt das
Programmierparadigma des "Logischen Programmierens", das ein Spezialfall
des "Funktionalen Programmierens" ist. Es funktioniert völlig anders als
imperative Programmiersprachen a la C oder Pascal, die eher eine an der
Funktion der Maschine orientierte Abstraktionsschicht von der
darunterliegenden Maschine bilden. Es funktioniert im Prinzip so, daß Du
dem Programm eine Menge von Fakten (Daten) und eine Spezifikation der
Lösung gibst und der Prolog-Interpreter diese Lösung dann selbständig
sucht. Dabei ist der Suchalgorithmus vorgegeben (Backtracking) und die
Kunst der Prolog-Programmierung besteht in wesentlichen Teilen darin,
dem Interpreter mitzuteilen, an welchen Stellen die Suche abgebrochen
werden soll, da sonst der Rechenaufwand exponentiell mit der Größe des
Problems und damit schnell über alle praktikablen Grenzen steigt.
Andere Programmiersprachen wie Pascal oder C++ haben auch ihre Probleme,
aber andere.
>> Und dazu herrscht in der C-Welt eine lange Tradition des "not>> invented here", daß man sich weigert, mal über den Tellerrand zu>> schauen und lieber das Rad neu (und meistens schlecht) neu erfindet.>> Hmm, was meinst Du konkret damit? Das der BSD TCP/IP Stack in Windows> übernommen wurde? Das Apple das FreeBSD Userland um einen Microkernel> gebaut hat? Das der GCC für so gut wie jede Prozessorarchitektur> angepaßt wurde?
Ich meine damit eher zum Beispiel, daß C gegenüber dem damaligen Stand
der Technik eine recht primitive Programmiersprache war, der man
durchaus ohne wesentliche "Mehrkosten" weniger fehlerträchtig hätte
gestalten können, wenn man sich erst mal angesehen hätte, was damals auf
dem Markt war, anstatt einfach drauf loszuhacken.
Bei C++ wiederholte sich das Trauerspiel. Man hat bei der Sprache und
bei der STL offensichtlich viele Features anderer Programmiersprachen
dem Namen nach kopiert, ohne zu wissen, wie man mit diesen Features
eigentlich arbeitet, sodaß sie oft so implementiert wurden, daß sie
nicht das Meiste taugten.
Ich möchte damit nicht sagen, daß die UNIX-Gemeinde nicht lernfähig
wäre, bei C und C++ sind im Laufe der Zeit viele sinnvolle Features
dazugekommen, einige gefährliche entfallen, und das passiert immer noch.
> Ich weiß nicht was Du den ganzen Tag so treibst, aber Deine Ansichten> scheinen stark von der theoretischen Seite geprägt zu sein, Du> dozierst viel, ohne wirklich zu wissen was los ist...
Ich verdiene seit über 20 Jahren mit Softwareentwicklung meine Brötchen,
die meiste Zeit freiberuflich, und habe schon eine Menge gesehen und
auch Komponenten großer Backend-IT-Systeme namenhafter Kunden
entwickelt, deren Dienste Du mit Sicherheit schon in Anspruch genommen
hast. Ich sehe mich eigentlich als Autodidakten und Praktiker, habe
allerdings auch ein Informatikstudium absolviert (vor gut 10 Jahren
abgeschlossen), sodaß ich auch die Theorie kenne und weiß, daß es Fälle
gibt, in denen sie durchaus ihre Berechtigung hat.
Tschüß, Matthias
Timm T. schrieb:> Das geht mit dem schon erwähnten Norten Essentials los, die nach 30> Tagen übelst nerven, oder der Word-Testversion, wo die Leute der festen> Überzeugung sind, daß sie das doch mitgekauft hätten. Da ich mich seit> Jahren weigere, Schwarzkopien zu installieren, mach ich dann halt> OpenOffice drauf.
Willst du es dem Betriebssystem anlasten, dass die Hersteller solche
Zusatzprogramme aufspielen?
----------------------
Zum Windows/Linux Krieg:
Ich habe mit beiden Systemen so meine Probleme. Beispiele wurden ja
genug genannt: Linuxanhänger für Windows und Windowsanhänger für Linux.
Zwei Dinge sind mir aber schon lange ein Dorn im Auge:
Weil Linux gut auf Servern und Handys etc. läuft, muss es auch für den
Desktop gut sein. Naja, da kommt auch gleich das nächste Argument -
Linux stürzt nicht ab -> Es ist der Windowmanager der abstürzt.
Dies mag aus Servern ein gutes Argument sein. Auf dem Desktop ist es
aber trotzdem Mist, auch wenn es technisch richtig ist.
(Ich möchte hiermit aber keine Diskussion lostreten, welcher
Windowmanager gut und welcher schlecht ist.)
@Icke: Der Vorteil von ZFS beschränkt sich nicht nur auf die Datenmenge
als solches. Da lohnt sich wirklich der Wikipediaartikel ;-)
Icke ®. schrieb:> Gibts es unter Windows in Form der Schattenkopien schon recht lange und> ist seit Generation Vista auch für Bare Metal Sicherungen verwendbar.
Du kannst mit ZFS minütliche (werden wohl die wenigsten nutzen ;-))
Snapshots ohne allzu großen Speicherbedarf erstellen. Diese Snapshots
kannst du dann einzeln mounten und z.B. Anschauen, was sich zwischen
Vorgestern 23:00 und 23:05 geändert hat. Das geht soweit, dass du selbst
in einen Snapshot booten kanns, wenn z.B. dein System nicht mehr
funktioniert. Das alles ohne nennenswerte Performanceverluste ;-)
Geht das alles mit der Windowsschattenkopie auch? Und das ist übrigens
nur ein Punkt von vielen ;-)
Steffen R. schrieb:> Willst du es dem Betriebssystem anlasten, dass die Hersteller solche> Zusatzprogramme aufspielen?
Es ging darum, daß Windows für Otto Normalo einfach so funktionieren
würde. Und das stimmt nunmal nicht.
Das geht schon damit los, das Windows bisher keine brauchbare
Paketverwaltung hat. Bei Linux sage ich, ich brauche ein
Schreibprogramm, und dann installiere ich OO oder LO. Bei Windows bin
ich drauf angewiesen, daß mir der Verkäufer eins draufpakt, das sind
heute aber nur 30Tage-Trials von Word, oder daß ich selbst Word
dazukaufe, oder daß ich mir was im Internet suche. 08/15 Nutzer
überfordert.
Und willst Du einen Windows-Rechner ohne Virenschutz ans Internet
lassen? Gleiches Problem wie oben...
Wenn man Windows nimmt, wie es ist, dann ist es mindestens genauso
Frikelsystem wie Linux, bis man vernünftig damit arbeiten kann.
Auspacken, Einschalten, Loslegen hat zuletzt unter Win3.11 funktioniert.
Nagut, Win95 vielleicht noch.
Sni T. schrieb:> Geht das alles mit der Windowsschattenkopie auch?
Die Häufigkeit läßt sich ebenfalls einstellen, zu kurze Intervalle
machen aber keinen Sinn, da die ältesten Snapshots überschrieben werden,
wenn der reservierte Plattenplatz voll ist. Verwenden lassen sich die
Schattenkopien denkbar einfach, Rechtsklick auf eine Datei oder einen
Ordner, "Vorgängerversion wiederherstellen". Anschließend kannst du
wählen, ob am originalen bzw. alternativen Pfad restored oder der Ordner
im Explorer geöffnet werden soll. Das funktioniert auch über
Netzwerkfreigaben. Booten vom Snapshot geht allerdings nicht.
Matthias H. schrieb:> Hallo Holm,>
[..]
> interpretiert wird. Natürlich muß der Compiler wissen, welchen Code,> welche Bytefolge er in der Zielsprache er für welches Konstrukt der> Quellsprache erzeugen muß, also in der Regel in der Maschinensprache des> Zielprozessors. Wie diese Bytefolge erzeugt wird, ist aber vollkommen> unerheblich und erfordert keinen Zwischenschritt über Assemblersprache> oder die Benutzung eines Assemblerprogramms.>> Kann es sein, daß Du die ganze Zeit Assemblersprache und> Maschinensprache verwechselst? Maschinensprache ist die Bytefolge, das,> worauf es ankommt, Assemblersprache ist nur eine spezielle,> maschinenspezifische Programmiersprache zur Erzeugung von> Maschinensprache!>
[..]
> Tschüß, Matthias
Nein, ich verwechsele Nichts sondern meine z.B. Sowas hier:
/data/home/holm/src/ARM/yagarto/yagarto-20110429-modified/newlib-1.19.0/
libgloss/fr30/crt0.s
1
# FR30 startup code
2
3
.section .text
4
.global _start
5
_start:
6
7
;; Initialise the stack pointer
8
ldi:32 __stack, r0
9
mov r0, sp
10
mov r0, fp
11
12
;; Zero the data space
13
ldi:32 #_edata, r0
14
ldi:32 #_end, r1
15
ldi:8 #0, r2
16
.L0:
17
st r2, @r0
18
add #4, r0
19
cmp r1, r0
20
blt .L0
21
22
;; Call global and static constructors
23
ldi:32 _init, r0
24
call @r0
25
26
;; Setup destrcutors to be called from exit.
