Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Displaygestaltung


von Ingo L. (corrtexx)


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Hallo Leute,

ich habe einen elektronische Last gebaut. Bei dieser wird durch ein Menü 
mittels Inkrementalgeber durch ein Menü navigiert. Soweit alles gut.
Jetzt möchte ich wenn ich Sollwerte ändern möchte, dies in zwei Stufen, 
nämlich grob und fein, machen.

Mir fällt leider keine Sinnvolle Idee ein, das grafisch darzustellen.
So sieht es bisher aus.

 SollwertSpannung
»SollwertStrom
 SollwertLeistung

Wobei mir der Doppelpfeil die Menüposition anzeigt. Wenn man dann 
bestätigt, wird aus dem '»' derzeit ein 'O' für grob, bei Erneuten 
Bestätigen (drücken eines Tasters), wird aus dem 'O' ein 'o' für die 
Feineinstellung. Bestätigt man nochmal, ist man wieder im Menü und kann 
durch die Werte mit dem '»' navigieren.

Jetzt das eigentliche Problem. 'O' und 'o' sind doof. Mit fällt absolut 
kein selbsterklärendes Zeichen für grob und fein ein. Habt ihr ne Idee?
Eigene Zeichen gingen auch, aber wie die aussehen sollen weiss ich auch 
nicht.

Display ist ein 4x20.

Bin für alle sinnvollen Beiträge dankbar.

Edit:
Man kann natürlich die Drehgeschwindigkeit differenzieren um so große 
Stellbereiche abzudecken, das finde ich allerdings mehr schlecht als 
recht und ziemlich unergonomisch.

von Jan H. (jan_m_h)


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Hmmm, f> für fein und G> für grob? Also nur einen der Pfeile ersetzen.

von Ingo L. (corrtexx)


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Jan H. schrieb:
> Hmmm, f> für fein und G> für grob? Also nur einen der Pfeile ersetzen.
Der '»' besteht aus einem Zeichen. Für ein zweites habe ich leider kein 
Platz.

von Jan H. (jan_m_h)


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Wie groß ist denn der Platz für jedes Zeichen in Pixeln? Vlt könntest du 
dann einen solchen einzelnen Pfeil machen, sobald es ausgewählt ist, 3 
Pixel dick für grob, 1 Pixel für fein?
Ist zumindest nachvollziehbar, wenn man es ein mal benutzt hat, und ist 
kein Buchstabe.

von Martin D. (Gast)


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Dann nimm doch '>' für grob und '»' für Fein.
Wenn es noch besser aussehen soll, kannst Du ja statt '>' den 
Einzelpfeil auch selbst zeichnen, damit er die gleichen Abmessungen wie 
der einer des Doppelpfeils hat.

von Ingo L. (corrtexx)


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Martin D. schrieb:
> Dann nimm doch '>' für grob und '»' für Fein.
Die Idee ist garnicht schlecht. Aber welches Zeichen dann für die 
Anzeige des Menüpunktes?

Jan H. schrieb:
> Wie groß ist denn der Platz für jedes Zeichen in Pixeln? Vlt könntest du
> dann einen solchen einzelnen Pfeil machen, sobald es ausgewählt ist, 3
> Pixel dick für grob, 1 Pixel für fein?
Ich habe 5x8 Pixel. Das ist nicht viel.

Aber die Ideen sind schon nicht schlecht.

von Martin L. (martin_l795)


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Einfach ein Quadrat aus entweder 2 x 2 (fein) oder 4 x 4 (grob) Pixeln 
nehmen?

von Peter D. (peda)


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Üblicher Weise haben die Geräte 2 Tasten, um die Digits auszuwählen.
Das gewünschte Digit blinkt dann und kann mit dem Enkoder gezählt 
werden. Über- und Unterlauf zählen die höherwertigen Digits.

von Maxx (Gast)


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Ingo Less schrieb:
> Martin D. schrieb:
>> Dann nimm doch '>' für grob und '»' für Fein.
> Die Idee ist garnicht schlecht. Aber welches Zeichen dann für die
> Anzeige des Menüpunktes?

Da würd ich intuitiv direkt falsch herum denken:
» als FastForward, also grobe Auswahl
> als feinere Auswahl

von MaWin (Gast)


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Ingo Less schrieb:
> Jetzt das eigentliche Problem. 'O' und 'o' sind doof. Mit fällt absolut
> kein selbsterklärendes Zeichen für grob und fein ein. Habt ihr ne Idee?

