Ich verstehe nicht, was du meinst.
Bei einem "Einsverstärker" hast du ja in der Regel keine Bauteile in der
Rückkoppelung, d.h. hier hast du keine Möglichkeit für externe
Kompensation.
Das bedeutet, dass du einen Op-Amp benötigst, der intern bereits so
kompensiert ist, dass er auch bei einem Verstärkungsverhältnis von 1,
bei der Frequenz, bei der der Ausgang um 180° phasenverschoben ist, eine
Verstärkung von < 1 aufweist.
Ansonsten wäre er nicht stabil.
Ein Op-Amp, der diese Eigenschaft hat, ist "universal kompensiert" oder
auch "unity gain compensated" (-> siehe auch "Miller compensation").
Der Nachteil daran ist, dass diese interne Kompensation die Bandbreite
limitiert.
Darum sind Op-Amps, die für sehr hohe Frequenzen geeignet sind (z.B.
LT6230), häufig nicht, oder nur "teil kompensiert", d.h. sie sind erst
ab einem bestimmten Verstärkungsfaktor >1 stabil.
Will man sie in einem niedrigeren Verstärkungsbereich betreiben, muss
zusätzlich extern kompensiert werden, was natürlich wiederum die
Bandbreite herabsetzt.
Aufpassen muss man immer, wenn vom Op-Amp Ausgang Kapazitäten getrieben
werden. Die verschieben die Phase zusätzlich nach hinten, so dass aus
einem stabilen Op-Amp ohne zusätzliche Kompensation ein Oszillator
werden kann.