Tach allerseits! Hat schon mal jemand versucht mit den billigen AV Videostrecken einen digitalen Kanal zu bauen? Normalerweise sind diese Teile doch FM und modulieren schlicht die Eingangsspannung des FBAS auf den Träger auf. Die Idee kam mir da diese Strecken ja die gesammte Bandbreite eines FBAS zur Verfügung stellen müssen. Die ist nicht von schlechten Eltern: Da sollte einiges an Bitrate drin sein. Hintergrund des ganzen ist ein DIY digital FPV zum Fliegen. Thor
Hallo, willst du 'nur' einige digitale Informationen zusammen mit den Bilddaten einer Kamera übertragen oder willst du die gesamte Bandbreite für digitale Daten nutzen ? Im ersten Fall gibt es dazu haufenweise Schaltungen (auch ohne Spezial-ICs), die beliebige Texte in ein vorhandenes Videosignal (Kamera) einfügen können. Im zweiten Fall sollte der Bildinhalt in kleine Quadrate aufgeteilt werden. Bei SW-Bild entspricht jedes Quadrat einem Bit (scharz=0, weiss=1). Bei Farbe könnte man pro Quardat 3 oder 4 Farben codieren. Die Erzeugung eines Farbbildes ist entsprechend aufwendig. SW geht schon mit kleinen Mikrokontrollern. Interessant wird allerdings die Auswertung des empfangenen Bildes und die Rückgewinnung der Daten. Je mehr Quadrate das Bild hat, desto mehr Rechenpower braucht die Auswerteelektronik. Bei sagen wir mal 9 Quardaten (3x3) könnte man die Auswertung noch mit einem AVR gelingen. Interessant wird es bei der Fehlererkennung/-korrektur. Die digitalen Daten sollten sich am besten nicht bei jedem Bild ändern. Es sollte auf jeden Fall prinzipiell funktionieren, die Datenrate müßte man empierisch ermitteln.
Alex S. schrieb: > Hintergrund des ganzen ist ein DIY digital FPV zum Fliegen. Bei FPV wird das Videosignal nahezu immer analog übertragen. Digitale Übertragungsverfahren sind hierfür nicht so gut geeignet, da vor allem erhebliche Latenzen auftreten können, die das sichere Steuern des Fluggeräts problematisch werden lassen.
LN schrieb: > Bei FPV wird das Videosignal nahezu immer analog übertragen. > Digitale Übertragungsverfahren sind hierfür nicht so gut geeignet, > da vor allem erhebliche Latenzen auftreten können, die das sichere > Steuern des Fluggeräts problematisch werden lassen. Stimmt so nicht ganz. Die Latenzen stören bei den besseren FPV-Fliegern nicht. Während bei altmodischen Modellflugzeugen die Fernsteuerung die Servos (und somit auch die Ruder) direkt ansteuert werden bei den besseren FPV-Modellen nur noch Flugrichtung, Geschwindigkeit und Flughöhe sowie deren gewünschte Änderungsraten (Beispiel: Sinken von 300m ü.NN auf 250m ü.NN mit 0,5m/s, Flugrichtung 180°) vorgegeben. Damit kann man auch Latenzen von wenigen Sekunden überbrücken. Interessant für alle die weit außerhalb ihres Sichtbereiches fliegen wollen (natürlich nur da wo es erlaubt ist...) Nur das Landen ist noch schwierig, wird aber sicher einfacher werden sobald es günstige Radarhöhenmesser und DGPS-Empfänger gibt.
Ja, um die Frage von Transmitter aufzugreifen, ich habe vor ein digitalen Videostream über eine analoge Funkstrecke zu übertragen. Das Problem, dass LN angesprochen hat ist das Hauptproblem, das ich lösen will. FPV mit einem Raspberry PI und WiFi gibt es auf youtube zu bewundern. Allen gemein ist das Problem der Verzögerung. WiFi ist nicht in der Lage Verzögerungen kleiner als 120ms zu liefern. Das ist zu viel für die meisten. Deswegen wird analog geflogen. Man könnte dem Problem jetzt mit einem SDR oder ähnlich teurem Equipment zuleibe rücken. Allerdings wer will 5.000€ oder mehr für sein FPV ausgeben?? Die analogen Videofunkstrecken sind sch***e billig und mit der richtigen Kodierung steck da ne Menge Datenrate hinter. Vorteile von einer digitalen Strecke wären Fehlerkorrektur und bessere Ausnutzung der Bandbreite. Damit sind wahlweise bessere Bildqualität bei niedrigerer Reichweite oder umgedreht möglich. Idealerweise sogar dynamisch umgeschaltet. Meine Frage war nun ob das schon mal jemand ausprobiert hat. Thor
Alex S. schrieb: > Meine Frage war nun ob das schon mal jemand ausprobiert hat. > Thor Ja, all jene die außerhalb ihrer Sichtentfernung fligen. Aus Texas einen Flugkörper über Bagdad zu steuern und dann auch noch zu treffen geht nicht mit den altmodischen, analogen Steuerungen.
Schreiber schrieb: > Aus Texas einen > Flugkörper über Bagdad zu steuern und dann auch noch zu treffen geht > nicht mit den altmodischen, analogen Steuerungen. Nur der Vollständigkeit halber: Die Jungs sitzen nicht nur in Texas an ihrem Männerspielzeug, sondern angeblich auch in Ramstein, Germany. Da die Kommunikation hier (teilweise) über militärische Nachrichten- satelliten geführt wird, treten – unabhängig vom Übertragungsstandard - grundsätzlich Latenzen auf, die durch die Signallaufzeit im Funkfeld entstehen.
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