Der Cursor blinkt an der zu erhöhenden Stelle, also bei grob an 1 
Volt/Ampere, bei fein an 10mV/10mA.

von Nico (nico123)


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Ingo Less schrieb:
> Jetzt möchte ich wenn ich Sollwerte ändern möchte, dies in zwei Stufen,
> nämlich grob und fein, machen.

Warum willst Du die Sollwerte in zwei Stufen ändern?
Du kannst den Inkrementalgeber doch mit einer Beschleunigungsfunktion 
auslesen (je schneller man dreht desto größer ist die Änderung)!

von Martin D. (Gast)


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Maxx schrieb:
> Da würd ich intuitiv direkt falsch herum denken:
> » als FastForward, also grobe Auswahl
>> als feinere Auswahl

Ich auch. ;-) Also editiere ich meinen Vorschlag noch einmal.
Doppelpfeil: schnell
Einfachpfeil: langsam
Kuller: Als Menüpunkt selektiert

von frust (Gast)


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Ingo Less schrieb:
> So sieht es bisher aus.
>
>  SollwertSpannung
> »SollwertStrom
>  SollwertLeistung

Steht da wirklich SollwertSpannung oder der eingestellte Wert in Volt 
also zB 10V? Wenn da Sollwert... steht, kürz das ab und schreib fein, 
grob, etc dahin. Wenn zuwenig Platz, mach das Display größer. Mach mehr 
Bedienelemente. Schon mal einen ein-, zweiknopffahrradcomputer 
eingestellt? Gruselig, und den muß man nicht oft einstellen.

Rätselhafte, mit selbst ausgedachten "selbst erklärenden" Symbolen 
versehene Bedienungen führen zum Frust beim Bediener und die Anleitung 
ist natürlich auch nicht griffbereit.

von Peter D. (peda)


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frust schrieb:
> Mach mehr
> Bedienelemente. Schon mal einen ein-, zweiknopffahrradcomputer
> eingestellt? Gruselig, und den muß man nicht oft einstellen.

Am besten ist immer noch ein Ziffernblock zur Direkteingabe.

von Ingo L. (corrtexx)


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Peter Dannegger schrieb:
> Üblicher Weise haben die Geräte 2 Tasten, um die Digits auszuwählen.
Meins nicht ;)

Nico ... schrieb:
> Warum willst Du die Sollwerte in zwei Stufen ändern?
> Du kannst den Inkrementalgeber doch mit einer Beschleunigungsfunktion
> auslesen (je schneller man dreht desto größer ist die Änderung)!
Ingo Less schrieb:
> Man kann natürlich die Drehgeschwindigkeit differenzieren um so große
> Stellbereiche abzudecken, das finde ich allerdings mehr schlecht als
> recht und ziemlich unergonomisch.

frust schrieb:
> Steht da wirklich SollwertSpannung
Natürlich nicht.

frust schrieb:
> Rätselhafte, mit selbst ausgedachten "selbst erklärenden" Symbolen
> versehene Bedienungen führen zum Frust beim Bediener und die Anleitung
> ist natürlich auch nicht griffbereit.
Deswegen frage ich ja hier nach, um genau das zu vermeiden.

Peter Dannegger schrieb:
> Am besten ist immer noch ein Ziffernblock zur Direkteingabe.
Geschmackssache, wenn gleich es natürlich etwas einfacher zu bedienen 
ist.

von Ingo L. (corrtexx)


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Blinken ist auch ne Möglichkeit und scheint ja auch verbreitet. 
Invertieren finde ich auch hübsch, kann mein LCD aber leider nicht.

von S. K. (hauspapa)


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>Aber welches Zeichen dann für die Anzeige des Menüpunktes?

*

von Nico (nico123)


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Ingo Less schrieb:
> Man kann natürlich die Drehgeschwindigkeit differenzieren um so große
> Stellbereiche abzudecken, das finde ich allerdings mehr schlecht als
> recht und ziemlich unergonomisch.

