Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher MiniComputer für Überwachung und Steuerung


von Mike29 (Gast)


Lesenswert?

Hallo Zusammen,

hat jemand einen Tipp bezüglich der Überwachung/Steuerung mit einem 
MiniRechner. Es gibt Raspberry P, BeagleBone, PCDuino, etc... Dieser 
soll Systemkritische Parameter aufzeichnen und gegebenenfalls eine 
Anlage ausschalten. Daher ist die Leistung nur zweitrangig. Die Größe 
dürfte jedoch eine Rolle spielen. Der Odroid U3 hat beispielsweise keine 
GPIO, nur per externen Modul. Daher würde für mich Raspberry PI2 B und 
BeagleBone in die nähere Auswahl kommen. Auch pcDuino 3 scheint 
interessant zu sein.

von Pandur S. (jetztnicht)


Lesenswert?

Ha. Ja. Dann mach doch einfach mal.

Die Hardware muss zuverlaessig sein. Das Interface zur realen Welt muss 
zuverlaessig sein. Und die Software muss zuverlaessig sein.

von c-hater (Gast)


Lesenswert?

Mike29 schrieb:

> hat jemand einen Tipp bezüglich der Überwachung/Steuerung mit einem
> MiniRechner. Es gibt Raspberry P, BeagleBone, PCDuino, etc... Dieser
> soll Systemkritische Parameter aufzeichnen und gegebenenfalls eine
> Anlage ausschalten.

Schön, also eine Echzeitanwendung. Damit kannst du all den aufgezählten 
Quatsch nahezu komplett vergessen. Das wäre nur als Hardwaregrundlage 
geeignet, aber nicht mit dem OS, was da jeweils ab Werk drauf läuft. Das 
ist meist ein mehr oder weniger räudiges Linux, was sich bestenfalls 
notdürftig echtzeitfähig machen läßt, aber harten Echtzeitforderungen, 
wie sie für die Notauschaltung von Anlagen verpflichtend sind, nicht 
standhalten kann.

> Daher ist die Leistung nur zweitrangig.

Das stimmt. Mit wirklichen Echtzeitsystemen reicht oft ein Bruchteil der 
Leistung dieser Linux-gebremsten Scheiße, um die Anforderungen zu 
erfüllen. Allerdings ist das Programmieren dafür ein "klein wenig" 
anstrengender, man muß nämlich tatsächlich wissen, was man tut. 
C&P-"Programmieren" funktioniert auf solchen Plattformen nur sehr 
eingeschränkt...

von Gerd E. (robberknight)


Lesenswert?

Mike29 schrieb:
> Dieser
> soll Systemkritische Parameter aufzeichnen

und wie kommt er an die ran? Per I2C, SPI, UART, RS485, USB, TCP/IP, 
Gedankenübertragung,...?

> und gegebenenfalls eine
> Anlage ausschalten.

Und wie soll er das machen? Aus seinem Gehäuse kriechen und auf das 
Not-Aus hauen?

Wie schnell muss das Teil reagieren? ns, µs, ms, s,...?

von Nil (Gast)


Lesenswert?

Nach der Aufgabenstellung bist du mit einem stinknormalen uC besser 
bedient. Vielleicht auch ein STM32 oder irgendein PIC (evtl. auch mit 
einem RTOS). Aber dafür ein Raspberry, dass mit einem Linux über zig 
Abstrahierungsebenen auf die Hardware zugreift? Eher nicht. Und 
einfacher ist es wahrscheinlich auch nicht.

von Frank (Gast)


Lesenswert?

c-hater schrieb:
> Schön, also eine Echzeitanwendung. Damit kannst du all den aufgezählten
> Quatsch nahezu komplett vergessen.

Nahezu...ja. Der BeagleBone hat aber extra dafür noch 2 PRUs.

Nils Friess schrieb:
> Nach der Aufgabenstellung bist du mit einem stinknormalen uC besser
> bedient.

Je nach dem was für "systemkritische Parameter" das sind. Bei ein paar 
Sensorwerten stimme ich dir zu.

von Stefan F. (Gast)


Lesenswert?

