Forum: Offtopic KFZ wie Automatisches Parken


von Bonner (Gast)


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Hallo Leute,
ich muss ein Referat über automatische Einparksystem halten.
Da ich im Internet fast nur Werbung finde wollt ich hier mal nachfragen, 
ob jemand weiß wie die nötigen Lenkmanöver berechnet werden?
Nicht genau im Detail, die gestellten Anforderungen an das Referat sind 
mehr als oberflächlich. Würd aber zumindest gern wissen ob es für solche 
Sachen Formeln genutzt werden, oder ob das eher numerisch 
errechnet/simuliert wird?

Kann man die "perfekte" Bahn für das Rückwärtseinparken berechnen?

Vielen Dank für eure Hilfe

von Klaus (Gast)


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Durchaus. Sobald eines Tages mal das Internet erfunden wird, kann man 
das bestimmt auch mit Suchmaschinen finden. Tja. Solange müssen wir halt 
noch warten.

von Gerald M. (gerald_m17)


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Bonner schrieb:
> Kann man die "perfekte" Bahn für das Rückwärtseinparken berechnen?

Ne, Dinge wie der Wendekreis können nur empirisch bestimmt werden.

von Max D. (max_d)


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Also ich glaube du denkst da ne Nummer zu kompliziert. Ich hab in der 
Fahrschule eine "Anleitung" für da Fahrschulauto gekriegt und die sah 
etwa so aus:
-parallel zum zukünftigen vordermann anhalten
-rückwärtsgang rein und langsam losrollen
-zügig voll einschlagen
-wenn im swutenspiegel der Bordstein auf Höhe der Stoßstange ist zügig 
zurücklenken
-weiter rollen Bis man ganz drinnen steht
Fertig

Sowas in der Art wird das Auto auch machen (evtl bißchen mehr Regelung)

von Bonner (Gast)


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Vielen Dank soweit, hatte die gängige Suchmaschine bereits getestet aber 
wie bereits geschrieben finde ich dort nicht viel außer Werbung, Tests, 
Automobilhersteller, etc. - entschuldige Klaus

Das einzige, was ich bereits gefunden habe, ist das Klothoiden Bahnen 
genutzt werden. Allerdings wie wird nicht beschrieben.

Des Weiteren habe ich Formeln gefunden um bei einem Achsschenkellenkung 
Lenkwinkel der Räder zu berechnen.

Wie gesagt ich will keine Mathematisch Abhandlung schreiben sondern in 
diesem Referat nur erwähnen wie überhaupt gerechnet wird.
Automobilhersteller machen aus so etwas gern ein Geheimnis.

So wie ich mir das denke muss eine Bahn (z.B.) im Bordcomputer 
eingespeichert sein. (Die minimale größe der Parklücke ist ja 
vorgegeben)
Oder wird die beim Scannen der Lücke berechnet?

Als nächstes muss der Wagen diese Bahn abfahren.
Dazu Formeln für die Achsschenkellenkung.

Und das war’s?

von MaWin (Gast)


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Bonner schrieb:
> Kann man die "perfekte" Bahn für das Rückwärtseinparken berechnen?

Kann man, tun Einparksysteme aber nicht. Die sind strohdumm. Wenn die 
Lücke klein wird, muss der Fahrer wieder ran.

Probleme gibt es natürlich bei Geröll oder zu niedrigem Reifenluftdruck, 
bei vom Auto gar nicht wahrgenommenen Parkzonenlinien oder beim 
absichtichen Parken halb auf dem Bürgersteig.

Autos sind ungefähr so doof wie Rasenmäherroboter oder 
Staubsaugerroboter.

von Tom (Gast)


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Nur kurz gegooglet:
Patente:
DE 102007004972 A1
EP0846593 A2
EP2091803 B1

home.arcor.de/schellinger/diplomarbeit16.doc

Viel Spaß beim Lesen.

von Auto (Gast)


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MaWin schrieb:
> Autos sind ungefähr so doof wie Rasenmäherroboter oder
> Staubsaugerroboter.

Fahren die Autos auch zufällig im Zickzack durch die Innenstadt bis sie 
in einer Lücke stehen?

von Bonner (Gast)


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Ok danke euch allen.
Die Diplomarbeit ist für mich mehr als ausreichend.

@Tom
Mit welchen Suchworten hast du denn gegoogelt?

von MaWin (Gast)


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Auto schrieb:
> Fahren die Autos auch zufällig im Zickzack durch die Innenstadt bis sie
> in einer Lücke stehen?

