Hallo, ich betreibe einen AtMega1284p mit einem externen Quarz. Ich habe erfolgreich einen 12 Mhz und einen 16 Mhz angeschlossen (immer mit je 2 x 22 pf Kondensatoren). Wenn ich nun einen 20 Mhz Quartz anschliesse funktioniert gar nichts mehr. Der Atmega lässt sich nicht mal mehr programmieren. Hat jemand von Euch eine Ahnung woran das liegt? Laut Datenblatt müssten 20 Mhz möglich sein bei +5 V. Auch die Kondensatoren sind laut Datenblatt i.O.. Als Fuses habe ich bereits External Crystal Oscillator (CKSEL=1111 SUT=11) und Fullswing Oscillator (CKSEL=0111 SUT=11) probiert. Kennt jemand dieses Problem?
> Kennt jemand dieses Problem?
Nein.
Hier läuft einer mit 16 MHz und 2*15 pF, zwei mit 22 MHz und 2*12 pF,
alle auf 'Full Swing Crystal Oscillator' gestellt, es gab nie
irgendwelche Probleme.
Der Verdacht liegt nahe, dass es am Quarz liegt.
Timo .x schrieb: > Auch die Kondensatoren sind laut Datenblatt i.O.. Welches Datenblatt? Das vom Controller? Das passt in dem Fall nicht unbedingt. Welcher Quarz ist das genau?
Das Datenblatt vom AtMega1284p ja. Also ich habe inzwischen auch noch einen 25 Mhz Quartz ausprobiert, welcher ebenfalls nicht geht :(. Der Quartz ist dieser hier: http://www.reichelt.de/Quarze/20-0000-HC49U-S/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=32853&GROUPID=3173&artnr=20%2C0000-HC49U-S
Ok werd ich mal probieren. So einen hab ich blöderweise jetzt nicht da, muss ich mir morgen erst besorgen.
Platine oder Steckbrett? Falls Letzteres, einfach mal die Kondensatoren ganz weglassen.
Ist noch alles auf dem Steckbrett. Daher gibt es auch noch keinen Schaltplan, der würde erst folgen wenn der Aufbau klappt. Ich probiere es mal ohne Kondensatoren...
Hi >Ist noch alles auf dem Steckbrett. Dann hast du nicht nur 22p. >Ich probiere es mal ohne Kondensatoren... Sinnvoll. MfG Spess
Hmmm. Jetzt hat es tatsächlich funktioniert. Danke für die Hilfe nochmal! Anscheinend hat das Steckbrett ein gewisses "Eigenleben" ;)
> Anscheinend hat das Steckbrett ein gewisses "Eigenleben"
So ist es, Eigenkapazitäten und Übergangswiderstände.
Wobei ich hinzufügen möchte, dass Ihre Konstellation, also der flache 20
MHz-Quarz (auch von Reichelt) mit 2*22 pF bei mir auf dem Steckbrett
läuft, ATmega1284P-PU von 1050.
Hio
>Anscheinend hat das Steckbrett ein gewisses "Eigenleben" ;)
Ja. Vor einiger Zeit gab es hier mal den Fall, das jemand ein Layout von
einer funktionierenden Steckbrettschaltung gemacht hatte das nicht lief.
Grund: fehlende Kondensatoren am Quarz. Beim Steckbrett wurden die durch
die recht 'hochkapazitiven' Kontakte ersetzt.
MfG spess
wenn ich auf dem Steckbrett unbedingt einen Quarz brauche löte ich den mit Kondensatoren auf Lochraster. Dicht am DIL wird er dann mit Steckpfosten gesteckt weil die einfach besser kontaktieren.
Hi >wenn ich auf dem Steckbrett unbedingt einen Quarz brauche löte ich den >mit Kondensatoren auf Lochraster. >Dicht am DIL wird er dann mit Steckpfosten gesteckt weil die einfach >besser kontaktieren. Und wie bekommst du die Kapazitäten der angeschlossenen Kontakte weg? MfG Spess
spess53 schrieb: > Und wie bekommst du die Kapazitäten der angeschlossenen Kontakte weg? Na, entweder es geht oder geht nicht. Quarz auf Steckbrett ist eben pessimal. Optimal nimmt man den internen oder einen externen Oszillator. mfg.
> 56pF wären korrekt für diesen Quarz.
Das überrascht mich, woher hast du diese Info?
Stefan Us schrieb: > Das überrascht mich, woher hast du diese Info? Aus der Datenblatt-Angabe für den Quarz das dessen Last-Kapazität 30pF sind. C1 = C2 = 2*CL - Cs Wobei Cs für parasitäre Kapazitäten durch die Platine und die Anschlüsse des Controlles steht und der Einfachheit halber im niedrigen einstelligen Bereich angenommen werden kann.
spess53 schrieb: > Und wie bekommst du die Kapazitäten der angeschlossenen Kontakte weg? > > MfG Spess das habe ich nicht untersucht, nur besseren Erfolg mit dieser Methode gehabt. Besser jedenfalls als mit Quarzen auf dem Steckbrett.
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