Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Stromversorgung und Datenübertragung per USB


von Magneto F. (fpga_stud)


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Hallo zusammen

Ich möchte gerne eine unserer Geräte an USB betreiben. Aktuell läuft 
alles sauber mit 100MBit Ethernet, wobei weniger als 10MBit effektiv 
genutzt werden. Als einfachste Lösung sehe ich den Chip AX88179, welcher 
mir einfach eine Netzwerkkarte via USB 3.0 zur Verfügung stellt. Somit 
wäre der Entwicklungsaufwand softwareseitig minimal.

Selbstverständlich möchte ich auch gleich das USB als Energiequelle 
nutzen. Da beginnen jedoch meine Probleme... Mein Gerät benötigt ca. 
3.5W, was bei 900mA und mindestens 4.5V von USB 3.0 kein Problem sein 
sollte. Ich möchte jedoch auch gerne noch die Möglichkeit von mehr 
Leistung haben um zusätzliche Features freizuschalten.

USB unterstützt ja mit dem Standard BC1.2 bis zu 1.5A. Dafür hat es auch 
Chips wie der BQ24932 von TI, welche das ganze Sensing am D+ und D- 
übernehmen. Mein Problem ist jedoch dass ich gerne das CPD (Charging 
Downstream Port) nutzen möchte. Offensichtlich funktionieren alle diese 
Chips nur mit USB 2.0. Kann es sein dass ich bei USB 3.0 dieses BC1.2 
gar nicht machen kann? Kriege ich Probleme, wenn ich einen solchen Chip 
dazwischen schalte, kann ich dann auch nur noch 500mA am USB3.0 Port 
fordern?

Sieht sonst noch jemand einen Fehler bei meinen Gedanken?


Beste Grüsse

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Soll das also in einem Rechner verbaut werden?

und wenn man dann die 5V direkt vom Netzteil noch mit parallel klemmt?

von Magneto F. (fpga_stud)


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Das ganze soll ein Messgerät werden, welches nur mit dem USB-Kabel an 
einen PC oder Laptop angeschlossen wird. Daher möchte ich sehr gerne auf 
jede Art von zusätzlichen Netzgeräten verzichten.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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dann bleibt nur, mehrere USB-Buchsen zusammen zu klemmen, wenn der Strom 
nicht reicht.
Sofern die Buchsen dafür halt frei sind

von Heinz L. (ducttape)


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Ich wär da eher vorsichtig. Ja, die USB Power Delivery Specification 
erlaubt da einiges, nur ich würde nicht davon ausgehen, dass das für 
irgendetwas per default gilt außer USB-auf-Steckdose Adaptoren. 
Insbesondere nicht, dass sich Mainboardhersteller dafür länger als die 
letzten paar Monate dafür interessieren.

Nicht erst ein Mainboard ist abgekocht weil einfach der alte "500mA 
reicht für alles" Standard implementiert UND die ports nicht gegen 
Geräte, die mehr wollten, abgesichert wurde. Selbst bei Geräten die 
behaupten die "USB Power Delivery Specification" zu erfüllen hast oft 
das Phänomen, dass die auf diesem einen USB-Port sowas können (damit 
sie's halt draufschreiben können) und der Rest kocht Dir das Board weich 
wenn du dort sowas probierst.

Und von diversen 5-Euro USB-Hubs die vollmundig was von "self-powered" 
versprechen und dann nicht mal 'n Netzteil haben rede ich mal lieber 
nicht.

Ich will Dir wirklich nicht dreinreden, aber ich tät den Strom extern 
holen. Nur sicherheitshalber.

von Joe F. (easylife)


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Heinz L. schrieb:
> aber ich tät den Strom extern
> holen. Nur sicherheitshalber.

Ich täte das auch tun.

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