Wie schliesst man einen Poti an?

OP #4153742
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ACHTUNG Anfängerfrage:

Ich habe ein Linearpoti und wollte den via AVR attiny13a ADC auslesen. 
Der Poti hat einen linearen Widerstandsverlauf von 5-95000 Ohm. In der 
Mitte zeigt das Ohmmeter also 45000 Ohm an.

Wenn ich jedoch den Poti mit einem Spannungsteiler anschliesse und die 
Spannung mit dem Oszilloskop auslese, ist der Verlauf nicht mehr linear, 
sondern eine Kurve.

Wie schliesst man denn sowas richtig an? Oder muss man das zwangsläufig 
im Programm so umrechnen, dass es linear wird?
#4153763
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Christian S. schrieb:

> Ich habe ein Linearpoti und wollte den via AVR attiny13a ADC auslesen.
> Der Poti hat einen linearen Widerstandsverlauf von 5-95000 Ohm. In der
> Mitte zeigt das Ohmmeter also 45000 Ohm an.

Möglicherweise verbraucht Dein Ohmmeter zuviel Strom. Schliesse
ein Voltmeter mit mindestens 10MOhm Innenwiderstand am Schleifer
an und eine niederohmige Spannungsquelle mit z.B. 10V an den
äusseren Enden des Potis.
Gast #4153767
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Christian S. schrieb:
> Ich habe ein Linearpoti und wollte den via AVR attiny13a ADC auslesen.
> Der Poti hat einen linearen Widerstandsverlauf von 5-95000 Ohm. In der
> Mitte zeigt das Ohmmeter also 45000 Ohm an.
>
> Wie schliesst man denn sowas richtig an?

Den Anschluß mit den 5 Ohm an Vcc. Den Anschluß mit den 95000 Ohm an 
GND. Die Mitte an den ADC-Eingang.

> Oder muss man das zwangsläufig
> im Programm so umrechnen, dass es linear wird?

Deinen Spannungsteiler weglassen und es wird im Prinzip automatisch 
linear. Der ADC mißt dann zwischen GND und seinem Eingang.
Gast #4153770
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Christian S. schrieb:
> Wenn ich jedoch den Poti mit einem Spannungsteiler anschliesse und die
> Spannung mit dem Oszilloskop auslese, ist der Verlauf nicht mehr linear,
> sondern eine Kurve.
>
> Wie schliesst man denn sowas richtig an? Oder muss man das zwangsläufig
> im Programm so umrechnen, dass es linear wird?
Auch ich verstehe nicht genau, was Du meinst. Nur so viel:
DAS (nicht "der") Potentiometer liefert nur einen linearen Verlauf, wenn 
es nicht belastet wird.
Angeschlossen wird es, wie schon gesagt oder im Link gezeigt wurde.
Wenn der Eingang des AVR hochohmig genug ist, sollte der 
Spannungsverlauf auch hinreichend linear sein.

Was dabei 'genug' bzw. 'hinreichend' ist, musst Du selbst wissen, ist ja 
Deine Anwendung.
Gast #4153776
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Ergänzung: Falls mangelnder linearer Verlauf Dein Problem sein sollte, 
würde ich eine einfache OPV-Schaltung, den sog. Elektrometerverstärker, 
empfehlen.
(Ist natürlich schaltungstechnisch ein wesentlich größerer Aufwand, als 
das Poti einfach so anzuschliessen, und wenn die Möglichkeit einer 
Umrechnung per Software besteht...)
Gast #4153781
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Das Poti ist offenbar ein 45k-Poti.

1. Richtig gemacht sollte man zw. VCC und Poti erst mal ein 
Schutzwiderstand von ca 100Ohm.

Dreht man nämlich das Poti auf Anschlag, so sind 5V über die 5R direkt 
an Masse.

2. Es gibt auch log-Poti! Gerade im Audiobereich
OP #4153793
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Leider habe ich kein Dokument zum Poti. Es ist ein Schiebepoti mit 3 
Pins. Die Pins haben die Nummerierung 1, 2 und 3. Folgendes konnte ich 
messen:

Schiebeposition      Pin     Widerstand
oben                 1->2    5
oben                 1->3    95000
oben                 2->3    95000

unten                1->2    95000
unten                1->3    95000
unten                2->3    5

Nur was sagt mir das jetzt?