27
;; (Just in case main never returns....)
28
ldi:32 atexit, r0
29
ldi:32 _fini, r4
30
call @r0
31
32
;; Initialise argc, argv and envp to empty
33
ldi:8 #0, r4
34
ldi:8 #0, r5
35
ldi:8 #0, r6
36
37
;; Call main
38
ldi:32 main, r0
39
call @r0
40
41
;; Jump to exit
42
ldi:32 exit, r0
43
call @r0
44
45
;; Should never reach here
46
int #9
Das ist Assembler, aber es muß Keiner sein.
Man kann das auch weniger menschenlesbar gestalten und es Zwischencode
schimpfen, aber am Prinzip ändert das Nichts.
...muß weg, Rest nehme ich mir noch vor..
Gruß,
Holm
Hallo Holm,
Holm T. schrieb:> Nein, ich verwechsele Nichts sondern meine z.B. Sowas hier:>> ...>> call @r0>> ;; Should never reach here> int #9> [/code]>> Das ist Assembler, aber es muß Keiner sein.> Man kann das auch weniger menschenlesbar gestalten und es Zwischencode> schimpfen, aber am Prinzip ändert das Nichts.
In diesem Fall hast Du recht, das ist Assembler-Quellcode. Ich weiß
nicht, wovon, auf jeden Fall muß ein Compiler ähnliche Sachen erzeugen.
Allerdings könnte der Compiler auch direkt den äquivalenten
Maschinencode erzeugen.
Zwischencode ist wieder was anderes, weil der nicht zwangsläufig
maschinenspezifisch sein muß (siehe mein Beispiel mit dem GCC), aber
eine Assemblersprache schon.
Tschüß, Matthias
Auf Inline-ASM per Compiler kann man verzichten, wenn die wenigen
Spezialbefehle des Prozessors für E/A, interne Steuerung etc. als
Intrinsic-Funktionen in den Compiler eingebaut werden, oder als (in ASM
implementierten) Bibliotheksfunktionen bereitgestellt werden.
Das verhindert, dass die Programme durch eingestreuten ASM-Code
unportabel werden und es erleichtert die Codeoptimierung, die
üblicherweise durch Inline-ASM-Abschnitte erschwert oder lokal ganz
abgeschaltet wird.
Icke ®. schrieb:> ..
Ich hab da mal etwas nachgelesen, das scheint aber eher über einen
Zusatzdienst zu funktionieren, der das System wöchentlich auf Änderungen
prüft und gezipte Backups vorhält. Für bessere Konfigurationen braucht
man dann Zusatztools und wenn eine Partition nicht mehr genügend
Speicherplatz hat, funktioniert es auch nicht mehr.
Icke ®. schrieb:> Die Häufigkeit läßt sich ebenfalls einstellen, zu kurze Intervalle> machen aber keinen Sinn
Eine Woche finde ich da aber schon relativ viel, wenn man schon
Snapshots nutzt. Besonders da ja nur Änderungen Speicherplatz benötigen.
tmp auf der Platte habe ich schon lange nicht mehr, alle Programme sind
so eingerichtet, dass sie nach Möglichkeit Arbeitsspeicher nutzen. Da
kommt man mit stündlichen Snapshots schon ganz gut aus.
Aber letztendlich findet sich das auch eher im Serverbereich, da möchte
man sich "eine Woche" sicher noch weniger leisten ;-)
> Verwenden lassen sich die> Schattenkopien denkbar einfach, Rechtsklick auf eine Datei oder einen> Ordner, "Vorgängerversion wiederherstellen". Anschließend kannst du> wählen, ob am originalen bzw. alternativen Pfad restored oder der Ordner> im Explorer geöffnet werden soll.
Das hört sich ja ganz gut benutzbar an, scheint aber, wenn ich es
richtig verstanden habe nur mit Drittarbeitersoftware zu gehen. Und der
Shadowexplorer scheint eher ein Backupexporttool zu sein. Sprich man
kann z.B. nicht mit einem Programm auf ein Projektverzeichnis in den
Snapshots zugreifen, ohne, dass man das wieder herstellt?
Das schöne bei den ZFS Snapshots ist imho, dass das eine saubere runde
Sache ist. Da kannst du z.B. 10 Snapshots nebeneinander mounten und
"normal" benutzen, ohne dass du merkst, dass es ein Snapshot ist. Sprich
du kannst ohne etwas wiederherzustellen prüfen wo Programm X noch
funktioniert, mit Programm Y Verzeichnisse/ Daten nutzen, etc.
Aber wie gesagt, das wäre auch nur ein Punkt von vielen ;-)
Sni T. schrieb:> Ich hab da mal etwas nachgelesen, das scheint aber eher über einen> Zusatzdienst zu funktionieren, der das System wöchentlich auf Änderungen> prüft und gezipte Backups vorhält.
Nein, braucht keinerlei Extrasoftware, geht alles mit Bordmitteln. Die
Schattenkopien werden mit den Wiederherstellungspunkten erstellt. Das
heißt, mit jedem Wiederherstellungspunkt werden auch neue Schattenkopien
angelegt. In den Desktopversionen hat MS allerdings keine Möglichkeit
vorgesehen, Zeitpunkt und Häufigkeit der Erstellung festzulegen. In den
Serverversionen läßt sich dies bei den Laufwerkseigenschaften
konfigurieren. Die wöchentliche Prüfung, von der du gelesen hast, ist
die planmäßige Erstellung eines Systemprüfpunktes. Wenn man das gern
häufiger hätte, muß man entweder manuell einen Wiederherstellungspunkt
anstoßen oder man behilft sich mit zwei Zeilen VB-Script (siehe Anhang),
die man von der Aufgabenplanung zu den gewünschten Zeitpunkten
automatisch ausführen läßt.
> Für bessere Konfigurationen braucht man dann Zusatztools
Benötigt man nicht, siehe vorstehendes.
> und wenn eine Partition nicht mehr genügend> Speicherplatz hat, funktioniert es auch nicht mehr.
Naja, irgendwo müssen die Snapshots ja gespeichert werden.
Berücksichtigt werden nur geänderte Dateien/Ordner und der reservierte
Speicherplatz läßt sich einstellen. Man muß eben einen sinnvollen
Kompromiß finden zwischen Plattenplatz, Häufigkeit und verfügbarer
Historie. Auf Fileservern reserviere ich i.d.R. 5-10% Plattenplatz und
lasse 2-3x täglich Schattenkopien anlegen. Die Historie reicht dann
etliche Wochen bis mehrere Monate zurück.
> Das hört sich ja ganz gut benutzbar an, scheint aber, wenn ich es> richtig verstanden habe nur mit Drittarbeitersoftware zu gehen.
Nö, ist direkt im Windowsexplorer integriert.
> Sprich man> kann z.B. nicht mit einem Programm auf ein Projektverzeichnis in den> Snapshots zugreifen, ohne, dass man das wieder herstellt?
Nein, das geht nicht. Man muß entweder wiederherstellen oder eine Kopie
des Snapshots woanders ablegen.
> Das schöne bei den ZFS Snapshots ist imho, dass das eine saubere runde> Sache ist. Da kannst du z.B. 10 Snapshots nebeneinander mounten und> "normal" benutzen, ohne dass du merkst, dass es ein Snapshot ist. Sprich> du kannst ohne etwas wiederherzustellen prüfen wo Programm X noch> funktioniert, mit Programm Y Verzeichnisse/ Daten nutzen, etc.>> Aber wie gesagt, das wäre auch nur ein Punkt von vielen ;-)
Fehlt nur noch eine Windows-Version =8P
Bei all dem sollte man jedoch die Performance im Auge behalten, wenn
relevant. Sowohl bei copy-on-write (COW) Filesystemen wie WAFL,ZFS,btrfs
als auch beim anders arbeitenden NTFS. Einerlei wie man es macht, es ist
nicht gratis. Beispiele:
COW Filesysteme neigen zu Fragmentierung von Tablespaces von Datenbanken
und von Image-Files, die wesentlich nichtsequentiell geschrieben werden
(*). Was sich dann bei sequentiell arbeitenden Scans und Backups
deutlich bemerkbar macht. Regelmässige Defragmentierung (online) kann
erforderlich sein. Dafür sind Snapshots sehr einfach und haben keine
Auswirkung auf laufende Operationen.
Bei NTFS andererseits führen Snapshots zu höherem Aufwand beim
überschreiben bestehender Daten. Daten, die seit dem letzten Snapshot
das erste Mal überschrieben werden, werden zu diesem Zeitpunkt
repliziert, d.h. die Operation vezögert sich entsprechend. Dafür
entsteht in der aktuellen Version eines Tablespaces keine Fragmentierung
- nur in den Snapshots.
*: Zumindest bei btrfs kann man dessen Arbeitsweise umschalten, um
diesen Effekt zu vermeiden.
