Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik linux kernel am stm32f429


von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Erfreulicherweise tut sich an der linux am stm32-front wieder mal was:

http://lists.infradead.org/pipermail/linux-arm-kernel/2015-May/341941.html

Schon jemand probiert?

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von Hans Ulli K. (Gast)


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Da ist aber nur der Basic support.

UART, Flash und ggf. RAM

git://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/mcoquelin/stm32.git
Branch dev/stm32_v8

von STM32User (Gast)


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von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Ist ja schon mal ein Anfang... muss mir bei Zeiten mal neue crosstools 
bauen...

Ein 11.- uC mit linux könnte viele nette Projekte ermöglichen...

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von STM32User (Gast)


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https://www.youtube.com/watch?v=vuX6qwvs5Gs&feature=youtu.be

das sieht auch sehr beeindruckend aus

TCP/IP Stack and Networking in Linux on STM32F7

von STM32User (Gast)


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von STM32User (Gast)


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von Lukas K. (carrotindustries)


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Hab ich was verpasst? Wie läuft ein 'echtes' linux auf einmal auf einem 
Prozessor ohne MMU?

von hmm... (Gast)


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Lukas K. schrieb:
> Hab ich was verpasst? Wie läuft ein 'echtes' linux auf einmal auf einem
> Prozessor ohne MMU?

Das geht schon,siehe ucLinux. Ist aber frickelig, weil neben der mmu 
auch einige Dinge für "echtes" multithreading fehlen. Mitunter verhalten 
sich dann manche Funktionen (z.B die pthread Lib)  nicht so wie man es 
vom PC kennt. Auch die Standard Tools im Userland sind oft nur reduziert 
implementiert,wie z.B die Busybox.

Für Bastelprojekte würde ich mir das in Zeiten von RasPi und Co nicht 
mehr antun. Wenn es aber in Stückzahlen >>10k geht und man mit dem 
reduziertem Funktionsumfang klar kommt ist das schon ok und wird auch 
öfter noch so gemacht.

von Hans Ulli K. (Gast)


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Lange Geschichte ....

dort gibt es genug Infos

http://www.uclinux.org/

Was mich an dem Discovery Board interessieren würde, wie ist es mit dem 
LCD.
Ein Treiber mit SPI-LCDs ist im vanilla kernel
drivers/staging/fbtft/

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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ähm mmu-less ist schon lange im mainstream kernel...

nett wäre auf jedenfall der khttpd und ein vernünftiger usb-host.

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von STM32User (Gast)


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für euch gefunden

http://www.emcraft.com/som/stm32f4/usb-wifi-stm32f4

usb-host, httpd (lcd gabs schon immer)

software im source-code:

http://www.emcraft.com/products/224#software

mein STM32F429 Discovery Board bootet schon ucLinux :) in 1 Sekunde
(UART Konsole und Pinguin im Display)

nun werde ich noch Netzwerk anbauen (waveshare dp83848 ist bestellt)

von Hans Ulli K. (Gast)


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Gibt es denn ein preisgünstiges Board wo LCD und Ethernet zusammen 
drauf sind ?

Ich habe da keine Lust (noch) einen Drahtverhau (mehr) auf meinem Tisch 
zu haben.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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hmmm 2.6.33 ist nicht was ich mir vorstelle...

Wenn man sich das Repo auf das sich mein Post bezogen hat anschaut, dann 
schaut es so aus als würde es auf 4.0-rc1 basieren...

Wäre wesentlich interssanter...

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von Operator S. (smkr)


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Hans Wilhelm schrieb:
> Ein 11.- uC mit linux könnte viele nette Projekte ermöglichen...

Meinst du 11.- nur für den uC oder das gesamte board?

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Nur der IC... der Speicher würde nochmal 5-6.- kosten.. dann noch das 
PCB... summa sumarum ca die kosten von einem RPi für ein ganzes 
system...

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von Operator S. (smkr)


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Dann verstehe ich leider die ganze Freude daran nicht.
Ein AM3352BZCE60 kostet als Einzelstück bei Mouser 12.50, hat einen 
Cortex-A8 und taktet mit 600MHz. Da beim STM32 dann nochmals soviel 
Peripherie dazu kommt wie beim AM33, gibt es in der Summe keine 
Kostenersparnis.