So ungefähr. Die Einparkautomatik ist jedenfalls eine grosse Lachnummer.
Nun ja, mit der elektrischen Servolenkung ist die Einparkfunktion ja für 
den Autohersteller quasi kostenlos zu implementieren.

von Tom (Gast)


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Google: einparken kreissegmente
Die Kreissegmente  hatte ich dank einiger Vorkenntnisse auf dem Gebiet 
noch im Gedächtnis.

von Selbstparker (Gast)


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Hallo,

also wenn du recht hast MarWin:

Wozu der ganze Kram? - In die große, gut markierte Parklücke schaffen es 
trotz aller Unkenrufe bestimmt 98% aller Führerscheininhaber.
Interessant und wirklich nützlich wird es doch wenn hinten und vorne 
wenige wenige Zentimeter Platz vorhanden ist, und die Parklatzbreite 
eigentlich nur für einen Kleinwagen aus den 70er Jahren geeignet ist.
Dieses Parkmanöver dann noch in 15-20 Sekunden vollbringen und solch ein 
Parkassistent würde wirklich interessant werden.
Außerdem müsste ein unterstützter "Falschparkmodus" mit drin sein (eine 
Art Darstellung aus Vogelperspektive in der gewählt wird wie geparkt 
werden soll) - Natürlich wäre der Fahrer weiterhin selbst für sein 
Falschparken verantwortlich und der Hersteller kann selbst wenn schwere 
Unfällen die durch Einsatz solch eines  "Falschparkmodus" ausgelöst 
würde nicht verantwortlich gemacht werden.

Also letztendlich immer noch eine teure Spielerei die in der aktuellen 
Ausbaustufe wohl keinen Wert hat. Und da alles geregelt und normiert 
werden muss (?) wird es solch eine Freiraum gegenüber den Hersteller nie 
geben.

Selbstparker

von Noch eine Selbstfahrer (Gast)


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> Wozu der ganze Kram?

Prototypen. Nur Spielzeug. Ausprobieren, ob so etwas akzeptiert wird.

Das wirkliche Geschäft werden selbst fahrende LKWs, Taxen, Traktoren... 
Wenn so ein LKW im Jahr 100000€ Personalkosten einspart - dann dürfen 
diese Systeme auch etwas kosten.

Und unterschätze die Lobbyisten der Automobilindustrie nicht - Wenn die 
Genehmigungen zu lange brauchen, drohen die mit der Verlagerung der F&E 
nach China.

von Georg (Gast)


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Noch eine Selbstfahrer schrieb:
> Das wirkliche Geschäft werden selbst fahrende LKWs, Taxen, Traktoren...

Vor allem wird der Wert von Car Sharing enorm gesteigert, wenn das 
Fahrzeug von selbst an die Haustür kommt und nach Gebrauch selbständig 
zur Basis zurückfährt.

Georg

von Noch ein Selbstfahrer (Gast)


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> und nach Gebrauch selbständig zur Basis zurückfährt

Direkt am Ziel aussteigen - keine Parkplatzsuche mehr. Das wird das 
Argument für Car Sharing.

Sobald die Einparkhilfe perfekt funktioniert, wird sie nicht mehr 
gebraucht. Parkt ja keiner mehr ein.

Solltest dich mit deinem Referat beeilen, bevor sich das Thema von 
selbst erledigt ;-)

von S. R. (svenska)


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Noch eine Selbstfahrer schrieb:
> Das wirkliche Geschäft werden selbst fahrende LKWs, Taxen, Traktoren...

Und LKW-Züge, wo die LKWs dann im cm-Abstand hintereinander die langen 
Strecken fahren, um Windwiderstand und damit Treibstoff zu sparen.

von Matthias (Gast)


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Georg schrieb:
> Noch eine Selbstfahrer schrieb:
>> Das wirkliche Geschäft werden selbst fahrende LKWs, Taxen, Traktoren...
>
> Vor allem wird der Wert von Car Sharing enorm gesteigert, wenn das
> Fahrzeug von selbst an die Haustür kommt und nach Gebrauch selbständig
> zur Basis zurückfährt.
>
> Georg

Autonom fahren ja, aber sicher nicht so schnell ohne Fahrer.

von Schreiber (Gast)


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Matthias schrieb:
> Autonom fahren ja, aber sicher nicht so schnell ohne Fahrer.

Selbst das ist praktisch:
Da kann der Fahrer die Ruhezeit auf der Straße verbringen. In Spanien 
die Tomaten/Gurken/Erdbeeren einladen, ab auf die Autobahn, Autopilot 
anschalten und dann ab in die Koje.
Anschließend irgendwo kurz vor Berlin aus der Koje raus, Autopilot aus 
und die letzten paar Kilometer zum Ziel fahren.

Damit kann man die von einem LKW am Tag gefahrene Entfernung locker 
verdreifachen bei konstanten Personalkosten.

von Georg G. (df2au)


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Selbstparker schrieb:
> Dieses Parkmanöver dann noch in 15-20 Sekunden vollbringen und solch ein
> Parkassistent würde wirklich interessant werden.

Nimm dir mal 2 Stunden Zeit und probiere einen aktuellen 
Einparkassistenten aus. Jedes größere Autohaus wird dir das gern 
vorführen. Du wirst dich wundern, wie gut die sind.

von lrep (Gast)


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S. R. schrieb:
> Und LKW-Züge, wo die LKWs dann im cm-Abstand hintereinander die langen
> Strecken fahren, um Windwiderstand und damit Treibstoff zu sparen.