A. K. schrieb:> Doch, das geht sehr wohl:
mmkay, wieder was dazugelernt. Allerdings muß man für jeden Restorepoint
erst einen Link anlegen. Außerdem stellt sich die Frage, warum man
überhaupt direkt in einer älteren Version arbeiten will?
Icke ®. schrieb:> mmkay, wieder was dazugelernt. Allerdings muß man für jeden Restorepoint> erst einen Link anlegen.
Der verlinkte Pfad dürfte auch direkt zugreifbar sein, sofern das
betreffende Programm mit solchen Pfaden zurecht kommt (CMD tut das nicht
durchwegs). Also im dortigen Beispiel
\\?\GLOBALROOT\Device\HarddiskVolumeShadowCopy5
A. K. schrieb:> Der verlinkte Pfad dürfte auch direkt zugreifbar sein, sofern das> betreffende Programm mit solchen Pfaden zurecht kommt
Der Explorer kann es auch nicht. Selbst mit dem Link geht es nicht ohne
weiteres, da standardmäßig nur das System Zugriff auf "System Volume
Information" hat. Man müßte vorher die Rechte entsprechend setzen.
Icke ®. schrieb:> Nein, braucht keinerlei Extrasoftware, geht alles mit Bordmitteln.
OK, einiges gelernt. Die Sachen, die ich auf die Schnelle bei Google
fand, bezogen sich fast ausschliesslich auf Windows 7. Und da war dann
immer die Rede von entsprechenden Zusatzprogrammen.
Icke ®. schrieb:> Außerdem stellt sich die Frage, warum man> überhaupt direkt in einer älteren Version arbeiten will?
Szenario wäre z.B., dass man nicht sagen kann, welchen Zeitpunkt man
wiederherstellen möchte. Dann kann man mehrere Zeitpunkte mounen und
vergleichen, ohne lange hin und her zu kopieren. Wenn das jetzt irgend
ein großes Projektverzeichnis/ Datenbank ist, kann das schon angenehm
sein.
Für 99% der Otto-Normal Nutzer wird so etwas eher weniger von Belang
sein. Aber dann ging's ja eigentlich um den Serverbetrieb ;-)
Matthias H. schrieb:> Hallo Holm,
[..]
> In diesem Fall hast Du recht, das ist Assembler-Quellcode. Ich weiß> nicht, wovon, auf jeden Fall muß ein Compiler ähnliche Sachen erzeugen.> Allerdings könnte der Compiler auch direkt den äquivalenten> Maschinencode erzeugen.>> Zwischencode ist wieder was anderes, weil der nicht zwangsläufig> maschinenspezifisch sein muß (siehe mein Beispiel mit dem GCC), aber> eine Assemblersprache schon.>> Tschüß, Matthias
Du führst den GCC als Beispiel an und hast keine Idee für was der
gepostete Assemblercode gut sein könnte?
Au Mann...
Alleine der Dateipfad sollte ausreichend dokumentieren was das ist.
Gruß,
Holm
Matthias H. schrieb:
[..]
> Ich habe in meinem Informatikstudium meine Schwerpunktprüfung im> Fachgebiet Programmiersprachen und Compiler abgelegt und Du kannst davon> ausgehen, daß ich durchaus "in groben Zügen" weiß, welche Begriffe ich> wie benutze. Hättest Du meinen Beitrag erst einmal zuende gelesen, statt> vorschnell zu antworten, dann wäre Dir vielleicht schon klar geworden,> warum Deine Auffassung über Assembler falsch ist.
Irnkwie beißt sich das was Du schreibst mit dieser Schwerpunktprüfung.
>>> Man kann natürlich definieren das man keinen Assembler benutzt und den>> Erguß dann "Zwischencode" nennen.., aber Maschinenspezifisch ist er>> allemal.>> Was Assembler ist, ist klar definiert: Soweit man nicht den Assembler> selbst meint, also das Programm, das Assemblersprache in> Maschinensprache übersetzt, ist das eine Abkürzung für> "Assemblersprache".
Ja, das ist so.
>> Zum Beispiel arbeitet der GCC meines Wissens mit maschinenunabhängigem> Zwischencode, auf dem er Optimierungen durchführt, bevor er> maschinenspezifischen Code generiert.
..auf dem er wiederum Optimierungen durchführt und das Ganze am Schluß
durch Assembler und Linker leiert.
..und?
>> Natürlich kannst Du nun hingehen und z. B. die "Register Transfer> Language" des GCC als die Assemblersprache einer hypothetischen CPU> ansehen, aber das ist im wesentlichen eine intellektuelle> Taschenspielerei von Theoretikern.
Ja, das ist das was ich die ganze Zeit unter "Zwischencode" versuche Dir
unter zu schieben.
Es ist Banane wie man das nennt. Es ist auch möglich als Mensch diesen
Code zu schreiben und durch die restlichen Compilerpässe zu fädeln, mit
dem Ergebnis eine ausführbare Datei zu bekommen, ok das wird nicht
hübsch gehen denn dafür isses nicht gedacht.
>>> Ob ein Präprozessor,verschiedene Compilerpässe, Optimizer Assembler>> und Linker in einem Binarie wohnen oder nicht ist doch völlig Banane.>> Die Stuktur der Software bleibt und diese muß auf die konkrete>> Maschine angepaßt werden was zwangsläufig Assembler im Code des>> Compilers erfordert.>> Ganz klar NEIN, siehe oben!
Siehe was?
Es ist Wurscht ob die Pässe alle in einem Binary sind und der zu
übersetzende Code in einem Array im Memory oder in einem File auf Disk.
Letzteres ist eigentlich nur Ausdruck mangelnden Hauptspeichers des
Entwicklungssystems, aber der Compiler wird den Hochsprachencode immer
noch
in "Pässen" übersetzen, Referenzen auflösen, optimieren und in
Maschinencode übersetzen. Deswegen ganz klar _JA!_ .. siehe hier.
>>>> Verschiedene Programmiersprachen unterscheiden sich sehr stark darin,>>> wieviel Aufwand nötig ist, um etwas Bestimmtes zu erreichen, wie>>> fehleranfällig sie sind und wie gut die Programme wartbar sind.
Das heißt wir befinden uns immernoch auf der Suche nach dem Optimalfall
der Ohne Aufwand etwas Bestimmtes erreicht ohne Fehleranfällig zu sein..
Whow, was für eine Aussage..
>>>>>> Wer zum Beispiel heute noch ein neues Projekt in C startet, sollte>>> schon sehr spezielle Gründe dafür haben. Selbst auf Mikrocontrollern>>> ist heute C++ möglich, siehe z. B. Arduino uva.
..türlich habe ich spezielle Gründe, 95% der existierenden
Betriebssysteme sind in C geschrieben und ich habe keine Lust das Rad
neu zu erfinden.
Reicht das?
>>>> Ja, ist möglich. Du meinst also mann sollte C++ ohne C schreiben, ja?>> Ich sage nicht, daß man unter allen Umständen C++ statt C verwenden> müßte, sondern nur, daß es inzwischen fast immer möglich ist.
Überlasse doch bitte ganz einfach diese Entscheidung dem, der etwas
programmieren möchte und dazu seine Werkzeuge auswählen möchte.
Das Zeug das ich auf Microcontrollern programmiere kommt sehr gut mit
Assembler, C und prozeduraler Programmierung aus. Es sind
Steuerungssysteme für Industrieelektronik, klar kann ich das auch mit
C++ machen, aber der Kunde wollte eben keinen PC mit Windows und 20
Gigabyte RAM neben seine Meßeinrichtung stellen..
>> C++ ist (fast) eine echte Obermenge von C.
Deswegen meine Frage ob Du C++ ohne C programmieren möchtest.
> Allerdings gibt es in C eine> Menge Konstrukte, die potentielle Fehlerquellen sind,
Es gibt auch unter C++ einige Kosnstrukte die protentielle Fehlerquellen
sind..
Höre doch mal auf mit den Gewäsch.
>z. B. in einigen> Funktionen der Standardlibrary, der Zeigerarithmetik, aber natürlich> auch noch viele andere, für die in C++ weniger fehlerträchtige> Möglichkeiten gibt. Daher gibt es in professionellen Umgebungen dann> üblicherweise einen Style Guide, der sagt, welche C-Konstrukte möglichst> nicht verwendet werden sollten. Übrigens auch, wenn die> Entwicklungssprache C ist ;-) .
Betonung jetzt auf Professionelle Umgebung?
Definiere Professionelle Umgebung, ist das Matthias + C++ + Microsoft
Windows?
Wenn ja, erklärt mir das Deine ganze umfangreiche Erzählung hier.. :-)
[..]
>> ^Prolog^C++^>> Nee, was ich dort beschrieben habe, war einzig ein Prolog-spezifisches> Problem, das meiner Meinung nach dafür verantwortlich ist, daß speziell> in diese Sprache völlig überzogene falsche Hoffnungen gesetzt wurden.
Das schrieb ich doch schon so ungefähr..
