Ni 1000 umrechnungs Formel

Gast #4165452
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,
ich suche jetzt schon einige Zeit im Netz nach einer Formel
um den Widerstandwerts eines Ni 1000 Temperaturfühlers
in einen Temperaturwert umzurechnen.

Eine vereinfachte Formel würde mir reichen.
Temperaturbereich 0°C-60°C ist auch völlig ausreichend.

Hat da jemand was parat bzw. eine Seite wo ichs nachlesen kann?
Gast #4165461
Lesenswert?
• ▲
▼
cgu schrieb:
> Hat da jemand was parat

Jeder braucht da einen anderen Temperaturbereich, und dazu kommt in 
jedem Fall eine andere Vorstellung davon, wie die Gleichung aussehen 
soll und wie genau das Ergebnis sein soll. Es gibt daher abertausende 
Möglichkeiten für die gewünschte Gleichung.

Ich gehe folgendermassen vor: ich wähle den Temperaturbereich, suche 
innerhalb dessen Stützpunkte, d.h. Paare aus Temperatur und Widerstand, 
aus der DIN-Tabelle, und wähle einen Gleichungstyp, normalerweise eine 
Gleichung 3.Grades, also T = a*R + b*R^2 + c*R^3. Mit Hilfe eines 
Mathematikprogramms und der Stützpunkte lasse ich a,b,c optimal 
bestimmen (Solve, Fit o.ä.).

Anschliessend führe ich eine Kontrollrechnung durch, wie gross der 
maximale Fehler im gewünschten Bereich ist (das Verfahren hat zur Folge, 
dass ausserhalb grössere Fehler auftreten) und ob mir das reicht - 
notfalls muss ich den Gleichungsgrad erhöhen, vielleicht komme ich aber 
auch mit einer quadratischen Gleichung aus. Wie gesagt, jeder Fall ist 
anders, und eine Gleichung zu benutzen, die bis 500 °C geht, ergibt für 
eine Aquarienheizung eine unnötig schlechte Näherung.

Gleichungen 2. und 3. Grades lassen sich sehr schnell berechnen, da man 
nur einfache Multiplikation braucht. Natürlich kann man sich auch 
mathematisch ausspinnen und irgendwelche anderen Gleichungstypen 
verwenden.

Georg
Gast #4165710
Lesenswert?
• ▲
▼
im Bereich 0..60°C könntest Du es ja mal mit dieser Formel versuchen:

Temperatur = (Widerstand-1000Ohm) * 60 Grad / 353

Weil der Ni1000 keine gerade Kennlinie hat liegt das Ergebnis bei 10° 
etwa 0,5K daneben, bei 20 u. 40 Grad sind es ca. 1K

Aber was willst Du mit dem Widerstand-zu-Grad Umrechnen erreichen?

Zum Testen mit dem Ohmmeter ist es o.K.
Wenn die Temperatur aber über einen Analogeingang gemessen werden soll, 
wird ein Spannungsteiler benötigt. Die "Temperaturspannung" ist dann 
wieder abhängig von der Speisespannung und dem gewählten Festwiderstand.
Dann ist auch noch der Strom durch den Fühler zu beachten, ist er zu 
groß erwärmt sich der Fühler von selber..

Hier gibt's übrigens eine Übersicht der Kennlinien verschiedener 
Temperaturmeßelemente:
http://www.fuehlersysteme.de/wiki/widerstandskennlinien

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.