Wenn ich keinen Widerstand brauche, da der Poti ja schon der 
Spannungsteiler sein soll, frage ich mich, wie ich ihn jetzt 
anschliessen kann.
Gast #4153808
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Christian S. schrieb:
> Pins. Die Pins haben die Nummerierung 1, 2 und 3. Folgendes konnte ich
> messen:
>
> Schiebeposition      Pin     Widerstand
> oben                 1->2    5
> oben                 1->3    95000
> oben                 2->3    95000
>
> unten                1->2    95000
> unten                1->3    95000
> unten                2->3    5
>
> Nur was sagt mir das jetzt?

Pin 2 ist der Schleifer. Zwischen Pin 1 und Pin 3 mißt du in jeder 
Schiebeposition das gleiche, nämlich die 95000 Ohm. Das sind die beiden 
äußeren Anschlüsse des 95k (100k) Widerstandes.

Also Pin 1 an Vcc und Pin 3 an GND. Pin 2 an den ADC Eingang.
OP #4153815
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Ich habe es tatsächlich schonmal so probiert, aber da es nicht 
funktioniert hat, habe ich diese Variante dann verworfen. Allerdings 
habe ich es jetzt nochmal so probiert und jetzt geht es, also habe ich 
bei meinem ersten Test einen anderen Fehler gemacht, den ich jetzt 
natürlich nicht mehr rekonstruieren kann.

Danke für die Unterstützung :)
Gast #4154437
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Ingo Less schrieb:
> Es ist cleverer den Versorgungspin des Potis nicht auf VCC sondern auf
> ARef zu legen... Dabei darf ARef natürlich nicht belastet werden...
Ich rieche einen Widerspruch!

Und warum auf Aref?
AVcc tuts doch genau so gut.
Versorgungsspannungsschwankungen fallen nicht auf, bzw gehen nicht in 
die Messung ein.
OP #4154827
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@Harald: Auch ohne Elektrikerausbildung bekomme ich es noch hin, zwei 
Klammern eines Multimeters an zwei Drähte zu befestigen und das 
Multimeter auf Widerstand zu stellen ;)



Jetzt habe ich ein weiteres Problem. Der ADC zeigt manchmal selbst bei 
0-Stellung des Poti einen Wert von knapp 60 an. Witzig: Je nachdem wie 
ich das Poti hinlege, verschwindet das Phänomen. Wie grenze ich so einen 
Fehler ein? Können elektromagnetische Wellen bei einem 95k Poti schon so 
viel ausmachen? Oder kann es doch ein Wackelkontakt sein? Das Poti hat 
eine 15cm lange ungeschirmte Litzenleitung zur gelöteten 
Lochstreifenplatine.
#4154836
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Bei einem Schiebepoti <15€ kann das schon vorkommen, vorallem in 
Endstellun. So ein Poti geht auch nicht kontinuierlich bis 
Endanschlag, sonder springt irgendwann auf Null (direkter Kontakt des 
Schleifers mit der Kontaktierung der Widerstandsbahn). Das funst (wird 
nicht verhindert) bei Billigteilen nicht optimal.
OP #4154874
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Es gibt zwei Status. Status1 = Es funktioniert wie erwartet. Status2 = 
Es funktioniert "anders". Ich meine damit jetzt nicht, es gibt "kaputt" 
und "nicht kaputt", sondern dass Status2 rekonstruierbar ist und immer 
die gleichen Werte ausgibt. Folgendes konnte ich im ADC messen:

reglerposition        status1       status2
0                     0-1           6-30 rumgewackel
128                   128-129       60-70 rumgewackel
255                   255           104-115 rumgewackel

Was mir besonders auffällt ist, dass status2 immer halb so viel wie 
erwartet ist, ausser, ich erwarte 0, dann ist es etwas mehr. Wo sollte 
ich am besten mit der Fehlersuche beginnen?
#4154976
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Kann mir das Verhalten so auch nicht plausibel Erklären?
Schieber verliert den Kontakt völlig, ADC Eingang floatet?