Die GPIO Schnittstellen eines Raspberry sind so lahm, da kannst du 
gleich jeden anderen PC nehmen und mit USB Adaptern arbeiten.

Wobei ich den anderen Antworten zustimme, dass Linux und Windows für 
Echtzeitanwendungen (wenn es denn diese Anforderung gibt) denkbar 
schlecht geeignet sind.

Nicht ohne Grund wird jeder normale Tischcomputer durch zahlreiche 
Mikrocontroller unterstützt, nämlich da, wo exaktes Timing nötig ist 
oder kurzzeitige Aussetzer nicht akzeptabel sind: Mäuse, Tastaturen, 
Soundchip, Batterie-Management, WLAN, Bluetooth ...

von Blinky (Gast)


Lesenswert?

Was soll denn genau Überwacht/Gesteuert/Abgeschaltet werden?
Wie kritisch ist es, was passiert im Fehlerfall (z.B. Personenschaden) 
und wie schnell muss die Steuerung/Abschaltung sein?

von Mike29 (Gast)


Lesenswert?

Es gibt noch eine Art Treiber-Karte, die dazwischengeschaltet werden 
soll. Es ging viel mehr darum einen kleinen Computer zu wählen, der 
bestimmte Paramter wie aufzeichnet, aber nicht im Millisekunden-Bereich 
sondern alle paar Minuten einen Wert. Eine Art Slow Control System

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Stefan Us schrieb:
> Wobei ich den anderen Antworten zustimme, dass Linux und Windows für
> Echtzeitanwendungen (wenn es denn diese Anforderung gibt) denkbar
> schlecht geeignet sind.

Kommt drauf an. Es wurde nirgends erwähnt, welche Reaktionszeiten das 
Gerät einhalten muss. Wenn die unter 40 µs liegt, wird's dann 
tatsächlich auch mit einem Echtzeit-Kernel + gut gewählten Board nicht 
mehr hinhauen.

Frank schrieb:
> Nils Friess schrieb:
>> Nach der Aufgabenstellung bist du mit einem stinknormalen uC besser
>> bedient.
>
> Je nach dem was für "systemkritische Parameter" das sind. Bei ein paar
> Sensorwerten stimme ich dir zu.

Ich würd ganz allgemein sagen, daß das Überwachungssystem immer 
möglichst einfach aufgebaut sein sollte. Je geringer die Komplexität, 
desto weniger kann ausfallen.

Blinky schrieb:
> Was soll denn genau Überwacht/Gesteuert/Abgeschaltet werden?
> Wie kritisch ist es, was passiert im Fehlerfall (z.B. Personenschaden)
> und wie schnell muss die Steuerung/Abschaltung sein?

Außerdem: Was soll bei einem Ausfall des Überwachungssystems passieren?
Wenn der RasPi nicht mehr bootet, weil die SD-Karte korrupt ist, sollte 
das ja irgendwie bemerkt werden, sonst ist die Überwachung komplett 
nutzlos.

von Mike29 (Gast)


Lesenswert?

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Im Prinzip gibt es eine Art 
Treiberkarte, die alles steuert. Diese kann auf Sensoren reagieren etc.. 
Über den MikroComputer sollen nur die Werte der Treiberkarte gespeichert 
oder aufgezeichnet werden. Also wie ein normaler Computer, der über eine 
Software Werte aufzeichnet. Das man per Eingabefelder bestimmte 
maximalwerte eingibt und an die Treiberkarte übermittelt. Diese hat z.b. 
auch I²C Verbindung. Das Sysystem muss nicht schnell laufen und auch 
keine Anlagen direkt ausschalten. Deswegen auch die Bezeichnung Slow 
Control System!!!

von Frank (Gast)


Lesenswert?

Mach mal Butter bei die Fische und nenne endlich mal zahlen.

Sampelrate?
Wieviele Sensoren?
Was für eine physikalische Schnittstelle?
Was für Protokolle?

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.