Was findest Du daran unergonomisch? Vielleicht ist es nur nicht richtig 
eingestellt!?

von Ingo L. (corrtexx)


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Nico ... schrieb:
> Was findest Du daran unergonomisch?
Mir gefällt das halt nicht. Habs schon bei vielen Geräten gesehen, aber 
ich kann dem einfach nichts abgewinnen.

von Karl H. (kbuchegg)


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Ingo Less schrieb:
> Nico ... schrieb:
>> Was findest Du daran unergonomisch?
> Mir gefällt das halt nicht. Habs schon bei vielen Geräten gesehen, aber
> ich kann dem einfach nichts abgewinnen.

und ich kenns umgekehrt
Eine Eingabe bei der man jedes Digit einzeln anwählen muss um es zu 
ändern. Wenn du 3 Minuten mit so einem Gerät verbringst sehnst du dich 
nach einem Drehencoder der beim schnellen Drehen in groben Schritten 
verändert und beim langsamen Drehen die Feinjustierung ermöglicht.

von Nico (nico123)


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Ingo Less schrieb:
> Nico ... schrieb:
>> Was findest Du daran unergonomisch?
> Mir gefällt das halt nicht. Habs schon bei vielen Geräten gesehen, aber
> ich kann dem einfach nichts abgewinnen.

Okay. Ich finde es ziemlich genial. Habe selber ein Projekt entwickelt 
mit Einstellmöglichkeiten von 0-50V in 10mV-Schritten und das 
funktioniert super.
Aber es ist natürlich auch Geschmacksache!

von Ingo L. (corrtexx)


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Nico ... schrieb:
> Aber es ist natürlich auch Geschmacksache!
Ich denke das ist hier auch sehr stark vom Drehgeber abhängig. Ich habe 
die von Reichelt, die sind meines Erachtens nach etwas ungeeignet, da 
die Rastpunkte sehr starr sind. Ich werds mal ausprobieren, wie es sich 
in der Praxis auswirkt.

Man kann da ja in der Tat in Software viel machen.

Danke erstmal

von Peter D. (peda)


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Sehr angenehm finde ich ein Shuttle-Dial zu bedienen, da kann man je 
Richtung 7 unterschiedliche Geschwindigkeiten benutzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Shuttle_Dial

von Stefan F. (Gast)


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> Man kann natürlich die Drehgeschwindigkeit
> differenzieren ... das finde ich allerdings ... ziemlich unergonomisch.

Schade, ich finde das sogar sehr gut. Dabei genügen schon zwei stufen: 
Ganz langsam drehen für Feineinstellung und schnell drehen für 
Grobeinstellung. Mein Autoradio funktioniert so.

Zeit und Datumseingabe bei Android Smartphones funktioniert auch nach 
diesem Prinzip. Nur mit Wischen statt Drehen.

von Ingo L. (corrtexx)


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Überredet, ich teste es mal ;)

von Ulrich (Firma: DC3AX) (uprinz)


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Also bei vielen Funkgeräten findet man Fine und Coarse als Tasten 
unterhalb des Dials. Damit kann man dann entsprechend umstellen.

Wenn man vor dem Stellwert so viel Text schreibt, dass man keinen Platz 
mehr hat, ist das Design vielleicht zu überarbeiten?

Statt
>  SollwertSpannung
> »SollwertStrom
>  SollwertLeistung

Kann man ja wohl deutlichst abkürzen

  |1        0         0|
--+---------+----------|
1 |Ucur   12.0V        |
2 |Iset    0.5A        |
3 |Pcur    6.0W        |
4 '--------------------'

Die LCDs haben gerne schon mal praktische Sonderzeichen, so kann man 
rechts am Rand einen schwarzen Pfeil abbilden, der auf eine Beschriftung 
auf der Frontplatte verweist. Der Inhalt oberhalb von Character 128 ist 
aber Herstellerspezifisch.

Die 5x7 Punkte der frei programmierbaren 8 Zeichen sind auch nicht zu 
unterschätzen, damit kann man einiges veranstalten, wenn man 
berücksichtigt, dass deren Inhalt auf dem Display sofort aktualisiert 
wird. Man kann also z.B. eine Grafik aus 2x2 Sonderzeichen an einer 
Stelle vom LCD vorsehen, dahin druckt man eben vier dieser 
programmierbaren Symbole. Nun reprogrammiert man den Inhalt der vier 
Zeichen direkt und man hat ein großes Zeichen.

So kann man auch "cur" und "set" für eingestellte und gemessene Werte 
statt mit drei normalen eben nur mit 2 programmierbaren Zeichen 
darstellen, als verkleinerter tiefgestellter Schriftzug.

Man kann aber auch bis zu 8 Zeichen invertiert selber malen und in den 
programmierbaren 8 Zeichen unterbringen.

Ein wenig Phantasie und schon passt das ganze, manchmnal sieht man aber 
auch den Wald vor lauter Bäumen nicht.

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