Häng mal'n 100k (o.ä) Widerstand zwischen GND und ADC, direkt am Poti. 
Schau ob's immer noch so stark wackelt. Geht der ADC-Wert immer wieder 
mal gegen 0, ist das Poti hin. Wenn's weiterhin Wackelt (andre Werte 
natürlich als ohne), gibt's Verbindungsprobleme zwischen Poti und ADC.

Poti recycelt?
Gast #4154997
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Ulrich F. schrieb:
> Ingo Less schrieb:
> Es ist cleverer den Versorgungspin des Potis nicht auf VCC sondern auf
> ARef zu legen... Dabei darf ARef natürlich nicht belastet werden...
>
> Ich rieche einen Widerspruch!
>
> Und warum auf Aref?
> AVcc tuts doch genau so gut.
> Versorgungsspannungsschwankungen fallen nicht auf, bzw gehen nicht in
> die Messung ein.

Wenn du mal die interne Ref benutzt is das Poti an AVCC fehl am Platz. 
Wenn du AVCC als ARef nehmen willst kannst du das über die 
endtprechenden Bits einstellen und AVCC wird auf ARef durchgeschaltet.
OP #4155026
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@Teo: Der Satz "Schieber verliert den Kontakt völlig" hat mir schonmal 
geholfen. Ich habe testwise mal den Pin abgelötet und siehe da, ohne 
Kontakt liefert der ADC Werte von 15-65, also die gleichen wie bei 
Reglerstellung 0 in status2. Ergo muss es also so sein, dass der 
Schieber manchmal keinen Kontakt hat, also kann eigentlich nur der Poti 
schrott sein und ich habe keinen Fehler gemacht. Aber wie erklärt sich 
dann Reglerstellung 255 bei status2? Die müsste dann ja logischerweise 
auch 15-65 sein und nicht bei 127 rumwackeln?

@Andere: Auch wenn es für euch Superprofis vielleicht lustig klingt, ist 
es als Anfänger alles andere als lustig, solche Fehler zu suchen, wenn 
man keine Ausbildung in diesem Bereich hat und sich dann solchem Spott 
aussetzen muss. Ins Forum geh ich nämlich auch nur dann, wenn ich nicht 
mehr weiter weiss...
#4155054
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Christian S. schrieb:
> Aber wie erklärt sich
> dann Reglerstellung 255 bei status2? Die müsste dann ja logischerweise
> auch 15-65 sein und nicht bei 127 rumwackeln?

Na wenn der Schleifkontakt knapp über der Widerstands-, Kontakt- Bahn 
schwebt, ist er einmal näher an GND, einmal mehr an VCC und es muss ja 
keine völlige Unterbrechung sein, nur sehr hochohmig.


PS: Ich halte das, hier aus der Ferne, noch nicht für eine 100% 
Diagnose!
Mach mich also nicht verantwortlich, wenn ein 40€ Poti das selbe 
Ergebnis produziert ;)

PSS: TdB einfach ignorieren :D
Gast #4155061
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Ingo schrieb:
> Wenn du mal die interne Ref benutzt is das Poti an AVCC fehl am Platz.
> Wenn du AVCC als ARef nehmen willst kannst du das über die
> endtprechenden Bits einstellen und AVCC wird auf ARef durchgeschaltet.
Jau!


Vcc ist hier schon voll ok....
Beim ATTiny13A schließt du an Aref nix an.
#4155159
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michael_ schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Schieber manchmal keinen Kontakt hat, also kann eigentlich nur der Poti
>
> Das Poti! Das Poti! Das Poti!.....

Das erinnert mich an die Leute, die sich an der Kasse von hinten, an mir 
vorbei, vorbeugen und einen Wahrentrenner vor mein Zeugs stellen :´(

Und da fragen sich manche Leute, warum ich mich öfter mal schäme ein 
Deutscher zu sein.
Gast #4155211
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Ihn dünkt', er säh' 'nen Widerstand,
  der war 'ne Kohlenbahn.
Er guckt' noch mal und merkt', es war
  ein kleiner Schleifer dran.
"Wenn Chris DER Poti schreibt,' sprach er,
  "Geschieht's im Fieberwahn."

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