Hallo Zusammen,
ich habe hier schon oft mitgelesen, auch ohne aktiv in dieser Szene
aktiv zu sein und nun habe ich eine Frage bzgl eines kleines Projektes.
Obwohl ich hier und da mitgelesen habe, muss ich zugeben, dass mein
Wissen über Elektronik doch leider sehr beschränkt ist. Dennoch, aktuell
habe ich ein "Problem" bei dessen Lösung ich Hilfe brauche.
Ich brauche eine Lichtschranke, welche es, so glaube ich, nicht zu
kaufen gibt, deshalb denke ich, dass ich diese selber bauen muss. Kurz
zum Einsatzzweck:
Wir sind ein paar ambitionierte Fallschirmspringer und brauchen zu
Wettbewerbszwecken bzw. zum Training eine Lichtschranke, welche ein
akustisches Signal auslöst, wenn die Lichtschranke in einer bestimmten
Höhe durchflogen wird. Die Geschwindigkeit, mit der die Lichtschranke
passiert wird, beträgt ca. 80 bis 170 km/h.
Es soll dabei detektiert werden ob ein Pilot die Schranke in einer Höhe
von 1,5m oder tiefer durchflogen hat (Wahrscheinlich reicht ein Sensor
in Höhe von 1,5m, tiefer ist auch so Erkennbar). Die Distanz zwischen
Sender und Empfänger beträgt 15m.
Zur bessere Vorstellung ein Video :
https://www.youtube.com/watch?v=8M0CjTjoLSk
Ich habe ein paar Infos gefunden, allerdings nur zu Lichtschranken, die
entweder mit viel kürzerer Distanz arbeiten oder mit hoher
Reaktionszeit. Leider ist unser Sport nicht so verbreitet, alls das wir
alles Equipment einfach so kaufen können. Habt Ihr vielleicht ein paar
Ansätze, wie man dies am besten Lösen kann?
Ich danke euch allen vielmals im Voraus,
Benni
Peter II schrieb:> nö rechne einfach mal wie dick ein Mensch bei 25ms sein muss damit sie> auslöst.
Wenn ich mich auf die schnelle nicht verrechnet habe... ubs da hab ich
x25 vergessen :-/ Also 1,20m - Type Rainer Calmund. Na dann Jungs,
fressen, fressen... :)
Benny schrieb:> ich habe hier schon oft mitgelesen, auch ohne aktiv in dieser Szene> aktiv zu sein und nun habe ich eine Frage bzgl eines kleines Projektes.
Aber vielleicht warst du ja einfach nur passiv aktiv.
> Die Geschwindigkeit, mit der die Lichtschranke> passiert wird, beträgt ca. 80 bis 170 km/h.
Das sind weniger als 50m/s, d.h. ein 5cm langer Unterbrecher führt immer
noch zu einer mindestens 1 Millisekunden langen Unterbrechung. Übliche
Empfängerschaltungen für Infrarot-Fernbedienungen (z.B. VSOP38338,
VSOP58438) dürften das also prima schaffen. Als Lichtquelle vielleicht
ein kleiner Lasermodul/-pointer, der mit 38kHz Bursts moduliert wird.
Natürlich muss man sich im klaren sein, dass eine Fliege genauso eine
Unterbrechung erzeugen kann. Vielleicht wäre also eine
Doppellichtschranke mit ein paar cm Abstand besser.
Auf dem oben verlinkten YT-Video kann man deutlich erkennen, dass immer
mal wieder einer der "Tiefflieger" mit den Begrenzungspfosten am Boden
kollidiert. Da es sich offensichtlich um weiches, extrem nachgiebiges
Material handelt, scheint es hier keine ernsthaften Verletzungen zu
geben.
Ganz anders sieht es aus, wenn dort nun Hardware einer Lichtschranke
verbaut ist. Selbst wenn es sich dabei nur um geringere Massen handelt,
dürften bei einem Anprall mit den obengenannten Geschwindigkeiten
auf den Sportler punktuell erhebliche Kräfte einwirken, die durchaus
erhebliche Verletzungen verursachen könnten.
Wolfgang schrieb:> Aber vielleicht warst du ja einfach nur passiv aktiv.
Entschuldige bitte den Wortdreher, ich hoffe es ist klar was ich meinte
:-)
Wolfgang schrieb:>>Das sind weniger als 50m/s, d.h. ein 5cm langer Unterbrecher führt immer>noch zu einer mindestens 1 Millisekunden langen Unterbrechung. Übliche>Empfängerschaltungen für Infrarot-Fernbedienungen (z.B. VSOP38338,>VSOP58438) dürften das also prima schaffen. Als Lichtquelle vielleicht>ein kleiner Lasermodul/-pointer, der mit 38kHz Bursts moduliert wird.>Natürlich muss man sich im klaren sein, dass eine Fliege genauso eine>Unterbrechung erzeugen kann. Vielleicht wäre also eine>Doppellichtschranke mit ein paar cm Abstand besser.
Bei mindestens einer Millisekunde werden die oben genannten
Lichtschranken wohl viel zu träge sein. Dieses Modell wäre dann wohl
passender, oder ?
http://www.conrad.de/ce/de/product/507809/Laser-Lichtschranke-SA1E-L-Idec-SA1E-LTP3C-Einweg-Lichtschranke-Reichweite-Max-30-m?ref=list
Vielen Dank für den Tip mit der Doppellichtschranke, dass ist eine
Überlegung wert. Ich wäre allerdings froh, erstmal die einfache Variante
hinzubekommen. Ist ja mit Knapp 200 Euro für Sender & Empfänger auch
keine ganz günstige Geschichte. Das wäre dann der nächste Schritt und im
Anschluss daran eine zweite Lichtschranke um die
Durchschnittsgeschwdindigkeit zwischen beiden Schranken errechnen zu
können. Ich fange lieber erstmal einfach an und beschränke mich auf
Basisfunktionalität :-)
skydiver schrieb:> Auf dem oben verlinkten YT-Video kann man deutlich erkennen, dass immer> mal wieder einer der "Tiefflieger" mit den Begrenzungspfosten am Boden> kollidiert. Da es sich offensichtlich um weiches, extrem nachgiebiges> Material handelt, scheint es hier keine ernsthaften Verletzungen zu> geben.
Das Risiko ist bekannt und akzeptiert. Natürlich werden die
größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Vielen Dank für die ganzen fixen Antworten!
Ich wäre der Meinung, dass diese Aufgabe am besten mit
Laser zu lösen ist, dabei kann die Sicherheits-Distanz
auch weit mehr als 15 m betragen.
Das "Ziel" des Laserstrahles muss dann eine schnelle
Fotodiode bzw. Fototransistor sein, am besten in ein
100 mm Abfluss-Rohr mit 50 cm bis 1 m Länge eingebaut,
damit kein Sonnenlicht direkt darauf fallen kann (Sensor
im Schatten)
Damit sollte eine Modulierung des Lasers hinfällig sein,
der Rest liegt dann an der Auswerteelektronik...
Allerdings, wie schon weiter oben erwähnt, würde eine
Fliege oder Schmetterling zu Fehlauslösung führen,
auch Spinnen im "Schattenrohr" sind zu bedenken...
Gruß
Mani