> Allerdings wirst Du Dich etwas mit Prolog beschäftigen müssen, um zu> verstehen, um zu verstehen, warum das so ist. Prolog benutzt das> Programmierparadigma des "Logischen Programmierens", das ein Spezialfall> des "Funktionalen Programmierens" ist. Es funktioniert völlig anders als> imperative Programmiersprachen a la C oder Pascal, die eher eine an der> Funktion der Maschine orientierte Abstraktionsschicht von der> darunterliegenden Maschine bilden. Es funktioniert im Prinzip so, daß Du> dem Programm eine Menge von Fakten (Daten) und eine Spezifikation der> Lösung gibst und der Prolog-Interpreter diese Lösung dann selbständig> sucht. Dabei ist der Suchalgorithmus vorgegeben (Backtracking) und die> Kunst der Prolog-Programmierung besteht in wesentlichen Teilen darin,> dem Interpreter mitzuteilen, an welchen Stellen die Suche abgebrochen> werden soll, da sonst der Rechenaufwand exponentiell mit der Größe des> Problems und damit schnell über alle praktikablen Grenzen steigt.
Danke für die Erklärung, wußte ich bisher nicht und werde es wohl nie
brauchen, ich habe mit KI eher Nichts am Hut.
>> Andere Programmiersprachen wie Pascal oder C++ haben auch ihre Probleme,> aber andere.>>>> Und dazu herrscht in der C-Welt eine lange Tradition des "not>>> invented here", daß man sich weigert, mal über den Tellerrand zu>>> schauen und lieber das Rad neu (und meistens schlecht) neu erfindet.>>>> Hmm, was meinst Du konkret damit? Das der BSD TCP/IP Stack in Windows>> übernommen wurde? Das Apple das FreeBSD Userland um einen Microkernel>> gebaut hat? Das der GCC für so gut wie jede Prozessorarchitektur>> angepaßt wurde?>> Ich meine damit eher zum Beispiel, daß C gegenüber dem damaligen Stand> der Technik eine recht primitive Programmiersprache war, der man> durchaus ohne wesentliche "Mehrkosten" weniger fehlerträchtig hätte> gestalten können, wenn man sich erst mal angesehen hätte, was damals auf> dem Markt war, anstatt einfach drauf loszuhacken.
Du vergißt wo die Sprache her kommt, es sollte ein Tool zum Schreiben
eines Timesharing Systems auf einem 16 Bitter gebaut werden und genau
das ist passiert.
> Bei C++ wiederholte sich das Trauerspiel. Man hat bei der Sprache und> bei der STL offensichtlich viele Features anderer Programmiersprachen> dem Namen nach kopiert, ohne zu wissen, wie man mit diesen Features> eigentlich arbeitet, sodaß sie oft so implementiert wurden, daß sie> nicht das Meiste taugten.> Ich möchte damit nicht sagen, daß die UNIX-Gemeinde nicht lernfähig> wäre, bei C und C++ sind im Laufe der Zeit viele sinnvolle Features> dazugekommen, einige gefährliche entfallen, und das passiert immer noch.
Höre doch mal auf zu schwurbeln, es ist ziemlich deutlich aus Deinen
Texten herauszulesen das Du umfangreiches theoretisches Wissen hast,
aber das Dir die Erfahrung mit der Praxis irgendwie völlig ab geht. Du
würdest sonst nicht auf die Idee kommen das man einen C++ Compiler auf
einem Zielsystem einsetzen kann ohne einen Assembler für Lowlevel
Routinen zu benutzen, es fehlt einfach der Leim zwischen der Hardware
und dem Compiler an sich. Der fragliche code befindet sich i.A. in
irgendwelchen Laufzeitbibliotheken oder hat in files wie crt0.o und
crtend.o.
>>> Ich weiß nicht was Du den ganzen Tag so treibst, aber Deine Ansichten>> scheinen stark von der theoretischen Seite geprägt zu sein, Du>> dozierst viel, ohne wirklich zu wissen was los ist...>> Ich verdiene seit über 20 Jahren mit Softwareentwicklung meine Brötchen,
Ich auch, aber anders wie es scheint.
> die meiste Zeit freiberuflich, und habe schon eine Menge gesehen und> auch Komponenten großer Backend-IT-Systeme namenhafter Kunden> entwickelt, deren Dienste Du mit Sicherheit schon in Anspruch genommen> hast.
Sowas wie Sanduhr Anzeige Programm?
>Ich sehe mich eigentlich als Autodidakten und Praktiker, habe> allerdings auch ein Informatikstudium absolviert (vor gut 10 Jahren> abgeschlossen), sodaß ich auch die Theorie kenne und weiß, daß es Fälle> gibt, in denen sie durchaus ihre Berechtigung hat.>> Tschüß, Matthias
Ja, aber Du hast noch was zu lernen wie es aussieht (ich aber auch, das
schließe ich nicht aus).
So lange Du mir aber mit "professionellen Umgebungen" als Argument
auftauchst wirst Du auf Meiner Seite nichts als Gelächter ernten.
Ich habe schon etlichen solchen Professionellen in der Vergangenheit die
Luft abgelassen..
Gruß,
Holm
32° hier in der Bude..Schluß jetzt.
Uhu U. schrieb:> Es gibt aber zeichenbasierten Ersatz, z.B. top. Damit bekommt man die> laufenden Prozesse ohne große Last angezeigt und kann dann über eine> zweite Konsole die Übeltäter killen.
Oder htop dann braucht man keine zweite Konsole mehr, das geht noch
schneller.
Bernd K. schrieb:> Uhu U. schrieb:>> Es gibt aber zeichenbasierten Ersatz, z.B. top. Damit bekommt man die>> laufenden Prozesse ohne große Last angezeigt und kann dann über eine>> zweite Konsole die Übeltäter killen.>> Oder htop dann braucht man keine zweite Konsole mehr, das geht noch> schneller.
Prozesse killen geht auch mit dem normalen top, solange es keine
abgespeckte busybox variante ist.
X. H. schrieb:> Können wir uns endlich einigen, dass windows Misst ist, weil es keine> freie Software im Sinne von Richard Stallman ist?
Ich glaub die Kosten spielen wohl weniger eine Rolle. Wenn man die 80€
auf die 15000-20000h umlegt die man das OS nutzt ist vemutlich die
Abnutzung der Tastatur relevanter als die Kosten fürs OS..
Timm T. schrieb:> Steffen R. schrieb:>> Willst du es dem Betriebssystem anlasten, dass die Hersteller solche>> Zusatzprogramme aufspielen?>> Es ging darum, daß Windows für Otto Normalo einfach so funktionieren> würde. Und das stimmt nunmal nicht.
Ich akzeptiere das Argument, dass es nicht funktioniert, weil bestimmte
Programme nicht drauf sind. Aber die TrialProbleme dem Betriebssystem
anzulasten, finde ich nicht richtig.
> Das geht schon damit los, das Windows bisher keine brauchbare> Paketverwaltung hat. Bei Linux sage ich, ich brauche ein> Schreibprogramm, und dann installiere ich OO oder LO.
Bei der Paketverwaltung gebe ich dir recht. Bin mir grad bei der Suche
im Internet häufig nicht sicher, ob ich die richtige Quelle ausgewählt
habe.
(Aber einfach nur "Schreibprogramm" in Muon einzugeben reicht dann doch
nicht.)
> Bei Windows bin> ich drauf angewiesen, daß mir der Verkäufer eins draufpakt, das sind> heute aber nur 30Tage-Trials von Word, oder daß ich selbst Word> dazukaufe, oder daß ich mir was im Internet suche. 08/15 Nutzer> überfordert.
Mit 'überfordert' gebe ich dir recht. Ich kann mir den Service aber auch
einkaufen oder Bekannte bitten. Ich glaub nicht, dass die von dir
angesprochenen Leute selbsttätig die Paketverwaltung anschmeißen und
dann die ggf. notwendige Konfiguration von Drucker u.ä. selbsttätig
durchführen. Sie werden hier auch jemanden fragen.
Wobei ich prinzipiell Testversionen von Software mag, die ich kaufen
muss. Doch diese möchte ich selbst installieren. Aber darum gings dir ja
nicht.
> Und willst Du einen Windows-Rechner ohne Virenschutz ans Internet> lassen? Gleiches Problem wie oben...
Naja, hier scheiden sich die Geister. Gerade Linuxuser bezwiefeln ja
gern die Wirksamkeit (vermutlich mit recht).
> Wenn man Windows nimmt, wie es ist, dann ist es mindestens genauso> Frikelsystem wie Linux, bis man vernünftig damit arbeiten kann.> Auspacken, Einschalten, Loslegen hat zuletzt unter Win3.11 funktioniert.> Nagut, Win95 vielleicht noch.
Kommt sicherlich drauf an, was man darunter versteht. Die sgilt aber
auch für beide Systeme gleichermaßen.
Steffen R. schrieb:> Ich glaub nicht, dass die von dir> angesprochenen Leute selbsttätig die Paketverwaltung anschmeißen und> dann die ggf. notwendige Konfiguration von Drucker u.ä. selbsttätig> durchführen.
Hm, wenn ich auf der Kommandozeile ein Programm aufrufe, das nicht
installiert ist, schlägt die Linux-Shell Pakete zur Installation vor,
die Programme des eingegebenen Namens enthalten.