Verstehe mich nicht falsch, auch ich hätte liebend gerne ein günstiges 
minimal Linux Board. Aber da sehe ich den Weg mittels Cortex-Mx 
immernoch als ungünstig an. Die Cortex-A bieten bei gleichem Geld 
einfach mehr Leistung.

von Uwe B. (Firma: TU Darmstadt) (uwebonnes)


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Ein F429 Discovery Board, auf dem
https://github.com/jserv/stm32f429-linux-builder
laeuft, kostet 30 Euro bei exp-tech und 25 Euro in der E-Bucht. Dafuer 
bekommt man den Chip, einen Debugger, ein LCD mit Touch, SDRAM und mehr.

von Alain S. (alain_s)


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Operator S. schrieb:
> Dann verstehe ich leider die ganze Freude daran nicht.
> Ein AM3352BZCE60 kostet als Einzelstück bei Mouser 12.50, hat einen
> Cortex-A8 und taktet mit 600MHz. Da beim STM32 dann nochmals soviel
> Peripherie dazu kommt wie beim AM33, gibt es in der Summe keine
> Kostenersparnis.
>
> Verstehe mich nicht falsch, auch ich hätte liebend gerne ein günstiges
> minimal Linux Board. Aber da sehe ich den Weg mittels Cortex-Mx
> immernoch als ungünstig an. Die Cortex-A bieten bei gleichem Geld
> einfach mehr Leistung.

Package / Case  298-LFBGA
Viel spass bei der Multilayer Platine und beim Löten..
in der Summe keine Kostenersparnis? Das kann ja unmöglich dein ernst 
sein..

von Ich selber (Gast)


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Hallo zusammen,
Allgemeine Verständnissfrage:
Welche Vorteile hat (hätte) es Linux auf eimem STM32 zu betreiben ?


 - > Ansprechendes HMI
 -> Netzwerktechnik (Webserver, Industrial Ethernet...)


funktionieren, mindestens im Zusammnespiel mit RTOS Systeme doch auch
Ohne LINUX ??

Gruß

von Scelumbro (Gast)


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Alain S. schrieb:
> Operator S. schrieb:
>> Dann verstehe ich leider die ganze Freude daran nicht.
>> Ein AM3352BZCE60 kostet als Einzelstück bei Mouser 12.50, hat einen
>> Cortex-A8 und taktet mit 600MHz. Da beim STM32 dann nochmals soviel
>> Peripherie dazu kommt wie beim AM33, gibt es in der Summe keine
>> Kostenersparnis.
>>
>> Verstehe mich nicht falsch, auch ich hätte liebend gerne ein günstiges
>> minimal Linux Board. Aber da sehe ich den Weg mittels Cortex-Mx
>> immernoch als ungünstig an. Die Cortex-A bieten bei gleichem Geld
>> einfach mehr Leistung.
>
> Package / Case  298-LFBGA
> Viel spass bei der Multilayer Platine und beim Löten..
> in der Summe keine Kostenersparnis? Das kann ja unmöglich dein ernst
> sein..

Ich finde es super, dass es für den STM32 auch Linux gibt - ich werde 
mir demnächst auch ein STM32F429 Disco zulegen und ausprobieren.
Es gibt allerdings Linux taugliche Prozessoren wie den iMX233 mit 450 
MHz auch im TQFP Gehäuse. Dazu noch Mainline-Kernel. Der STM32 Kernel 
ist, soweit ich mich erinnere, ein 2.6.
Hier mit 64 MB Ram auf zweilagiger Platine. Auch preislich kaum von 
einem STM32 System zu schlagen. Für 25 € zu haben. Allerdings ohne 
Display (aber mit TFT Interface):
https://www.olimex.com/Products/OLinuXino/iMX233/iMX233-OLinuXino-MICRO/open-source-hardware

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Dann zeig mal 1 vernünftiges RTOS das nicht closed source ist.

Linux am STM32 hätte für mich vor allem den Vorteil von einem 
vernünftigen Netzwerkstack, einer verlässlichen filesystem 
Implementierungen, und zu guter Letzt einen Haufen USB-Quirks der nie 
schadet...

73

von Operator S. (smkr)


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Hans Wilhelm schrieb:
> Dann zeig mal 1 vernünftiges RTOS das nicht closed source ist.

NuttX

von Hans Ulli K. (Gast)


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@Uwe Bonnes
Danke habe ich schon gesehen, aber da muss ich ja den PHY noch als 
externes Board zufügen.

