AEG Triac Datenblatt Suche

OP #4171695
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Moin,
bei der Reparatur eines Gerätes bin ich auf ein Bauteil gestoßen, bei 
dem mir google nicht wirklich weiter half. Es ist mit 6010 AEG R1F 800 
MPC beschriftet.
Um es auf korrekte Funktion zu prüfen hätte ich gerne ein Datenblatt 
dazu ?

Ich vermute es ist ein Thyristor. Was wäre denn ein mögliches 
Alternativbauteil ?
Gast #4173414
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Arno H. schrieb:
> R5F800MPC zu sehen. Das ist ein rückwärtsleitender
> Thyristor,

Etwas derartiges hatte ich mir schon gedacht. Irgendwo habe ich noch 
eine Kurzübersicht der AEG-Leistungshalbleiter, die ich aber ad hoc 
nicht mehr gefunden habe.
Ich weiß aber noch, dass das F in der Bezeichnung für so genannte 
Frequenzthyristoren verwendet wurde, also Typen mit kurzer 
Freiwerdezeit, wie sie etwa für Horizontalablenkungen in Fernsehern 
verwendet wurden.
Demnach wäre das ein schneller rückwärtsleitender 5A Thyristor mit 800V 
Sperrspannung.
Hergestellt wurden die Dinger im Halbleiterwerk Belecke am Möhnesee.
Gast #4173911
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Martin W. schrieb:
> Könne ich den Thyristors z.B. gegen FS1209NH austauschen bzw. worauf
> muss ich bei der Auswahl achten ?

Ich habe keine Ahnung, was der FSH1209NH kann, aber für ein 
Weidezaungerät funktioniert praktisch jeder Thyristor, der mehr als 1A 
und die erforderliche Spannung  (vermutlich ca 300V) schalten kann.
Offenbar hat der Hersteller der Schaltung auch das genommmen, was gerade 
billig zu habn war.
OP #4176957
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Nun muss ich mich doch noch einmal melden. Ich habe nun so ziemlich 
alles ausgetauscht was man nur irgendwie tauschen konnte. Dabei hab ich 
3 defekte Kondensatoren und eine kaputte Glimmlampe gefunden und 
getauscht. Vorsichtshalber hab ich auch den Thyristor getauscht.

Beim Messen habe ich nun fest gestellt, das ich immer noch nicht über 
1kV am Ausgang komme. Ich denke aber, dass der Impulsgeber ordentlich 
funktioniert, und auch C1 wird auf 300V geladen.

Dennoch zündet die Glimmlampe hinter dem kapazitiven Spannungsteiler 
nicht. Ist es vielleicht möglich, dass der Übertrager TR1 beschädigt 
ist, also das die Isolation bei 1kV aufgibt, und darin schon etwas 
kurzgeschlossen wird ?

Falls sowas möglich ist, wie Messe ich das ?
Angehängte Dateien:
Gast #4177119
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Martin W. schrieb:
> Ist es vielleicht möglich, dass der Übertrager TR1 beschädigt
> ist, also das die Isolation bei 1kV aufgibt, und darin schon etwas
> kurzgeschlossen wird ?

Gut möglich.
Allerdings verwundert mich der Schaltplan etwas.
Bist du sicher, daß er richtig ist?

Da ist zum Einen die Glimmlampe auf der Sekundärseite sowie die 
Verwendung des Zündübertragers TR3.
Glimmlampen wurden oft als Triggerelemente für den SCR genutzt, indem 
sie zündeten, wenn die Spannung an C1 hoch genug war.
Dann erübrigt sich auch die Verwendung des VDR R2.

Wozu gibt es da einen "Impulsgeber" anstatt einfach zu warten, bis der 
Spannungswandler den Kondensator weit genug aufgeladen hat?



Martin W. schrieb:
> Dabei hab ich
> 3 defekte Kondensatoren und eine kaputte Glimmlampe gefunden und
> getauscht.

Wie hast du die Defekte identifiziert und welche Kondensatoren waren 
das?
OP #4177163
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lrep schrieb:

> Gut möglich.
> Allerdings verwundert mich der Sceenshots imhaltplan etwas.
> Bist du sicher, daß er richtig ist?
Jup, denn ich hab mir den extra so aufgemahlt, um die Schaltung zu 
verstehen.


> Wozu gibt es da einen "Impulsgeber" anstatt einfach zu warten, bis der
> Spannungswandler den Kondensator weit genug aufgeladen hat?
Dafür gibt es ein komplettes Modul, das nicht im Plan enthalten ist. 
Jede Menge smd Krams. Ich vermute das hängt damit zusammen, das dann 
unabhängig vom Batteriezustand der Pulsabstand immer genau eine Sekunde 
beträgt. Und nicht, wenn die Batterie zu leer für das Zünden der Lampe 
ist, gar nichts mehr passiert. Zweitens wird irgendwie (keine Ahnung wie 
das geht) rückwärts gemessen, ob bewuchs am Zaun vorliegt.

> Wie hast du die Defekte identifiziert und welche Kondensatoren waren
> das?

Total zerstört waren C2 und C3, wobei C2 sogar aufgeplatz war. Bei 
beiden Kondensatoren habe ich, im ausgelöteten Zustand, mit meinem 
Multimeter nahezu keine Kapazität messen können.

C1 hingegen war etwas dubios. Laut meines Messgerätes lag die Kapazität 
noch bei 2,45µF beschriftet war er aber mit 6,8µF und 420V. Nach meinem 
Versuch einen neuen zu kaufen, bin ich davon überzeugt, das dieser 
Kondensator NIE 6,8µF besessen hat. Seine Abmaße sind 22x18x15 der 
Austauschkondensator, der wenn er auch mit 630V etwas Spannungsfester 
ist, misst 40x38x19.
OP #4190573
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Für alle die es noch interessiert:

Das Gerät funktioniert wieder. Der Thyristor war eine der wenigen Sachen 
die offensichtlich noch heile waren! Außer den bereits erwähnten 
kaputten Kondensatoren, war tatsächlich der Hochspannungstrafo kaputt. 
Dabei waren 6 Schichten á 85 Wicklungen mit 0.3 mm Draht gewickelt. Die 
Schichten waren dabei durch durchsichtige Folie (ich vermute PET oder 
sowas) von einander getrennt. Dabei hatte die unterste Folie ein 
kleines, eingebranntes Loch.

Zur Reparatur hab ich jede Lage mit Teflonband, wie hier in einem 
anderen Thread empfohlen Isoliert. Zusätzlich hab ich jede Lage mit 
Epoxidharz getränkt.

Da der Trafo kein Standard E-I Kern ist, und er daher nicht so einfach 
zu öffnen war wie gedacht, ist im Anhang nochmal kurz der Aufbau 
abgebildet.
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