Für den absoluten Dau ist das natürlich schier unerreichbar -
Kommandozeile kann er sowieso nicht und spätestens wenn er das
"richtige" Paket auswählen soll, klemmts dann endgültig.
Aber im Prinzip ist das ein Ansatz, den man GUIfizieren könnte.
Steffen R. schrieb:> Timm T. schrieb:>> Steffen R. schrieb:>>> Willst du es dem Betriebssystem anlasten, dass die Hersteller solche>>> Zusatzprogramme aufspielen?>>>> Es ging darum, daß Windows für Otto Normalo einfach so funktionieren>> würde. Und das stimmt nunmal nicht.>> Ich akzeptiere das Argument, dass es nicht funktioniert, weil bestimmte> Programme nicht drauf sind. Aber die TrialProbleme dem Betriebssystem> anzulasten, finde ich nicht richtig.
..mal Butter bei die Fische:
Was konkret kann man außer im Internet zu browsen mit einem Windows
frisch aus der Büchse machen?
Gruß,
Holm
Gibt ja durchaus GUIs für Paketmanager, bei denen man nach Kategorie
filtern kann. Sprich man wählt da Office/ Schreibprogramm und dann hat
man die Auswahl zwischen OO, LO usw.
Ein völlig unbedarfter User muss dann vll noch wissen, dass er gvim und
tex nicht benötigt (sofern das da auftaucht). Dennoch sollte der dann
relativ schnell am Ziel sein.
Erfahrene Nutzer wissen dann in der Regel schon, was sie wollen, also
wird dann VLC, OO, Browser, Mailclient usw in einem Rutsch installiert,
ohne sich erst durch Websiten zu wühlen und anschließend durch Setups
mit "Zusatzangeboten" zu klicken.
Da gibt's dann auch keine tollen Toolbars im Anschluss, was wieder
besonders für Neulinge von Vorteil ist.
Holm T. schrieb:> Was konkret kann man außer im Internet zu browsen mit einem Windows> frisch aus der Büchse machen?
Und selbst da hat Microsoft Ärger bekommen, weil sie den IE installiert
haben...
Aber was hat es mit dem OS zu tun?
Dass eine Paketverwaltung oder ein "Shop" fehlt, wo man sich als DAU
Tools downloaden und installieren kann, habe ich ja zugegeben.
Uhu U. schrieb:> Für den absoluten Dau ist das natürlich schier unerreichbar -> Kommandozeile kann er sowieso nicht und spätestens wenn er das> "richtige" Paket auswählen soll, klemmts dann endgültig.
Genau.
Wobei Windows-DAUs schon Programme installieren können. Sie sind nur
nicht des Lesens/Verstehens mächtig und klicken ständig OK und holen
sich damit jeden Mist auf den Rechner. Und hier meine ich mal nicht die
Viren.
Ich kenne keine Linux-DAUs, um hier die Situation einschätzen zu können.
Ich würde hier das DAU Kriterium bei der falschen Rechtevergabe oder
übermäßigen sudo Gebrauch ansetzen.
Sni T. schrieb:> Ein völlig unbedarfter User muss dann vll noch wissen, dass er gvim und> tex nicht benötigt (sofern das da auftaucht). Dennoch sollte der dann> relativ schnell am Ziel sein.
Ja, ich reden nicht von dem erfahrenen User der mehr oder weniger mit
allen Systemen klarkommt.
Ganz konkret:
Die Kategorie "Textverarbeitung" hat 500..1000 Pakete. Habs auf die
schnelle nicht hinbekommen, genau zu zählen. Und natürlich wäre jetzt
auch die Angabe der Paketquellen relevant. Und nicht jedes Paket ist ein
Tool. Vieles sind nur Zusatzpakete.
Worauf ich hinaus will: Es reicht beweitem nicht aus zu wissen, dass man
gvim u. Co. nicht will. Man sollte schon ungefähr wissen, was man will.
Und wenn man soweit ist, dass man vorab weiß, dass man LibreOffice will,
ist es auch unter Windows nicht so schwer dieses zu installieren.
(OpenOffice findet direkt bei den beliebtesten Download auf
Computerbild)
Ich will hier nicht etwas schön reden. Aber für den DAU ist alles schwer
und am wichtigsten für ihn ist eine Person, die er fragen kann.
Aber es ist sicherlich richtig. Unter Windows wird er vermutlich mehr
Murks machen, was man schwer wieder geradegezogen bekommt als bei Linux.
Wobei man da auch im weiten Netz Verbesserungsvorschläge findet, die
schwer aufzuspüren sind.
Steffen R. schrieb:> Holm T. schrieb:>> Was konkret kann man außer im Internet zu browsen mit einem Windows>> frisch aus der Büchse machen?>> Und selbst da hat Microsoft Ärger bekommen, weil sie den IE installiert> haben...>> Aber was hat es mit dem OS zu tun?> Dass eine Paketverwaltung oder ein "Shop" fehlt, wo man sich als DAU> Tools downloaden und installieren kann, habe ich ja zugegeben.>
[..]
Naja, nee, war nicht gegen Dich gemünzt, Du hast aber den Finger schon
drauf, es fehlt die Paketverwaltung. Und ein Compiler. Und ein
brauchbarer Editor, eine Tabellenkalkulation usw.... wenn ich es mir
recht überlege fehlt da eigentlich Alles was ich brauche, andererseits
muß ich dann auch noch feststellen das das OS aber absolut Alles hat,
was ich nicht brauche...
Wofür zum Teufel wollen Dir eigentlich Geld von mir, für eine bunte
Programmladehilfe?
Gruß,
Holm
Holm T. schrieb:> Naja, nee, war nicht gegen Dich gemünzt, Du hast aber den Finger schon> drauf, es fehlt die Paketverwaltung. Und ein Compiler. Und eine> brauchbarer Editor.... wenn ich es mir recht überlege fehlt da> eigentlich Alles was ich brauche, andererseits muß ich dann auch noch> feststellen das das OS aber absolut Alles hat, was ich nicht brauche...
Sorry hier muss ich einfach mal einhaken. Meine es aber nicht so ernst:
Wenn ich mal wieder ankomme und sage Linux wäre abgestürzt, bekomme ich
immer wieder Ärger. Nein - nicht Linux ist abgestürzt - nur die
Applikation Windowsmanager.
Und Du sagst, das OS Linux hat einiges an Tools dabei. Nein, was Du
aufzählst ist nicht das Betriebssystem. Und du hast es auf dem Rechner,
weil möglicherweise deine Distribution diese bereits installiert hat.
Anm: Nur weil man unter Linux einen Compiler benötigt soll ihn Windows
dabeihaben? Wofür?
Steffen R. schrieb:> Ich kann mir den Service aber auch> einkaufen oder Bekannte bitten.
Womit wir wieder bei "auch ein Windows ist nicht ohne "Experten"eingriff
sinnvoll nutzbar" wären.
Ihr greift hier schon viel zu tief: OS, Programme installieren,
Paketverwaltung...
Ich hab Bekannte - gute Freunde, für die ich den Computerkram mache,
weil ich das halt kann, und sie können dafür anderes -, die haben in 15
Jahren nicht verstanden, wieso "das Windows" und "der Browser" und "das
Schreibprogramm" verschiedene Dinge sind. Das ist "der Computer". Was da
drin passiert, verstehen die nicht, es muß nur funktionieren.
Und die gehen mit der Vorstellung ran: Wenn ich einen Computer kaufe,
dann kann der Internet, Email, Schreiben, Drucken, Bilder anzeigen. Die
Leute brauch ich auch nicht fragen: Was für Programme brauchst Du? Die
frage ich: Was willst Du machen? Und dann packe ich die meiner Meinung
nach geeigneten - und nicht zu umständlichen - Programme drauf.
Nun kommt gleich wieder das Argument: Dann dürfen die halt keinen
Computer haben. Doch, dürfen die. Sonst dürfte ich auch kein Auto
fahren, weil ich nicht weiß, warum die verf... Klimaanlage in der Karre
schon wieder nicht funktioniert.
Timm T. schrieb:> Nun kommt gleich wieder das Argument: Dann dürfen die halt keinen> Computer haben. Doch, dürfen die.
Genau. Deshalb ist das auch kein "Argument", sondern Anspruch und
abgehobene Forderung einer detailverliebten Technik-Elite, die sich gern
in ihrem Wissen um die Komplexität der Technik sonnt. Jene mit
einfachstmöglicher Bedienung abzuschirmen sollte dagegen zentrale
Zielrichtung jedweder Softwareentwicklung sein. Der weltweite
Windows-Standard entspricht dem viel eher, auch wenn Linux ein wenig
aufgeholt hat.
Timm T. schrieb:> Und die gehen mit der Vorstellung ran: Wenn ich einen Computer kaufe,> dann kann der Internet, Email, Schreiben, Drucken, Bilder anzeigen.
Hier wurde ja gefordert weniger (sinnloses) draufzupacken. Warum die
Computerverkäufer nicht die paar Euros draufpacken und statt Trials
Vollversionen draufpacken, ist mir schleierhaft.