@Hans Wilhelm
Beachte auch mal diese Mail
http://lists.infradead.org/pipermail/linux-arm-kernel/2015-May/344800.html
Nur zur Info das ist einer der Maintainer für RT-LINUX

von STM32User (Gast)


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Hans Ulli Kroll schrieb:
> @Uwe Bonnes
> Danke habe ich schon gesehen, aber da muss ich ja den PHY noch als
> externes Board zufügen.

nicht nur den PHY (ebay 10,- € waveshare dp83848)

sondern man braucht auch einen RS232 3.3V auf USB Wandler

von Hans Ulli K. (Gast)


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Habe grade mal ein altes Bootlog gefunden ...

http://www.emcraft.com/som/stm32f4/usb-wifi-stm32f4

USB ist ein DWC
1
USB: DWC2 USB driver
2
dwc2 dwc2.0: DWC OTG Controller
3
dwc2 dwc2.0: new USB bus registered, assigned bus number 1
4
dwc2 dwc2.0: irq 77, io mem 0x00000000
der ist schon mainline, da braucht es ggf. nur leichte Änderung im DTS 
File

Und Ethernet könnte auch schon drin sein
drivers/net/ethernet/adi/bfin_mac.c

STM32User schrieb:
> Hans Ulli Kroll schrieb:
>> @Uwe Bonnes
>> Danke habe ich schon gesehen, aber da muss ich ja den PHY noch als
>> externes Board zufügen.
>
> nicht nur den PHY (ebay 10,- € waveshare dp83848)
>
> sondern man braucht auch einen RS232 3.3V auf USB Wandler

das aber nur als Kabel (tippe ich drauf)

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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von Ich selber (Gast)


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Operator S. schrieb:
> Dann zeig mal 1 vernünftiges RTOS das nicht closed source ist.

Wenn es sich um ein vernünftiges RTOS handelt, worin soll das Problem 
bestehen das es closed source ist ?

Die Tatsache das nicht "Hinz und Kunz" nach belieben im Quellcode 
"herumwirkt" muss kein Nachteil sein.

Gruß

von Hans (Gast)


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Naja, wenn ich heute von Firma X ein Modul habe kann ich von Firma Y mir 
ein board support package kaufen...

Das hat für mich schon Vorteile...

von STM32User (Gast)


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von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich selber schrieb:
> Operator S. schrieb:
>> Dann zeig mal 1 vernünftiges RTOS das nicht closed source ist.
>
> Wenn es sich um ein vernünftiges RTOS handelt, worin soll das Problem
> bestehen das es closed source ist ?
>
> Die Tatsache das nicht "Hinz und Kunz" nach belieben im Quellcode
> "herumwirkt" muss kein Nachteil sein.

Da muss man nochmal unterscheiden: nur weil es OS ist, heisst das noch 
nicht, dass jeder am Code des Hauptzweiges herumpfuschen darf. Und 
weiter: nur weil es OS ist, muss es noch lange nicht "für umme" zu haben 
sein :-)

Aber für einen, der sein Handwerk versteht, ist ein OS mit Quellcode 
natürlich wertvoller als eines ohne.

Bei NuttX (BSD-Lizenz, also auch als CS später voll kommerziell nutzbar) 
konnte ich bspw. den Treiber für den GUI-Bereich an den LTDC vom 
STM32F429 und den Scheduler an unsere Zwecke anpassen.

Ein weiterer Vorteil bei den meisten OS-Lizenzen ist, dass die Software 
weiter gepflegt werden kann (notfalls von uns selbst), falls die Firma 
abnippelt oder eines Tages meint: "Och nö, das lohnt nicht mehr, für die 
Prozessorfamilie stampfen wir den Support ein!".

Und dann hinge ich bei CS als Anwender in der Luft mit einem OS, für das 
es keine Bugfixes/Erweiterungen etc. mehr gibt.

von Hans Ulli K. (Gast)


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Hallo Leute,

gerade gelesen
http://www.cnx-software.com/2015/08/07/stm32f746g-disco-is-a-49-cortex-m7-board-with-a-4-3-lcd-display-arduino-headers

Alles was man braucht
Ethernet, USB, LCD, 16MB RAM, micro SD

für ca. $4

von Operator (Gast)


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Ich selber schrieb:
> Operator S. schrieb:
>> Dann zeig mal 1 vernünftiges RTOS das nicht closed source ist.
>
> Wenn es sich um ein vernünftiges RTOS handelt, worin soll das Problem
> bestehen das es closed source ist ?

Lerne bitte richtig zu zitieren, das habe ich nie behauptet!

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