Spannungsstabilisierende Wirkung Zenerdiode geht wann verloren?

Gast #4166393
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Wir haben angenommen, dass die stabilisierende Wirkung der Zenerdiode 
verloren geht, wenn der gesamten Strom durch Rl fließt.

Ist dies eine vereinfachte Regel zum Rechnen, dass Iz(min)=0 sein muss? 
(und dieser in der Realität ziemlich gering ist.
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Gast #4166407
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>Wir haben angenommen, dass die stabilisierende Wirkung der Zenerdiode
>verloren geht, wenn der gesamten Strom durch Rl fließt.

Nö, das passiert schon vorher. Dazu muss man sich nur
mal das Datenblatt der Z-Diode und die Kennlinien darin
ansehen.
#4166502
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Hallo,
> Fragant schrieb:
> Genau, da dieses Iz(min) aber sehr gering ist, kann man für "einfache"
> Berechnungen sagen, dass Iz= 0 sein muss oder?
nein, das darf man nicht! Bei Iz = 0 ist auch Uz=0!

Iz sollte mindestens so groß sei, das die Z-Diode auch im dem steilen 
Bereich der Kennlinie arbeitet.
http://elektroniktutor.oszkim.de/bauteilkunde/bt_pict/z_diodkl.gif
Gruß Öletronika
Gast #4166505
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Der gesamte Strom MUSS durch R1 - wo soll er sonst langfließen?

Also: Noch mal überlegen.

Wann fließt denn ein Strom (Iz > 0) durch die Z-Diode?
Und welche Spannung ergibt sich dann an der Z-Diode?
Gast #4166541
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R1 muß so viel Strom liefern können, daß die Z-Diode stets im 
Arbeitsbereich bleibt (Datenblatt). Wenn RL zu viel Strom frisst geht 
die Spannung an der Z-Diode in den Keller! Wenn die Z-Diode zu viel 
Strom verheizen muß, ist auch schlecht. Deswegen ist diese Schaltung 
heute weniger beliebt.
Gast #4166551
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U. M. schrieb:
> Hallo,
>> Fragant schrieb:
>> Genau, da dieses Iz(min) aber sehr gering ist, kann man für "einfache"
>> Berechnungen sagen, dass Iz= 0 sein muss oder?
> nein, das darf man nicht! Bei Iz = 0 ist auch Uz=0!

aber auch nur bei einer realen Diode. Was der OP hier schreibt, sieht 
eher nach einer Aufgabe für die Uni aus. Und hier wird mit idealen 
Komponenten gearbeitet.
Daher kann er sehr wohl annehmen, dass Iz=0 bei (Uz>=0 und 
Uz<=Zenerspannung). Auch in der Praxis reicht diese Betrachtung in 
vielen Fällen schon aus.
#4166646
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So eine Z-Diode hat zwei nicht spannungsregelnde und zwei 
spannungsregelnde Zustände, die sich gemäß dem Stromfluß einstellen.

1. zu wenig Strom - keine Regelung
2. Strom genau richtig - Regelung gemäß der Kennlinie
3. zuviel Strom - Regelung gegen 0 Volt nach dem Durchlegieren
4. noch mehr Strom - keine Regelung weil nur noch Beinchen übrig

;) SCNR
Gast #4166670
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Für einen richtigen Text ist es mir jetzt zu spät...

Man kann (wie sobst bei Transistoren, Trioden und Pentoden üblich) eine 
Arbeitsgerade in die Kennlinie malen. Die Ausgangsspannung der Schaltung 
liegt auf der Kreuzung zwischen Bauelementkennlinie und Arbeitsgerade. 
Ein entnommener Strom I_L zieht die Arbeitsgerade um I_L nach unten.
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Gast #4166678
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Die Stabilisierungswirkung (also wieviel bei U_Z passiert, wenn man U_V 
um delta_U ändert) lässt sich auch ablesen, indem man die Lastgerade um 
delta_U seitlich verschiebt. Ist man im fast senkrechten Bereich der 
Kurve (I_L = 0), passiert wenig, unten beim Knick (I_L = 100mA) mehr.

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