Ich denke, diese Zielgruppe würde bei entsprechender Beratung mit Ziel
"dies ist ein fertig eingerichteter Rechner ohne versteckte
Zusatzkosten", einen solchen Rechner kaufen. Ich habe solche Anwender
jedenfalls so kennengelernt, dass sie auch mal (notgedrungen) mehr
ausgeben.
Ist der Markt hierfür zu klein, dass sich das lohnt?
Steffen R. schrieb:> Warum die> Computerverkäufer nicht die paar Euros draufpacken und statt Trials> Vollversionen draufpacken, ist mir schleierhaft.
Gabs doch schon: Wenn Du 1995 rum einen Rechner gekauft hast, war da
üblicherweise mit Win auch eine Office-Suite und CorelDraw oder so ein
Kram drauf. Und natürlich ein IE. Der Netscape Navigator kam mit der
AOL-CD. ;-)
Irgendwann kam dann der Mist mit den Scareware-Programmen auf, a la
Norten Security.
Als MS dann Works und Lotus - nicht daß ich es geliebt hätte, wir hatten
mal einen Admin der uns damit quälen wollte, der Typ war leicht
sadistisch veranlagt glaub ich - erfolgreich plattgemacht hat, gabs MS
Office nur noch als Trials oder gegen Aufpreis.
Nur dummerweise hat sich bei den Leuten halt langfristig festgesetzt
"bei einem PC ist Word dabei".
Du kaufst ja auch kein Auto, und 30 Tage später mußt Du die Sitze
nachkaufen, weil die nur zur Probe drin waren.
Timm T. schrieb:> Du kaufst ja auch kein Auto, und 30 Tage später mußt Du die Sitze> nachkaufen, weil die nur zur Probe drin waren.
Noch nicht. Abwarten. Je mehr Funktionalität nicht mehr durch teure
Mechanik sondern durch Firmware bestimmt wird, desto näher kommt man
Fahrzeugen, die nicht einzeln nach Kundenwunsch gefertigt werden,
sondern die das meiste schon drin haben. Willst ein Navi? Einparkhilfe
in 3 Stufen, Basis/Luxus/Frau? Und das wird dann selektiv per
Online-Registrierung freigeschaltet. Jahresweise.
A. K. schrieb:> Timm T. schrieb:>> Du kaufst ja auch kein Auto, und 30 Tage später mußt Du die Sitze>> nachkaufen, weil die nur zur Probe drin waren.>> Noch nicht. Abwarten. Je mehr Funktionalität nicht mehr durch teure> Mechanik sondern durch Firmware bestimmt wird, desto näher kommt man> Fahrzeugen, die nicht einzeln nach Kundenwunsch gefertigt werden,> sondern die das meiste schon drin haben. Willst ein Navi? Einparkhilfe> in 3 Stufen, Basis/Luxus/Frau? Und das wird dann selektiv per> Online-Registrierung freigeschaltet. Jahresweise.
Gibt es ja schon, Tempomat kann man z. B. bei vielen Herstellern gegen
Geld freischalten lassen.
Nur, will man das ?
Muss man sowas unterstützen ?
Gruss
Axel
Timm T. schrieb:> Wenn Du 1995 rum einen Rechner gekauft hast, war da> üblicherweise mit Win auch eine Office-Suite und CorelDraw oder so ein> Kram drauf.
Früher war alles besser. Da gab es entsprechende Lizenzen zum
Vorinstallieren noch für sehr wenig Geld und keine umständlichen
Aktivierungsprozeduren. Und weil der Internetmarkt nicht existierte,
hatten die Computerhändler Gewinnspannen, die ihren Namen verdienten,
und konnten es sich leisten, ein paar Extras draufzupacken.
Inzwischen kostet die billigste MS Office-Edition um die 100€ (bzw. um
die 40€ für die 365er Mietversionen). Die Gewinnspannen für die ohnehin
stark preisverfallende Hardware bewegen sich im unteren einstelligen
%-Bereich. Wenn du nun an einem 500€-PC 5% verdienst, also 25€, wobei da
noch Steuern abgehen, bleibt für Extras halt nichts übrig.
Steffen R. schrieb:> Holm T. schrieb:>> Naja, nee, war nicht gegen Dich gemünzt, Du hast aber den Finger schon>> drauf, es fehlt die Paketverwaltung. Und ein Compiler. Und eine>> brauchbarer Editor.... wenn ich es mir recht überlege fehlt da>> eigentlich Alles was ich brauche, andererseits muß ich dann auch noch>> feststellen das das OS aber absolut Alles hat, was ich nicht brauche...>> Sorry hier muss ich einfach mal einhaken. Meine es aber nicht so ernst:>> Wenn ich mal wieder ankomme und sage Linux wäre abgestürzt, bekomme ich> immer wieder Ärger. Nein - nicht Linux ist abgestürzt - nur die> Applikation Windowsmanager.>> Und Du sagst, das OS Linux hat einiges an Tools dabei. Nein, was Du> aufzählst ist nicht das Betriebssystem. Und du hast es auf dem Rechner,> weil möglicherweise deine Distribution diese bereits installiert hat.>> Anm: Nur weil man unter Linux einen Compiler benötigt soll ihn Windows> dabeihaben? Wofür?
..ist Dir schon aufgefallen das Du der Einzige von uns Beiden bist der
über Linux redet? Ich habe hier kein Linux, nein, auch kein Windows.
Weder benötigt Linux einen Compiler noch das OS was ich benutze (und das
hier außen vor bleibt)
Ich habe hier simpel festgestellt das ich mit Windows absolut Nichts
anfangen kann und das das Zeuch "Features" hat die ich nicht haben will.
Der Rest ist alleine Deine Interpretation..allerdings scheinst Du zu
beginnen Schlußfolgerungen in die ansatzweise richtige Richtung zu
ziehen.
Ich habe ein Betriebssystem mit dem ich umgehen kann und unter dem die
von mir angefragten Programme verfügbar sind. Es kostet Nichts, aber ich
würde keine Hausfrau darauf los lassen.
Windows ist ein absoluter Misthaufen was die Sauberkeit des Codes
angeht, es kann Nichts was ich brauche, telefoniert nach Hause und es
kostet Geld..so what.. ich möchte diesen Teppich bitte nicht
kaufen..paßt scho..
Gruß,
Holm
Axel L. schrieb:
[..]
>> Gibt es ja schon, Tempomat kann man z. B. bei vielen Herstellern gegen> Geld freischalten lassen.
...spätestens hier würde ich über einen Wechsel des Herstellers
nachdenken.
>> Nur, will man das ?
Tempomat schon, den Hersteller nicht.
> Muss man sowas unterstützen ?
Nö.
>> Gruss> Axel
Gru,
Holm
Icke ®. schrieb:> Timm T. schrieb:>> Wenn Du 1995 rum einen Rechner gekauft hast, war da>> üblicherweise mit Win auch eine Office-Suite und CorelDraw oder so ein>> Kram drauf.>> Früher war alles besser. Da gab es entsprechende Lizenzen zum> Vorinstallieren noch für sehr wenig Geld und keine umständlichen> Aktivierungsprozeduren. Und weil der Internetmarkt nicht existierte,> hatten die Computerhändler Gewinnspannen, die ihren Namen verdienten,> und konnten es sich leisten, ein paar Extras draufzupacken.>> Inzwischen kostet die billigste MS Office-Edition um die 100€ (bzw. um> die 40€ für die 365er Mietversionen). Die Gewinnspannen für die ohnehin> stark preisverfallende Hardware bewegen sich im unteren einstelligen> %-Bereich. Wenn du nun an einem 500€-PC 5% verdienst, also 25€, wobei da> noch Steuern abgehen, bleibt für Extras halt nichts übrig.
Lies mal das Kleingedruckte: Du darfst als Händler dem Enduser die 365er
Version nicht vorinstallieren, d.h. das hat die Hausfrau zu machen!
Alles klar, Windows ist gaaanz einfach zu benutzen.
Bin ich hier der einzige dessen Schuspitze im Arschloch von Gates und Co
stecken bleiben würde? Was diese Arschmaden mich schon an Lebenszeit
gekostet haben geht auf keine Kuhhaut mehr..
Gruß,
Holm
Holm T. schrieb:> Axel L. schrieb:> [..]>>>> Gibt es ja schon, Tempomat kann man z. B. bei vielen Herstellern gegen>> Geld freischalten lassen.>> ...spätestens hier würde ich über einen Wechsel des Herstellers> nachdenken.>>>>> Nur, will man das ?>> Tempomat schon, den Hersteller nicht.>
..hab jetzt mal gersuchmaschint... "Das Auto" und "Vorsprung durch
Technik" aka "Volks-"wagen und Ringelkarre machen das ..nothanks, aber
so weit bin ich schon seit ca 20 Jahren...
:-)
Gruß,
Holm
X. H. schrieb:> Können wir uns endlich einigen, dass windows Misst ist, weil es keine> freie Software im Sinne von Richard Stallman ist?