Die Bahn kann das schon seit 100 Jahren mit noch geringerem 
Rollwiderstand als Gummireifen, und sehr zuverlässig, weil ohne 
Elektronik.

von Georg G. (df2au)


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lrep schrieb:
> Die Bahn kann das schon seit 100 Jahren

Und mit riesigem Abstand zwischen den Zügen. Im Mittel ist die Straße 
deutlich besser ausgelastet.

Im Übrigen: "Bahn, zuverlässig, ohne Elektronik" in einem Satz ist der 
Brüller der Woche.

von Timo (Gast)


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loll, ich glaueb die akteullen Saugroboter kennen die "Experten" hier 
auch nicht, die fahren mit wenigen mm durch schmale Gänge und danach 
auch wieder zurück, der Platz im Gang ist dabei so end, das er sich dort 
nicht mal drehen kann.
Und das ist nur mein aktueller VR200....die nächste Generation der 
Saugroboter wird sicher noch heftiger..ok mit dem Einparken hat er es 
auch nicht :-) Da braucht er tatsächlich immer etwas platz..aber klappt 
auch immer in einem Zug!

von Einparkautomatik-Benutzer (Gast)


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Georg G. schrieb:
> Nimm dir mal 2 Stunden Zeit und probiere einen aktuellen
> Einparkassistenten aus.

So sieht's aus. Die ewigen "Früher-war-alles-besser"-Grantler wie Mawin 
und Konsorten nerven hier nur noch rum...

Zurück zum Thema:

Aktuelle Einparkautomatiken, besonders die seitlichen, sind richtig gut, 
gerade in engen Parklücken. Die Rückwärts-Einparkautomatik überzeugt 
mich nicht so sehr, da ist der Mensch besser. Aber seitlich einparken: 
Da ist das Rennen entschieden, so wie einst mit den Schachcomputern. Die 
(aktuelle) Automatik siegt in den meisten Fällen mit komfortablen 
Vorsprung.

von Paul B. (paul_baumann)


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Einparkautomatik-Benutzer schrieb:
> Georg G. schrieb:
>> Nimm dir mal 2 Stunden Zeit und probiere einen aktuellen
>> Einparkassistenten aus.

Manch Einer nimmt sich auch ohne Einparkassistenten 2 Stunden Zeit für 
eine Parklücke.

Georg G. schrieb:
> Und mit riesigem Abstand zwischen den Zügen.
Dafür mit wesentlich mehr Ladekapazität pro Zug.
>Im Mittel ist die Straße deutlich besser ausgelastet.

Eben. Das ist Teil des Problems, nicht die Lösung. Immer mehr Verkehr 
auf den Straßen kann nicht die Lösung sein.

mfG Paul

von MaWin (Gast)


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Einparkautomatik-Benutzer schrieb:
> Aktuelle Einparkautomatiken, besonders die seitlichen, sind richtig gut,
> gerade in engen Parklücken. Die Rückwärts-Einparkautomatik überzeugt
> mich nicht so sehr, da ist der Mensch besser. Aber seitlich einparken:
> Da ist das Rennen entschieden, so wie einst mit den Schachcomputern. Die
> (aktuelle) Automatik siegt in den meisten Fällen mit komfortablen
> Vorsprung.

Loser

https://www.youtube.com/watch?v=5C5vlkxmEEQ

https://www.youtube.com/watch?v=Q8x9gg987QY

Die Situationen, bei denen Einparkautomatiken kläglich versagen, hatte 
ich schon beschrieben.

von Robert L. (lrlr)


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laut dem test, funktionierts wohl ganz gut:

http://www.auto-motor-und-sport.de/testbericht/einparksysteme-im-test-so-parkt-man-heute-3893260.html

das von MB ist das beste, braucht aber 1,3meter
das von VAG nur 80cm (rammt dafür 2 mal den Vordermann???)

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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lrep schrieb:
> Die Bahn kann das schon seit 100 Jahren mit noch geringerem
> Rollwiderstand als Gummireifen, und sehr zuverlässig, weil ohne
> Elektronik.

Und wenn die mal streiken sollten, verfaulen die Erdbeeren an der Grenze 
zu Deutschland. :-)

Robert L. schrieb:
> das von MB ist das beste, braucht aber 1,3meter
> das von VAG nur 80cm (rammt dafür 2 mal den Vordermann???)

AMS ist die Werkszeitung von MB und Auto Bild die von VW. :-)
Selbst reinsetzen und ausprobieren.

Ich mache es so:
Wenn die Mitte der Heckscheibe, beim rückwärts einparken, in Linie den 
Bordstein berührt, gegenlenken und passt. Ein kleiner Aufkleber kann für 
einen Anfänger hilfreich sein.

von Georg G. (df2au)


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MaWin schrieb:
> Die Situationen, bei denen Einparkautomatiken kläglich versagen, hatte
> ich schon beschrieben.

Eine andere Aussage von dir hätte mich auch verwundert. Nur du bist der 
Größte!

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