Schwer zu sagen warum genau es so mistig ist. Möglichewrweise weil der
Regelkreis (Kundezufriedenheit -> Verkaufszahlen -> Verbesserungen) beim
linken "->" unterbrochen ist.
Steffen R. schrieb:> ... Warum die> Computerverkäufer nicht die paar Euros draufpacken und statt Trials> Vollversionen draufpacken, ist mir schleierhaft.>> Ich denke, diese Zielgruppe würde bei entsprechender Beratung mit Ziel> "dies ist ein fertig eingerichteter Rechner ohne versteckte> Zusatzkosten", einen solchen Rechner kaufen. Ich habe solche Anwender> jedenfalls so kennengelernt, dass sie auch mal (notgedrungen) mehr> ausgeben.>> Ist der Markt hierfür zu klein, dass sich das lohnt?
Im Gegenteil, das ist ein sehr fetter Markt.
Und er gehört mittlerweile Apple.
Windows ist zu häßlich, zu kaputt, zu sehr von Treibern abhängig
(äußerst heterogene Hardwarebasis) um stabil zu sein. Außerdem ist
Microsoft zu arrogant und unbeliebt, um nennenswert Kunden anzuziehen.
Einen Windows-Rechner kauft man sich nicht, weil man das will, sondern
weil man muß. Und immer öfter muß man gar nicht.
Linux auf der anderen Seite richtet sich an den technisch versierten
Nutzer, der das Maximum aus seiner Hardware rausholen will. Das
Treiberproblem hat Linux auch und löst es dadurch, daß es sehr
konservativ ist was neue Treiber angeht. Was andererseits bedeutet, daß
neue Hardware erst spät oder u.U. nie unterstützt wird. Wobei das
natürlich vom Hardware-Hersteller abhängt. Es gibt sehr vorbildliche
Hersteller (z.B. Intel) die gute Treiber für Linux zeitnah bereit
stellen. Andere tun das halt nicht und deren Geraffel läuft dann nicht.
Axel S. schrieb:> Im Gegenteil, das ist ein sehr fetter Markt.> Und er gehört mittlerweile Apple.
Allerdings! Ich behaupte nicht, daß das Apple-Betriebssystem technisch
etwas Tolles wäre, Linux holt oft mehr Leistung aus der gleichen
Hardware. Aber man bekommt ein System, das halbwegs aus einem Guß ist
und das vergleichsweise intuitiv zu bedienen ist. Und für
Anwendungssoftware muß man zwar öfter bezahlen als unter Windows und es
gibt nicht so viel Auswahl, aber in der Regel ist die Qualität besser,
da Apple-User verwöhnt sind und sich nicht alles bieten lassen.
Ich verwende selbst seit über 10 Jahren als Haupt-Betriebssystem Mac OS
(auf MacBooks), allerdings je nach Software auch Windows und Linux in
virtuellen Maschinen oder auf PCs.
> Linux auf der anderen Seite richtet sich an den technisch versierten> Nutzer, der das Maximum aus seiner Hardware rausholen will.
Ich denke, man muß da stark unterscheiden zwischen dem Serverbereich,
dem Desktop-Bereich und dem Embedded-Bereich.
Im Serverbereich ist Linux es ziemlich konkurrenzlos, falls der Kunde
nicht sowieso aus historischen Gründen Windows nutzt, evtl. auch mit
Windows-Services, und sich ein weiteres Betriebssystem so weit wie
möglich sparen möchte. Nicht weil Linux so etwas Tolles wäre, sondern
weil Windows so sperrig ist.
Im Desktopbereich muß man sich normalerweise schon bewußt für Linux
entscheiden, z. B. aus Sicherheitsgründen. Ich kenne Leute, die das
privat getan haben, obwohl sie keine Computerfreaks sind.
Und beim Smartphone, Tablet oder E-Book-Reader interessiert es im Grunde
niemanden, unter welchem Betriebssystem es läuft, solange das Gerät
funktioniert, allerdings sind die Geräte in der Regel eine Einheit aus
Hardware und Software, sodaß man kaum eine andere Wahl als die
Herstellervorgabe hat, von "Bastellösungen" auf manchen Plattformen
abgesehen.
> Das Treiberproblem hat Linux auch und löst es dadurch, daß es sehr> konservativ ist was neue Treiber angeht. Was andererseits bedeutet,> daß neue Hardware erst spät oder u.U. nie unterstützt wird. Wobei das> natürlich vom Hardware-Hersteller abhängt. Es gibt sehr vorbildliche> Hersteller (z.B. Intel) die gute Treiber für Linux zeitnah bereit> stellen. Andere tun das halt nicht und deren Geraffel läuft dann> nicht.
Eigentlich ist es noch schlimmer als das: Viele Hersteller weigern sich,
die Dokumentation zu ihrer Hardware herauszugeben, sodaß manche Treiber
durch Reverse Engineering und Try and Error geschrieben werden.
Bernd K. schrieb:> Schwer zu sagen warum genau es so mistig ist. Möglichewrweise weil der> Regelkreis (Kundezufriedenheit -> Verkaufszahlen -> Verbesserungen) beim> linken "->" unterbrochen ist.
Diese interessante Beobachtung liegt halt darin begründet, daß Windows
nach wie vor bei nahezu jedem PC mitgeliefert wird. Insofern sind die
Windows-Verkaufszahlen beinahe statisch an die PC-Verkaufszahlen
gekoppelt. Unter diesen Umständen berührt einen als Softwarehersteller
die Kundenzufriedenheit jetzt nicht ganz so konkret, denke ich.
Matthias H. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Linux auf der anderen Seite richtet sich an den technisch versierten>> Nutzer, der das Maximum aus seiner Hardware rausholen will.>> Ich denke, man muß da stark unterscheiden zwischen dem Serverbereich,> dem Desktop-Bereich und dem Embedded-Bereich.
Das ist kein Widerspruch. Im Serverbereich tummeln sich nun mal die
Computer-Experten. Denen kann (im Gegensatz zum durchschnittlichen
Computer-Bild Leser) Linux keinen Schrecken einjagen. Daß Linux (und
jedes andere UNIX) außerdem das bessere Server-Betriebssystem ist, kommt
noch oben drauf.
Auch auf dem Desktop kann man Linux benutzen. Ich tue das seit fast 20
Jahren und habe damit keinerlei Probleme. Allerdings bin ich auch nicht
von Anwendungen abhängig, die es ausschließlich für Windows gibt. Im
Gegenteil benutzte ich auch vorher unter Windows schon lieber Software
(C/C++ Compiler, LaTeX) die es unter Linux nicht nur gibt, sondern die
dort sogar besser funktioniert.
Es wäre aber falsch zu behaupten, daß Linux auf dem Desktop für jeden
Anwender geeignet wäre. Es erfordert ein Mindestmaß an Computerwissen
und vor allem die Bereitschaft sich auf Neues einzulassen. Alternativ
hilft ein guter Bekannter, der als Administrator tätig wird. Dann kann
man einen Linux-PC genauso verwenden wie andere Linux-basierte
Appliences (Internet-Router, Settop-Boxen, Android-Telefone).
Matthias H. schrieb:> da Apple-User verwöhnt sind und sich nicht alles bieten lassen.
Revoluzzer, die. Wer braucht schon USB-Buchsen? Wer mit dem iPhone
mangels Empfang nicht telefonieren kann, ist nur zu doof, es richtig
anzufasssen. Betriebssystemupdates auf älterer Hardware? Unnötig,
Apple-User kaufen sowieso immer zeitnah den letzten Schrei aus
Cupertino. Deswegen muß man auch keine Akkus tauschen. Sicherheitslücken
müssen nicht gefixt werden, ein Mac ist allein durch seine Aura
unangreifbar. Außerdem, wer ist schon so blöd, (sehr) persönliche Fotos
von sich in die iCloud zu stellen? Auch sind Apple-Geräte grundsätzlich
unkaputtbar. Defekte sind IMMER auf nicht bestimmungsgemäße Verwendung
zurückzuführen und daher von der Garantie ausgeschlossen. u.s.w.u.s.f.
Ein Kunde von mir wünschte sich schon lange einen Mac. Geschäftlich
nicht drin, weil es die Software für Mac nicht gibt. Aber privat kein
Problem. Vor drei Wochen waren wir dann zusammen im Blödmarkt und
kauften einen 21,5" iMac für ~1100€. Ausgepackt, aufgestellt und
eingeschaltet. Die ersten 10 Sekunden passiert gar nichts (Strom richtig
dran?), oh jetzt kommt ein Bild. Netzwerk einrichten. WLAN will sich
nicht verbinden, vielleicht Schlüssel falsch? Nee, Windows-Notebook und
Android-Smartphone kommen damit sofort rein. Dann eben Patchkabel durch
die Bude gezerrt (Frau runzelt die Stirn). Das klappt. Benutzer anlegen.
Hmm, der Name wird nicht akzeptiert. Mit "ae" statt "ä" dann doch. Dann
rödelt das Ding, und rödelt, und rödelt, und rödelt... Nach einer halben
Stunde ohne Fortschritt bleibt nichts weiter übrig, als den Stecker zu
ziehen, die Kiste hat sich ganz offensichtlich aufgehängt. Same
procedure again. Name mit "ae" wird diesmal auch nicht gemocht, den
Benutzer gäbe es schon. Dann nehmen wir halt einen anderen. Diesmal
erscheint der Desktop schon nach ein paar Minuten, na endlich. Ich
erkläre noch ein paar grundlegende Dinge zur Bedienung und muß den
Kunden aus Zeitgründen dann seinem Elend überlassen. Jetzt, drei Wochen
später, wird neuer Termin angesetzt, weil die Bedienung doch nicht ganz
selbsterklärend ist und das WLAN immer noch nicht funktioniert (Frau
knurrt nunmehr angesichts des Patchkabels). Soviel zur sagenhaften
Qualität und Einfachheit von Apple-Technik.
Icke ®. schrieb:> Soviel zur sagenhaften Qualität und Einfachheit von Apple-Technik.
Wer auch einen Mac im Blödmarkt kauft … vielleicht mag der Mac ja
auch einfach nur keine Windowsnutzer. Wir haben auch so'n Teil im
Haushalt, im Gegensatz zu deinen Auslassungen gibt es durchaus
Sicherheitsupdates; WLAN funktioniert problemlos (wobei die Kiste
in der Regel doch lieber am Draht klemmt); nach 5 Jahren ist immer
noch der erste Akku drin, der viele Stunden hält; als das Ding mal
irgendwo angeeckt ist, wo jedes Plastegehäuse gesprungen wäre, hat
es sich ein wenig verzogen; das Teil kann man dank ordentlicher
Handbuchseiten auch als Entwickler benutzen, und der Netzteilstecker
ist sowieso genial. Einzig der Lüfter ist mittlerweile lauter
geworden, aber vermutlich sind sie nicht vor der üblichen Krankheit
gefeit, dass die Filtersiebe sich mit Staub zusetzen.
Nutzer mit Umlauten habe ich noch nicht probiert. Mein Login heißt
halt nicht „jörg“, sondern „j“, weil ich faul bin. ;-)
Nein, ich bin deshalb kein Apple-Fan.
Icke ®. schrieb:> Matthias H. schrieb:>> da Apple-User verwöhnt sind und sich nicht alles bieten lassen.>> Revoluzzer, die. Wer braucht schon USB-Buchsen? Wer mit dem iPhone> mangels Empfang nicht telefonieren kann, ist nur zu doof, es richtig> anzufasssen.
Da war 2010 das iPhone 4 betroffen. Verglichen mit den Hardwarebugs, die
sich andere Hersteller schon geleistet haben, ist das eine Kleinigkeit
und Apple hat allen Käufern auf Wunsch eine Handyhülle nachgeliefert.
> Betriebssystemupdates auf älterer Hardware? Unnötig,> Apple-User kaufen sowieso immer zeitnah den letzten Schrei aus> Cupertino.
Ich muß zugeben, für mein iPhone 4 und mein PowerBook (Modell von 2005)
gibt es keine Betriebssystemupdates mehr. In letzterem Fall allerdings
wegen anderer CPU-Architektur, und für heutige Verhältnisse geht auch zu
wenig RAM rein.
> Deswegen muß man auch keine Akkus tauschen.
Bei den neueren Modellen mit verklebtem Akku ist es in der Tat
schwierig. Da kann man verstehen, daß Apple da auf professionellen
Service verweist.
> Sicherheitslücken> müssen nicht gefixt werden, ein Mac ist allein durch seine Aura> unangreifbar.
Ich muß zugeben, daß Apple sich da nicht immer mit Ruhm bekleckert hat.
Da sind die meisten Linux-Distributionen schneller und manche (viele
aber auch nicht) werden länger gepflegt.
> Außerdem, wer ist schon so blöd, (sehr) persönliche Fotos> von sich in die iCloud zu stellen?
Selber schuld, aber niemand ist gezwungen, das zu nutzen. Immerhin ist
das eine Lösung, die funktioniert, ohne daß man Computerfreak sein
müßte.
> Auch sind Apple-Geräte grundsätzlich> unkaputtbar. Defekte sind IMMER auf nicht bestimmungsgemäße Verwendung> zurückzuführen und daher von der Garantie ausgeschlossen. u.s.w.u.s.f.
Das ist Unsinn. Ich habe sogar mal (ist allerdings schon fast 15 Jahre
her) ein runtergefallenes PowerBook mit gebrochenem Scharnier direkt bei
Apple auf Kulanz repariert bekommen, wofür das komplette Display
getauscht werden mußte. Heute habe ich eine Garantieverlängerung von
Gravis, die - ggf. mit Eigenanteil - "alles" repariert und, glaube ich,
sogar bei Diebstahl ersetzt. Ein ähnliches Produkt gibt es von Apple
selbst.
> Soviel zur sagenhaften Qualität und Einfachheit von Apple-Technik.
Keine Ahnung, was da schiefgegangen ist, das müßte man sich ansehen. Ich
habe auch schon Sachen erlebt, die manchmal haken, und das meist ohne
vernünftige Fehlermeldung. Z. B. klappt die automatische Datenübernahme
von einem älteren Betriebssystem manchmal aus unerfindlichen Gründen
nicht.
Ich muß sagen, ich habe vor ein paar Jahren mit einer Tante von damals
etwa 60 Jahren den ersten Computer ihres Lebens gekauft, damals ein
iBook. Ich habe ihr bei den Anfängen geholfen und sie ist nach kurzer
Zeit erstaunlich gut damit klargekommen, ich muß höchstens mal alle
halbe Jahr mal telefonisch helfen. Inzwischen hat sie ein aktuelles
Nachfolgemodell erworben.
Ich muß ganz klar sagen, mit einem Windows-Rechner hätte ich mir das
nicht angetan. Auch ein Argument für Apple neben der relativ intuitiven
und konsistenten Bedienung war in dem Fall übrigens der
überdurchschnittliche Kundendienst beim Händler bei ihr vor Ort, den sie
dann mit allen Fragen löchern kann. Dafür zahlt man dann etwas mehr als
bei einem Windows-Rechner...
Ich habe auch bei Linux schon merkwürdige Effekte erlebt. Zum Beispiel
habe ich vor kurzem auf einem ca. 15 Jahre alten Computer ein halbwegs
aktuelles Linux installieren wollen, da ich die Kiste noch wegen
Legacy-Schnittstellen und -Laufwerken behalten möchte und habe fast ein
halbes Dutzend Distributionen und noch mehr Installationsversuche
gebraucht, bis ich eine Distribution und Installationsmöglichkeit
gefunden habe, die sich nicht bei der Installation, beim Booten des
Systems oder im Desktop aufhängte, immer ohne sinnvolle Fehlermeldung...
Jörg W. schrieb:> Wer auch einen Mac im Blödmarkt kauft …
Nun, auch ein Apple aus dem Blödmarkt ist ein Apple. Und es wäre
ziemlich blöd gewesen, nicht dort zu kaufen, wenn die Kiste gerade im
Angebot ist und fast 100€ weniger aufgerufen werden als beim billigsten
Internetshop.
> vielleicht mag der Mac ja auch einfach nur keine Windowsnutzer.
Oder keine brainwashing resistenten Nutzer.
> im Gegensatz zu deinen Auslassungen gibt es durchaus Sicherheitsupdates
Ja sicher gibts die, nur nicht immer zeitnah.
> WLAN funktioniert problemlos
Schön. Im Gegensatz zu dir bei vielen anderen Apple-Usern aber nicht:
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article141567410/WLAN-Probleme-beim-Mac-sollen-endlich-verschwinden.html
Mal sehen, vielleicht hilft das Update.
Matthias H. schrieb:> Da war 2010 das iPhone 4 betroffen. Verglichen mit den Hardwarebugs, die> sich andere Hersteller schon geleistet haben, ist das eine Kleinigkeit> und Apple hat allen Käufern auf Wunsch eine Handyhülle nachgeliefert.
Wie großzügig. Oder doch Eigennutz? Hat immerhin eine teure
Rückrufaktion erspart. Wenn solche Dinge bei der Billigkonkurrenz
auftreten, hieße es "wer billig kauft..". Aber wenn ein derartig
preisintensives Gerät von einer Firma, die für sich in Anspruch nimmt,
"Das Beste" zu sein, eine der wichtigsten Grundfunktionen nur
unzureichend erfüllt, dann ist das einfach nur megapeinlich.
> Das ist Unsinn.
Nein, das war Sarkasmus. Dennoch liest man im Netz oft von unter
fadenscheinigen Begründungen abgelehnten Garantieansprüchen. Lustiges
Beispiel:
http://www.netzwelt.de/news/81245-apple-keine-garantie-raucher-rechner.html> Keine Ahnung, was da schiefgegangen ist
Ich auch nicht. Aber gleich zwei gravierende Fehler bei einem Gerät
dieser Preisklasse passen nicht zum Anspruch. Wäre es ein Windows-PC
gewesen, kämen sofort die üblichen Parolen...